AT369406B - Verwendung von alkandiphosphonsaeuresalzen als flammhemmender zusatz zu kunststoffen - Google Patents

Verwendung von alkandiphosphonsaeuresalzen als flammhemmender zusatz zu kunststoffen

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AT369406B
AT369406B AT72081A AT72081A AT369406B AT 369406 B AT369406 B AT 369406B AT 72081 A AT72081 A AT 72081A AT 72081 A AT72081 A AT 72081A AT 369406 B AT369406 B AT 369406B
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Kurt Dr Thonhofer
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Franz Fuchs
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Chemie Linz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/49Phosphorus-containing compounds
    • C08K5/51Phosphorus bound to oxygen
    • C08K5/53Phosphorus bound to oxygen bound to oxygen and to carbon only
    • C08K5/5317Phosphonic compounds, e.g. R—P(:O)(OR')2

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft die Verwendung von Alkandiphosphonsäuresalzen als flammhemmender Zusatz zu Kunststoffen. 



   Die meisten Kunststoffe sind, wenn sie einer offenen Flamme ausgesetzt sind, brennbar. In vielen Fällen ist daher der allgemeine Wunsch vorhanden, solche Kunststoffe so auszurüsten, dass sie schwer entflammbar oder gar unbrennbar sind. Es ist seit langem bekannt, dass durch Zusatz von halogenhaltigen organischen Phosphorverbindungen Kunststoffe mit flammwidrigen Eigenschaften erhalten werden können. Einer der Nachteile halogenhältiger flammhemmender Zusätze sind die bei der Verbrennung oder Zersetzung auftretenden, halogenhaltigen, meist toxischen Zersetzungsprodukte. 



   Es ist weiters aus der JA-AS Sho-46-30995 bekannt, cellulosehältige Materialien, wie Faser oder Papier mit einer wässerigen Lösung, enthaltend eine Mischung, bestehend aus einer Alkandiphosphonsäure oder ihres Ammoniumsalzes und einer N-hältigen Verbindung, zu imprägnieren und unter Hitzeeinwirkung auf die Cellulosefaser oder das Cellulosepapier aufzukondensieren. Hiebei entsteht eine mehr oder minder dicke Überzugsschicht (Appretur) eines über Formaldehyd und N-Methylolverbindungen vernetzten Polymeren. 



   Überraschenderweise konnte nun gefunden werden, dass die Salze von Alkandiphosphonsäuren mit bestimmten stickstoffhaltigen Basen selbst flammhemmende Eigenschaften besitzen, wenn sie direkt in Kunststoffe eingearbeitet werden. 



   Gegenstand der Erfindung ist demnach die Verwendung von Alkandiphosphonsäuresalzen der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin   R1   eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 8 C-Atomen sowie R2 die Gruppe OH oder   NH2   bedeuten und   R.,,R.,R,   und R6 eine Stickstoffbase, wie Guanidin, Aminoguanidin, Dicyandiamid, Melamin oder Harnstoff bedeuten, wobei a für die Zahl 1 und b, c und d für die Zahlen 0 oder 1 stehen, als flammhemmender Zusatz zu Kunststoffen. 



   Die den Salzen der Formel (I) zugrundeliegenden   1-Hydroxyalkan-1, l-diphosphonsäuren   sind bekannt und können nach DE-PS Nr. 1194852 und Blaser et   al.,   Z. anorg. allg. Chemie 381, 247 bis 257 (1971) aus Alkancarbonsäure und   PClq   oder Alkancarbonsäuredichlorid und phosphoriger Säure, die 1-Aminoalkan-1,   1-diphosphonsäuren   können nach DE-OS 2115737 aus Carbonsäurenitril und   Pli 3   oder aus   Carbonsäureamid. Hel   und phosphoriger Säure dargestellt werden.

   Die Herstellung der Salze der Formel (I) erfolgt üblicherweise, indem die Stickstoffbase, etwa Melamin, Harnstoff, Dicyandiamid, Aminoguanidin oder ein Salz der Stickstoffbase, etwa Guanidincarbonat, in einem Lösungsmittel, vorzugsweise in Wasser gelöst oder suspendiert und mit der Alkandiphosphonsäure oder einer wässerigen Lösung oder Suspension derselben erwärmt wird, wobei ein Niederschlag oder eine Schmelze des gebildeten Salzes entsteht, worauf eventuell nach geringfügigem Einengen der Niederschlag abfiltriert und getrocknet wird. 



   Der Alkanrest in den Verbindungen der Formel (I) kann geradkettig oder verzweigt sein und 1 bis 8 Kohlenstoffatome umfassen. Besonders bevorzugte Phosphonsäuren sind die 1-Hydroxyäthan-   - 1, 1-diphosphonsäure   und die 1-Aminoäthan-1,   l-diphosphonsäure.   Als Basenanteil werden insbesondere Guanidin, Melamin oder Harnstoff verwendet, wobei Guanidin und Melamin besonders bevorzugt sind. Das Molverhältnis zwischen freier Säure und Base kann zwischen 1 : 1 und 1 : 4 variieren, wobei das Verhältnis 1 : 2 bis 1 : 3 besonders bevorzugt ist. 



   Die Kunststoffe werden erfindungsgemäss flammhemmend gemacht, indem man die entsprechenden Salze dem jeweiligen Polymerisat als Pulver oder eventuell als Paste zumischt und diese Mischungen beispielsweise auf einer Spritzgiessmaschine direkt zu fertigen Formteilen verspritzt. Im allgemeinen wird es aber zweckmässiger sein, zur Erzielung einer möglichst feinen Verteilung die Mischung aus Kunststoff-Pulver bzw. Granulat und dem Salz in einem separaten Schritt in einem passenden Extruder aufzuschmelzen und zu homogenisieren. Handelt es sich um die Herstellung 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 eines Polyurethans, so wird man üblicherweise das Salz zuerst mit dem Polyol vermischen. Mit den erfindungsgemässen flammhemmenden Zusätzen der Formel (I) können auch andere Zusätze mitverarbeitet werden, z. B.

   Glasfasern, Vliese oder Gewebe, anorganische Füllstoffe, wie Talk, ferner UV- und Wärmestabilisatoren, Verbindungen, die die elektrische Leitfähigkeit hinaufsetzen, Antistatika oder Farbstoffe. 



   Die Zusatzmenge an Verbindungen der allgemeinen Formel (I) hängt vom Ausmass der für den jeweiligen Verwendungszweck des fertigen Kunststoffes geforderten flammhemmenden Wirkung ab. 



  Sie liegt im Bereich von 2,5 bis 35 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des flammfest ausgerüsteten Kunststoffes, wobei der Bereich von 5 bis 20   Gew.-%   besonders bevorzugt ist. 



   Die erfindungsgemässen Mittel können in einer Vielzahl von Kunststoffen, beispielsweise Polyestern, Epoxyharzen, Polyolefinen oder Polyurethanen verwendet werden. Insbesonders eignen sie sich zur Herstellung von flammgehemmten Polyestern oder Epoxydharzen, woe sie beispielsweise auch mit Glasfasern oder-geweben zusammen verarbeitet werden können und GFK-Laminate bilden. 



  Es zeigt sich, dass mit nur 15   Gew.-%   der Verbindung gemäss Beispiel 3 bereits ein LOI-Wert (limiting oxygen index) von 27, 5 bei Polyesterharzen bzw. von 28, 5 bei Epoxydharzen erreicht wird. 



   Die Verbindungen der allgemeinen Formel können auch gut in Polyolefine eingearbeitet werden, in Polypropylen wird z. B. mit 20   Gew.-Teilen   der Verbindung gemäss Beispiel 2 ein LOI-Wert von 29 erreicht. 



   Weiters eignen sich die Verbindungen der allgemeinen Formel zur Herstellung von Polyurethanschäumen, insbesondere zur Herstellung von Hartschäumen. Durch einen Zusatz von 20   Gew.-%,   bezogen auf Polyol, der Verbindung gemäss Beispiel 2 wird ein LOI-Wert von 24, 5 erreicht. 



   Die flammhemmende Wirkung der Alkandiphosphonsäuresalze der Formel (I) wurde nach der Oxygen-Index-Methode   (ASTM-D-2863-70)   bestimmt. Dazu wurden Normprüfkörper mit den Abmessungen 65 x 6 x 3 mm für gepresste bzw. ausgehärtete Polymerisate von 80 x 12 x 12 mm für Schaumstoffe herausgeschnitten. 



   A) Herstellungsbeispiele
Beispiel 1 : Zu 374   Gew.-Teilen   einer 60%igen wässerigen Lösung von   1-Hydroxyäthan-1, 1-di-   phosphonsäure werden 90   Gew.-Teile   Guanidin langsam zugegeben, die Lösung wird 2 h bei   80 C   gerührt und das Wasser im Vakuum abdestilliert, der Rückstand bei   110 C   getrocknet. Es entstehen 260 Gew.-Teile des Guanidinsalzes der   1-Hydroxyäthan-1, l-diphosphonsäure.   
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> 13, <SEP> 6 <SEP> H <SEP> 4, <SEP> 9 <SEP> N <SEP> 15, <SEP> 8 <SEP> P <SEP> 23, <SEP> 4 <SEP> 
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> 13, <SEP> 5 <SEP> H <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> N <SEP> 15, <SEP> 2 <SEP> P <SEP> 22, <SEP> 9 <SEP> 
<tb> Fp. <SEP> = <SEP> ab <SEP> 185 C <SEP> (Zersetzung)
<tb> 
 Beispiel 2 : In einer Rührapparatur werden   3'6     Gew. -Teile Guanidincarbonat   in 100 Gew.-Teilen 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> 7 <SEP> Gew.-TeileBerechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> 14, <SEP> 8 <SEP> H <SEP> 5, <SEP> 5 <SEP> N <SEP> 25, <SEP> 9 <SEP> P <SEP> 19, <SEP> 1 <SEP> 
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> 14, <SEP> 7 <SEP> H <SEP> 5, <SEP> 5 <SEP> N <SEP> 26, <SEP> 4 <SEP> P <SEP> 19, <SEP> 3 <SEP> 
<tb> Fp. <SEP> = <SEP> 2250C <SEP> (Zersetzung)
<tb> 
 
Beispiel 3 :

   In einer Rührapparatur werden 54   Gew.-Teile   Guanidincarbonat in 43 Teilen   H. 0   unter teilweiser Lösung aufgeschlämmt und auf 600C erwärmt. In diese Lösung werden   68, 7 Gew.-Teile   einer 60%igen wässerigen Lösung von 1-Hydroxyäthan-1,1-diphosphonsäure unter   C0-Entwicklung   eingerührt. Die erhaltene klare Lösung wird nun heiss in 40   Gew.-Teile   Methanol eingerührt.

   Nach Abkühlen auf Raumtemperatur werden 69   Gew.-Teile   Triguanidinsalz der   1-Hydroxy-   äthan-1, 1-diphosphonsäure erhalten. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> 15, <SEP> 7 <SEP> H <SEP> 6, <SEP> 0 <SEP> N <SEP> 32, <SEP> 9 <SEP> P <SEP> 16, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> 15, <SEP> 5 <SEP> H <SEP> 6, <SEP> 0 <SEP> N <SEP> 32, <SEP> 6 <SEP> P <SEP> 16, <SEP> 9 <SEP> 
<tb> Fp. <SEP> = <SEP> 2270C <SEP> (Zersetzung)
<tb> 
 
Beispiel 4 :

   Zu 374   Gew.-Teilen   einer 60%igen wässerigen Lösung von 1-Hydroxyäthan-1,1-diphosphonsäure werden 259   Gew.-Teile   freies Guanidin, gelöst in 300 Teilen Wasser, langsam zugegeben, die Lösung wird 1 h nachgerührt und langsam mit 2500   Gew.-Teilen   Methanol versetzt, 
 EMI3.2 
 
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> 



  Berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> 16, <SEP> 3 <SEP> H <SEP> 6, <SEP> 3 <SEP> N <SEP> 38, <SEP> 0 <SEP> P <SEP> 14, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> 15, <SEP> 9 <SEP> H <SEP> 6, <SEP> 4 <SEP> N <SEP> 38, <SEP> 1 <SEP> P <SEP> 13, <SEP> 9 <SEP> 
<tb> Fp. <SEP> = <SEP> 220 C <SEP> (Zersetzung)
<tb> 
 
Beispiel 5 : In einer Rührapparatur mit Rückflusskühlung werden   100, 8 Gew.-Teile   Melamin in 4500   Gew.-Teilen   Wasser heiss gelöst. In diese Lösung werden 82,4 Gew.-Teile 1-Hydroxyäthan-   - 1, 1-diphosphonsäure   langsam zugegeben. Nach erfolgter Zugabe wird noch 10 min die Suspension auf Rückflusstemperatur gehalten, das Produkt wird heiss filtriert.

   Man erhält 180, 8 Gew.-Teile 
 EMI3.4 
 
 EMI3.5 
 
<tb> 
<tb> ä <SEP> than-1, <SEP> 1-diphosphonsäure.Berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> 21, <SEP> 0 <SEP> H <SEP> 4, <SEP> 4 <SEP> N <SEP> 36, <SEP> 7 <SEP> P <SEP> 13, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> 019, <SEP> 8 <SEP> H <SEP> 4, <SEP> 7 <SEP> N <SEP> 34, <SEP> 6 <SEP> P <SEP> 12, <SEP> 9 <SEP> 
<tb> Fp. <SEP> = <SEP> 230 C <SEP> (Zersetzung)
<tb> 
 
Beispiel 6: 128,7 Gew.-Teile 1-Hydroxyäthan-1,1-diphosphonsäure und 150   Gew.-Teile   Harnstoff werden in 100 ml H2O langsam in einer Rührapparatur auf   110 C   erwärmt und zirka 1, 5 h auf   110 C   gehalten. Die erhaltene Schmelze wird unter Vakuum zur Trockne eingeengt. Man erhält 275 Gew.-Teile Tetraharnstoffsalz der 1-Hydroxyäthan-1,1-diphosphonsäure. 
 EMI3.6 
 
<tb> 
<tb> 



  Berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> 16, <SEP> 1 <SEP> H <SEP> 5, <SEP> 4 <SEP> N <SEP> 25, <SEP> 1 <SEP> P <SEP> 13, <SEP> 9 <SEP> 
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> 15, <SEP> 2 <SEP> H <SEP> 5, <SEP> 1 <SEP> N <SEP> 24, <SEP> 9 <SEP> P <SEP> 14, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> Fp. <SEP> = <SEP> 115 <SEP> bis <SEP> 1160C
<tb> 
 
Beispiel 7 : In 500   Gew.-Teilen   Wasser werden 18   Gew.-Teile   Guanidincarbonat gelöst. Die klare Lösung wird auf zirka   80 C   erwärmt und unter starker CO2-entwicklung werden   19, 1 Gew.-   Teile 1-Aminoäthan-1,1-diphosphonsäure eingerührt. Die erhaltene Suspension wird 1 h auf 80 C 
 EMI3.7 
 
 EMI3.8 
 
<tb> 
<tb> 



  Berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> 14,3 <SEP> H <SEP> 5, <SEP> 9 <SEP> N <SEP> 30, <SEP> 3 <SEP> P <SEP> 19, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> 14,2 <SEP> H <SEP> 6, <SEP> 3 <SEP> N <SEP> 31, <SEP> 2 <SEP> P <SEP> 18, <SEP> 6 <SEP> 
<tb> Fp. <SEP> = <SEP> ab <SEP> 2050C <SEP> (Zersetzung) <SEP> 
<tb> 
 
 EMI3.9 
 wird kalt abfiltriert. Man erhält   39, 9 Gew.-Teile   Diguanidinsalz der 1-Hydroxyoctan-1,1-diphosphonsäure. 
 EMI3.10 
 
<tb> 
<tb> 



  Berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> 29,4 <SEP> H <SEP> 7, <SEP> 4 <SEP> N <SEP> 20, <SEP> 6 <SEP> P <SEP> 15, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> 29, <SEP> 5 <SEP> H <SEP> 7, <SEP> 1 <SEP> N <SEP> 20, <SEP> 4 <SEP> P <SEP> 14, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Fp. <SEP> = <SEP> zirka <SEP> 205 C <SEP> (Erweichung), <SEP> 275 <SEP> bis <SEP> 280 C <SEP> (Zersetzung)
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 Beispiel 1 in einem Becherglas zugegeben. Diese Mischung wird mit einem Korbrührer etwa 4 min mit 800 Umdr/min gut durchgemischt. Das Gemisch wird in Formen ausgegossen. Nach dem Aushärten wird mit den erhaltenen Probekörpern der ASTM-Test-D-2863-70 durchgeführt. Der erzielte LOI-Wert beträgt 25, 0. 



   Analog wurden weitere Polyesterharze unter Verwendung verschiedener Verbindungen der Erfindung hergestellt. Die erzielten   Limiting-Oxigen-Index (LOI)-Werte   nach ASTM-D-2863-70 sind in Tabelle 1 dargestellt. 
 EMI4.2 
 Rühren mit einem Korbrührer (etwa 120 s mit 1000 Umdr/min) gut durchmischt. Das Gemisch wird in eine entsprechende Form gegossen und ausgehärtet. Nach dem Aushärten wird mit den Stäbchen der ASTM-Test-D-2863-70 durchgeführt. Der erzielte LOI-Wert beträgt 27, 5. 



   Analog wurden weitere Epoxydharze unter Verwendung anderer Verbindungen der Erfindung hergestellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gegenübergestellt. 



   Beispiel 11 : 80 Gew.-Teile Polypropylen (Dichte   0, 9,   MFI 0, 3 bis 0, 6) und 20 Gew.-Teile der 
 EMI4.3 
 und die entsprechenden Prüfkörper herausgeschnitten. Mit den Probekörpern wird nach ASTM-D- - 2863-70 der LOI-Wert bestimmt. Der erzielte LOI-Wert beträgt   27, 5.   



   Beispiel 12 : 80   Gew.-Teile   Polyäthylen (Dichte 0, 917 bis 0, 919, MFI 1, 3 bis 1, 8) und 
 EMI4.4 
 Platten gepresst. Daraus werden entsprechende Probekörper herausgeschnitten und der LOI-Wert nach ASTM-D-2863-70 bestimmt. Der erzielte LOI-Wert beträgt   25, 5.   



   Analog den Beispielen 11 und 12 wurden weitere Mischungen unter Verwendung verschiedener Verbindungen der Erfindung hergestellt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 3 und 4 gegen-   übergestellt.   



   Beispiel 13 : Ein Gemisch, das 100   Gew.-Teile   eines Polyols mit einer Hydroxylzahl von etwa 500,20   Gew.-Teile   Trichlorfluormethan,   0, 5 Gew. -Teile N, N-Dimethylcyclohexylamin,   20   Gew.-Teile   der Verbindung gemäss Beispiel 1 enthält, wird in ein Becherglas eingewogen. Diese Mischung wird mit einem Propellerrührer zirka 60 s mit 1000 Umdr/min gut durchmischt. In dieses Gemisch werden nun 146   Gew. -Teile 4, 4'-Diisocyanatdiphenylmethan   eingetragen und das Mischen noch etwa 10 s fortgesetzt. Das Gemisch wird nun in eine Papierform ausgegossen. Der erhaltene Schaum besitzt eine Dichte von 54, 0 g/l. Analog wurden weitere Schäume mit andern Verbindungen der Erfindung eingesetzt. Die erhaltenen Dichten bzw. die erzielten LOI-Werte sind in Tabelle 5 gegenübergestellt. 



   Tabelle 1 (Polyesterharze) 
 EMI4.5 
 
<tb> 
<tb> Verbindung, <SEP> Beispiel <SEP> Nr. <SEP> Gew.-% <SEP> der <SEP> Verbindung <SEP> LOI
<tb> Kontrolle-19, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 15 <SEP> 25, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 20 <SEP> 26, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 25 <SEP> 34, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 3 <SEP> 15 <SEP> 27, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 20 <SEP> 34, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 25 <SEP> > 40, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 6 <SEP> 22 <SEP> 40
<tb> 7 <SEP> 20 <SEP> 28
<tb> 8 <SEP> 20 <SEP> 23 <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
Tabelle 2 (Epoxydharze) 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Verbindung, <SEP> Beispiel <SEP> Nr.

   <SEP> Gew.-% <SEP> der <SEP> Verbindung <SEP> LOI
<tb> Kontrolle-20, <SEP> 0
<tb> 2 <SEP> 15 <SEP> 27, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 20 <SEP> 29, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 25 <SEP> 32, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 3 <SEP> 15 <SEP> 28, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 20 <SEP> 30, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 25 <SEP> 31, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 6 <SEP> 25 <SEP> 29
<tb> 8 <SEP> 20 <SEP> 25
<tb> 
 
Tabelle 3 (Polypropylen) 
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> Verbindung <SEP> Gew.-Teile <SEP> der <SEP> Verbindung <SEP> Gew.-Teile <SEP> PP <SEP> LOI
<tb> Beispiel, <SEP> Nr.
<tb> 



  Kontrolle <SEP> - <SEP> 100 <SEP> 18, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 20 <SEP> 80 <SEP> 29, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 3 <SEP> 20 <SEP> 80 <SEP> 27, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 5 <SEP> 20 <SEP> 80 <SEP> 23, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 
 
Tabelle 4 (Polyäthylen) 
 EMI5.3 
 
<tb> 
<tb> Verbindung <SEP> Gew.-Teile <SEP> der <SEP> Verbindung <SEP> Gew.-Teile <SEP> LDPE <SEP> LOI
<tb> Beispiel, <SEP> Nr.
<tb> 



  Kontrolle-100 <SEP> 18, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 10 <SEP> 90 <SEP> 20, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 20 <SEP> 80 <SEP> 25, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 3 <SEP> 10 <SEP> 90 <SEP> 20, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 3 <SEP> 20 <SEP> 80 <SEP> 24, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
Tabelle 5 (Polyurethanschäume) 
 EMI6.1 
 
<tb> 
<tb> Verbindung <SEP> Gew.-Teile <SEP> der <SEP> Verbindung <SEP> Schaumdichte <SEP> LOI
<tb> Beispiel, <SEP> Nr. <SEP> bezogen <SEP> auf <SEP> 100 <SEP> T.

   <SEP> Polyol <SEP> g/l <SEP> 
<tb> Kontrolle-41 <SEP> 21,0
<tb> 1 <SEP> 10 <SEP> 47 <SEP> 22, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 20 <SEP> 54 <SEP> 24, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 10 <SEP> 53 <SEP> 22, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 20 <SEP> 55 <SEP> 24, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 3 <SEP> 10 <SEP> 40 <SEP> 23, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 20 <SEP> 41 <SEP> 24, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 4 <SEP> 10 <SEP> 62 <SEP> 23, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 20 <SEP> 60 <SEP> 24, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 
 
PATENTANSPRÜCHE : 1. Verwendung von Alkandiphosphonsäuresalzen der allgemeinen Formel 
 EMI6.2 
 
 EMI6.3 
 OH oder   NH2   bedeuten und   Rq, R., R,   und R6 eine Stickstoffbase. wie Guanidin, Aminoguanidin, Dicyandiamid, Melamin oder Harnstoff bedeuten, wobei a für die Zahl 1 und b, c und d für die Zahlen 0 oder 1 stehen, als flammhemmender Zusatz zu Kunststoffen.

Claims (1)

  1. 2. Verwendung nach Anspruch 1, mit der Massgabe, dass die Verbindung der allgemeinen Formel (I) in einer Menge von 5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die fertige Mischung, zugesetzt werden, für den in Anspruch 1 bezeichneten Zweck.
    3. Verwendung nach den Ansprüchen 1 und 2, mit der Massgabe, dass die Verbindungen der Formel (I) Guanidin- oder Melaminsalze der 1-Hydroxyalkan-1, 1-diphosphonsäuren, insbesondere Guanidinsalze der 1-Hydroxyäthan-1,1-diphosphonsäure sind, für den in Anspruch 1 bezeichneten Zweck.
    4. Verwendung nach den Ansprüchen 1 bis 3, mit der Massgabe, dass die Kunststoffe Polyolefine, Polyurethane oder insbesondere Polyester oder Epoxyharze sind, für den in Anspruch 1 bezeichneten Zweck.
AT72081A 1981-02-17 1981-02-17 Verwendung von alkandiphosphonsaeuresalzen als flammhemmender zusatz zu kunststoffen AT369406B (de)

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AT72081A AT369406B (de) 1981-02-17 1981-02-17 Verwendung von alkandiphosphonsaeuresalzen als flammhemmender zusatz zu kunststoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2620715A1 (fr) * 1987-09-18 1989-03-24 Sturtz Georges Compositions de resines synthetiques ayant un comportement au feu ameliore renfermant une polyolefine, un additif ignifugeant phosphore associe a des composes bromes et oxyde d'antimoine ou bien associe ou combine avec un compose azote et eventuellement d'autres additifs et/ou charges et objets conformes produits a partir de ces compositions
US20120108712A1 (en) * 2009-07-06 2012-05-03 Basf Se Phenylphosphonate flame retardant compositions

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