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In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wirkt das Innenluftventil mit einem Rückschlagventil zusammen. Auf Grund dieses Rückschlagventiles kann über das Aussenluftventil in Extremfällen in den Luftkissen ein überhöhter Druck aufgebaut werden, wozu dann allerdings auch eine separate Druckluftquelle erforderlich ist.
Bilden das Aussenluftventil, das Innenluftventil und gegebenenfalls das Rückschlagventil eine gemeinsame Baueinheit, ergibt sich eine einfach zu montierende Konstruktion für die Gleitschutzstift-Betätigung, die sich auch schwierigkeitslos nachträglich bei einem bestehenden Rad montieren lässt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in einem schemattschen Schnittbild dargestellt.
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--1-- einesLuftkissen --3-- bedarfsweise aus- und eingefahren werden können. Die an und für sich beliebig ausgebildeten Stifte -2-- sind mit einem beispielsweise am Schaft --2a-- angenieteten Fussteil --2b-- in einem verstärkten Wandungsteil --3a-- des Luftkissens --3-- verankert, so dass durch Aufpumpen des Luftkissens --3-- der Stift nach aussen gedrückt und beim Entlüften des Kissens auf Grund dessen Elastizität wieder nach innen gezogen wird.
Jedem Gleitschutzstift --2-- ist nun ein eigenes Luftkissen --3-- zugeordnet, das ballonartige Form aufweist und von einer Zylinderkammer -4-- aufgenommen wird. Diese Zylinderkammern --4-sind über einen Halsteil --4a-- am Reifenlaufstreifen --1-- nach innen vorstehend angesetzt, so dass sie die Eigenschaften des Reifens kaum beeinträchtigen. Im Halsteil --4a-- ist eine Durchtritts-
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sicheren Lagerung des Stiftschaftes --2a-- ausgekleidet ist. Die Führungshülse --6-- trägt eine im Reifenlaufstreifen --1-- eingebettete Ankerplatte --6a--, die sternförmig sein kann, um, ohne eine zu hohe Versteifung des Reifenlaufstreifens --1-- mit sich zu bringen, die auftretenden Belastungen gut auf den Reifen übertragen zu können.
Die Zylinderkammer --4-- besitzt, dem Halsteil --4a-- gegenüberliegend, einen Anschlussteil - mit einer Eingangsöffnung --7--, durch die eine Luftleitung --8-- nach innen zum Luftkissen - führt. Zur Halterung der Luftleitung --8-- und zum dichten Abschluss der Kammer --4-- zum Reifeninneren hin gibt es einen Klemmring --9-- am Anschlussteil --4b-- und ausserdem ist das Luftkissen --3-- in einem Ringbereich --10-- um den Anschlussteil --4b-- mit der Kammerinnenwand verklebt, so dass ein Entweichen von Reifenluft durch die Zylinderkammer --4-- nach aussen ausgeschlossen ist.
Wird nun über die Luftleitung --8-- Druckluft in das Luftkissen --3-- eingelassen, dehnt sich dieses aus, bis die Kammer --4-- voll ausgefüllt ist und drückt den Gleitschutzstift-2nach aussen. Wird Luft abgelassen, schrumpft das Luftkissen --3-- auf seine ursprüngliche Gestalt zusammen und zieht dadurch den Stift wieder zurück. Dabei gewährleistet die Verklebung zwischen Luftkissen und Kammerinnenwand, dass auch tatsächlich der Wandungsteil --3a-- des Luftkissens - mit dem Stift -2-- nach innen zurückgezogen wird und es zu einem vollständigen Einfahren des Gleitschutzstiftes kommt. Die elastischen Rückstellkräfte des Luftkissens müssen natürlich ausserdem gross genug sein, um die bei Reifendrehung auftretenden Fliehkräfte aufnehmen zu können.
Um nun die Luftkissen --3-- auf einfache Weise und von äusseren Druckluftquellen unabhängig aufpumpen und wieder entlüften zu können, gibt es ein Innenluftventil --11-- und ein Aussenluft- ventil-12-, welche beiden Ventile die zu den Luftkissen --3-- führende Luftleitung --8-- ent- weder mit dem Reifeninneren oder mit der freien Atmosphäre verbinden, so dass zum Druckbeaufschlagen der Luftkissen --3-- der Reifenluftdruck selbst heranziehbar ist und zum Entlüften der Luft- kissen -3-- die Luft aus den Kissen nach aussen entweichen kann. Die beiden Ventile --11, 12-bilden mit einem gemeinsamen Gehäuse eine Baueinheit --13--, die an der Reifenfelge --14-- festgeschraubt ist.
Diese Baueinheit -13-- nimmt zusätzlich noch ein Rückschlagventil --15-- auf, das mit dem Innenluftventil --11-- zusammenwirkt und ein Rückströmen von Luft durch das Innenluftventil --11-- ins Reifeninnere verhindert, so dass durch das Aussenluftventil --12-- bedarfsweise über eine äussere Druckluftquelle die Luftkissen --3-- mit einem gegenüber dem Reifendruck erhöhten Luftdruck beaufschlagt werden können.
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Zur Betätigung der beiden Ventile --11, 12-- sind Druckstifte --16-- durch die Felge --14-nach aussen geführt, die jeweils die Ventilkörper --17-- gegen die Belastung einer Druckfeder - händisch betätigen lassen, so dass entweder durch das Innenluftventil --11-- Reifenluft über das Rückschlagventil --15-- in die Luftleitung --8-- eindringt oder Luft aus der Leitung --8-durch das Aussenluftventil --12-- bei geschlossenem Rückschlagventil --15-- nach aussen strömen kann.
Zusätzlich zur händischen Betätigung über den Druckstift --16-- sind sowohl für das Innenluftventil --11-- als auch für das Aussenluftventil --12-- elektrische Betätigungseinrichtungen - vorgesehen, die beispielsweise über einen Elektromagneten --20-- gegen die Kraft einer Rück- stellfeder --21-- den Kolben --22-- einer Betätigungsschiene --23-- anziehen, wodurch über eine Kulissenführung --24-- der Druckstift --16-- und damit der Ventilkörper --17-- gehoben werden können, welcher Druckstift --16-- über eine entsprechende Verlängerung --25-- in die Kulissenführung --24-- eingreift.
Eine geeignete Ausnehmung --26-- in der Betätigungsschiene -23-- sorgt dafür, dass trotz der Zuordnung der Kulissenführung --24-- zum Druckstift --16-- dieser auch händisch betätigbar, bleibt. Wird die Stromzuführung zum Elektromagnet --20-- ausgeschaltet, drückt die Rückstellfeder --21-- den Kolben --22-- und die Betätigungsschiene --24-- in ihre Ausgangsstellung zurück, wodurch das Ventil wieder schliesst.
Um die Relativbewegung zwischen Fahrzeugrad und Fahrzeug selbst überbrücken zu können, werden die Stromzuleitungen --27-- für die elektrischen Betätigungseinrichtungen --19-- über Schleifringe --28-- geführt, so dass die Ventile --11, 12-auf bequeme Weise über Schalter --29--, die in die Leitungsverbindung zur Fahrzeugbatterie --30-eingebaut sind, betätigt werden können.
Zur Kontrolle über die tatsächliche Lage der Gleitschutzstifte --2-- gibt es ausserdem noch einander zugeordnete Schaltkontakte --31-- an der Aussenseite des Luftkissens --3-- bzw. an der Innenwand der Zylinderkammer --4--, so dass über diese Schaltkontakte bei ausgefahrenen Gleitschutzstiften --2-- ein nicht weiter dargestellter Stromkreis für eine Anzeigeeinrichtung am Armaturenbrett geschlossen werden kann, welcher Stromkreis wieder über Schleifringkontakte ins Wageninnere führt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schlauchloser Fahrzeugluftreifen mit im Reifenlaufstreifen verschiebbar eingesetzten Gleitschutzstiften, die zum Aus- und Einfahren an einem elastischen, druckbeaufschlagbaren Luftkissen angreifen, wobei die. Luftkissen über eine Luftleitung an ein nach aussen führendes Aussenluftventil angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass den Luftkissen (3) zusätzlich zum Aussenluftventil (12) ein an sich bekanntes, die Luftleitung (8) mit dem Reifeninneren verbindendes Innenluftventil (11) zugeordnet ist und dass vorzugsweise für jeden Gleitschutzstift (2) in an sich bekannter Weise ein eigenes, ballonartiges Luftkissen (3) und eine dieses Luftkissen aufnehmende Zylinderkammer (4) vorgesehen sind, wobei die frei nach innen vorstehenden Kammern (4) über einen eine Durchtrittsöffnung (5) für den Gleitschutzstift (2) freilassenden Halsteil (4a)
im Reifenlaufstreifen (l) ansetzen und mit einem dem Halsteil gegenüberliegenden Anschlussteil (4b) eine Eingangsöffnung (7) für die zum Luftkissen (3) führende Luftleitung (8) bilden.