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Die Erfindung betrifft eine Transport- und Sortiereinrichtung für unbezeichnetes Stückgut mit mindestens einer Aufgabestation und mehr als einer Zielstation. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, bei einer innerbetrieblichen Warenverteilung die Übernahme von Stückgut an einer oder mehreren Stellen und das selbsttätige Transportieren der einzelnen, äusserlich ähnlichen Teile an mehrere Ziele zur weiteren Bearbeitung zu ermöglichen, wobei als Stückgut Pakete, Behälter, Paletten, Dosen, Flaschen od. dgl. zu verstehen sind.
Es sind verschiedene Lösungen für diese Aufgabe bekannt. So ist es beispielsweise naheliegend, das zu verteilende Stückgut mit je einer die Erkennung gestattenden Identifikationsadresse auszuzeichnen, wodurch mechanische Reaktionen, wie z. B. die Steuerung des Transportflusses, ausgelöst werden.
Diese Methode der Stückgutkennzeichnung wird vorwiegend in den Fällen angewendet, in denen es die Oberfläche des Stückgutes gestattet, solche Identifikationszeichen anzubringen. Zum Beispiel werden magnetische Kennzeichen nur auf magnetisierbaren Metalloberflächen möglich sein, das Aufkleben von Strichcoden ist hauptsächlich bei Paketen üblich, wenn diese die Verteilanlage nur einmal durchlaufen, z. B. im Postbereich. Der Nachteil der beschriebenen Stückidentifikation besteht darin, dass für das Aufbringen der Kennzeichen relativ teure Einrichtungen erforderlich sind und dass, insbesondere bei grösseren Förderleistungen mit entsprechend hohen Transportgeschwindigkeiten. die Einrichtungen zum Erkennen der Identifikation teuer sind und eine relativ grosse Präzision in der Führung des Stückgutes im Erkennungsbereich erfordern.
Die Methode der Stückkennzeichnung scheidet aber aus, wenn es sich bei dem Stückgut z. B. um Behälter handelt, welche in einem ständigen Kreislauf zwischen dem Lager, der Produktionsstätte und dem Versandbereich zirkulieren und damit einer entsprechend rauhen Behandlung ausgesetzt sind und stark verschmutzen. Der einmal aufgeklebte Strichcode wird durch Verschmutzung unleserlich, bzw. müsste er jedesmal beim Neubeschicken der Transport- und Sortieranlage neu aufgeklebt werden, was zu einer mehrfachen Identifikation führt, bzw. wenn diese vermieden werden soll, die Reinigung der Behälter vor dem Aufkleben des Codes erfordert, was in beiden Fällen nicht ohne erheblichen Aufwand möglich ist.
In diesem Fall wird die Methode des Folgezählens angewendet. Hiebei wird die Information über die Identifikation des Stückgutes auf einem Informationskreislauf parallel zu dem physischen Transport des dazugehörigen Stückgutes ausgeführt. Um die unbedingte Synchronisation zwischen dem Identifikationsdatenfluss und dem physischen Stückguttransportfluss zu erzwingen, ist ein laufendes Zählen des Stückgutes an allen Ereignisstellen notwendig. Diese Methode führt bei sich verzweigenden Transportsystemen zu einem sehr komplexen Datensystem mit einem entsprechend hohen Aufwand. Ausserdem birgt diese Methode den inhärenten Fehler, dass bei einem einmaligen Zählfehler, bei einem Fehlimpuls durch ungewolltes Ansprechen der Zähleinrichtung oder bei falschem Entfernen eines einzelnen Stückes, eine totale Unordnung entsteht und damit ein Zusammenbruch des Systems folgt.
Obwohl die Methode des unbezeichneten Stückguttransportes vom Aufwand her vorzuziehen wäre, wird sie wegen der zuletzt beschriebenen Fehlermöglichkeiten nur dann angewendet, wenn es keine Bezeichnungsmöglichkeit gibt, und sie erfordert dann komplizierte und aufwendige'Sicherheitseinrichtungen zur Reduzierung der Auswirkungen eines Fehlers.
Eine Transportanlage zum Verteilen von unbezeichnetem Stückgut der eingangs genannten Art, welche diese Nachteile nicht aufweist, ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass das in grösserer Anzahl vorhandene, unbezeichnete Stückgut mit in kleinerer Anzahl vorhandenen mit identifizierbarem Kennzeichen versehenen Stückgutattrappen zu Transportgruppen zusammengefasst ist, so dass je einer Stückgutattrappe mit identifizierbarem Kennzeichen, mindestens ein unbezeichnetes Stückgut folgt und jeder Zielstation mindestens eine, das Kennzeichen der Stückgutattrappe identifizierende und die unbezeichneten, zur Transportgruppe der identifizierten Attrappe gehörenden Stückgüter zählende, Erkennungseinrichtung zugeordnet ist.
Das Wesen der Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielhaft erläutert ; darin ist eine Transportanlage dargestellt, welche aus Transportbändern --11--, Weichen oder Abweisern --10--, einem Lager --9-- für mit verschiedenen Waren gefüllte Behälter-l-und einem kleinen Speicher-Neben schluss --8-- besteht. Das Lager --9-- ist die Aufgabestation für die Wa-
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renbehälter --1--.
Es besteht nun die Aufgabe, die Wärenbehälter welche nicht bezeichnet und nicht identifizierbar sind, so zu verteilen, dass die gewünschten Warenbehälter-l-an den entsprechenden Zielstationen --4-- der Transportanlage entnommen werden können.
Zu diesem Zweck werden Gruppen von Behältern-l-mit gleichem Ziel --4-- gebildet, denen eine Behälterattrappe --2-- aus dem Nebenschluss --8-- vorangestellt wird. Die Behälterattrappe --2-- hat ein einfach zu erkennendes Identifikationsmerkmal, das im Informationsdatenfluss mit dem gewünschten Ziel --4-- vereinigt wird. Bei'fortschreitender Bewegung der Transportgruppe --3-- durch die Transportanlage, werden an den Entscheidungsstellen Erkennungseinrichtungen --5-- zuerst von der Behälterattrappe --2-- passiert. Die Erkennungseinrichtung --5-liest das Identifikationszeichen der Behälterattrappe --2-- und steuert den Transportfluss nach der Anweisung der Datenzuordnung in an sich bekannter Weise.
Die Erkennungseinrichtung --5-- zählt nach dem Erkennen des Identifikationszeichens der Behälterattrappe --2-- die dieser folgenden Warenbehälter-l-und ermöglicht dadurch den Zu-
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angeordnet sind, dann kann durch Abzählen der der Behälterattrappe --2-- folgenden Behälter-l-die Aufteilung der Behälter --1-- auf die Ziele --4-- mit der jedem Ziel --4-- vorgeordneten Erkennungseinrichtung-5-- ausgeführt werden.
Die wesentlichen Vorteile der erfindungsgemässen Anlage bestehen in der einfachen Erkennung der Identifikationsmerkmale mit billigen Detektoren, in der Einschränkung von Zählfehlern auf die betroffene Transportgruppe, in der Wiederverwendbarkeit der Erkennungszeichen und in der Vermeidung von teuren Adressierungseinrichtungen.
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