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Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Transportieren, Lagern und Abfüllen von Fäs- sern beliebigen Inhalts, mit einem über ein oder zwei Laufradpaare auf dem Untergrund abstützba- ren käfigförmigen Rahmen aus zwei in Fahrtrichtung ausgerichteten, mindestens teilweise kufenför- mige Abrollbogen bildenden, über Querholme miteinander verbundenen Rahmenteilen und durch auf die oberen Längsholme der Rahmenteile aufgesetzte Rollen gebildeten Fasslagern.
Bekannte Geräte dieser Art bauen sehr grossvolumig und beanspruchen daher eine grosse Lager- platzfläche. Darüber hinaus ist bei den bekannten Geräten dieser Art keine Auffangwanne vorge- sehen, mittels derer bei einem eventuellen Undichtwerden eines Fassgebindes die auslaufende Flüs- sigkeit aufgefangen werden könnte. Zwar ermöglichen die bekannten Geräte in ihrer Mehrzahl das
Unterstellen loser Auffangwannen, jedoch kann es vorkommen, dass Fassgebinde bereits während des Transportes zum Aufstellungsort undicht werden. Die während des Transportes der Fassgebinde auslaufende Flüssigkeit kann mit Hilfe loser Auffangwannen nicht aufgefangen werden. Auch bereitet der Abtransport einer möglicherweise vollgelaufenden losen Auffangwanne erhebliche Schwierigkei- ten.
Die bekannten Geräte der vorbeschriebenen Bauart zum Transportieren, Lagern und Abfül- len von Fässern beliebigen Inhalts sind daher zur Vermeidung einer Gefahr einer Umweltver- schmutzung völlig ungeeignet.
Neben Geräten der eingangs beschriebenen Art ist auch bereits ein wannenförmiges Gerät zum Transportieren, Lagern und Abfüllen von Fässern bekannt, (US-PS Nr. 861, 848) welches auf einer selbsttragend konstruierten Wanne mit an ihrer Unterseite angeordneten Laufrollen besteht.
Die eine Stirnseite dieses bekannten wannenförmigen Gerätes ist als kufenförmiger Abrollbogen ge- staltet, um das Aufnehmen eines Fassgebindes zu erleichtern. Geräte zum Transportieren, Lagern und Abfüllen von Fässern werden in der Hauptsache in der Industrie verwendet und müssen daher in ihrer Grösse und Tragfähigkeit den in der Industrie üblichen, grossen Fassgebinden angepasst sein. Das gleiche gilt auch hinsichtlich des Aufnahmevolumens einer dem Gerät zugeordneten Auf- fangwanne.
Bei Erfüllung dieser unerlässlichen Voraussetzungen führt aber eine selbsttragende Bau- weise eines wannenförmigen Gerätes zum Transportieren, Lagern und Abfüllen von Fässern nicht nur zu einer konstruktiven Dimensionierung, welche einen sehr hohen Herstellungs-und Material- aufwand und damit extrem hohe Herstellungskosten verursacht, sondern auch ein Eigengewicht des Gerätes bedingt, welches insbesondere den Transport gefüllter Fässer erheblich erschweren würde.
Geräte der Bauart nach der US-PS Nr. 861, 848 sind daher nur für kleine Fassgebinde verwendbar.
Bei sogenannten Fasswiegen (DE-PS Nr. 816491), welche über keine Möglichkeit, den Fassinhalt eines undicht gewordenen Fassgebindes während des Transportes aufzunehmen, verfügen, ist es weiterhin bereits bekannt, am Ende des Abrollbogens ein im wesentlichen senkrecht zur Auflagerfläche des Fasses ausgerichtetes Ladeblech anzuordnen, welches beim Aufnehmen eines Fasses unter dessen Boden geschoben wird. Ausserdem können solche Fasswiegen mit einer ausziehbaren Deichsel versehen sein.
Unbefriedigend ist auch bei diesen bekannten Fasswiegen der Umstand, dass es nicht möglich ist, während des Transportes den Inhalt eines möglicherweise undicht gewordenen Fassgebindes aufzufangen und dass solche Fasswiegen bei tragbarer Baugrösse nur zum Transport, zum Lagern und zum Abfüllen kleinerer Fassgebinde brauchbar sind. Im übrigen haftet den bekannten Geräten zum Transportieren, Lagern und Abfüllen von Fässern häufig der Nachteil unzureichender Sicherung des Fassgebindes auf dem Gerät, insbesondere während des Transportes an.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zum Transportieren, Lagern und Abfüllen von Fässern beliebigen Inhalts zu schaffen, welches bei geringstmöglichem Bedarf an Lagerraum und geringem Eigengewicht ein leichtes, zuverlässiges Aufnehmen sowie sicheres Abstützen auch grösserer, in der Industrie üblicher Fassgebinde und darüber hinaus selbst während des Transportierens eines Fassgebindes das Auffangen eventuell aus dem Fassgebinde austretender Flüssigkeit auch dann ermöglicht, wenn das Fassgebinde nahezu völlig auslaufen sollte.
Diese Aufgabe wird bei einem Gerät der eingangs genannten Bauart erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass an den Rahmenteilen eine Auffangwanne befestigt ist, deren dem Abrollbogen der Rahmenteile zugeordnete Stirnwand eine Sekante des Abrollbogens bildet, wobei das Volumen der Auffangwanne so bemessen ist, dass sie wenigstens annähernd den gesamten Fassinhalt aufnehmen
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kann. Dadurch, dass bei dem erfindungsgemässen Gerät das Fassgewicht ausschliesslich durch den käfigförmigen Rahmen aufgenommen wird, kann die wenigstens annähernd den gesamten Fassinhalt aufnehmende Auffangwanne verhältnismässig leicht ausgebildet sein und am Rahmen des Gerätes befestigt werden, so dass der Fassinhalt auch während des Transportes des Fassgebindes aufgefangen werden kann, selbst wenn es sich um grosse, in der Industrie übliche Fassgebinde handelt.
Um ein sicheres Auffangen eventuell aus dem Fass austretender Flüssigkeit auch dann zu gewährleisten, wenn das Fassgebinde in mehr oder minder stark angekippter Stellung transportiert wird, ist erfindungsgemäss weiterhin vorgesehen, dass an der dem Abrollbogen der Rahmenteile zuge- ordneten Stirnwand der Auffangwanne um eine zur Ebene der Stirnwand senkrechte Achse schwenk- bar ein Abtropfblech angeordnet ist. Während des Aufnehmens des Fassgebindes ist dieses Abtropf- blech in die Auffangwanne hineingeschwenkt und behindert damit das Aufnehmen des Fassgebindes nicht ; während des Transportes des Fassgebindes ist dieses Abtropfblech jedoch aus der Auffang- wanne herausgeschwenkt und leitet in dieser Wirkstellung bei im stark angekipptem Zustand zu transportierendem Fassgebinde aus dessen Bodenbereich eventuell austretende Flüssigkeit zuverläs- sig in die Auffangwanne.
Damit ist gewährleistet, dass während der Handhabung oder des Lagerns oder auch beim Abfüllen eines Fasses aus diesem austretende Flüssigkeit immer in der Auffang- wanne aufgenommen und damit jegliche Umweltverschmutzung vermieden wird. Auch kann die mögli- cherweise vollgelaufende, mit dem Gerät eine Einheit bildende Auffangwanne mühelos zu einem belie- bigen Entleerungsort transportiert werden.
Zur Erleichterung des Entleerens der gegebenenfalls gefüllten Auffangwanne sind im Bereich des dem Abrollbogen der Rahmenteile gegenüberliegenden Endes der Auffangwanne Stützfüsse geringer
Höhe und in an sich bekannter Weise eine Ablassvorrichtung angeordnet. Insbesondere bei Geräten, die lediglich über ein Laufradpaar auf dem Untergrund abgestützt sind, gewährleisten die am Ende der Auffangwanne angeordneten Stützfüsse eine absolut sichere Standfestigkeit des Gerätes beim Lagern und Abfüllen eines Fasses und erleichtern auf Grund der Tatsache ihrer geringen Höhe bei abgestelltem Gerät eine gewisse Neigung des Bodens der Auffangwanne zu deren dem Abrollbogen der Rahmenteile gegenüberliegenden Ende hin, so dass beim Öffnen der gleichfalls dort angeordneten Ablassvorrichtung die Auffangwanne vollständig entleert werden kann,
ohne dass hiezu das Gerät insgesamt angekippt werden müsste.
Zur Erleichterung der Handhabung des Gerätes einerseits und zur Verminderung seines Platzbedarfs im Lagerraum anderseits ist erfindungsgemäss an der den kufenförmigen Abrollbogen der Rahmenteile gegenüberliegenden Querseite des käfigförmigen Rahmens ein durch einen Rohrmaterialabschnitt gebildeter Anschlussstutzen zum Ansetzen einer lösbaren Kippstange od. dgl. Handhabe angeordnet. Damit kann das Gerät sowohl im leeren als auch im beladenen Zustand mittels der Kippstange od. dgl. Handhabe leicht gekippt oder verfahren werden, während es ohne Kippstange in einer Parkstellung einen sehr geringen Raumbedarf aufweist. Darüber hinaus ergibt sich der Vorteil, dass für eine ganze Anzahl von Geräten lediglich eine einzige Kippstange od. dgl. Handhabe erforderlich ist.
Schliesslich ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass in Verlängerung der Auslaufebene der kufenförmigen Abrollbogen an den in Fahrtrichtung ausgerichteten Rahmenteilen zwei beim Aufnehmen eines Fasses den Bodenrand desselben untergreifende Ladeschaufeln mit einem den halben Durchmesser des kleinsten aufzunehmenden Fasses übersteigenden Abstand voneinander angeordnet sind. Diese Ladeschaufelanordnung ermöglicht es, ein auf dem Untergrund aufrecht stehend abgestelltes Fass ohne grössere Mühe unterfassen zu können, wozu lediglich ein geringfügiges Ankippen des Fasses erforderlich ist, um die Ladeschaufeln des Gerätes unter den Fassboden schieben zu können. Bei einem nachfolgenden Kippen des Gerätes in die Transportstellung wird das Fass von den Ladeschaufeln sicher und selbsttätig mitgenommen.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, wie es in den Zeichnungen dargestellt ist, zu entnehmen.
Fig. l zeigt dabei ein nach dem Prinzip der Erfindung gestaltetes Gerät zum Transportieren, Lagern und Abfüllen von Fässern beliebigen Inhalts. Die Fig. 2, 2a und 2b veranschaulichen die Handhabung und die verschiedenen Betriebszustände des Gerätes nach Fig. 1. Fig. 3 zeigt ein Gerät gemäss Fig. l während des Abfüllens eines Fasses. Fig. 4 zeigt ein Gerät gemäss Fig. l beim gewöhn-
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lichen Lagern eines Fasses.
Das in den Fig. l schaubildlich gezeigte Gerät zum Transportieren, Lagern und Abfüllen von Fässern beliebigen Inhalts besteht aus einem über ein Laufradpaar --5-- auf dem Untergrund ab-
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An der Oberseite des käfigförmigen Rahmens ist ein Fasslager angeordnet, welches durch vier an den Querholmen --6-- befestigte Rollen --7-- gebildet ist, die ihrerseits, wie insbesondere aus den Darstellungen der Fig. 3 und 4 ersichtlich, so angeordnet sind, dass sie am Umfang des Fasses angreifen un dieses lagestabil auf dem Rahmen des Gerätes halten.
Die Laufräder --5- sind vermittels eines Lagerbockes --4-- in einer vorbestimmten, zu deren
Abrollbogen ausgerichteten Höhenlage in die in Fahrtrichtung ausgerichteten Rahmenteile --2 und
3-- des käfigförmigen Rahmens eingefügt.
In Verlängerung der Auslaufebene der kufenförmigen Abrollbogen der in Fahrtrichtung ausge- richteten Rahmenteile --2 und 3- sind zwei beim Aufnehmen eines Fasses dessen Bodenrand unter- greifende Ladeschaufeln --18-- am käfigförmigen Rahmen des Gerätes derart befestigt, dass ihr gegenseitiger Abstand voneinander den halben Durchmesser des kleinsten aufzunehmenden Fassge- bindes übersteigt.
Ferner ist an der den kufenförmigen Abrollbogen der Rahmenteile --2 und 3-- gegenüberlie- genden Querseite des käfigförmigen Rahmens ein durch einen Rohrmaterialabschnitt gebildeter An- schlussstutzen --8-- zum Ansetzen einer lösbaren Kippstange --9- vorgesehen, die im gezeigten
Ausführungsbeispiel mit einem Greifer --10-- versehen ist. Die lösbar einsetzbare Kippstange - dient, wie insbesondere aus den Darstellungen der Fig. 2 bis 2b ersichtlich, der erleichterten
Handhabung des Gerätes, insbesondere im beladenen Zustand, während der Platzbedarf des Gerätes in seiner Parkstellung durch Abnehmen der Kippstange --9-- erheblich verringert wird.
Die an den Rahmenteilen --2 und 3-- des käfigförmigen Rahmens befestigte Auffangwanne - weist eine im wesentlichen rechteckige Grundrissform auf und besteht zweckmässigerweise aus
Blech. Die den Abrollbogen der Rahmenteile --2 und 3-- des käfigförmigen Rahmens zugeordnete
Stirnwand --12-- der Auffangwanne --11-- ist schräg angeordnet und bildet in der horizontalen
Projektion eine Sekante des Abrollbogens. Das Volumen der Auffangwanne --11-- ist so bemessen, dass sie wenigstens annähernd den gesamten Inhalt des grössten auf dem Gerät zu transportieren- den bzw. zu lagernden Fassgebindes aufnehmen kann.
An der dem Abrollbogen der Rahmenteile - 2 und 3-- zugeordneten Stirnwand --12-- der Auffangwanne --11-- ist um eine zur Ebene der
Stirnwand --12- senkrechte Achse schwenkbar ein Abtropfblech --16-- gelagert, welches in seiner aus geklappten Wirkstellung (siehe Fig. 4) den Fassboden teilweise hintergreift, so dass eventuell aus dem Fass auslaufende Flüssigkeit auch dann sicher in die Auffangwanne geleitet wird, wenn das Fass in einer sehr stark angekippten Lage transportiert wird. Beim Aufnehmen eines Fasses mittels des Gerätes wird das Abtropfblech --16-- um seine Schwenkachse in die Auffangwanne - hineingeschwenkt.
Im Bereich des dem Abrollbogen der Rahmenteile --2 und 3-- des käfigförmigen Rahmens gegen- überliegenden Endes der Auffangwanne --11-- sind an dieser Stützfüsse --17--, geringer Höhe und
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Standfestigkeit in der Parkstellung, wobei gleichzeitig gewährleistet ist, dass der Boden der Auf- fangwanne-11-zu deren hinteren Ende --13- hin mindestens geringfügig geneigt ist und somit ein möglicher Inhalt der Auffangwanne --11-- ohne weiteres durch die Ablassvorrichtung --15-- abgelassen werden kann.
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