<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung einer spritzfähigen Masse aus einem trockenen feinkörnigen Gut - insbesondere einem aus Stoffen mit sehr unterschiedlichen spezifischen Gewichten bestehenden Mischgut - und einer Flüssigkeit in einer Mischkammer und anschliessendem Fördern der Masse mittels einer Pumpe, wobei ein Vorrats- und Förderbehälter mit einer von dem Pumpenantrieb unabhängig vertikal angetriebenen und durch ein Rührwerk gebildeten Fördereinrichtung, deren Antriebsmotor unterhalb des Förderbe- hälters angebracht ist, und einer durch einen Schieber verschliessbaren Öffnung versehenen Wand vorgesehen ist,
und eine zylindrische Mischkammer mit senkrecht verlaufender Mittelachse vor der mit der verschliessbaren Öffnung versehenen Wand des Vorrats- und Förderbehälters angeordnet ist.
Eine derartige Vorrichtung wurde z. B. durch die AT-PS Nr. 331165 bekannt. Diese bekannte
Vorrichtung ist dazu vorgesehen, im Vorrats- und Förderbehälter ein Trockengut aufzulockern und im aufgelockerten Zustand an die Mischkammer, in der es mit Wasser vermengt wird, abzu- geben, und sie eignet sich besonders für die Herstellung eines spritzfähigen Gipsmörtels zum
Aufbringen eines Innenputzes in Neubauten. Die Herstellung eines solchen Gipsmörtels bringt keine besonderen Probleme mit sich und erfordert nur relativ kurze Mischzeiten. Die verwendeten Trocken- substanzen weisen annähernd gleiche spezifische Gewichte auf.
Eine wesentlich andere Problematik ergibt sich jedoch bei der Herstellung einer spritzfähigen Masse zur Aufbringung von fugenlosen Dämmschichten auf ein Mauerwerk. Solche Maschi- nenputz-Trockenfertigmörtel weisen besondere physikalische Eigenschaften, vorzugsweise höchstes Wärmedämmvermögen auf und beinhalten üblicherweise als Festigkeitsträger ein hydraulisches Bindemittel und als Zuschlagstoff Polystyrol-Hartschaumkugeln oder andere Leichtstoffe.
Zuschlagstoffe und Bindemittel haben derartige spezifische Gewichtsunterschiede, dass eine maschinelle Verarbeitung mit herkömmlichen Stockwerksmaschinen (Mischpumpen-Putzmaschinen) nicht möglich ist.
Um diese Materialien verarbeiten zu können, ist es erforderlich, Wasser dosiert zuzugeben und das Material durchzumischen, wobei die Mischzeit zirka 1 min betragen muss, um eine optimale maschinelle Verarbeitung zu gewährleisten.
Die bekannten Maschinen der eingangs erwähnten Art können diese Forderungen nicht erfüllen, da die Verweilzeiten in den Schneckenpumpen der herkömmlichen Maschinen, die als sogenannte Stockwerksmaschinen eingesetzt werden, zu kurz sind.
Ziel der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, welche sich für die Herstellung von Mörtel aus Trockenfertigmörtel, die im wesentlichen aus einem Bindemittel und Polystyrol-Hartschaumkugeln oder andern Leichtstoffen und somit aus Stoffen mit stark unterschiedlichen spezifischen Gewichten bestehen, eignet und die eine für diese Trockensubstanzen nötige relativ lange Mischzeit ermöglicht. Ausserdem soll ein kontinuierlicher Betrieb möglich sein.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass in an sich bekannter Weise auf dem Vor- rats- und Förderbehälter ein mit einer mittels eines Absperrorgans verschliessbaren Bodenöffnung und einem Rührwerk versehener Vormischbehälter aufgesetzt ist, dass der Vormischbehälter mit einem Wassereinlass versehen ist und sein Rührwerk über ein Kupplungsstück mit dem Rührwerk des Vorrats- und Förderbehiilters antriebsverbunden ist.
Durch diese Massnahmen wird erreicht, dass die Trockensubstanzen nass vorgemischt werden können, wodurch auch eine entsprechend lange Mischzeit erreichbar ist. Durch den Vorrats- und Förderbehälter wird überdies ein kontinuierlicher Betrieb ermöglicht, wobei jeweils eine Charge im Vormischbehälter unter Benetzung vorgemischt und danach in den Vorrats- und Förderbehälter abgegeben werden kann und anschliessend eine neue Charge vorgemischt werden kann. Vom Vorrats- und Förderbehälter wird dabei während des Vormischens der nächsten Charge laufend das vorgemischte Material an die Mischkammer abgegeben.
Gemäss einem weiteren Erfindungsmerkmal ist vorgesehen, dass das vorzugsweise drei Arme aufweisende Rührwerk des Vormischbehälters mit gegenüber den unterschiedliche Länge aufweisenden Armen geneigt angeordneten Paddel versehen ist, wobei die Neigung der Paddel vorzugsweise 70. beträgt, wodurch eine besonders gute Durchmischung der unterschiedliche Dichten auf-
<Desc/Clms Page number 2>
weisenden Komponenten der Trockensubstanz und des Wassers erreicht wird.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass der
Vormischbehälter und der Vorrats- und Förderbehälter durch Schnellverschlüsse miteinander ver- bunden sind und das Kupplungsstück an einem den Boden des Vormischbehälters durchsetzenden
Stummel der Welle des Rührwerkes befestigt ist und in das Rührwerk des Vorrats- und Förderbe- hälters eingreift. Dadurch ergibt sich eine sehr einfache Konstruktion, und überdies wird eine einfache Trennung des Vormischbehälters von dem Vorrats- und Förderbehälter ermöglicht.
Die Erfindung wird nun an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt Fig. 1 einen ver- tikalen Schnitt durch eine erfindungsgemässe Vorrichtung und Fig. 2 einen horizontalen Schnitt durch den Vormischbehälter der Vorrichtung gemäss Fig. l und Fig. 3 ein Detail des Rührwerkes des Vormischbehälters.
Auf einem fahrbaren Gestell-l-ruht der Vorrats- und Förderbehälter --2--, an dessen
Boden --3-- ein erster Getriebemotor-4-- angeflanscht ist, dessen Wellenstummel mit einer An- triebswelle --5-- gekoppelt ist. Diese ist in einem am Boden --3-- befestigten Rohr --6-- gelagert.
Die Antriebswelle --5-- hat an ihrem oberen Ende einen Flansch, aus dem Mitnehmerstifte - vorstehen. Auf dem Flansch ruht, von den Mitnehmerstiften --7-- gehalten, eine Deckelplatte --8-- eines bis in unmittelbare Nähe des Bodens-3-herabgezogenen Zylinders-9-, an welchem gitterartige Rührflügel --10-- tangential befestigt sind.
Eine Öffnung im Zylindermantel des Vorrats- und Förderbehälters --2-- ist durch einen am Zylindermantel geführten, nicht dargestellten Schieber, verschliessbar.
An die Öffnung ist, ohne deren Verschliessbarkeit zu behindern, in Angeln schwenkbar und mit Verschluss fixierbar ein Misch- und Förderaggregat angeschlossen, das aus einem zweiten Ge- triebemotor --14--, einer Mischwelle --15--, einem Misch- und Reinigungsrührrahmen --16-- in einer Mischkammer --17--, an die eine Wasserzuleitung --18-- angeschlossen ist, und einer Pumpe - besteht. Im Bereich der Öffnung ist oberhalb des Misch- und Reinigungsrührrahmens --16--aufderMischwelle--15--eineFörderschnecke--20--angebracht.
Auf dem Vorrats- und Förderbehälter --2-- ist ein Vormischbehälter --22-- lösbar aufgesetzt, indem ein Rührwerk --41-- angeordnet ist, dessen Antriebswelle --31-- den Boden des Vormischbehälters --22-- durchsetzt und mit einem Kupplungsstück --51-- drehfest verbunden ist. welches in das Rührwerk des Vorrats- und Förderbehälters --2-- eingreift und so von diesem mitgenommen wird.
Dabei sind die Drehzahl des Motors --4--, die Auslegung des Rührwerkes - -41--, welches die Vormischung der Trockensubstanzen des herzustellenden Mörtels mit Wasser, welches dem Vormischbehälter über einen Wasseranschluss zuführbar ist. besorgt und das Mischwerk des Vorrats- und Förderbehälters --2-- derart abgestimmt, dass die Verweilzeit des Materials in der Vorrichtung genau so lange ist, dass mit einer nachgeordneten Putzmaschine eine kontinuierliche Verarbeitung möglich ist.
Das Rührwerk --41-- weist im dargestellten Ausführungsbeispiel drei Arme auf, von denen gegen den Boden des Vormischbehälters geneigte Paddeln --42-- abstehen. Die Neigung dieser Paddel --42-- beträgt vorzugsweise 70 , kann aber auch in Abhängigkeit von den zu verarbeitenden Trockensubstanzen und deren Mischungsverhältnis anders gewählt werden.
Im Boden des Vormischbehälters --22-- ist eine durch einen Segmentschieber verschliessbare Bodenöffnung vorgesehen, durch welche das vorgemischte Material in den Vorrats- und Förder- behälter --2-- einbringbar ist.
Die Leistung der Förderschnecke --20-- bzw. deren Antriebes ist so gewählt, dass deren Förderleistung unter der Mischleistung des Rührwerkes --41-- bzw. des Vormischbehälters --22-liegt, so dass durch den zwischengeschalteten Vorrats- und Förderbehälter --2-- ein kontinuier-
EMI2.1
<Desc/Clms Page number 3>
Problem stark unterschiedlicher Dichten der zu verarbeitenden Trockensubstanzen ergibt, hergestellt werden soll.
Soll dagegen aus Trockenfertigmörtel, der z. B. als Festigkeitsträger ein hydraulisches Bindemittel und als Zuschlagstoff Polystyrol-Hartschaumkugeln oder andere Leichtstoffe beinhaltet, eine spritzfähige Masse hergestellt werden, so wird der Vormischbehälter --22-- aufgesetzt und die Trockensubstanzen mit Wasser in diesem vorgemischt und danach durch die verschliessbare Bodenöffnung in den Vorrats- und Förderbehälter --2-- abgelassen, von dem aus die vorgemischte Masse unter weiterer Vermischung zur Förderschnecke --20-- gelangt und von dieser fertig durchgemischt und ausgebracht wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung einer spritzfähigen Masse aus einem trockenen feinkörnigen Gut - insbesondere einem aus Stoffen mit sehr unterschiedlichen spezifischen Gewichten bestehenden Mischgut - und einer Flüssigkeit in einer Mischkammer und anschliessendem Fördern der Masse mittels einer Pumpe, wobei ein Vorrats-und Förderbehälter mit einer von dem Pumpenantrieb unabhängig vertikal angetriebenen und durch ein Rührwerk gebildeten Fördereinrichtung, deren Antriebsmotor unterhalb des Förderbehälters angebracht ist, und einer durch einen Schieber verschliessbaren Öffnung versehenen Wand vorgesehen ist, und eine zylindrische Mischkammer mit senkrecht verlaufender Mittelachse vor der mit der verschliessbaren Öffnung versehenen Wand des Vorrats-und Förderbehälters angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass in an sich bekannter Weise auf dem Vorrats- und Förderbehälter (2) ein mit einer mittels eines Absperrorgans verschliessbaren Bodenöffnung und einem Rührwerk (41) versehener Vormischbehälter (22) aufgesetzt ist, dass der Vormischbehälter (22) mit einem Wassereinlass versehen ist und sein Rührwerk (41) über ein Kupplungsstück (51) mit dem Rührwerk des Vorrats- und Förderbehälters (2) antriebsverbunden ist.
EMI3.1