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zw.Messsignalausgang des Messfühlers an eine zur Rückkopplungseinheit gehörende Auswerteeinheit zur Umwandlung des vom abgetasteten Zustandsparameter abhängenden Messsignals in ein Rückkopplungssignal angeschlossen ist und wobei zur Anzeige des Rückkopplungssignals eine erste dem Untersuchten und eine zweite der die Untersuchung durchführenden Person zugeordnete Anzeigevorrichtung vorgesehen sind.
In der ärztlichen Praxis spielen bei der Aufstellung der richtigen Diagnose die Ergebnisse der an den Patienten mit Geräten vorgenommenen Untersuchungen eine wichtige Rolle. Derartige mit Geräten durchgeführte diagnostische Untersuchungen sind z. B. Blutdruckmessungen, Pulsschlagmessungen, elektrokardiographische Untersuchungen, Messungen der Körpertemperatur usw.
Die Ergebnisse von mit Geräten durchgeführten Untersuchungen sind jedoch nicht nur von dem momentanen objektiv kranken oder gesunden Zustand des Patienten, sondern auch von dessen Gereiztheit, Abgespanntheit, d. h. auch von seinem emotionellen Zustand abhängig. Wohlbekannt ist z. B. die Erscheinung, wonach die Reihe der von ein und demselben Patienten im Verlaufe von nacheinander vorgenommenen Messungen gewonnenen Blutdruckwerte einen asymptotisch fallenden Charakter aufweist.
Offensichtliche Ursache dieser Erscheinung ist, dass schon die Tatsache der Untersuchung den Erregungszustand und im Ergebnis auch den Blutdruck des Patienten erhöht, wobei sich jedoch dieser im Verlaufe der nacheinander folgenden Messungen an dieselben "gewöhnt" und sein Erregungszustand so allmählich schwindet. Der tatsächliche Blutdruckwert wird demgemäss nicht durch das Ergebnis der ersten Messung angegeben.
Auch der Wert zahlreicher anderer mit Geräten untersuchten Kennziffern wird durch den emotionellen Zustand des Patienten beeinflusst, jedoch kann bei diesen ein von der Blutdruckmessung abweichender zeitlicher Ablauf festgestellt werden.
Das Bestehen einer direkten Beziehung zwischen dem emotionellen Zustand und den mit Geräten gemessenen diagnostischen Kennwerten wird von keinem Arzt mehr bezweifelt, jedoch bestanden bisher zur genauen Erschliessung des Zusammenhangs zwischen den einzelnen Kennwerten und dem emotionellen Zustand keine Möglichkeiten ; dies stellt somit auf dem Gebiet der medizinischen Wissenschaften ein unbeschriebene Blatt dar.
Zur Aufstellung einer richtigen Diagnose muss der Arzt seine im Verlaufe seiner oftmals jahrzehntelangen Praxis erworbenen Erfahrungen nutzen, um auf Grund der über den Patienten erhaltenen sonstigen Informationen (Anamnese, körperliche Untersuchung, usw. ) die mit Hilfe von ärztlichen Geräten, d. h. instrumental gemessenen Angaben richtig bewerten zu können. Diese Methode ist infolge ihres subjektiven Charakters ungenau und ausserordentlich zeitaufwendig. Bei der Mehrzahl der Untersuchungen steht zur Ausgestaltung der richtigen Bewertung nicht genügend Zeit zur Verfügung.
Es gibt auch Fälle, bei denen die von den normalen abweichenden, instrumental gemessenen Angaben nicht auf tatsächliche organische Ordnungswidrigkeiten oder Erkrankungen, sondern auch unterschiedliches Ausmass aufweisende Neurosen oder sonstige psychische Ordnungswidrigkeiten zurüekgeleitet werden können. Die auf die Verminderung der herausspringenden Kennwerte gerichtete Therapie kann in diesem Falle zu einer Verkennung der tatsächlichen Krankheit führen.
Auf Grund des Vorstehenden sind die Bestrebungen zur Sicherung der Objektivität der instrumentalen diagnostischen Untersuchungen weitgehend begründet, führten jedoch bisher zu keinem Ergebnis.
In der psychiatrischen und neurologischen Praxis wird bereits verbreitet die "biologische Rückkopplung" angewandt, mit der bereits bedeutende therapeutische Erfolge erreicht werden konnten.
Das Wesentliche der "biologischen Rückkopplung" besteht darin, dass in einer für die diese Methode anwendende Person wahrnehmbaren Weise (durch ein akustisches Signal oder ein Lichtsignal) eine Information über die nicht bewusst werdenden physiologischen Vorgänge ihres eigenen Organismus geliefert wird. Auf Grund der erhaltenen Informationen ist der menschliche Organismus überraschenderweise zur beabsichtigten Regelung der zur direkten bewussten Lenkung nicht gehörenden rückgekoppelten Vorgänge fähig. Bei der Anwendung der "biologischen Rückkopplung" spielt das Gerät eine wichtige Rolle, das die für den menschlichen Organismus ansonsten nicht zugänglichen inneren physiologischen Vorgänge oder irgendeine ihrer Begleiterscheinungen auffängt, umformt und für die natürlichen Sinnesorgane zugänglich macht.
In den Rückkopplungs-Situationen ist die Methode der Darstellung der abgebildeten physiologi-
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sehen Vorgänge stets sensorisch und die Versuchsperson sieht oder hört ihre eigenen inneren Vorgänge immer in irgendeiner Form. Das Aufarbeitungsvermögen des den bioelektrischen Vorgang auffangenden, aufarbeitenden und anzeigenden künstlichen Organs kann jedoch unterschiedlich sein und deshalb von dem gleichen physiologischen Vorgang ein sensorisches Bild unterschiedlichen Abstraktionsgrades erscheinen lassen.
Die am meisten verbreitete Anwendung der "biologischen Rückkopplung" ist mit der Elektronen- zephalographie verbunden. Es wurde experimentell nachgewiesen, dass ein dominantes Erscheinen des
Alpha-Rhythmus auf das Bestehen eines wachen und relaxierten Zustandes hinweist und dass durch die
Rückkopplung des Fortbestandes des Alpha-Rhythmus die überwiegende Mehrzahl der Versuchspersonen durch Anwendung des sogenannten"autogenen Trainings"fähig ist, sich selbst in diesen ruhenden wachen Zustand zu versetzen.
Auch in bezug auf sonstige, von den enzephalographischen Kennwerten abweichende Kennwerte werden bereits Rückkopplungen angewandt. Derartige Kennwerte sind die Körpertemperatur, der
Pulsschlag und die elektrische Leitfähigkeit der Haut.
Die Zahl der über die Anwendung der Rückkopplungs-Methode zusammengestellten Publikationen kann bereits auf mehrere Tausend angesetzt werden. Gemeinsames Merkmal derselben ist, dass die Methode innerhalb des Rahmens der Psychotherapie oder nur als eine interessante Versuchsmöglichkeit verwendet wird.
Die Verbreitung der "biologischen Rückkopplung" wurde durch das Erscheinen zahlreicher, für diesen Zweck entwickelter Geräte auf dem Markt begleitet. Die am meisten charakteristischen Vertreter dieser Geräte sind die durch die Bio-Scan-Corporation mit der Typenbezeichnung Alphascan 200,400 und 600 herausgebrachten Erzeugnisse. Gemeinsames Merkmal dieser Geräte ist, dass sie die Versuchsperson von dem Erscheinen der Alpha-Wellen in Kenntnis setzen und verschiedene voreingestellte oder voreinstellbare Zielfunktionen für die Versuchsperson herstellen können. Die Geräte eignen sich jedoch nicht einmal zur Anzeige des Elektroenzephalogramms.
Ferner sind z. B. aus der US-PS Nr. 3, 821, 949 oder Nr. 3, 753, 433 Geräte bekannt, die eine "biologische Rückkopplungseinheit" aufweisen, die einen Zustandsparameter des Untersuchten, z. B. dessen EEG-Ströme, messen und in Abhängigkeit von der Grösse oder Amplitude des Signals dem Patienten ein Rückkopplungssignal darbieten, welches dem Patienten eine Information über seinen Zustand gibt. Der Ausdruck"biologische Rückkopplung"hat sich in der Fachwelt durchgesetzt, da biologische Parameter abgefühlt und dem Untersuchten rückgekoppelt bzw. wieder dargeboten werden.
Ferner ist aus der US-PS Nr. 3, 890, 957 eine Auswertungsschaltung bekannt, bei der ein Rückkopplungssignal auf Basis eines EEG erstellt wird. Es handelt sich hier um eine gewisse Auswertung des abgetasteten Messsignals, die zur effektiven Durchführung der biologischen Rückkopplung erforderlich ist.
Je empfindlicher und selektiver die biologische Rückkopplung sein muss, desto kompliziertere Auswertung wird erforderlich zur Herstellung des Rückkopplungssignals. Dieses Messsignal wird bezüglich des Amplitudenverhaltens weiter ausgewertet.
Aufgabe der Erfindung ist, die Schaffung eines Untersuchungsgerätes, mit dem die emotionelle Beeinflussung im Verlaufe der instrumentalen diagnostischen Messungen vermindert und im Ergebnis die Objektivität der vorerwähnten Messungen erhöht wird.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die Änderung der emotionellen Einwirkungen den Wert der untersuchten Kennziffern in dem Falle nicht beeinflusst, wenn die untersuchte Person durch biologische Rückkopplung in einen emotionellen"Standard"-Ruhezustand gebracht wird und sämtliche Messungen in diesem Ruhezustand zur Durchführung gelangen.
Dies wird erfindungsgemäss bei einem Untersuchungsgerät der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass die Auswerteeinheit einen Zustandssignalausgang zur Lieferung eines aus dem Messsignal erzeugten und den momentanen emotionellen Zustand des Untersuchten repräsentierenden Zustandssignals aufweist, der an dem ersten Eingang einer von der Rückkopplungseinheit getrennten Vergleichsschaltung angeschlossen ist, wobei an den Referenzeingang der Vergleichsschaltung ein dem Ruhezustand des Untersuchten entsprechendes (r) vorbestimmtes (r) Referenzsignal bzw. Referenzsignalbereich gelegt ist, und der Ausgang der Vergleichsschaltung an eine, z. B. einen Schaltimpuls zur Einschaltung diagnostischer Untersuchungsinstrumente abgebende Signalisierungseinrichtung geführt ist.
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Bevorzugt ist es, wenn neben einer EEG-Rückkopplungseinheit zumindest eine weitere, von der EEG-Einheit abweichende biologische Rückkopplungseinheit, z. B. eine Temperatur-, Pulsschlag-oder Hauüeitfähigkeitsmessrückkopplungseinheit und ein Betriebsartschalter zum wahlweisen Einschalten der EEG-Einheit oder einer der abweichenden Rückkopplungseinheiten vorgesehen sind, und dass ferner in der Auswerteschaltung Umschalter für die Referenzsignale bzw. Referenzsignalbereiche vorgesehen sind.
Das in den Ruhezustand-Versetzen der untersuchten Patienten bringt natürlich zahlreiche Probleme, die jedoch das Grundprinzip nicht beeinflussen. Bleibt jedoch die auf der Rückkopplung der Alpha-Wellen beruhende Methode erfolglos (z. B. weil die untersuchte Person neurotisch ist oder ein eigenartiges EEG besitzt), so wird die biologische Rückbeziehung durch die Rückkopplung sonstiger Kennwerte angewandt und die untersuchte Person in Abhängigkeit von dem Erfolg derselben in den für die Ruhe charakteristischen Zustand gebracht oder ihre Neurose festgestellt. Ein negatives Ergebnis enthält demgemäss eine wichtige diagnostische Information, d. h., dass der herausspringende oder von dem normalen Wert abweichende gemessene Kennwert nicht organischen sondern psychischen Ursprungs ist.
Der Unterschied zwischen den bekannten Rückkopplungsgeräten (Alphascan-Geräten) und der erfindungsgemässen Rückkopplungseinheit besteht unter anderem darin, dass diese letztere nicht ausschliesslich zur EEG-Rückkopplung, sondern auch zu Rückkopplungen anderer Art geeignet ist. Sie ist aber zur EEG-Rückkopplung unbedingt geeignet.
Die Rückkopplungseinheit umfasst das ganze Rückkopplungssystem, d. h. die Rückkopplungsschleife, die mit dem Messfühler beginnt und mit dem Kopfhörer des Untersuchten endet.
Normalerweise ist der zu der Rückkopplungseinheit gehörige Messfühler ein EEG-Fühler, der zur Abtastung von EEG-Hirnwellen geeignet ist. Die Rückkopplungseinheit kann aber zusätzlich auch weitere Messfühler enthalten, die zur Abtastung von von den Hirnwellen abweichenden Zustandsparametern, wie z. B. Pulsschlag, Pulstemperatur und Hautleitfähigkeit geeignet sind.
Das Rückkopplungssignal, das z. B. den Kopfhörer des Untersuchten steuert, wird nach gewissen elektronischen Verarbeitungen (Umwandlung, Auswertung) aus dem durch den Messfühler abgetasteten Messsignal hergestellt. So repräsentiert z. B. im EEG-Betrieb das Messsignal die Hirnwellen des Unter-
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Gleichrichtung wird eine analoge Gleichspannung hergestellt, dann wird das ganze EEG-Signal gleichgerichtet und sodann das Verhältnis dieser zwei Gleichspannungen gebildet.
Auf diese Weise erreicht man ein ausgewertetes Signal, das die relative Amplitude der Alpha-Wellen innerhalb des ganzen EEG-Bereiches repräsentiert.
Die Signalverarbeitung zwischen dem Ausgang des Messfühlers bis zum ausgewerteten Signal kann eher als eine Auswertung als ein Messen betrachtet werden. Es ist wichtig, dass diese Auswertung innerhalb der Rückkopplungseinheit zur Herstellung eines geeigneten Rückkopplungssignals erfolgt, das mit der ausgewählten physiologischen Aktivität des Untersuchten proportional oder davon abhängig ist.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Auswertung bei den bekannten Geräten im Rahmen der Umwandlung des Messsignals in ein Rückkopplungssignal oder in ein Kennzeichnungssignal erfolgt. Eine solche Auswertung innerhalb der Rückkopplungsschleife erfolgt im vorliegenden Fall auch in dem von dem EEG abweichenden möglichen zweiten Betrieb.
Aus dieser Erläuterung ist es ersichtlich, dass die Auswertung bei der US-PS Nr. 3, 890, 957 und im vorliegenden Fall im Prinzip zueinander analog sind. Die Aufgabe dieser Auswertungen ist die Umwandlung des abgetasteten Messsignals in ein, zur Durchführung des autogenen Trainings optimales Rückkopplungssignal. Diese Auswertung bleibt aber im Rahmen der biologischen Rückkopplung.
Die Vergleichsschaltung hat keine Rolle in dem Rückkopplungsvorgang. Die bekannten Vergleichsschaltungen wurden zur Verbesserung der Auswertung der EEG-Signale oder zur Verbesserung des Rückkopplungsvorganges verwendet. Die vorliegende Vergleichsschaltung wird aber zur Bestimmung oder Feststellung des Ruhezustandes des Untersuchten verwendet, deren Zweck vom Gebiet der Psychologie abweicht.
Es wurde bisher ein den momentanen Zustand des Untersuchten repräsentierendes Signal von der Auswerteeinheit noch nicht herausgekoppelt.
Abgesehen von den oben schon erwähnten Unterschieden zwischen den bekannten Vergleichsstufen und der vorliegenden Vergleichsschaltung unterscheidet sich das vorliegende Referenzsignal von den
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bekannten Referenzsignalen. Bei der US-PS Nr. 3, 890, 957 wird das Referenzsignal aus der Amplitude des
Messsignals gebildet, welches keinen Patientenzustand ausdrücken kann.
Das vorliegende Referenzsignal ist aber mit dem Erreichen des Ruhezustandes verbunden. Wenn das
Zustandssignal das Referenzsignal überschreitet, ist der Untersuchte im Ruhezustand, und nun können die diagnostischen Untersuchungen, die nicht im Gebiet der Neuropsychologie liegen, gestartet werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Messsignal der EEG-Einheit in der
Auswerteschaltung an einen ersten Amplitudendetektor und über ein einen zwischen 7 und 14 Hz liegenden
Frequenzbereich und ein einstellbares Frequenzband aufweisendes Bandfilter an einen zweiten Amplituden- detektor geführt ist, dass die Ausgänge der beiden Amplitudendetektoren über einen Schalter mit den
Eingängen eines Dividierschaltkreises verbunden sind, der an seinem Ausgang im EEG-Betrieb der relativen Amplitude der Alpha-Wellen im EEG-Messsignal proportionale Signale liefert, dass die Anzeigevor- richtung wie an sich bekannt ein Kopfhörer ist, der mit dem Ausgang eines Tonfrequenz-Oszillators veränderlicher Frequenz verbunden ist, wobei der Steuereingang des Oszillators über einen zweiten
Schalter im EEG-Betrieb an den Ausgang des Dividierschaltkreises angeschlossen ist,
und dass die
Auswerteschaltung ein Anzeigegerät mit einer Anzeige- und Speichereinheit enthält, das das an seinen
Analogeingang geführte Messsignal in der Form einer digitalen Zahl zur Anzeige bringt.
Vorteilhaft ist es ferner, wenn die Anzeige- und Speichereinheit eine Betätigungseinrichtung enthält und am Analogausgang des Anzeigegerätes der gespeicherte Wert anliegt, dass der Eingang des Anzeigegerätes bei EEG-Betrieb mit dem Ausgang des Dividierschaltkreises verbunden ist, dass in der vom EEG-Betrieb abweichenden Betriebsart der Eingang des Anzeigegerätes mit dem Ausgang einer der weiteren biologischen Rückkopplungseinheiten verbunden ist, und dass der Eingang und der Ausgang des Anzeigegerätes an je einen Eingang des Dividierschaltkreises angeschlossen ist, dessen Ausgang an den Eingang eines Subtrahierstromkreises der Vergleichsschaltung angeschlossen ist,
wobei der invertierende Eingang des Subtrahierstromkreises an dem Ausgang einer den möglichen Betriebsarten entsprechenden Referenzeinheit angeschlossen ist und der Ausgang des Subtrahierstromkreises in der vom EEG-Betrieb abweichenden Betriebsart mit dem Steuereingang des Tonfrequenz-Oszillators verbunden ist.
Es ist ferner zweckmässig, wenn der Referenzeingang der Vergleichsschaltung mit dem Ausgang der Referenzeinheit und dessen Signaleingang mit dem Ausgang des Subtrahierstromkreises verbunden ist und dessen Ausgang mit einer die Signalisierungseinrichtung bildenden Signallampe verbunden ist.
Es kann auch vorgesehen sein, dass in der vom EEG-Betrieb abweichenden Betriebsart der Ausgang und der Eingang des Anzeigegerätes an die Eingänge einer weiteren Vergleichsschaltung angeschlossen sind, deren Ausgänge mit Signallampe verbunden sind und anzeigen, auf welchen der beiden Eingänge das grössere Analogsignal vorliegt.
Die zur Messanordnung gehörenden Geräte und Untersuchungseinheiten sind zweckdienlicherweise in einem gemeinsamen Gehäuse in der Form eines einzigen komplexen Messsystems angeordnet.
Die Erfindung kann nicht als Variante der biologischen Rückkopplung angesehen werden, da ihr primäres Ziel die Einholung objektiver diagnostischer Informationen ist, wobei die Anwendung der Rückkopplung nur eine Hilfsrolle einnimmt und ihr Ziel die Versetzung des untersuchten Patienten in den "Standard"-Zustand ist.
Durch Verwendung der erfindungsgemässen Untersuchungsgeräte tritt die biologische Rückkopplung als Methode aus dem Gebiet der Psychiatrie und Neurologie, dem bisherigen ausschliesslichen Anwendungsgebiet, heraus und macht die instrumentalen Messungen auf dem Gebiet der allgemeinen ärztlichen Diagnostik objektiver.
Das erfindungsgemässe Untersuchungsgerät kann nicht nur zur objektiveren Gestaltung der diagnostischen Messungen verwendet werden, sondern eignet sich auch zur Erschliessung der unbekannten Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Untersuchungskennwerten und emotionellen Zuständen. Die Messungen können nämlich nicht nur im"Standard"-Ruhezustand, sondern auch im Verlaufe des hiezu führenden autogenen Trainings durchgeführt werden und die diagrammartige Aufzeichnung der zusammengehörenden Werte der erhaltenen emotionellen und der gemessenen Daten kann zur Quelle wertvoller Informationen werden, deren wissenschaftliche Bedeutung noch gar nicht eingeschätzt werden kann.
Die Erfindung wird im weiteren an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles detaillierter beschrieben. Es zeigen Fig. 1 die Ansicht eines erfindungsgemässen Untersuchungsgerätes, und Fig. 2 das funktionelle Blockschema des erfindungsgemässen Untersuchungsgerätes.
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In Fig. 1 ist das erfindungsgemässe Untersuchungsgerät dargestellt, in dessen Gerätegehäuse --1--, verschiedene Messeinheiten --7-- und die zur Ausübung der biologischen Rückkopplung geeigneten EEGund sonstigen Einheiten angeordnet sind. Auf der Frontplatte sind eine das EEG- und EKG-Bild zur Anzeige bringende Oszillographenröhre --5--, eine Signallampe --4--, die den erfolgreichen Abschluss der Rückkopplung anzeigt, eine Betätigungseinrichtung --3-- und eine Anzeige- und Speichereinheit --8-angeordnet. Die zur Durchführung der Messungen und Untersuchungen erforderlichen Elektroden,
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In Fig. 2 ist das funktionelle Blockschema des erfindungsgemässen Untersuchungsgerätes dargestellt, wobei die untersuchte Person schematisch abgebildet wurde.
Zum Untersuchungsgerät gehören folgende Rückkopplungseinheiten : eine EEG-Rückkopplungseinheit - -10--, eine Temperaturmessrückkopplungseinheit --11--, eine Pulsschlagmessrückkopplungseinheit --12--,
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Ausgangssignale zur Anzeige. Die Rückkopplungseinheiten --10, 11,12, 13,71, 72-- werden über an sich bekannte Elektroden und Fühler --73-- an die untersuchte Person angeschlossen. Der Anschluss wurde der veranschaulichenden Darstellung wegen bei jeder Rückkopplungseinheit einmal hergestellt, kann jedoch in jeder beliebigen Reihenfolge und bei jeder Gleichzeitigkeit vorgesehen werden.
Der Ausgang der EEG-Rückkopplungseinheit-10-- ist an ein Bandfilter --16-- angeschlossen, das innerhalb des Frequenzbandes zwischen 7 und 13 Hz-d. h. im Bereich der Alpha-Wellen - mit Hilfe eines in der Fig. 2 nicht dargestellten Bedienungsorgans auf verschiedene Bandbreiten und mittlere Frequenz eingestellt werden kann. Die charakteristische Bandbreite des Bandfilters --16-- beträgt 1 Hz und so kann das Filter in sechs Bändern den ganzen Bereich umfassen. Der Ausgang des Bandfilters --16-- ist an einen Amplitudendetektor --17-- angeschlossen, der an seinem Ausgang ein zur Amplitude der in das gewünschte Band entfallenden EEG-Komponente proportionales Analogsignal erzeugt.
Das zur gesamten EEG-Energie proportionale Signal wird durch einen Amplitudendetektor --18-geliefert, der unmittelbar vom Ausgang der EEG-Rückkopplungseinheit --10-- über die Leitung --45-angesteuert wird. Je nach Stellung des Oszillograph-Betriebsartschalters --15-- kann das vollständige oder das gefilterte EEG direkt beobachtet werden. Die Ausgänge der Amplitudendetektoren --17 und 18-sind in der ersten Stellung des einen Schalters --19-- (die dem EEG-Betrieb entspricht) an je einen Eingang eines Dividierschaltkreises --20-- angeschlossen an dessen ein zur relativen Amplitude der Alpha-Wellen analoges Signal erzeugt wird.
Dieses analoge Signal wird einerseits über einen zweiten Schalter --23-- (in dessen erster Betriebsart) an den Steuereingang eines mit veränderlicher Frequenz arbeitenden Tonfrequenz-Oszillators --24--, anderseits über eine Leitung --47-- an den zur EEG-Betriebsart gehörenden Anschluss eines Betriebsartschalters --14-- angeschlossen. Der gemeinsame Anschlusskontakt des Betriebsartschalters - ist mit einem Eingang der Anzeige- und Speichereinheit --8-- verbunden. Die Anzeige- und Speichereinheit --8-- ist mit einem analogen Eingang --44-- und einem analogen Ausgang versehen. Die Einheit --8-- bringt das an den analogen Eingang --44-- geführte Signal in digitaler Form zur
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Analogsignals auf dem Analogausgang --43--.
Der Ausgang --46-- des Dividerschaltkreises --20-- ist auch mit dem nicht invertierenden Eingang eines subtrahierstromkreises --22-- verbunden. Der invertierende Eingang des Subtrahierstromkreises - ist über eine Leitung mit einem gemeinsamen Kontakt des Referenzschalters --26-- und mit dem Referenzeingang einer Vergleichsschaltung --25-- verbunden. Der Steuereingang der Vergleichsschaltung --25-- ist an den Ausgang des Subtrahierstromkreises --22-- angeschlossen. Dieser Ausgang ist in der zweiten Betriebsart des zweiten Schalters --23-- an den Steuereingang des Tonfrequenz-Oszillators angeschlossen.
Der Ausgang der Vergleichsschaltung --25-- steuert die Signallampe-4-. Der Referenzschalter - besitzt drei Stellungen und ist in seinen einzelnen Stellungen mit den die Referenzpegel der biologischen Rückkopplungseinheiten der Temperaturmessung, der Pulsschlagmessung und der HautleiL-
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fähigkeitsmessung einstellenden Referenzeinheiten --31, 32 und 33--verbunden. Die Pegeleinstellung der Referenzeinheiten erfolgt durch Potentiometer --34, 35 und 36--.
Ausgang und Eingang der Anzeige- und Speichereinheit --8-- sind an die Eingänge eines
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Bedienungsperson ist demgemäss auf Grund der Lampen sofort in der Lage zu entscheiden, ob das in der Anzeige- und Speichereinheit --8-- gespeicherte Signal kleiner oder grösser als das auf den Analogeingang - geführte Signal ist.
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leitenden Arztes angeschlossen.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemässen Messanordnung ist folgende : Zu Beginn der mit Geräten erfolgenden diagnostischen Untersuchung werden die erforderlichen Fühler an die zu untersuchende Person angeschlossen und der Kopfhörer --6-- wird auf ihren Kopf gesetzt. Die Schalter --19 und 23-werden in die dem EEG entsprechende erste Stellung gebracht (die auf der Figur dargestellte Stellung), der Betriebsschalter --14-- wird ebenfalls in die EEG-Stellung gebracht, bei der die Leitung --47-- an den Eingang der Anzeige- und Speichereinheit --8-- angeschlossen wird. Nach Einstellung des Bandfilters - erscheint auf dem Ausgang des Dividierschaltkreises -- 20-- ein der relativen Amplitude der Alpha-Wellen entsprechendes analoges Signal.
Dieses Signal erscheint in Digitalform auf dem Sichtgerät der Anzeige- und Speichereinheit --8-- und bestimmt die momentane Frequenz des Tonfrequenz-Oszillators --24--. Nimmt man an, dass zur ansteigenden Alpha-Aktivität (fortschreitender Ruhezustand) eine fallende Tonhöhe gehört und wird die untersuchte Person aufgefordert, möglichst in Ruhezustand zu kommen, so erhält diese vom Ergebnis einer zunehmenden Beruhigung in der Weise Kenntnis, dass der im Kopfhörer - vernehmbare Ton tiefer wird.
Der Arzt kann die ganze EEG-Welle und die Alpha-Welle auf dem Kathodenstrahl-Sichtgerät durch Einstellung des Schalters --15-- in die entsprechende Stellung beobachten und im Hörer --6a-- den rückgekoppelten Ton anhören, und ferner die relative Amplitude der Alpha-Welle in digitaler Form von der Anzeige- und Speichereinheit --8-- ablesen.
Sobald die untersuchte Person in den Ruhezustand gekommen ist, kann der die Behandlung führende Arzt die durch die Messeinheiten-71, 72-sowie durch die Rückkopplungseinheiten --10 bis 13-gemessenen Angaben festhalten. Dabei ist wichtig zu bemerken, dass die EEG-Rückkopplungseinheit --10-- selbst keine Ausnahme von der Messung bildet und dass deren Ausgang in Ruhezustand an ein in der Figur nicht dargestelltes Schreibwerk angeschlossen sein kann, das das EEG-Bild aufzeichnen kann. Bei einer alternativen Lösung kann die Kathodenstrahlanzeigeeinheit bzw. Oszillographenröhre--5--in der EEG-Stellung photographiert werden.
Offensichtlich ist es, vom Gesichtspunkt der Erfindung her gesehen, gleichgültig, welche Untersuchungsgeräte verwendet und welche Messungen mit diesen vorgenommen werden. Das Wesentliche ist lediglich, dass der Wert der gemessenen Kennzahl in einem vom emotionellen Zustand abhängigen Verhältnis steht.
Die Tatsache des Ruhezustandes kann auch an eine gegebene Alpha-Aktivität gekoppelt werden. Für diesen Zweck besteht die Möglichkeit, die Zahl der Referenzeinheiten um eine zu erhöhen und auf dem Referenzschalter --26-- eine weitere, jetzt nicht dargestellte EEG-Stellung auszubilden. In diesem Fall kann die gegebene Alpha-Aktivität nicht nur durch die auf dem Anzeigegerät sichtbare digitale Zahl sondern auch durch das Aufleuchten der Lampe --4-- angezeigt werden.
Sollte es im Verlaufe des autogenen Trainings nicht gelungen sein, die untersuchte Person in den vorgeschriebenen Ruhezustand zu versetzen, so werden die Schalter --19 und 23-- in die der zweiten Betriebsart entsprechende Stellung gebracht und mittels des Betriebsartschalters --14-- eine der Rükkopplungseinheiten --11, 12 oder 13-- an den Eingang der Anzeige- und Speichereinheit --8-angeschlossen.
Nimmt man an, dass bei dieser zweiten Betriebsart die Pulsschlagmessrückkopplungseinheit --12-- in aktiviertem Zustand ist und wird zu Beginn der Untersuchung die Betätigungseinrichtung --3-- betätigt, so wird in den Speicher der Anfangswert der Pulsschlag-Zahl eingeschrieben. Dieser Wert erscheint auf dem analogen Ausgang --43-- in der Form eines Analogsignals. Die untersuchte Person wird aufgefordert,
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ihren Pulsschlag zu vermindern. Dabei vermindert sich bei Rückgang des Pulsschlages auch das Ausgangssignal des Dividierschaltkreises --20--, da jetzt der Quotient aus dem momentanen und dem ursprünglichen Zustand angezeigt wird.
Der Invertiereingang des Subtrahierstromkreises --22-- erhält das durch das Potentiometer --35-- voreingestellte Referenzsignal, auf seinem nicht invertierenden Eingang vermindert sich jedoch der Pegel des Signals. In diesem Falle wird auch die Steuerspannung des Tonfrequenz-Oszillators --24-- kleiner und der im Kopfhörer --6b-- hörbare Ton hingegen höher. Die untersuchte Person wird einerseits durch die Erhöhung der Tonhöhe von der Verminderung ihres Pulsschlages verständigt, anderseits sieht sie auf dem Zifferblatt der Anzeige- und Speichereinheit --8-- den Wert ihres momentanen Pulsschlages. Die Untersuchung gelangt dann zum Abschluss, wenn auf den Eingängen der Vergleichsschaltung --25-- das Steuersignal mit dem Referenzsignal übereinstimmt und die Lampe --4-- aufleuchtet.
Hienach können die instrumentalen diagnostischen Messungen vorgenommen werden.
Die Messung kann auch in der Weise fortgesetzt werden, indem man auf die EEG-Betriebsart zurückschaltet und die Alpha-Aktivität untersucht. Nach den praktischen Erfahrungen kann der Patient nach einer inzwischen vorgenommenen andern biologischen Rückkopplung leichter in den Ruhezustand gebracht werden.
Von den Rückkopplungseinheiten --11 und 13-- kann auf Grund der Erfahrungen der Bedienungsperson die zweckmässigste für den gegebenen Fall zur biologischen Rückkopplung ausgewählt werden. Es gibt jedoch auch Fälle, bei denen es nicht gelingt, die untersuchte Person in den Ruhezustand zu bringen. In diesem Fall erhält man auf die bereits erwähnte Weise ein Signal, bzw. eine Anzeige darüber, dass die untersuchte Person neurotisch und für eine objektive Untersuchung ungeeignet ist.
Mittels des erfindungsgemässen Untersuchungsgerätes kann natürlich auch eine Funktion von mehreren Veränderlichen der verschiedenen gemessenen Kennwerte aufgenommen werden, wobei eine abhängige Veränderliche die relative Amplitude der Alpha-Wellen oder bei Untersuchungen mit der zweiten Betriebsart der Wert m der relativen Abweichung sein kann.
Auf Grund der Erfahrungen empfiehlt es sich bei Pulsschlagmessungen durch Anwendung der biologischen Rückkopplung Schwankungen von : 70%, bei Temperaturmessungen von maximal : 10% vorzuschreiben. Die Potentiometer --34 bis 36-- müssen demgemäss innerhalb dieser Bereiche einstellbar gemacht werden.
Die Erfindung beschränkt sich natürlich nicht auf die an Hand des Beispiels vorgeführte Anordnung, da die einzelnen Schalter und Stromkreise auch durch andere ersetzt werden können. Die akustische Rückkopplung kann genauso, z. B. auch durch eine optische Kopplung ersetzt und die Untersuchungseinheiten können in dem unterschiedlichsten Sortiment und in unterschiedlichster zeitlicher Reihenfolge angeschlossen werden.
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