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Die Erfindung bezieht sich auf eine zweiteilige Zahnbürste, bestehend aus einem hohlen Griff zur Aufnahme eines flüssigen Zahnpflegemittels und einem Borstenkörper mit einem Kanal, der den Hohlraum des Griffs mit einer im Bereich der Borsten befindlichen Austrittsöffnung verbindet, wobei der Borstenkörper aus einem den Kanal enthaltenden Anschlussteil gegenüber dem Griff und aus einer sich an das vordere Ende des Anschlussteiles anschliessenden Borstenträgerplatte besteht.
Der Griff und der Borstenkörper sind im allgemeinen durch eine Schraubverbindung lösbar miteinander verbunden, um das gewünschte Zahnpflegemittel einbringen zu können. Wenn eine solche Zahnbürste am Griff erfasst und eine leichte Schleuderbewegung ausgeführt wird, dann gelangt eine kleine Menge des Zahnpflegemittels in den Bereich der Borsten. Auf diese Weise kann die Zahnbürste schnell und bequem betriebsbereit gemacht werden.
Die Erfindung besteht bei einer zweiteiligen Zahnbürste der eingangs beschriebenen Art im wesentlichen darin, dass die Achse des Kanals mit der Achse der Austrittsöffnung einen Winkel von weniger als 90 bildet, der bei senkrechter Mündung der Austrittsöffnung vorzugsweise zwischen 80 und 85 beträgt. Dadurch wird bewirkt, dass alle Mundwinkel mit der Zahnbürste besser erreicht werden können, womit ein bequemeres und besseres Zähneputzen ermöglicht wird.
Da nunmehr das Zahnpflegemittel gegenüber der Achse des Kanals im Borstenkörper etwas nach rückwärts gerichtet austritt, wird der Ausschleuderung einer übermässig grossen Menge an Zahnpflegemittel entgegengewirkt ; überdies können der Kanal und die Austrittsöffnung ein wenig grössere Querschnitte erhalten, womit die Gefahr von Verstopfungen verringert wird.
Die Verbindung zwischen dem Griff und dem Borstenkörper kann in an sich bekannter Weise eine Schraubverbindung sein. Der aus dem Anschlussteil und der Borstenträgerplatte bestehende Borstenkörper ist zweckmässig ein einteiliger Spritzgusskörper.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es stellen dar : Fig. l eine Draufsicht auf die neue Zahnbürste, deren nicht gezeichnete Borsten aus der Zeichnungsebene nach oben hervorstehen, und Fig. 2 eine Seitenansicht zur Darstellung nach Fig. l, teilweise im Schnitt.
Der Griff-l-der erfindungsgemässen Zahnbürsten hat einen Hohlraum --2-- zur Aufnahme eines flüssigen Zahnpflegemittels. An seinem vorderen Ende ist der Griff --1-- mit einem Aussengewinde tragenden Schraubansatz --3-- versehen, welcher zusammen mit dem Innengewinde tragenden Schraubansatz --4-- des Borstenkörpers --5-- die Herstellung einer lösbaren Verbindung zwischen Griff-l- und Borstenkörper --5-- ermöglicht.
Der Borstenkörper --5-- besteht aus einem Anschlussteil --6-- gegenüber dem Griff-l-und einer Borstenträgerplatte --7--, die körperlich einen einheitlichen Spritzgusskörper darstellen können. Da der
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Gebilde ist, entstehen an der Übergangsstelle von-6 nach 7-- abgesetzte Schulterflächen --8--, wodurch die Zugänglichkeit zu allen Zahnpartien verbessert wird.
Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, bildet die Borstenträgerplatte --7-- mit der Achse des hohlen Anschlussteiles --6-- einen Winkel a, der zweckmässig innerhalb eines Winkelbereiches von 5 bis 10 liegt.
Diese Abwinkelung der Borstenträgerplatte --7-- nach der Seite der Borsten --12-- hin trägt wesentlich zur Verbesserung der Zugänglichkeit aller Bereiche der Mundhöhle bei.
Der Anschlussteil --6-- hat einen Kanal--9--, welcher nach rückwärts mit dem Hohlraum --2-- des Griffes-l-in offener Verbindung steht. Nach vorne erstreckt sich der Kanal --9-- unter Beibehaltung seiner Achsenrichtung in die Borstenträgerplatte --7-- hinein bis zu einer Endspitze --10--, die noch vor der Austrittsöffnung --11-- für das Zahnpflegemittel liegt, welche in den Bereich der Borsten --12-mündet.
Der Kanal-9-, welcher einen sich gleichmässig verjüngenden schlanken Kegel mit gleichbleibender Achsenrichtung bildet, ist an der Abknickung der Borstenträgerplatte --7-- gegenüber der Achse des Anschlussteiles --6-- um den Winkel a nicht beteiligt, vielmehr ragr das vordere Ende des Kanals--9-schräg in die Borstenträgerplatte --7-- hinein. Da der Kanal --9-- überall kreisförmigen Querschnitt hat und an keiner Stelle gekrümmt ist, ergeben sich günstige Voraussetzungen für die Herstellung des Borstenkörpers --5-- sowie vorteilhafte Reinigungsmöglichkeiten desselben.
Die Richtung der Austritts- öffnung --11-- für das Zahnpflegemittel steht nicht senkrecht zur Achse des Kanals-9-, vielmehr etwa senkrecht zu derjenigen Fläche der Borstenträgerplatte --7--, aus welcher die Borsten --12-- austreten.
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Die Vorwärtsbewegung des Zahnpflegemittels innerhalb der Abzweigung der Austrittsöffnung --11-- ist also gegenüber der Bewegungsrichtung innerhalb des Kanals --6-- entsprechend der Grösse des Winkels a etwas nach rückwärts gerichtet. Das wirkt sich beim Schleudern der Zahnbürste insofern günstig aus als bei übermässiger Heftigkeit einer Schleuderbewegung infolge der nach rückwärts gerichteten Austrittsöffnung --11-- eine verstärkte Abbremsung der Strömungsschwierigkeit des Zahnpflegemittels eintritt, so dass der Austritt übermässiger Mengen an Zahnpflegemittel weniger zu befürchten ist.
Der aus dem Anschlussteil --6-- und der Borstenträgerplatte --7-- bestehende Borstenkörper --5-- ist vorzugsweise ein einteiliger Spritzgusskörper, und er kann aus einem durchsichtigen Kunststoff bestehen.