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Die Erfindung betrifft eine Schaltung zur Auswertung von Verkehrsnachrichten, die durch Rundfunksendern ausgestrahlt werden, denen regionale Verkehrsfunkbereiche zugeordnet sind und die einen zur Kennung als Verkehrsfunksender dienenden, oberhalb des Hörbereiches angeordneten Hilfsträger aussenden, der mit zur Kennung der regionalen Verkehrsfunkbereiche vorgesehenen, unterhalb des vom Sender übertragenen Tonsignalbereiches liegenden Kennfrequenzen moduliert ist.
Aufgabe der Erfindung ist, eine solche Auswerteschaltung mit geringstem Aufwand an Bauteilen und einfachstem Aufbau zu realisieren und die Nachteile der bekannten Schaltungen dieser Art, welche mit aktiven Filtern arbeiten, die hochgenaue Kondensatoren und Widerstände erfordern, zu vermeiden.
Darüber hinaus soll die Auswerteschaltung auch in einfacher Weise mit einem elektronisch abgestimmten Rundfunkempfänger kombiniert werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass eine Erkennungssehaltung den mit der Kennfrequenz modulierten Hilfsträger demoduliert und die wiedergewonnene sinusförmige Kennfrequenz einem Schmitt-Trigger zugeführt wird, der die sinusförmige Kennfrequenz in eine rechteckförmige Impulsspannung umformt, dass diese mittels eines nachgeschalteten Mono-Flops in eine Impulsspannung konstanter Impulsbreite umgewandelt und einem Integrator zugeführt wird, der eine der Kennfrequenz proportionale Spannung abgibt, und dass diese Spannung einer Anzeigeeinrichtung mit Leuchtelementen zugeführt wird, welche entsprechend der jeweiligen Kennfrequenz aufleuchten.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand der Zeichnung, die das Schaltschema einer erfindungsgemässen, mit einem elektronisch abgestimmten Rundfunkempfänger kombinierten Auswerteschaltung zeigt, näher erläutert.
Das durch die erfindungsgemässe Schaltung auszuwertende Kennzeichnungsverfahren geht davon aus, dass alle Rundfunksender, die Verkehrsfunksendungen ausstrahlen, mit einem Hilfsträger --TH-- mit einer Frequenz von 57 kHz gekennzeichnet sind. Das gesamte Sendegebiet ist in einzelne regionale Verkehrsfunkbereiche eingeteilt, wobei jedem dieser Verkehrsfunkbereiche und eigene Kennfrequenz fk zugeordnet ist, die unterhalb des Hörbereiches, d. h. unterhalb des vom Sender übertragenen Frequenzbereiches liegt. Der Hilfsträger --TH-- ist mit der dem entsprechenden Verkehrsfunkbereich zugeordneten Kennfrequenz in der Amplitude moduliert. Hiedurch ist eine sichere Kennzeichnung einerseits der Verkehrsfunksender und anderseits der Verkehrsfunkbereiche gewährleistet.
Mittels des mit der erfindungsgemässen Auswerteschaltung ausgestatteten Rundfunkempfängers ist es nun in einfacher Weise möglich, nur den jeweiligen, gewünschten Verkehrsfunkbereich einzustellen bzw. zu erkennen, wie nachfolgend noch näher beschrieben werden wird.
Für die Kennfrequenzen fk sind die Frequenzen zweckmässig so gewählt, dass sich bei einer Kreisgüte Q = 20 der Filter der Auswerteschaltung in dem Rundfunkempfänger eine Nachbarselektion von 15 dB ergibt. Weiterhin sind die Kennfrequenzen fi se gewählt, dass die Harmonischen der Kennfrequenzen fk zwischen den eigentlichen Kennfrequenzen fk entstehen, wodurch sich eine geringe Störanfälligkeit ergibt.
Die niedrigste Kennfrequenz wird im beschriebenen Fall als Meldungskennung MK verwendet. Diese Meldungskennung dient dazu, Anfang und Ende einer Verkehrsinformation anzugeben. Durch diese Meldungskennung MK kann z. B. ein Aufzeichnungsgerät ein-bzw. ausgeschaltet oder ein Rundfunkempfänger auf Zwangsdurchsage geschaltet werden. Für die Meldungskennung MK wird deshalb die niedrigste Kennfrequenz gewählt, weil für diese Frequenz die Einschwingzeit der Filter die längste Zeit erfordert.
Für die Meldungskennung MK ist eine Frequenz von 21 Hz gewählt, während die Kennfrequenzen fk für die Verkehrsfunkbereichskennung 24,28, 33,38, 45 und 53 Hz sind.
Wird nun von den mit der erfindungsgemässen Auswerteschaltung ausgestatteten Rundfunkempfänger ein Sender empfangen, der durch einen Hilfsträger --TH-- als Verkehrsfunksender gekennzeichnet ist, wird der Hilfsträger--TH---nach der Demodulation des empfangenen Sendersignals von der Niederfrequenz, z. B. Musik oder Sprache, getrennt und einer Erkennungsschaltung 1 der Auswerteschaltung zugeführt. Diese Erkennungsschaltung 1 beeinflusst z. B. einen elektronischen Sendersuchlauf und zeigt an, dass ein Verkehrsfunksender empfangen wird. Weiterhin wird in der Erkennungsschaltung 1 der 57 kHz-Hilfsträger---TH--demoduliert, wodurch die Kennfrequenzen fk der einzelnen Verkehrsfunkbereiche gewonnen werden.
Diese Kennfrequenz fk wird nun einem in bekannter Weise aufgebauten Schmitt-Trigger-2-- zugeführt, der die sinusförmige Kennfrequenz fk in eine rechteckförmige
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trägt ausser den üblichen Frequenzmarkierungen noch Markierungen für die regionalen Verkehrsfunkbereiche. Wenn also die Spannung Uk der Anzeigeeinrichtung --5-- an Stelle einer Abstimmspannung .Ab. des elektronisch abgestimmten Rundfunkempfängers zugeführt wird, leuchtet das oder die Leuchtelemenete --6-- auf, die der Kennfrequenz fk des Verkehrsfunkbereiches entsprechen. Hiedurch ist eine einfache aber wirkungsvolle Möglichkeit gegeben, den jeweils empfangenen Verkehrsfunkbereich zu erkennen.
In Weiterbildung der Erfindung sind mit der Anzeigeeinrichtung --5-- Verkehrsfunkbereichstasten - verkoppelt, die es erlauben, nur Sender eines bestimmten Verkehrsfunkbereiches zu empfangen.
Jedem Verkehrsfunkbereich ist eine Bereichstaste-8-- zugeordnet die mit einer Sendersuchlaufschaltung derart verbunden ist, dass der Sendersuchlauf den Empfänger nur auf Sender abstimmt, die einen
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Kennfrequenze fk in der Amplitude moduliert ist.
Weiterhin ist der Erkennungsschalter --1-- noch ein Filter --9-- nachgeschaltet, dass die Anfang und Ende einer Verkehrsnachricht anzeigende Meldungskennung MK aussiebt, die nach entsprechender Aufbereitung, wie bereits erwähnt, dazu ausgenutzt werden kann, ein Aufzeichnungsgerät, z. B. ein Kassetten-Tonbandgerät ein-bzw. auszuschalten, oder einen Rundfunkempfänger für die Verkehrsnachricht zwangsweise durchzuschalten.
Wie aus obigem ersichtlich, lässt sich die erfindungsgemässe Auswerteschaltung ohne aufwendige Filter aufbauen und ohne grossen Aufwand mit einem Rundfunkempfänger kombinieren, der elektronisch abgestimmt wird, mit einer automatischen Sendersuchlaufautomatik versehen ist und eine aus Leuchtelementen aufgebaute Anzeigeeinrichtung aufweist.