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Die Erfindung bezieht sich auf eine Wickelmaschine zur Herstellung von elektrischen fortlaufenden Wicklungen ohne Spulenumlegung, mit einem Tragkörper, mit zwei auf diesem angeordneten Lagerböcken, deren einer ortsfest und deren anderer gegenüber diesem verschiebbar ist, wobei beide Lagerböcke mit Zapfen zur Aufnahme eines Wickeldornes versehen sind, an dem Zapfen des ortsfesten Lagerbockes ein Mitnehmer für den Wickeldorn angeordnet und der Zapfen des verschiebbaren Lagerbockes axial verschiebbar ist, mit einem längs des Tragkörpers bewegbaren Schlitten mit einem ringförmigen Gehäuse, in dem gleichachsig zu den Zapfen eine drehbare ringförmige Grundplatte mit auf dieser befestigten und in zueinander senkrechten Richtungen bewegbaren Drahteinlegeelementen angebracht ist.
Nach der DE-PS Nr. 1190562 ist eine technische Lösung bekannt, bei der die Wicklungen für Leistungstransformatoren mit grossem Leiterquerschnitt gefertigt werden. In diesem Falle wird die Wicklung mittels einer Vorrichtung hergestellt, die eine drehbare Grundplatte und zum Einlegen des zu wickelnden Drahtes bestimmte Elemente, die als ringförmige Holzsegmente ausgebildet sind, enthält. Beim Wickeln werden die vorgenannten ringförmigen Segmente statt der jeweils noch fehlenden Wicklungswindungen angeordnet.
Die Wicklungsherstellung nach dem genannten Verfahren ist sehr aufwendig, da sie einen grossen Handarbeitsaufwand sowohl zum Ersetzen der ringförmigen Segmente beim Wickeln als auch zum Festhalten des harten Drahtes in der Wickelzone erfordert, der in gespanntem Zustand dieser Zone zugeführt wird.
Es ist ferner eine Einrichtung nach dem SU-Urheberschein 373779 bekannt, die eine an der senkrechten Maschinensäule mittels einer Konsole befestigte drehbare Grundplatte enthält. Diese Grundplatte kann längs der Säulenachse verstellt werden und ist mit federbelasteten Einlegeelementen, die kreisförmig zusammen mit der jeweils einzulegenden Windung verschoben werden, und mit federbelasteten Stützelementen, die beim Wickeln von einer äusseren zu einer inneren Windung radial verschoben werden, versehen.
Eine solche Wickelmaschine ist jedoch in konstruktiver Hinsicht kompliziert und gewährleistet nicht den Wickelvorgang in der horizontalen Lage, wobei das Wickeln von grossen Spulen durch die Konsolenausladung begrenzt wird.
Es ist noch eine weitere Wickelmaschine bekannt, die den Wickelvorgang von fortlaufenden Wicklungen ohne Umlegung von Spulen verwirklicht (SU-Urheberschein 474858). Die Wickelmaschine enthält einen Tragkörper, auf dem ein erster, feststehender und ein zweiter, in den Führungsnuten des Tragkörpers horizontal verfahrbarer Lagerbock montiert sind.
Der feststehende Lagerbocx ist mit einer Planscheibe, einem drehbaren Zapfen zur Aufnahme eines Wickeldornes und einem zur Verhinderung der Drehung des Wickeldornes an dem Zapfen bestimmten Mitnehmer versehen. Der verfahrbare Lagerbock ist mit einem verschiebbaren Zapfen zur Aufnahme des Wickeldornes versehen. Auf dem Tragkörper ist ein von einem Antrieb horizontal bewegbarer Schlitten montiert, in dessen ringförmigem Gehäuse eine drehbare ringförmige Grundplatte gleichachsig zu den beiden Zapfen angeordnet ist. Auf der Grundplatte sind Einlegeelemente für den zu wickelnden Draht angebracht, die in axialer und radialer Richtung bewegbar und über Zwischenglieder mit den Stützelementen verbunden sind.
Die Einlegeelemente führen den zu wickelnden Draht mit der stossartigen Bewegung einer Spule so zu, dass der zu wickelnde Draht beim Wickelvorgang nicht ständig angedrückt ist.
Diese Wickelmaschine ermöglicht das Wickeln von fortlaufenden Wicklungen ohne Umlegung von Spulen. (Unter dem Wort "Spule" ist eine Gesamtheit der in einer Ebene liegenden Windungen von spiralförmig eingelegtem Draht zu verstehen). Die Wicklung enthält einige "Spulen", wobei es zur Kontinuität des Drahtes notwendig ist, ungerade Spulen von einer äusseren zu einer inneren Windung, d. h. von einer Windung mit grösserem Durchmesser zu einer Windung mit kleinerem Durchmesser und gerade Spulen von einer inneren Windung mit kleinerem Durchmesser zu einer äusseren Windung mit grösserem Durchmesser zu wickeln.
Bei der mittel einer solchen Wickelmaschine durchgeführten Wicklungsherstellung tritt der in gespanntem Zustand einer Spule zugeführte Draht in dieselbe längs einer Geraden, nicht aber längs des Bogens ein, dessen Halbmesser dem der zu wickelnden Windung gleich ist.
Dies führt dazu, dass in die von der äusseren zur inneren Windung zu wickelnde Spulen weniger Draht eingelegt wird, als es durch technische Vorschriften für bestimmte Wicklungsarten vorgesehen ist.
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Ausserdem wird durch das Rutschen des Drahtes, welches dadurch bedingt ist, dass sich beim Einlegen der Draht nicht in ständig angedrücktem Zustand befindet, der Durchmesser der zu wickelnden Windung vermindert, was das Drahteinlegen in jede nächste Windung erschwert. Als Nachteil wird auch die Kompliziertheit der Einstellung der Einlegeelemente und Stützelemente auf das entsprechende Wicklungsmass angesehen, die mit Hilfe von Zwischengliedern durchgeführt wird, die ein kompliziertes
System von Zugstangen und Hebeln darstellen, welche die Sperrklinken mit den Zahnrädern in Eingriff bringen. Dies kompliziert im bedeutendem Masse auch die Konstruktion der Wickelmaschine.
Die aufgezählten Nachteile ermöglichen es nicht, fortlaufende Wicklungen ohne Spulenumlegung qualitätsgerecht zu wickeln. Diese Nachteile setzen auch die Arbeitsleistung der Wickelmaschine herab.
Der Erfindung ist die Aufgabe zugrundegelegt, eine Wickelmaschine zur Herstellung von elektrischen fortlaufenden Wicklungen mit einer solchen Konstruktion von Drahteinlegeelementen zu schaffen, die es gestattet, den Draht einer zu wickelnden Spule längs des Bogens zuzuführen, dessen Halbmesser dem einer zu wickelnden Windung gleich ist sowie das Rutschen des Drahtes beim Wickeln zu vermeiden und die Einstellzeit der Wickelmaschine auf das entsprechende Wicklungsmass herabzusetzen.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass an einer Seite jedes Drahteinlegeelementes ein Nachschieber drehbar angeordnet ist, der den zu wickelnden Draht zu einer Wickelspule führt, und an der andern Seite jedes Einlegeelementes eine Antriebsrolle angeordnet ist, die über eine Führung verstellbar ist, welche in der Einlegezone des Drahtes auf dem ringförmigen Gehäuse angebracht ist und die Drehbewegung dem Nachschieber durch eine Reibkupplung überträgt, die innerhalb der Antriebsrolle angeordnet ist.
Es ist zweckmässig, wenn jeder Nachschieber mit Gummi belegt ist, um die Haftung zwischen den Nachschiebern und dem zu wickelnden Draht zu gewährleisten.
Die erfindungsgemässe Wickelmaschine gewährleistet qualitätsgerechtes und ununterbrochenes Drahtwickeln ohne Spulenumlegung sowie ermöglicht es, die Arbeitsleistung dank der Beschleunigung der Einstellung der Einlegeelemente des Drahtes auf das entsprechende Wicklungsmass zu erhöhen.
Im weiteren wird die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt : Fig. l die Gesamtansicht einer erfindungsgemässen Wickelmaschine zur Herstellung von elektrischen fortlaufenden Wicklungen ; Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie Il-11 in Fig. 1 und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III - III in Fig. 1.
Die Wickelmaschine zur Herstellung von elektrischen fortlaufenden Wicklungen ohne Spulenumlegung enthält einen Tragkörper --1-- (Fig. 1), auf dem ortsfest ein Lagerbock --2-- und ein weiterer Lagerbock --3-- axial verschiebbar und gleichachsig zu diesem angeordnet sind. Jeder der beiden Lagerböcke n2 und 3--ist mit einem Zapfen--4 bzw. 10-- versehen, die zur Aufnahme eines Wickeldornes--6--dienen.
Der Wickeldorn --6-- ist zum Einlegen des zu wickelnden Drahtes--7--bestimmt.
Der ortsfeste Lagerbock--2-ist mit einer Planscheibe --8-- und einem Mitnehmer --9-- versehen, welche zur Verhinderung der Drehung des Wickeldornes--6--an dem Zapfen --4-- dienen.
Der Zapfen --10-- weist einen Ansatz-5-auf, an dem der Wickeldorn --6-- gehalten ist. Der Ansatz --5-- ist gegenüber dem Zapfen-10--axial verschiebbar.
Ausserdem ist auf dem Tragkörper --1-- ein längs der Achse der Zapfen bewegbarer Schlitten-11- angeordnet. Am Schlitten n11-- ist gleichachsig zu den Zapfen--4 und 10-- ein ringförmiges Gehäuse - feststehend angeordnet. Im ringförmigen Gehäuse --12n ist ebenfalls gleichachsig zu den Zapfen - 4 und 10-- eine vom Maschinenantrieb drehbare ringförmige Grundplatte n 13-- angebracht. Die kinematische Verbindung der drehbaren ringförmigen Grundplatte --13-- mit dem Maschinenantrieb erfolgt über ein mit der ringförmigen Grundplatte n 13n feststehend verbundenes Zahnrad --14--, Zahnräder - 15 und 16--, die auf der Getriebewelle --17-- sitzen, über ein Zahnrad --18--,
das auf dem ortsfesten Lagerbock --2-- der Wickelmaschine angeordnet ist, und ein Kettengetriebe --19--.
Auf der Grundplatte --13-- sind Halterungen --20-- unbeweglich befestigt, die dazu dienen, die Einlegeelemente n21-- für den zu wickelnden Draht beweglich aufzunehmen. Die Aufnahme der Einlegeelemente --21-- in den Halterungen --20-- gewährleistet ihre radiale Verschiebung bei der Einstellung der Wickelmaschine, bevor das Wickeln des Drahtes --7-- beginnt.
An einem Ende jedes Einlegeelementes--21-ist eine Antriebsrolle --22-- angebracht, die über eine Führung --23-- verstellt wird. Die Führung --23-- hat die Gestalt eines Bogens und ist auf dem ringförmigen Gehäuse --12-- angeordnet.
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Sobald die Antriebsrolle-22- (Fig. 3) auf die Führung --23-- aufgelaufen ist, beginnt sich der über die Reibkupplung --29-- (Fig. 2) mit der Antriebsrolle --22-- verbundene Nachschieber --25-- in der Pfeilrichtung zu drehen und schiebt der Spule --24-- den zu wickelnden Draht --7-- längs des Bogens --a-b-- nach, wodurch eine Windung mit entsprechendem Durchmesser geformt wird.
Der Nachschieber --25-- ist mit Gummi belegt, da die Reibungszahl von Gummi grösser als die Reibungszahl von Metall ist, was eine bessere Haftung des Nachschiebers --25-- mit dem Draht --7-- gewährleistet und damit das Rutschen des letzteren ausschliesst. Als Stütze für die zu formende erste Windung dient der Ring --32-- (Fig. 2), wobei als Stütze für die darauffolgenden zu wickelnden Windungen die jeweils früher gewickelten Windungen verwendet werden.
Läuft die Antriebsrolle --22-- (Fig. 3) von der Führung --23-- ab, so lösen sich die Einlegeelemente - 21- (Fig. 2) von der zu wickelnden Spule --24--, wodurch die Feder --27-- gedrückt und eine Stelle für die Zuführung des zu wickelnden Drahtes --7-- an den Wickeldorn --6-- freigemacht wird.
Nach dem Wickeln der Spule von der äusseren zur inneren Windung wird der Schlitten-11- (Fig. l) von der gewickelten Spule weggeführt und der zu wickelnde Draht --7-- von der letzten inneren Windung zu einer zum Wickeln einer nächsten Spule bestimmten Stelle übergeführt.
Beim Wickeln einer neuen Spule von der inneren zur äusseren Windung nehmen die Einlegeelemente --21-- und die Nachschieber-25-- keinen Anteil an der Arbeit. Sodann wiederholt sich das Arbeitsspiel.
Die erfindungsgemässe Wickelmaschine zur Herstellung von elektrischen fortlaufenden Wicklungen ohne Spulenumlegung ist in konstruktiver Hinsicht einfach und gewährleistet qualitätsgerechtes Wickeln von fortlaufenden Wicklungen ohne Spulenumlegung.
Dadurch, dass der Draht in die Einlegezone längs eines Bogens zugeführt und das Rutschen des Drahtes in den Einlegeelementen beseitigt wird, ist vermieden, dass weniger Draht, als erforderlich ist, eingelegt wird, d. h. es werden ein bestimmter Füllfaktor der Wicklung mit Draht und ihre qualitätsgerechten Kennwerte gewährleistet.
Die vorgeschlagene Wickelmaschine bietet die Möglichkeit, das Herstellungsverfahren von Wicklungen zu vereinfachen und durch Abschaffung solcher technologischer Operationen wie Umlegung der Spulen, Abschneiden und Löten der Drahtübergangsstellen die Arbeitsproduktivität um das zwei-bis dreifache zu steigern.
Dank der Vereinfachung des Aufbaus der Drahteinlegeelemente gestattet es die vorgeschlagene Wickelmaschine, die Einstellung auf das entsprechende Wicklungsmass zu beschleunigen.
Ausserdem bietet die Anwendung der erfindungsgemäss ausgeführten Wickelmaschine die Möglichkeit, Elektroisoliermaterial und Lötmetall zu sparen.
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