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Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine mit auf einer zur Kurbelwelle koaxialen, gesondert gelagerten Welle angeordneter, mit der Kurbelwelle über elastische Zwischenglieder körperschallisolierend und drehfest verbundener Keilriemenscheibe.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift 1526530 ist eine Sonderbauart einer solchen Brennkraftmaschine bekannt, bei welcher Hilfsaggregate und sonstiges Zubehör des Motors auf einem vom Motorblock getrennten
Geräteträger angeordnet sind. In einer speziellen Ausführung dieses bekannten Motors wird die Keilriemenwelle über eine Gelenkwelle mit zwei elastischen Kupplungen angetrieben, wobei eine Kupplung an dem aus dem
Steuerrädergehäuse des Motors herausragenden Vorderende der Kurbelwelle und die andere Kupplung auf der im
Geräteträger gelagerten Keilriemenscheibenwelle sitzt. Die beiden Kupplungen haben in erster Linie die Aufgabe,
Relativbewegungen des Motors aus seiner elastischen Lagerung gegenüber dem Geräteträger auszugleichen.
In zweiter Linie wirken diese Kupplungen zwar körperschallisolierend, wobei aber die motorseitig gelegene
Kupplung der Gelenkwelle über ihre starre Verbindung mit der Kurbelwelle von dieser eine beträchtliche
Körperschalleinleitung erfährt und deshalb eine relativ starke Geräuschquelle bildet. Im übrigen ist die bekannte
Anordnung mit vom Motor getrenntem Geräteträger nur in solchen Fällen anwendbar, wo genügend axiale
Einbaulänge zur Verfügung steht. Schliesslich sind im bekannten Fall auch gewisse Beschränkungen bezüglich des über die Gelenkwelle übertragbaren Drehmomentes in Kauf zu nehmen, weil die elastischen Kupplungsglieder sonst zu hohen Torsionsbeanspruchungen ausgesetzt würden.
Weiters ist es bekannt bei starr mit der Kurbelwelle verbundenen Keilriemenscheiben deren
Geräuschentwicklung durch Erhöhung der Eigendämpfung der Scheibe sowie durch Verschiebung der
Eigenschwingungen aus dem massgeblichen Frequenzbereich geringfügig zu verringern.
Weit stärker ist die akustische Wirkung einer schalldämmenden Verkleidung der Keilriemenscheibe, doch bereitet hier die schalldichte Durchführung der Keilriemen sowie die Abdichtung gegenüber dem
Steuerräderdeckel Schwierigkeiten.
Schliesslich ist es auch bekannt, eine Körperschallisolierung der Keilriemenscheibe gegenüber der
Kurbelwelle durch zweiteilige Ausbildung der Keilriemenscheibe vorzusehen, wobei die Nabe mit der Scheibe selbst durch zwischenvulkanisiertes Gummimaterial verbunden ist. Hauptnachteil dieser Lösung ist neben den hohen Herstellungskosten der Vulkanisierung vor allem die geringe Dauerfestigkeit der elastischen
Zwischenschicht infolge der ständigen Wechselbeanspruchung. Die elastische Zwischenschicht muss aus akustischen Gründen möglichst nahe an der Kurbelwelle angeordnet sein und ist deshalb hohen Belastungen ausgesetzt.
Die Erfindung verfolgt nun das Ziel, die Geräuschentwicklung der Keilriemenscheibe bei einer Brennkraftmaschine der eingangs genannten Art mit relativ einfachen Mitteln erheblich herabzusetzen, ohne die
Nachteile der bekannten Konstruktionen in Kauf nehmen zu müssen. Dabei soll vor allem die Belastung der zur Körperschallisolation verwendeten Bauteile herabgesetzt werden, um Defekte und die damit verbundenen Montagearbeiten möglichst auszuschliessen. Zur Lösung dieses Problems ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass sich die Keilriemenscheibe in an sich bekannter Weise an der Stirnseite des Motorgehäuses befindet und dass das Wellenlager der Keilriemenscheibe und die elastischen Zwischenglieder innerhalb des Motorgehäuses, insbesondere im Steuerrädergehäuse angeordnet sind.
Auf diese Weise gelingt es, unter Beibehaltung der freiliegenden Anordnung der Keilriemenscheibe an der Stirnseite des Motorgehäuses, die Geräuschentwicklung der Keilriemenscheibe stark zu reduzieren, da weder das aussenliegende Wellenende der Keilriemenscheibe noch diese selbst von der Kurbelwelle Körperschall empfängt. Das Motorgehäuse, insbesondere das Steuerrädergehäuse bietet dabei genügend Platz, um darin die elastischen Zwischenglieder in einem verhältnismässig grossen radialen Abstand von der gemeinsamen Achse der Kurbelwelle und der Riemenscheibenwelle anzuordnen, so dass weitaus grössere Drehmomente ohne überbeanspruchung der elastischen Zwischenglieder übertragen werden können.
Die Unterbrechung der Körperschalleitung innerhalb des Motor- bzw. Steuerrädergehäuses macht die bei einer andern bekannten Motorausführung auch schon angewendete Abdeckung der Keilriemenscheibe entbehrlich und es braucht auch bei der Konstruktion der Riemenscheibe selbst nicht auf akustische Gesichtspunkte Rücksicht genommen zu werden.
Gemäss einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung trägt die Kurbelwelle an dem dem Abschlussdeckel des Steuerrädergehäuses zugewendeten Ende in an sich bekannter Weise eine Mitnehmerscheibe mit aussermittig angeordneten Mitnehmerbolzen und die Riemenscheibenwelle am inneren Ende eine Antriebsscheibe, die in an sich bekannter Weise in aussermittigen, mit den Mitnehmerbolzen fluchtenden Vertiefungen je eine elastische Hülse enthält, in die die Mitnehmerbolzen eingreifen.
Aus der brit. Patentschrift Nr. 719, 095 ist zwar schon ein kraftübertragendes Element zum Antrieb von Hilfsmaschinen von der Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine bekannt, welches über einen dämpfenden Kupplungsteil verfügt, welcher aber ausserhalb des Kurbelgehäuses anzuordnen ist. Der Antrieb dieser kraftübertragenden Einrichtung erfolgt zunächst durch eine ausserhalb des Motorgehäuses mit dem Kurbelwellenende starr verbundene Nabe und erst von dort weg körperschallisoliert. Wellenende und Nabe sind demnach entsprechend starke Schallstrahler.
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Die letzterwähnte Ausführung der Erfindung bietet zahlreiche Variationsmöglichkeiten hinsichtlich der Grössenordnung der Mitnehmerscheibe und der Antriebsscheibe sowie der Grösse und Anzahl der elastischen Hülsen und der in diese eingreifenden Mitnehmerbolzen. Jedenfalls können auch relativ grosse Drehmomente bei hoher Lebensdauer der elastischen Hülsen übertragen werden.
Erfindungsgemäss ist es weiter von Vorteil, wenn die Mitnehmerscheibe mittels Schrauben an der Stirnseite der Kurbelwelle befestigt ist und einen das Kurbelwellenende umfassenden nabenartigen Fortsatz aufweist, der sich an dem auf der Kurbelwelle sitzenden, mit seiner inneren Stirnfläche an einem Absatz der Kurbelwelle anliegenden Steuerrad abstützt. Dadurch wird nicht nur die Mitnehmerscheibe in bezug auf die Kurbelwelle sorgfältig zentriert, sondern gleichzeitig die axiale Lagesicherung des auf der Kurbelwelle sitzenden Steuerrades in einfacher Weise bewerkstelligt.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die Zeichnung zeigt eine auf den erfindungswesentlichen Bereich beschränkte Seitenansicht einer Brennkraftmaschine nach der Erfindung, teilweise im Längsschnitt.
Bei der im wesentlichen nur im Umriss gezeigten Brennkraftmaschine--l--ist die zum Antrieb des
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Die Riemenscheibenwelle-5-trägt an ihrem inneren Ende eine Antriebsscheibe-12-, die an ihrer inneren Stirnseite eine Anzahl aussermittig angeordneter zylindrischer Vertiefungen besitzt, die je eine körperschallisolierende Hülse --13-- enthalten.
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trägt, welche mit den zylindrischen Vertiefungen der Antriebsscheibe--12--fluchten und in die darin befindlichen elastischen Hülsen --13-- eingreifen. Die Mitnehmerscheibe --14-- ist an der Stirnseite der Kurbelwelle --4-- mittels Schrauben --16-- befestigt.
Sie besitzt einen auf das Kurbelwellenende aufgeschobenen nabenartigen Fortsatz--17--, welcher sich mit seiner inneren Stirnfläche auf dem auf der Kurbelwelle--4--sitzenden Steuerrad--18--abstützt. Das Steuerrad --18-- liegt seinerseits an einem Absatz--19--der Kurbelwelle--4--an und wird daher von der Mitnehmerscheibe --14-- gegen axiale Verschiebung gesichert.
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Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel, sondern lässt auch verschiedene Abwandlungen, insbesondere hinsichtlich der Anordnung und Formgebung der zwischen die Kurbelwelle und die Riemenscheibenwelle eingeschalteten elastischen Zwischenglieder zu. So können beispielsweise die Mitnehmerbolzen und die mit ihnen korrespondierenden elastischen Hülsen radial in bezug auf die Kurbelwellenachse angeordnet werden. Die körperschallisolierende Verbindung der Kurbelwelle mit der Riemenscheibenwelle kann aber auch über eine nach Art einer Hardyscheibe gestalteten Scheibe aus elastischem Material erfolgen, die mit der Kurbelwelle einerseits und mit der Riemenscheibenwelle anderseits durch radiale Armsterne od. dgl. verbunden ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Brennkraftmaschine mit auf einer zur Kurbelwelle koaxialen, gesondert gelagerten Welle angeordneter, mit der Kurbelwelle über elastische Zwischenglieder körperschallisolierend und drehfest verbundener
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bekannter Weise an der Stirnseite des Motorgehäuses befindet und dass das Wellenlager (8) der Keilriemenscheibe (3) und die elastischen Zwischenglieder (13) innerhalb des Motorgehäuses, insbesondere im Steuerrädergehäuse (7), angeordnet sind.
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