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Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine mit innerer Gemischbildung, insbesondere Dieselmotor, mit zwei Einlassventilen je Zylinder, die nebeneinander und zumindest annähernd symmetrisch in bezug auf eine die
Zylinderachse enthaltende Ebene im Zylinderkopf angeordnet sind.
Eine Brennkraftmaschine dieser Art ist beispielsweise in der deutschen Patentschrift Nr. 414 878 beschrieben. Bei diesem bekannten Motor werden die beiden Einlassventile von einem gemeinsamen Einlasskanal gespeist, welcher zwischen den beiden Auslassventilen hindurchgeht und sich etwa über der Mitte des betreffenden Zylinders in zwei Kanaläste gabelt, die in etwa radialer Richtung bezüglich der Zylinderachse zu den Einlassventilen führen. Durch diese Anordnung soll die Wärmebelastung des Zylinderkopfes reduziert werden.
In strömungstechnischer Hinsicht ergibt sich aber der Nachteil, dass die Luft aus den beiden Einlassventilen radial nach aussen in den Zylinder übertritt und dabei zum grössten Teil die benachbarte Zylinderinnenwand anströmt.
Der Erfindung liegt demgegenüber eine andersgeartete Aufgabenstellung zugrunde, nämlich die Schaffung einer Brennkraftmaschine dieser Gattung, bei der die Zylinderladung zwecks Beschleunigung der Gemischbildung und Optimierung des Verbrennungsvorganges in starke Turbulenz versetzt werden soll. Nach den neueren
Erkenntnissen im Motorenbau kann durch die Erzeugung einer starken Turbulenz der Verbrennungsluft der
Schadstoffgehalt in den Abgasen erheblich reduziert werden.
Zur Lösung der erfindungsgemässen Aufgabe ist vorgesehen, dass zur Bildung von in an sich bekannter
Weise im Zylinder bezüglich der Zylinderachse im entgegengesetzten Drehsinn strömenden Teilluftströmen auch die beiden Einlasskanäle etwa symmetrisch bezüglich der die Zylinderachse enthaltenden Ebene angeordnet sind, und dass sich beide Einlasskanäle und Einlassventile bezüglich einer zur Symmetrieebene normalen die
Zylinderachse enthaltenden Mittelebene des Zylinders auf derselben Zylinderkopfseite befinden, so dass die Einlasskanäle gegen die Zylindermitte oder tangential zu einer gedachten, zur Zylinderachse konzentrischen
Zylinderfläche gerichtet sind.
Dieser Ausbildung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die in Richtung der Zylinderachse wirksamen
Luftbewegungen während der Verdichtung stark abgebremst werden, so dass für einen günstigen Einfluss auf die
Geschwindigkeit der Gemischbildung und der Verbrennung neben einer Rotation der Zylinderladung um die
Zylinderachse vor allem die Wirbelbildung um parallele Achsen massgeblich ist.
Durch die erfindungsgemässe Anordnung der Einlasskanäle und-ventile wird nun die Bildung solcher Wirbel auf ein Höchstmass verstärkt, da ein Zusammenprall von Teilströmen gleichen, aber entgegengesetzt gerichteten
Dralles um die Zylinderachse erfolgt, bei dem die Turbulenz im Zylinder ihre maximale Stärke annimmt, wogegen der resultierende Drall bis auf Null abnimmt. Durch eine gewisse Abweichung von der streng symmetrischen Anordnung kann man allerdings auch Systeme mit hoher Turbulenz und mit verhältnismässig geringem resultierendem Drall im Sinne des den stärkeren Drall aufweisenden Teilstromes erhalten.
Die erfindungsgemässe Anordnung der Einlasskanäle und-ventile eignet sich vor allem für
Verbrennungssysteme, bei denen eine gute Aufteilung des Kraftstoffes auf den Brennraum durch eine grosse Zahl von Düsenbohrungen der meist zentral im Brennraum sitzenden Einspritzdüse gegeben ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann es sich als vorteilhaft erweisen, beide Einlasskanäle in an sich bekannter Weise als spiegelbildlich geformte Schrägkanäle auszubilden. Der besondere Vorteil dieser Ausführung liegt in dem verhältnismässig geringen Raumbedarf der Schrägkanäle, was sich in erster Linie durch eine verminderte Bauhöhe des Zylinderkopfes auswirkt. Ausserdem zeichnen sich Schrägkanäle durch ihre strömungsgünstige und verlustarme Formgebung aus.
Wenn hiebei nach einem weiteren Erfindungsmerkmal die beiden Einlasskanäle zumindest im ventilnahen Bereich in einander entgegengesetzten Richtungen verlaufen, findet der Zusammenprall der über die beiden Einlasskanäle in den Zylinder eintretenden Teilluftströme vorwiegend im Bereich zwischen diesen beiden Ventilen statt, so dass vor allem in dieser Zone eine starke Turbulenz wirksam wird.
Es besteht weiters aber auch die Möglichkeit, die Zone stärkster Turbulenz in den mittleren Bereich des Zylinders zu verlegen, wenn erfindungsgemäss die beiden Einlasskanäle in an sich bekannter Weise zumindest angenähert gegen die Zylinderachse gerichtet sind. Eine solche Anordnung hat u. a. auch den Vorteil, dass man bei Reihenbrennkraftmaschinen, bei welchen sämtliche Einlassventile auf derselben Motorseite angeordnet sind, die einander benachbarten Einlasskanäle zweier nebeneinanderliegender Zylinder leicht und raumsparend an einen gemeinsamen Zulaufkanal anschliessen kann.
Aus der deutschen Patentschrift Nr. 675606 ist zwar ein Zylinderkopf mit schräg hängenden Ventilen und mit den Zylinderkopf in etwa paralleler Anordnung zur Zylinderachse durchsetzenden Gaswechselkanälen bekannt, bei dem jeweils zwei gleichartige Gaswechselkanäle einander bezüglich der Zylinderachse diametral gegenüberliegen. Von den beiden Einlasskanälen kann aber kaum eine Beeinflussung der Drehung der Zylinderladung, geschweige denn eine gegensinnig gerichtete Drallströmung im Zylinder bewirkt werden.
Turbulenz im Sinne der Erfindung tritt im bekannten Fall nicht auf.
In Fällen, wo anderweitige konstruktive Gesichtspunkte, beispielsweise die Anordnung der Einspritzdüse, eine Entstehung der Turbulenz in dem den Einlassventilen gegenüberliegenden Zylinderbereich zweckmässig erscheinen lassen, können in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die in an sich bekannter Weise von einem gemeinsamen Zulaufkanal abzweigenden, divergierend zu den Einlassventilen verlaufenden Einlasskanäle etwa
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tangential zu einer zur Zylinderachse konzentrischen, die Ventilachsen enthaltenden Zylinderfläche verlaufen.
Diese Konstruktion zeichnet sich durch einen geringen Raumbedarf für das Einlasskanalsystem aus, so dass erforderlichenfalls zusätzlicher Bauraum für die Unterbringung grösserer Kühlwasserräume, für Stossstangen- durchtritte usw., zur Verfügung steht.
Prinzipiell ist es aber auch möglich, gemäss einer andern Ausführungsform der Erfindung, beide
Durchlasskanäle als spiegelbildlich geformte Spiralkanäle auszubilden. Da bekanntlich bei Spiralkanälen die Luft im Vergleich zu Schrägkanälen über einen weitaus grösseren Umfangsbereich des Ventilspaltes in den Zylinder austritt, kommt es im Bereich der Symmetrieebene der Einlassventile an zahlreichen Stellen zu einem
Zusammenprallen kleinerer Teilströme, so dass Wirbel praktisch über den gesamten Durchmesserbereich des
Zylinders entstehen.
In Weiterbildung dieser Ausführung können nach der Erfindung die beiden Spiralkanäle in einander entgegengesetzten Richtungen verlaufen. Eine solche Anordnung der Spiralkanäle kann beispielsweise bei
Einzylinder-Brennkraftmaschinen aus grundsätzlichen konstruktiven Erwägungen von Vorteil sein.
Erfindungsgemäss ist aber auch eine Anordnung möglich, bei der die beiden Spiralkanäle an einen gemeinsamen Zulaufkanal angeschlossen sind. Es ergeben sich dann auch bei Anwendung von Spiralkanälen ähnlich günstige platzsparende Verhältnisse wie bei paarweise an einen Zulaufkanal angeschlossenen
Schrägkanälen.
Schliesslich kann nach der Erfindung der zum Ventilsitz hin abfallende spiralförmig gewundene Abschnitt jedes der beiden Spiralkanäle durch eine gegen die Ventilachse gerichtete, gegebenenfalls bis nahe an den
Ventilsitz heranreichende Zunge od. dgl. unterteilt sein. Solche Zungen od. ähnl. Einbauten im spiralförmigen
Abschnitt des Spiralkanals bewirken eine Aufteilung der den einzelnen Ventilen zuströmenden Verbrennungsluft in wenigstens zwei Teilströme, welche im Zylinder in entgegengesetztem Drehsinn strömen. Mit der Formgebung und Anordnung dieser Zunge hat man ein sehr brauchbares Mittel, um die Richtung und die Stärke dieser
Teilströme zu beeinflussen und damit eine beliebige Verteilung der Wirbelzonen im Zylinder zu erreichen.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Die schematischen Zeichnungen beschränken sich auf den erfindungswesentlichen Bereich. Es zeigen :
Fig. 1 einen Horizontalschnitt einer ersteren Ausführungsform einer Brennkraftmaschine nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. l, Fig. 3 einen Horizontalschnitt einer andern Motorausführung nach der Erfindung, Fig. 4 den Horizontalschnitt einer Mehrzylinder-Brennkraftmaschine nach der Erfindung,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 4, Fig. 6 eine andere Mehrzylinder-Brennkraftmaschine der erfindungsgemässen Bauart im Horizontalschnitt, Fig. 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung im Horizontalschnitt, Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie VIII-VIII in Fig. 7, und die Fig.
9 bis 12 je einen weiteren Horizontalschnitt verschiedener Brennkraftmaschinen der erfindungsgemässen Bauart.
Bei sämtlichen Ausführungsbeispielen der Erfindung handelt es sich um Vierventil-Brennkraftmaschinen mit innerer Gemischbildung, bei welchen sowohl die beiden Einlassventile-l-als auch die beiden Auslassventile --2-- jeweils paarweise nebeneinander angeordnet sind. Die Achsen-3-der Einlassventile-l--und die Achsen--4--der Auslassventile-2--liegen symmetrisch in bezug auf eine die Zylinderachse--S-enthaltende Normalebene--6--des Motors. Die Innenkontur jedes Zylinders ist durch die strichpunktierte Linie--7--angedeutet.
Bei dem Zylinderkopf nach Fig. 1 und 2 sind die beiden Einlasskanäle--8--als Schrägkanäle ausgebildet, welche von derselben Seitenwand des Zylinderkopfes --9-- ausgehen und die bogenförmig zur Normalebene --6-- hin gekrümmt sind.
Wie Fig. 2 zeigt, fallen die Einlasskanäle--8--mit verhältnismässig geringer Neigung zum Ventilsitzring --10-- ab. An der unteren Kanalwand ist knapp oberhalb des Ventilsitzringes--10--eine Abreisskante --11-- gebildet.
Die Pfeile--12--in Fig. l veranschaulichen die in bezug auf die Normalebene --6-- symmetrischen Strömungskomponenten der über die beiden Einlassventile--l--in den Zylinder einströmenden Verbrennungsluft. Es kommt zu einem Aufeinanderprallen der einander entgegengesetzt gerichteten Strömungskomponenten --12-- unter Bildung starker Turbulenz der Zylinderladung, wodurch die Gemischbildung und die Raschheit der Verbrennung erheblich gefördert werden. Zufolge der symmetrischen Strömungsverhältnisse wir ; die Ausbildung eines resultierenden Dralles der Verbrennungsluft um die Zylinderachse --5-- unterdrückt.
Die Zylinderkopfausführung nach Fig. 3 unterscheidet sich vom vorgenannten Ausführungsbeispiel im wesentlichen dadurch, dass die beiden Einlasskanäle--8--geradlinig und einander entgegengesetzt verlaufen. Die entstehenden Strömungsverhältnisse stimmen weitgehend mit denen des vorgenannten Ausführungsbeispieles überein. Abweichende Strömungsverhältnisse ergeben sich, wenn die Einlasskanäle, wie in Fig. 3 mit gestrichelten Linien eingezeichnet, schräg zueinander angeordnet werden. So wird das Zentrum der Wirbelbildung bei einer schrägen, aber spiegelbildlichen Anordnung der Einlasskanäle--8'--gegen die Zylindermitte hin verlagert, ohne dass es zur Ausbildung eines resultierenden Dralles der Zylinderladung kommt.
Wird hingegen einer der Einlasskanäle entsprechend der Darstellung--8"--und der gegenüberliegende Einlasskanal gemäss --8'--
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ausgeführt, so entsteht infolge der seitlichen Versetzung der zueinander parallelen Einlasskanäle --8' und 8"-ausser der beabsichtigten Turbulenz auch noch eine geringe resultierende Drehbewegung der Zylinderladung.
Die Fig. 4 und 5 zeigen die Anwendung des Erfindungsgedankens bei einer Mehrzylinder-Brennkraftmaschine. Die Anordnung der Ventile ist hiebei so getroffen, dass die Einlassventile-l-benachbarter Zylinder einander unmittelbar gegenüberliegen. Die Einlassventile--l--wie auch die Auslassventile--2-- sind bezüglich der Normalebene --6-, die zugleich die Längsmittelebene des Motors darstellt, spiegelbildlich
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--6-- verlaufendePfeile--14--veranschaulichen die Strömung der Verbrennungsluft während des Ansaugtaktes des in der rechten Bildhälfte von Fig. 4 ersichtlichen Zylinders. Zu diesem Zeitpunkt sind die Einlassventile --1-- des in der linken Bildhälfte ersichtlichen Zylinders geschlossen.
Während der Verbrennungsluft über den in der rechten
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vorgesehenen Verbindungskanal --15-- und den Krümmer --13-- Verbrennungsluft zu dem in der rechten Bildhälfte oberhalb der Normalebene --6-- gelegenen Einlassventil --1--. Im rechten Zylinder ergeben sich ähnliche Strömungsverhältnisse mit starker Turbulenz und ohne resultierenden Drall, wie im Zusammenhang mit Fig. l beschrieben.
Nach dem Schliessen der Einlassventile des rechten Zylinders und öffnen der Einlassventile des linken Zylinders kehrt sich die Strömungsrichtung der Verbrennungsluft im Krümmer --13-- um und der Einströmvorgang für den linken Zylinder läuft in derselben Weise, wie für den rechten Zylinder beschrieben, ab.
Fig. 6 zeigt gleichfalls die Anwendung des erfindungsgemässen Prinzips bei einer Mehrzylinder-Brennkraftmaschine, bei der jedoch sämtliche Einlassventile--l--auf derselben Seite des Zylinderkopfes in Reihe angeordnet sind. Auch hier sind sowohl die Einlassventile--l--als auch die Auslassventile --2-- jedes Zylinders spiegelbildlich in bezug auf Normalebenen--6--angeordnet, welche zur Längsmittelebene--16-- des Motors senkrecht stehen.
Die Besonderheit dieser Konstruktion besteht darin, dass die beiden Einlasskanäle--8--jedes Zylinders annähernd in radialer Richtung in bezug auf die Zylinderachse--5--verlaufen, wobei die benachbarten Einlasskanäle--8--nebeneinanderliegender Zylinder jeweils an einen gemeinsamen Zulaufkanal--17-- angeschlossen sind.
Infolge des annähernd radialen Verlaufes der als Schrägkanäle ausgebildeten Einlasskanäle--8--ergeben sich gegenüber den vorgenannten Ausführungsbeispielen insoferne abweichende Strömungsverhältnisse im Zylinder, als sich die Strömungskomponenten --12-- über den Zylinderquerschnitt im wesentlichen gleichmässig verteilen, so dass ein Zusammenprall von Teilströmen unter Ausbildung von Turbulenz praktisch über den gesamten Bereich des in der Normalebene --6-- gelegenen Zylinderquerschnittes erfolgt.
Bei dem Zylinderkopf nach Fig. 7 und 8 ist für die beiden Einlassventile--l--ein gemeinsamer Zulaufkanal--17--vorgesehen, von welchem die ebenfalls als Schrägkanäle ausgeführten Einlasskanäle --8-divergierend abzweigen. Im ventilnahen Bereich weisen die beiden Einlasskanäle--8--eine Richtung auf, welche mit einer im Grundriss durch die Ventilachse--3--und die Zylinderachse--5--gelegten Verbindungslinie --18- einen rechten Winkel einschliesst. Die Pfeile--12--veranschaulichen die aus der
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wird durch die vorgesehene Anordnung eine Verlagerung der Strömungskomponenten und damit der Zone starker Turbulenz in die den Einlassventilen --1-- gegenüberliegende Zylinderhälfte erreicht.
Die Zylinderkopfausbildung nach Fig. 7 und 8 zeichnet sich auch durch ihren besonders geringen Raumbedarf für die Unterbringung des Einlasskanalsystems aus.
Abweichend von den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen werden bei den Zylinderkopfkonstruktionen nach Fig. 9 bis 12 als Einlasskanäle Spiralkanäle --19-- verwendet. Spiralkanäle sind einer verstärkten Wirbelbildung insoferne förderlich, als die Verbrennungsluft über den Ventilspalt in einem weitaus grösseren Umfangsbereich austritt, als dies bei Schrägkanälen der Fall ist.
Bei dem Zylinderkopf nach Fig. 9 verlaufen die beiden Spiralkanäle-19--im wesentlichen in einander entgegengesetzten Richtungen. Der Zusammenprall der Strömungskomponenten --12-- erfolgt auch hier im wesentlichen im Bereich der Normalebene --6-- in angenähert gleichmässiger Verteilung über den Querschnitt des Zylinders. In ähnlicher Weise wie bei der Schrägkanalanordnung nach Fig. 6 entstehen an jedem der beiden Einlassventile in bezug auf die Zylinderachse--5--rechtsdrehende als auch linksdrehende Strömungskomponenten--12--.
Die Ausführung nach Fig. 10 unterscheidet sich von der Konstruktion nach Fig. 9 im wesentlichen durch den umgekehrten Windungssinn des spiralförmig zum Ventilsitz hin abfallenden Abschnittes --10-- der beiden Spiralkanäle--19--. Die Strömungsverhältnisse im Zylinder sind annähernd dieselben wie beim Zylinderkopf nach Fig. 9, wobei lediglich ein etwas kleinerer Winkel zwischen den in Wandnähe austretenden Strömungskomponenten --12-- und der Zylinderinnenwand --7-- erreicht wird.
Fig. 11 zeigt den Anschluss zweier in bezug auf die Normalebene --6-- spiegelbildlich angeordneter
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Spiralkanäle-19-an einen gemeinsamen, radial verlaufenden Zulaufkanal-17--. Auch hier verteilen sich die Entstehungszentren der verstärkten Turbulenz ziemlich gleichmässig über den gesamten Querschnitt des Zylinders.
Bei der Zylinderkopfbauart nach Fig. 12 ist gegenüber dem vorerwähnten Ausführungsbeispiel der Windungssinn der spiralförmigen Kanalabschnitte --20-- umgekehrt. Man erkennt deutlich, dass durch die vorgesehene Ausbildung sowohl des Einlass- als auch des Auslasskanalsystems der vorhandene Bauraum sehr gut ausgenutzt wird, so dass genügend Platz für die Unterbringung der insgesamt 8 Schraubenbutzen --21-- für die nicht dargestellten Zylinderkopf-Befestigungsschrauben, aber auch für relativ grosse Kühlwasserräume zur Verfügung steht.
Die Besonderheit der Einlasskanalanordnung nach Fig. 12 besteht darin, dass der spiralförmige Kanalabschnitt--20--jedes Einlassventils--l--durch eine gegen die Ventilachse --3-- gerichtete Zunge --22-- unterteilt ist, welche bis nahe an den Ventilsitz heranreichen kann und die die Aufgabe hat, die über den Einlasskanal-8--eintretende Verbrennungsluft in wenigstens zwei ausgeprägte Teilströme aufzuspalten.
Diese Massnahme trägt ebenfalls zu einer verstärkten Wirbelbildung im Zylinder bei.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Brennkraftmaschine mit innerer Gemischbildung, insbesondere Dieselmotor, mit zwei Einlassventilen je Zylinder, die nebeneinander und zumindest annähernd symmetrisch in bezug auf eine die Zylinderachse
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in an sich bekannter Weise im Zylinder (7) bezüglich der Zylinderachse (5) im entgegengesetzten Drehsinn strömenden Teilluftströmen auch die beiden Einlasskanäle (8 ; 19) etwa symmetrisch bezüglich der die Zylinderachse (5) enthaltenden Ebene (6) angeordnet sind, und dass sich beide Einlasskanäle (8 ; 19) und Einlassventile (1) bezüglich einer zur Symmetrieebene (6) normalen, die Zylinderachse (5) enthaltenden Mittelebene des Zylinders (7) auf derselben Zylinderkopfseite befinden, so dass die Einlasskanäle (8 ;
19) gegen die Zylindermitte oder tangential zu einer gedachten, zur Zylinderachse (5) konzentrischen Zylinderfläche gerichtet sind.
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