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Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur gemeinsamen Betätigung von wenigstens zwei Ventilen, insbesondere Regelventilen für Brennstoff- und Verbrennungsluftleitungen an Feuerungsanlagen, bei welcher
Anordnung die Ventilspindeln der einzelnen Ventile, die vorzugsweise verschiedene Nennweite aufweisen und für verschiedene Medien vorgesehen sind, und das Steuerelement einer gemeinsamen Betätigungseinrichtung, beispielsweise eines Kolbenantriebes, in einer gemeinsamen geometrischen Achse zueinander fluchtend angeordnet sind.
Es sind verschiedene Anordnungen zum gemeinsamen Betätigen von mehreren Ventilen bekannt. Es ist beispielsweise bekannt, die Ventile im Abstand nebeneinander anzuordnen und durch ein Hebelsystem mit einem gemeinsamen Betätigungselement zu verbinden. Diese Anordnung ist infolge der verschiedenen beweglichen Teile des Hebelsystems überaus störungsanfällig und erfordert beträchtlichen Raum (deutsche Patentschrift Nr. 962128 und Nr. 922504).
Weiters ist eine Ventilanordnung zum Öffnen und Schliessen von zwei Ventilen bekannt, deren Spindeln in einer gemeinsamen geometrischen Achse zueinander fluchtend angeordnet sind. Die beiden Ventilspindeln sind hiebei starr miteinander verbunden (österr. Patentschrift Nr. 60297).
Schliesslich ist eine Vorrichtung zur zeitabhängigen Steuerung von zwei Ventilen bekannt, die zueinander koaxial angeordnet sind, wobei gegebenenfalls auch das Betätigungselement in dieser gemeinsamen Achse angeordnet wird. Die Ventilspindeln der beiden Ventile sind hiebei einstückig ausgebildet, wobei auf diesem Teil eine Membrane aufgesetzt ist, oder durch eine Schraubverbindung miteinander fest verbunden, wobei eine der Spindeln in einem der Ventilteller mit axialem Spiel frei verschiebbar gelagert ist (deutsche Offenlegungsschrift 1401768).
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Anordnung mit kompaktem Aufbau und grosser Betriebssicherheit zu schaffen.
Dies wird gemäss der Erfindung bei einer Anordnung der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass die Ventilspindeln der einzelnen Ventile mittels einer drehfesten, in axialer Richtung jedoch elastischen Kupplung, beispielsweise einer Gummischeibenkupplung, eines Silentblockes oder einer Mitnehmerverbindung mit gegeneinander abgestützten Tellerfedern miteinander verbunden sind.
Wesentlich ist hiebei, dass die einzelnen, baulich voneinander getrennten Ventile in einem festen Verhältnis gleichzeitig geöffnet bzw. geschlossen werden können. Dies ist insbesondere für Regelventile in den Brennstoffund Verbrennungsluftleitungen zu Feuerungsanlagen von grosser Bedeutung. Bei diesen Anordnungen ist ein festes Verhältnis zwischen Brennstoffmenge und Verbrennungsluftmenge gegeben. Ausserdem können Wärmedehnungen der Ventilspindeln ausgeglichen und das nahezu gleichzeitige Schliessen der einzelnen Ventile gewährleistet werden.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Ventilspindeln in der elastischen Kupplung axial verstellbar befestigt sind. Dadurch kann die Schliessbewegung der Ventile optimal aufeinander abgestimmt werden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen, die Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes zeigen, näher beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemässe Anordnung zum gemeinsamen Betätigen von zwei Ventilen, Fig. 2 die elastische Kupplung der Anordnung nach Fig. 1 in vergrössertem Massstab und Fig. 3 und 4 andere Bauformen von elastischen Spindelkupplungen.
Bei der Anordnung nach Fig. 1 werden durch eine als Kolbenantrieb ausgebildete Betätigungseinrichtung - -1-- zwei Ventile--2, 3--gemeinsam betätigt. Die Ventile--2, 3--sind im Abstand übereinander
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Nennweite und wird in Richtung des Pfeiles--5--von Brennstoff, beispielsweise öl oder Gas, durchströmt.
Die Ventilspindeln--6 bzw. 7a bis 7c--der Ventile--2, 3--sind zueinander fluchtend angeordnet. Die Ventilspindel--6--des Ventiles--2--ist hiebei mit der den Kolben --8-- tragenden Kolbenstange der Betätigungseinrichtung-l--einstückig ausgebildet. Die Ventilspindel zum Betätigen des Ventiles--3-besteht aus drei Einzelteilen--7a, 7b und 7c--. Der Teil--7a--ist mit dem Ventilteller des Ventiles --2--, in dem die Ventilspindel--6--eingeschraubt ist, einstückig ausgebildet und über eine drehfeste, in
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--9-- in--2 bzw. 3--sind 0-Ringe--13, 14--vorgesehen.
Die elastische Kupplung der Anordnung nach Fig. 1 ist in Fig. 2 in vergrössertem Massstab dargestellt. Die Kupplung--12--besteht aus zwei, durch eine Gummiplatte--15--miteinander verbundenen Scheiben --16, 17--mit zueinander fluchtenden Gewindebohrungen, in welche die Spindelteile--7a und 7b-eingeschraubt sind.
Eine andere Ausführungsform einer elastischen Kupplung ist in Fig. 3 dargestellt : Im Ventilspindelteil --7a-- ist am unteren Ende eine quer zur Spindelachse verlaufende Nut--18--ausgebildet, in die ein
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--19-- des Ventilspindelteiles --7b-- eingreift.Tellerfedern--20, 21--angeordnet, die die gewünschte Elastizität in Axialrichtung gewährleisten.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist die elastische Kupplung als Silentblock-22--, d. h. als ein aus Gummi bestehender Körper, in den Gewindehülsen oder Gewindebolzen einvulkanisiert sind, ausgebildet.
Die Erfindung wird insbesondere zur gemeinsamen Betätigung der Regelventile in den Brennstoff- und Verbrennungsluftleitungen zu Feuerungsanlagen, wie Industrieöfen, Heizanlagen usw. verwendet ; hiebei sind baulich voneinander getrennte Regelventile für verschiedene Medien vorgesehen, die in einem vorgegebenen festen Verhältnis der Feuerungsanlage zuzuführen sind. Als Betätigungseinrichtung kommen vor allem druckluftgesteuerte Zylinder in Betracht.
Wenn zwei Ventile verschiedener Nennweite vorhanden sind, wird bevorzugt, dass das Ventil mit grösserer Nennweite im Abstand oberhalb des Ventiles mit kleinerer Nennweite angeordnet ist. Diese Bauform wird aus konstruktiven Gründen gewählt. Es ist nämlich einfacher, die Spindel für das Ventil kleinerer Nennweite durch das Gehäuse des Ventiles grösserer Nennweite hindurchzuführen als umgekehrt. Überdies wird ein den Schliesskräften entsprechender, optimaler Kraftverlauf durch die Ventilspindeln erhalten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur gemeinsamen Betätigung von wenigstens zwei Ventilen, insbesondere Regelventilen für Brennstoff- und Verbrennungsluftleitungen an Feuerungsanlagen, bei welcher Anordnung die Ventilspindeln der einzelnen Ventile, die vorzugsweise verschiedene Nennweite aufweisen und für verschiedene Medien vorgesehen sind, und das Steuerelement einer gemeinsamen Betätigungseinrichtung, beispielsweise eines Kolbenantriebes, in einer gemeinsamen geometrischen Achse zueinander fluchtend angeordnet sind, dadurch ge- k e n n z e i c h n e t, dass die Ventilspindeln (6,7) der einzelnen Ventile (2,3) mittels einer drehfesten, in axialer Richtung jedoch elastischen Kupplung, beispielsweise einer Gummischeibenkupplung (12), eines Silentblockes (22)
oder einer Mitnehmerverbindung mit gegeneinander abgestützten Tellerfedern (20,21) miteinander verbunden sind.
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