AT317071B - Verfahren zum Herstellen eines Zuschlagstoffes für Beton oder Mörtel unter Verwendung von Abfallstoffen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines Zuschlagstoffes für Beton oder Mörtel unter Verwendung von Abfallstoffen

Info

Publication number
AT317071B
AT317071B AT277172A AT277172A AT317071B AT 317071 B AT317071 B AT 317071B AT 277172 A AT277172 A AT 277172A AT 277172 A AT277172 A AT 277172A AT 317071 B AT317071 B AT 317071B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
slag
waste
concrete
grain size
Prior art date
Application number
AT277172A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Thermocrete Baupatente Verwert
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Thermocrete Baupatente Verwert filed Critical Thermocrete Baupatente Verwert
Priority to AT277172A priority Critical patent/AT317071B/de
Priority to DE2254750A priority patent/DE2254750A1/de
Priority to DD16983973A priority patent/DD104282A5/xx
Priority to US05/345,947 priority patent/US3957528A/en
Priority to GB1545273A priority patent/GB1418534A/en
Priority to FR7311688A priority patent/FR2178245A1/fr
Priority to IT2242573A priority patent/IT981802B/it
Application granted granted Critical
Publication of AT317071B publication Critical patent/AT317071B/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B18/00Use of agglomerated or waste materials or refuse as fillers for mortars, concrete or artificial stone; Treatment of agglomerated or waste materials or refuse, specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone
    • C04B18/04Waste materials; Refuse
    • C04B18/06Combustion residues, e.g. purification products of smoke, fumes or exhaust gases
    • C04B18/10Burned or pyrolised refuse
    • C04B18/108Burned or pyrolised refuse involving a melting step
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/91Use of waste materials as fillers for mortars or concrete

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Gasification And Melting Of Waste (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 wendung von überwiegend   organischen Abfallstoffen, wie Müll, Klärschlamm od. dgl.,   bei dem die festen
Rückstände aus der Verbrennung dieser Abfallstoffe, gegebenenfalls unter Zugabe von Schmelzhilfen, wie Kalk, oder andern, zur Einstellung der gewünschten Schlackenzusammensetzung dienenden Zusatzmaterialien, wie   ) Quarzsand, Eisenoxydabfâlle od. dgi., vollstandigaufgeschmoizen   werden. 



   Die Beseitigung des in   Siedlungsballungsräumen   in immer grösser werdenden Mengen anfallenden Mülls ist ein Problem von ständig zunehmender Bedeutung. Es ist heute vielfach kein zur Ablagerung von Müll geeigneter
Raum vorhanden. Auch die   Mfillablagerung   im Meer wird bald nicht mehr möglich sein, da die Verschmutzung des Meerwassers schon heute ein gefährliches Ausmass erreicht hat. Aus diesen Gründen und da die Zerstörung ) der Landschaft und die Verschmutzung des Grundwassers durch Müllablagerungen nicht mehr länger in Kauf ge- nommen werden können, werden in zunehmendem Masse Müllverbrennungsanlagen errichtet. 



   Es ist in diesem Zusammenhang vorgeschlagen worden, die Rückstände aus der Verbrennung des Mülls, die sogenannte   Müllschlacke   bzw. Müllasche, ohne weitere Aufbereitung als Baustoff, vor allem als Zusatz zu
Beton zu verwenden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese unaufbereitete Müllschlacke als Betonzusatz praktisch unbrauchbar ist, da sie viele unverbrannte Bestandteile bzw. Schwefel und Chlor enthält, welche im fertigen 
 EMI1.2 
 usblühungschädliche Bestandteile, wie z. B. Flaschenglas, enthalten sein, die zu einer ungleichmässigen Zusammen- setzung und zu einer Verringerung der Festigkeit des Betons führen. 



   Es ist weiters bekannt, die   Müllschlacke   zu zerkleinern und mit Staubkohle gemischt zu sintern. Für das Sintern werden dabei grosse Mengen an Staubkohle benötigt. Das anfallende Sintermaterial, das anschliessend gebrochen wird, weist eine grobporige Oberfläche, verschiedenste Kornformen, eine uneinheitliche chemische
Zusammensetzung und betonschädliche Bestandteile, wie Glasbruch auf, so dass es nur zum Herstellen von Beton brauchbar ist, an den keine hohen Anforderungen gestellt werden. Durch das Sintern ist auch kein vollständiges
Vermischen der Bestandteile möglich, so dass die Festigkeit und die   Wärmedämmungseigenschaften   des Betons häufig zu wünschen übrig lassen. 



   Schliesslich ist es auch bekannt, die Rückstände aus Industriemüllverbrennungsanlagen einzuschmelzen. Zu diesem Zweck sind bereits verschiedene Schmelz- bzw. Flammkammeröfen vorgeschlagen worden, mit denen eine ablagerungsfähige Schmelzschlacke erzeugt wird. Diese Schmelzschlacke, die zumeist in Form von Bruch- stücken vorliegt, wird unaufbereitet abgelagert oder als Füllstoff für den Wegebau verwendet. 



   Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren zur Verwertung von Abfall- stoffen zu schaffen, das die Gewinnung eines von schädlichen Bestandteilen freien Zuschlagstoffes für Bau- material gestattet. 



   Dies wird gemäss der Erfindung bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass die leichtflüssige Schmelze abgeschreckt wird, wobei glasige Granulate entstehen, die durch Brechen,   z. B.   in einer Walzenmühle, derart zerkleinert werden, dass das gebrochene Granulat eine maximale Korngrösse von 3 bis 7 mm aufweist und der Anteil an Teilchen mit einer Korngrösse unter 0, 06 mm 3 bis 25   Gew. -0/0,   vorzugs- weise 5   Gel.-%,   der Anteil an Teilchen mit einer Korngrösse unter 0, 2 mm 9 bis 40   Gew.-%,   vorzugsweise 12 bis 15 Gew.-%, und der Anteil an Teilchen mit einer Korngrösse von 0, 2 bis 1 mm 30 bis 60   Grew.-%,   vorzugs- weise 40   Gew. -0/0, beträgt.   



   Durch das Abschrecken mit Wasser wird eine kristalline Erstarrung des Materials vermieden, also eine glasige Beschaffenheit erzielt, wodurch sich ausgezeichnete Wärmedämmungseigenschaften ergeben. Dieses
Material ist in Verbindung mit den verschiedensten Bindemitteln zur Herstellung von tragenden Bauteilen ver- wendbar. Die betonschädlichen Bestandteile der   Müllschlacke   bzw.   Müllasche,   wie Chlor, Schwefel und Glas- bruch, werden durch das Aufschmelzen entfernt bzw. unschädlich gemacht. Durch die glasige Erstarrung löst sich gegebenenfalls im Müll enthaltenes Metall von der Schlacke ab und kann beispielsweise durch Magnetab- scheidung abgetrennt werden. Der Schmelzpunkt der Schlacke liegt hiebei je nach Zusammensetzung im 
 EMI1.3 
 



   Zum Einstellen der gewünschten   Schlackenzusammensetzung   und zum Herabsetzen der   Schlackenschmelz-   temperatur können die Verbrennungsrückstände gemeinsam mit Zuschlagstoffen, wie z. B. Quarzsand, Kalk oder Eisenoxydabfälle, aufgeschmolzen werden ; dadurch kann die jahreszeitlich stark schwankende Müllzusammensetzung ausgeglichen und ein Produkt gleichmässiger Qualität hergestellt werden. 



   Das Abschrecken der geschmolzenen Schlacke kann in bekannter Weise durch Eingiessen bzw. Einlaufenlassen der schmelzflüssigen Schlacke bzw. durch Einbringen der teigigen Schlacke in ein Wasserbad durchgeführt und derart Granulat hergestellt werden. Dieses Granulat wird durch Brechen, beispielsweise mittels Walzen-, Rohr- oder Hammermühlen, zerkleinert, so dass ein glasiger Sand mit hoher Druckfestigkeit des Einzelkornes erhalten wird. 



   Das Abschrecken der aufgeschmolzenen Schlacke kann auch durch Wassereinspritzung durchgeführt und derart Schlackenbims hergestellt werden. Dieses Material stellt-wie es anfällt oder gebrochen und klassiert-einen ausgezeichneten Leichtbaustoff dar, der vor allem als Zuschlagstoff für Leichtbeton sehr wertvoll ist. Im Fall der Herstellung von Schlackenbims kann die Schäumbarkeit der Schlacke durch Zusätze verbessert 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 werden. 



   Als Schmelzeinrichtung kann eine Zyklon- oder Wirbelschmelzfeuerung vorgesehen werden, wobei unter- halb der Austrittsöffnung des Feuerraumes ein Wasserbad angeordnet ist, dem gegebenenfalls eine Zerkleinerungseinrichtung für das Granulat, beispielsweise eine   Rohrmühle,   nachgeschaltet ist. 



   Als Feuerung können bestehende Feuerungen, wie die Feuerungen von kalorischen Kraftwerken oder Fernheizwerken verwendet werden, in denen die   Mullsehiacke,   da sie noch unverbrannte Bestandteile enthält, nur in geringem Ausmass zu einem Leistungsabfall fahrt. Die maximale Schlacken- bzw. Aschenmenge, die dem Feuerraum des Kessels von Kraftwerken oder Fernheizwerken zugeführt werden kann, ist dadurch begrenzt, dass ein   verlässliches   Aufschmelzen der Schlacke bzw. Asche gewährleistet sein muss. Diese Menge kann durch Versuche in einfacher Weise bestimmt werden und hängt von der Feuerungscharakteristik (Bauart, Brennstoff, Luftvorwärmung, Wärmeübergang) ab.

   Für Steinkohlenstaub-Zyklonfeuerungen moderner Bauart gilt beispielsweise, dass etwa 12 bis   150/0   Müllasche, bezogen auf die Brennstoffmenge, gemeinsam mit dem Brennstoff dem Feuerraum zugeführt werden können. 



   Bei mit Gas- oder Ölbrennern betriebenen Kesseln kann die Müllschlacke bzw. -asche auf Grund der Möglichkeit höherer Verbrennungstemperaturen in noch grösserer Menge (bezogen auf die Kesselleistung) zugegeben werden. Die Zugabe erfolgt nötigenfalls nach einer Zerkleinerung zweckmässig mittels konzentrisch zu den Brennstoffdüse angeordneter Dralldüsen gemeinsam mit der Verbrennungsluft bzw. einem Teil derselben. 



  Jedenfalls soll die Müllschlacke bzw. -asche schon am Beginn der Verbrennung in der Verbrennungszone möglichst gleichmässig und fein verteilt sein, damit einerseits eine Nachverbrennung ihrer unverbrannten Bestandteile und anderseits ein guter   Warmeübergang   auf die Asche bzw. Schlacke gewährleistet ist. Die mit Öl- oder Gasbrennern betriebenen Kessel müssen für die Zufuhr von Müllschlacke umgebaut werden, es ist nicht nur der Einbau von Zuführdüsen notwendig, sondern es muss - ähnlich wie bei   Kohlenstaub-Schlackenschmelz-   feuerungen - eine Öffnung für den Ablauf der flüssigen Schlacke vorgesehen werden. 



   Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert, die schematisch und teilweise im Schnitt zwei Ausführungsbeispiele von Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens zeigen. Fig. 1 zeigt eine Zyklonfeuerung mit einer Granuliereinrichtung für die flüssige Schlacke und Fig. 2 zeigt eine Wirbelschmelzfeuerung mit Granuliereinrichtung. 



   In Fig. l ist   mit --1-- eine Zyklonfeuerung   mit Sekanteneinblasung bezeichnet. Der Feuerraum der Zyklonfeuerung --1-- weist Eintrittsöffnungen --2-- für die Verbrennungsluft und Düsen bzw. Eintrittsöffnungen 
 EMI2.1 
 
KohlenstaubÖffnungen --2-- in Verbindung stehen und mit --5-- die Zuführleitungen für den   Kohlenstaub- und   die zerkleinere Müllschlacke bezeichnet. Mit --6-- ist der untere Teil eines Abhitzekessels bezeichnet, der am Boden eine   Abflussöffnung --7-- für   die flüssige Schlacke aufweist. 



   Die Zyklonfeuerung --1-- und der Abhitzekessel--6-- sind in bekannter Weise ausgebildet ; ein Vorteil der Zyklon feuerung besteht vor allem darin, dass sehr wenig feste Verbrennungsrückstände anfallen und daher nur gering dimensionierte Filter zur Staub- bzw. Aschenabscheidung nötig sind. 



   Die bei der Verbrennung der Abfallstoffe anfallende, in fester Form vorliegende Schlacke bzw. Asche wird ähnlich wie die Kohle für die Feuerung gemahlen, wobei auch die Mahlfeinheit im gleichen Bereich wie für 
 EMI2.2 
 sehen. 



   Der Strahlungs- und der Konvektionsteil des Abhitzekessels --6-- sind ebenso wie die Entstaubungsanlage nicht dargestellt, da sie gleich wie bei bekannten Abhitzekesseln ausgebildet sind. Unterhalb der Abflussöffnung - für die Schlacke befindet sich eine mit --8-- bezeichnete Granuliereinrichtung die ein Wasserbad --9-und ein Förderband --10-- zum Abtransport des beim Einlaufen der Schlacke in das Wasserbad --9-- gebildeten Granulates aufweist. Das Granulat kann wahlweise durch die Rohrstrecke --11 oder 12-- entweder direkt auf   ein Transportmittel, z. B. einen Eisenbahnwaggon --13--,   aufgegeben oder einem   Bunker-14-- zugefuhrt   werden.

   An die Stelle der Granuliereinrichtung --8-- kann ein in bekannter Weise ausgebildetes Schäumbett treten, mit Hilfe dessen durch Wassereinspritzung in die flüssige Schlacke Schlackenbims hergestellt werden kann. 



   Die Vorrichtung nach   Fig. 1   kann beispielsweise bei einer Kesselleistung von 65   MW unter folgenden Be-   dingungen (an der an den Kessel angeschlossenen Turbine gemessen) betrieben werden : 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Brennstoff <SEP> : <SEP> Steinkohle <SEP> mit <SEP> Heizwert <SEP> (Hu) <SEP> = <SEP> 
<tb> 6300 <SEP> kcal/kg
<tb> ausgemahlen <SEP> zu <SEP> Kohlenstaub
<tb> maximale <SEP> Brennstoffzufuhr <SEP> 15 <SEP> t/h
<tb> Verbrennungsluft <SEP> : <SEP> Vorwärmung <SEP> (nicht <SEP> dargestellt)
<tb> auf <SEP> maximal <SEP> 4200C
<tb> Luftüberschuss <SEP> (Verhältnis <SEP> von <SEP> Luft
<tb> zu <SEP> Brennstoff= <SEP> 1, <SEP> 1) <SEP> 
<tb> Müllasche <SEP> bzw. <SEP> -schlacke <SEP> :

   <SEP> maximale <SEP> Zufuhrmenge <SEP> 2 <SEP> t/h <SEP> ausgemahlen <SEP> und <SEP> zugeführt <SEP> gemeinsam <SEP> mit
<tb> dem <SEP> Kohlenstaub
<tb> Flugstaub <SEP> aus <SEP> dem <SEP> maximal <SEP> anfallende <SEP> Menge <SEP> : <SEP> 1 <SEP> t/h
<tb> Elektrofilter <SEP> : <SEP> gemeinsam <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Kohlenstaub <SEP> und
<tb> der <SEP> Müllasche <SEP> bzw. <SEP> -schlacke <SEP> 
<tb> zugeführt
<tb> Schlackengranulat <SEP> : <SEP> maximal <SEP> erzeugte <SEP> Menge <SEP> 3, <SEP> 1 <SEP> t/h <SEP> 
<tb> 
 Die chemische Zusammensetzung des Schlackengranulates beträgt beispielsweise :

   
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> CaO <SEP> 8, <SEP> 5% <SEP> 
<tb> MgO <SEP> 2 <SEP> %
<tb> Na20 <SEP> 2, <SEP> 50/0 <SEP> 
<tb> K20 <SEP> 2 <SEP> %
<tb> Fe <SEP> 9 <SEP> %
<tb> AlP3 <SEP> 20 <SEP> %
<tb> P20S <SEP> 0, <SEP> 50/0 <SEP> 
<tb> Si02 <SEP> 51 <SEP> %
<tb> Ti02 <SEP> 0. <SEP> 5% <SEP> 
<tb> S02 <SEP> 3, <SEP> 5% <SEP> 
<tb> Schmelzpunkt <SEP> 14700
<tb> 
 
Bei der in Fig. 2 in analoger Weise wie in Fig. 1 dargestellten Anordnung ist an Stelle der Zyklonfeuerung eine ebenso mit Kohlenstaub betriebene Wirbelschmelzfeuerung --20-- vorgesehen. Die Wirbelschmelzfeuerung - ist im unteren Teil eines Abhitzekessels angeordnet und mit   Düsen --21versehen,   die gleichzeitig der Zufuhr von Verbrennungsluft, Kohlenstaub und Abfallasche bzw. -schlacke dienen. Die zu diesen Düsen - führenden Leitungen sind   mit --22-- bezeichnet.

   Mit --23- ist   der untere Teil des Abhitzekessels bezeichnet, dessen oberer Teil und Entstaubungsanlage in bekannter Weise ausgebildet und nicht dargestellt sind. Am Boden des   Abhitzekessels --23-- ist   eine Schlackenabflussöffnung --24-- und unterhalb von dieser eine Granuliereinrichtung --25-- mit einem   Wasserbad -26-- mit   einem Förderband --27-- angeordnet. Unterhalb der Förderbandabgabe ist ein Transportmittel,   z. B.   ein Eisenbahnwaggon --28-- vorgesehen. 



   Die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung wird wie folgt betrieben : Die in einer Müllverbrennungsanlage anfallende Schlacke bzw. Asche wird mittels einer nicht in der Zeichnung gezeigten Rohrmühle gemeinsam mit der Feuerungskohle vermahlen und der gemahlene Feststoff gemeinsam mit der Verbrennungsluft durch die   Leitungen   --22-- den Düsen --21-- zugeführt. Die Verbrennung der Staub- bzw. Feinkohle und das Aufschmelzen der Fremdschlacke sowie der bei der Verbrennung im Feuerraum anfallenden Eigenschlacke finden gleichzeitig statt. Dem Gemisch aus Feuerungskohle und Müllschlacke bzw. -asche wird noch vor dem Einblasen durch die   Düsen -21-- der   in der Entstaubungsanlage anfallende Flugstaub zugesetzt.

   Die flüssige 
 EMI3.3 
 oder einer   Wirbelschmelzfeuerung   Öl- oder Gasbrenner oder eine andere Kohlenfeuerung, beispielsweise eine Stufenschmelzkammer- oder Teilkammerschmelzfeuerung vorzusehen. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 - ähnlichstaubförmige, flüssige oder gasförmige Brennstoffe so in einen mit einer Schlackenzuführung versehenen Feuerraum eingeblasen werden, dass sie durch innige Verwirbelung mit der Verbrennungsluft unter für das Schmelzen bzw. Teigigwerden der Schlacke ausreichender Verbrennungstemperatur verbrannt werden. 



   Bei der Verwendung von beispielsweise in Kraftwerken üblichen Zyklonkesseln mit einer Leistung von je 125 MW, würden zwei solche Kessel genügen, um die derzeit in einer Stadt wie Wien (Verbrennung des gesamten Müllanfalles vorausgesetzt) maximal anfallende Müllschlackenmenge von etwa 50000 t/Jahr als Fremdschlacke einzuschmelzen. Es wäre auf diese Weise ohne ins Gewicht fallenden Aufwand für die Müllschlackenverarbeitungsanlage möglich, den gesamten Müllrückstand in einen wertvollen Baustoff umzuwandeln. 



   Falls das glasige Granulat als Zuschlagstoff für hochwertige   Beton- oder Mörtelmischungen   verwendet wird, soll das Granulat folgende Korngrössenverteilung haben : 
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> Anteil <SEP> unter <SEP> 0, <SEP> 06 <SEP> mm <SEP> 3 <SEP> bis <SEP> 25%, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> 5 <SEP> Gew.-%
<tb> Anteil <SEP> unter <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> mm <SEP> 9 <SEP> bis <SEP> 40%, <SEP> insbesondere <SEP> 12 <SEP> bis <SEP> 15 <SEP> Gew.-%
<tb> Anteil <SEP> unter <SEP> 1 <SEP> mm <SEP> 43 <SEP> bis <SEP> 80%, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> 50 <SEP> Gew.-%
<tb> Anteil <SEP> zwischen <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> und <SEP> 1 <SEP> mm <SEP> 30 <SEP> bis <SEP> 60%, <SEP> z. <SEP> B.

   <SEP> 40 <SEP> Gew.-%
<tb> maximale <SEP> Korngrösse <SEP> 3 <SEP> bis <SEP> 7 <SEP> mm
<tb> 
 
Da die Müllschlacke im allgemeinen wenig CaO- und viel   SiO-Gehalt enthalt,   ist die gemeinsame Verbrennung von   Braunkohle- und Müllschlacke   z. B. dann besonders vorteilhaft, wenn infolge sehr hohen CaO-Gehaltes in der Braunkohlenschlacke Kalkzerfall befürchtet werden müsste. In diesem Falle könnte durch Beigabe von   Müllschlacke   der CaO-Gehalt auf ein vertretbares Mass reduziert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Herstellen eines Zuschlagstoffes für Beton oder Mörtel unter Verwendung von überwiegend organischen Abfallstoffen, wie Müll, Klärschlamm od. dgl., bei dem die festen Rückstände aus der Verbrennung dieser Abfallstoffe, gegebenenfalls unter Zugabe von Schmelzhilfen, wie Kalk, oder andern zur Einstellung der gewünschten Schlackenzusammensetzung dienenden Zusatzmaterialien, wie Quarzsand, Eisenoxydabfälle EMI4.3 abgeschreckt wird, wobei glasige Granulate entstehen, die durch Brechen, z.
    B. in einer Walzenmühle, derart zerkleinert werden, dass das gebrochene Granulat eine maximale Korngrösse von 3 bis 7 mm aufweist und der Anteil an Teilchen mit einer Korngrösse unter 0, 06 mm 3 bis 25 Gew.-%, vorzugsweise 5 Gel.-%, der Anteil an Teilchen mit einer Korngrösse unter 0, 2 mm 9 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 12 bis 15 Gew.-%, und der Anteil an Teilchen mit einer Korngrösse von 0, 2 bis 1 mm 30 bis 60 Gew.-%. vorzugsweise 40Gew.-%, beträgt.
AT277172A 1972-03-30 1972-03-30 Verfahren zum Herstellen eines Zuschlagstoffes für Beton oder Mörtel unter Verwendung von Abfallstoffen AT317071B (de)

Priority Applications (7)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT277172A AT317071B (de) 1972-03-30 1972-03-30 Verfahren zum Herstellen eines Zuschlagstoffes für Beton oder Mörtel unter Verwendung von Abfallstoffen
DE2254750A DE2254750A1 (de) 1972-03-30 1972-11-09 Verfahren zum herstellen eines zuschlagstoffes fuer beton oder moertel unter verwendung von ueberwiegend organischen abfallstoffen
DD16983973A DD104282A5 (de) 1972-03-30 1973-03-29
US05/345,947 US3957528A (en) 1972-03-30 1973-03-29 Process for the production of aggregates for concrete by utilization of the residues from the combustion of predominantly organic material
GB1545273A GB1418534A (en) 1972-03-30 1973-03-30 Process for the production of an aggregate for concrete or mortar by utilisation of the residues from the combustion of predominantly organic material
FR7311688A FR2178245A1 (de) 1972-03-30 1973-03-30
IT2242573A IT981802B (it) 1972-03-30 1973-03-30 Procedimento per la fabbricazione di un materiale additivo per calce struzzo o malta impiegando residui della combustione di sostanze preva lentemente organiche

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT277172A AT317071B (de) 1972-03-30 1972-03-30 Verfahren zum Herstellen eines Zuschlagstoffes für Beton oder Mörtel unter Verwendung von Abfallstoffen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT317071B true AT317071B (de) 1974-08-12

Family

ID=3540035

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT277172A AT317071B (de) 1972-03-30 1972-03-30 Verfahren zum Herstellen eines Zuschlagstoffes für Beton oder Mörtel unter Verwendung von Abfallstoffen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT317071B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0033133A1 (de) * 1980-01-23 1981-08-05 Licencia Talalmanyokat Ertekesitö Vallalat Verfahren zur Herstellung von geschmolzenen Silikatmaterialien
DE3430731A1 (de) * 1984-08-21 1986-03-06 Handelskontor Ludbert Graf zu Münster GmbH & Co, 8000 München Keramische pellets und herstellungsverfahren
EP1095921A1 (de) * 1999-10-25 2001-05-02 ALSTOM POWER (Schweiz) AG Oxidische Mineralzusammensetzung für Mineralschaum

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0033133A1 (de) * 1980-01-23 1981-08-05 Licencia Talalmanyokat Ertekesitö Vallalat Verfahren zur Herstellung von geschmolzenen Silikatmaterialien
DE3430731A1 (de) * 1984-08-21 1986-03-06 Handelskontor Ludbert Graf zu Münster GmbH & Co, 8000 München Keramische pellets und herstellungsverfahren
EP1095921A1 (de) * 1999-10-25 2001-05-02 ALSTOM POWER (Schweiz) AG Oxidische Mineralzusammensetzung für Mineralschaum

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0801636B1 (de) Verfahren zum herstellen von zementklinker sowie dessen vorrichtung
DE3206984A1 (de) Verfahren zum schmelzen und behandeln von abfall
DE2758820A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von zementklinkern unter verwendung der flugasche von kraftwerken und muellverbrennungsanlagen
DE2624971C2 (de) Verfahren zur Verwertung industrieller Abfälle
DE2627056A1 (de) Verfahren zur herstellung von zementklinkern
AT394358B (de) Verfahren zur zementherstellung
EP0728713B1 (de) Verfahren zur Verwertung von Reststoffen bei der Zementherstellung
DE69519931T2 (de) Umwandlung von abfallschlamm in der papierindustrie
DE3347056A1 (de) Verfahren zur aufbereitung von haus- und/oder hausmuellaehnlichem gewerbemuell zur herstellung eines brennstoffs, sowie verbrennungsofen
DE2254750A1 (de) Verfahren zum herstellen eines zuschlagstoffes fuer beton oder moertel unter verwendung von ueberwiegend organischen abfallstoffen
DE2749029A1 (de) Verfahren zur herstellung von hydraulischem zement und von zementvorstufen
EP0041269B1 (de) Verfahren zur Herstellung von calciumsilikat- und/oder calciumaluminathaltigen, gegebenenfalls pulverförmigen, Klinkermaterialien
EP0242872A1 (de) Verfahren zum Aufschäumen von glasbildenden mineralischen Stoffen, insbesondere Flugaschen etc., sowie Ofen zur Durchführung dieses Verfahrens
DE69009407T2 (de) Verfahren und Ofen zum Schmelzen von Aschenabfall.
AT317071B (de) Verfahren zum Herstellen eines Zuschlagstoffes für Beton oder Mörtel unter Verwendung von Abfallstoffen
DE10213790B4 (de) Verfahren zur Abfallverbrennung in einer Abfallverbrennungsanlage
DE69304214T2 (de) Verfahren zur Verbrennung von festen Brennstoffen mit einem hohen Gehalt an schmelzbaren Aschen und Schwermetallen
EP0238048B1 (de) Verfahren zur Herstellung von körnigen Mineralstoffen aus Kohleabbränden
DE4035049A1 (de) Verfahren zum verglasen von flugaschen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
AT317072B (de) Verfahren zum Herstellen eines Zuschlagstoffes für Beton oder Mörtel unter Verwendung von Abfallstoffen
DE2204175A1 (de) Verfahren zur herstellung von kuenstlichen puzzolanen
DE3838750A1 (de) Verfahren zur einaescherung von aus abfaellen stammendem brennstoff in einem brenner zur zementklinkerherstellung
DE1213772B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung silikatischer Baustoffe
DE2949528A1 (de) Verfahren zum herstellen eines zuschlagstoffes fuer beton oder moertel
DE2826130A1 (de) Abbrennbehandlung von grubengestein und danach erhaeltliche schlackeprodukte

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee