AT300234B - Strangformverfahren beim Stranggießen und halbkontinuierlichen Gießen von Metallen - Google Patents

Strangformverfahren beim Stranggießen und halbkontinuierlichen Gießen von Metallen

Info

Publication number
AT300234B
AT300234B AT500170A AT500170A AT300234B AT 300234 B AT300234 B AT 300234B AT 500170 A AT500170 A AT 500170A AT 500170 A AT500170 A AT 500170A AT 300234 B AT300234 B AT 300234B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
strand
inductor
continuous
height
liquid
Prior art date
Application number
AT500170A
Other languages
English (en)
Inventor
Zinovy Naumovich Getselev
Original Assignee
Kuibyshevsky Metall Zd Im V I
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kuibyshevsky Metall Zd Im V I filed Critical Kuibyshevsky Metall Zd Im V I
Priority to AT500170A priority Critical patent/AT300234B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT300234B publication Critical patent/AT300234B/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/01Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths without moulds, e.g. on molten surfaces
    • B22D11/015Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths without moulds, e.g. on molten surfaces using magnetic field for conformation, i.e. the metal is not in contact with a mould

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Measurement Of Levels Of Liquids Or Fluent Solid Materials (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf   ein Strangformverfahren beim Stranggiessen   und halbkontinuierlichen Giessen von Metallen. 



   Es ist ein Strangformverfahren beim Stranggiessen und halbkontinuierlichen Giessen von Metallen bekannt, bei dem ein elektromagnetisches Induktorfeld auf das flUssige Metall einwirkt und danach letzteres gekühlt wird (brit. Patentschrift Nr.   l,   157, 977). 



   Das bekannte Strangformverfahren gewährleistet jedoch nicht das Konstanthalten der Querschnittsmasse des
Strangs beim Schwanken des Oberflächenniveaus der flüssigen Strangzone. Solche Schwankungen treten während des Giessbeginns und des Giessprozesses infolge verschiedener äusserer Störgrössen auf, die beispielsweise durch nichtzügigen Gang des Giessmaschinenbodens und fehlerhaftes Funktionieren des automatischen Regelsystems des
Metallniveaus hervorgerufen werden. 



   Es ist das Ziel der Erfindung, ein Strangformverfahren beim Stranggiessen und halbkontinuierlichen Gie- ssen von Metallen zu entwickeln, das frei vom erwähnten Nachteil ist. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein solches Strangformverfahren   beim Stranggiessen   und halb- kontinuierlichen Giessen von Metallen zu entwickeln, welches das Konstanthalten der Querschnittsmasse des
Strangs bei Schwankungen des Oberflächenniveaus der flüssigen Strangzone gewährleistet. 



   Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass im Strangformverfahren   beim Stranggiessen   und halbkontinuier- lichem Giessen von Metallen erfindungsgemäss die Stärke des durch den Induktor fliessenden Stroms als Funktion der Abweichungen der Höhe der flüssigen Strangzone von der vorgegebenen Höhe geregelt wird. 



   Vorteilhafterweise wird der Strom durch ein Signal der starren negativen Spannungsrückkopplung geregelt. 



   Dieses Signal wird direkt vom Induktor abgenommen. 



   Ein weiteres Merkmal des Verfahrens ist, die Höhe der flüssigen Strangzone zu messen, den erhaltenen
Wert in ein elektrisches Signal umzuwandeln und mit Hilfe des letzteren die Stärke des Stroms zu   beeinflusst   sen, der durch den Induktor in der Richtung fliesst, welche das Aufrechterhalten der vorgegebenen Querabmes- sungen der flüssigen Strangzone gewährleistet. 



   Nachstehend wird die Erfindung durch ein Ausführungsbeispiel und an Hand der Zeichnungen beschrieben ; es zeigen: Fig. 1 den im elektromagnetischen Induktorfeld befindlichen Strang und Fig. 2 die Blockschaltung der Vorrichtung, die zum Durchführen des erfindungsgemässen Strangformverfahrens dient. 



   In Fig. 1 ist der durch das elektromagnetische Feld des Induktors --2-- geformte Strang --1-- dargestellt. Zur Kühlung des letzteren dient ein   Kühlmittel-Zuleitungssystem-3--.   



   Der Strang enthält die flüssige Zone --A-- und die erstarrte   Zone-B-,   wobei die Höhe der flüssigen
Zone --A-- in der Zeichnung durch   das Symbol-h-gekennzeichnet.   ist. 



   Durch den ringförmigen elektromagnetischen Induktor --2-- wird rund um das geschmolzene, in die Strangformzone geleitete Metall ein elektromagnetisches Wechselfeld erregt, das im flüssigen Metall Kräfte, die ins Innere desselben gerichtet sind und es formen, erzeugt. Hiebei erhält das Metall vorgegebene und durch   die Stromstärke im Induktor bestimmte Form   und Querschnittsmasse. Auf der Seitenfläche der durch das elektro-   magnetischeFeldgeformtenMetallsäule   wird Kühlflüssigkeit geleitet, was zur Folge hat, dass das Metall teilweise im Wirkungsbereich des elektromagnetischen Feldes kristallisiert, bei seiner Weiterbewegung vollkommen erstarrt und den Strang bildet. 



   Die Querschnittsmasse des Strangs, welche den vorgegebenen entsprechen sollen, hängen vom elektromagnetischen Druck (vom den   Induktor --2-- durchfliessenden   Strom) und vom statischen Druck des Metalls (von der   Höhe-h-der flüssigen Zone-A-des Strangs-l-)   ab. 



   Die vorgegebenen Strangmasse werden erhalten, wenn elektromagnetischer Druck und statischer Druck des Metalls einander gleich sind. Der Gleichgewichtszustand wird durch folgende Gleichung gekennzeichnet :   y g h = KI' (1)    wobei y - Metalldichte, g - Beschleunigung beim freien Fall,   h - Höhe   der flüssigen Zone,
K-Faktor, durch welchen die geometrischen Parameter des Systems, Leitfähigkeit und Stromfre- quenz in die Rechnung einbezogen werden,
I - Induktorstrom. 



   Bei Niveauschwankungen der   flüssigen Strangzone--A-- (bei   Änderungen der   Höhe-h-),   die durch äussere Störgrössen hervorgerufen werden, ändern sich die Querschnittsmasse des Strangs. So hat beispielsweise das Wachsen der Höhe der flüssigen Zone bei unveränderlichem Induktorstrom   vergrösserteStrangquerschnittsmasse   zur Folge, da hiebei der statische Druck des Metalls grösser als der elektromagnetische Druck wird. Die Strangmasse wachsen so lange, bis die Bedingungen der Gleichung (1) erfüllt werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Bei Schwankungen von Höhe und Abmessungen der flüssigen Zone ändern sich die elektrischen Parameter des Systems "Induktor - flüssiges Metall". Es wird beispielsweise, wenn die   Höhe --h-- und   demgemäss die Abmessungen der flüssigen Zone wachsen, der Gesamtwiderstand des Systems "Induktor - flüssiges Metall" geringer. Die Folge hievon ist, dass, wenn die Spannung am Induktor konstant bleibt, der Induktorstrom wächst und Vergrösserung der Strangmasse verhindert. 



   Auf diese Weise wird eine teilweise Stabilisierung   derStrangmasse   bei Niveauschwankungen der flüssigen Zone erreicht. Zu diesem Zweck jedoch muss die Spannung an den Induktorklemmen stabilisiert werden, was durch Einführen einer starren negativen Rückkopplung erreicht wird. 



   Die Stabilisierung der Induktorspannung kann jedoch nicht immer das erforderliche Konstanthaltender Strangquerschnittsmasse gewährleisten. In diesen Fällen ist es von Vorteil, um die erforderlichen Strangmasse sicher zu stellen, den Induktorstrom um einen Wert zu korrigieren, der durch die Höhenabweichung der flüssigen Zone von der vorgegebenen Höhe bestimmt wird. 



   Fig. 2 zeigt die Blockschaltung der Vorrichtung, die zum Durchführen des Strangformverfahrens dient. Diese Vorrichtung enthält einen Induktor --2--, der an einen Frequenzwandler --4-- mit der Erregerwicklung 
 EMI2.1 
 der über einen Gleichrichter --8-- an einen der Eingänge der Summiereinrichtung --9-- angeschlossen ist, ein   Messgerät --10-- für   die Klemmenspannung des Induktors --2--, das über einen Gleichrichter --11-- an den andern Eingang der Summiereinrichtung --9-- angeschlossen ist, einen   Leistungsverstärker--12--,   dessen Ausgang an der Erregerwicklung --5-- des Frequenzwandlers angeschlossen ist, einen   Niveaugeber --13--   für die flüssige Zone, der über einen Umsetzer --14--, welcher die Niveauhöhe in ein elektrisches Signal umwandelt,

   an den phasenempfindlichen Verstärker --15-- angeschlossen ist, der wieder am Funktionalblock - angeschlossen ist, der mit dem Eingang des   Leistungsverstärkers --12-- verbunden   ist. An den andern Eingang des Leistungsverstärkers --12-- ist der Ausgang der Summiereinrichtung --9-- angeschlossen. Als Mess-   gerat-10-- fur   Klemmenspannung des Induktors --2-- kann ein Transformator, als Summiereinrichtung --9-- ein Magnetverstärker und als   Niveaugeber --13-- ein   Schwimmer verwendet werden. 



   Der Funktionalblock --16-- kann auf der Basis eines linearen mehrteiligen Potentiometers gebaut werden, das für das Einhalten nachstehender Abhängigkeit sorgt : 
 EMI2.2 
 wobei
AI-Zunahme des Induktorstroms,
Ah-Niveauabweichung der flüssigen Zone vom vorgegebenen Wert,   Kj-Proportionalitätsfaktor sind.    



   Die Abhängigkeit (2) ist eine lineare Approximation der Abhängigkeit   (1)   und wird verwendet, da unter realen Bedingungen die   Höhenabweichung --#h-- der flüssigen   Zone ziemlich gering ist. Hiebei hängt der Faktor --KI-- vom gewählten Arbeitsbereich auf der Kurve ab, die entsprechend der Abhängigkeit   (1)   gezeichnet wurde. 



   Die Klemmenspannung des Induktors --2-- wird durch Einführung einer starren negativen Rückkopplung stabilisiert. DasSignal vom Ausgang des   Messgeräts-10-für   die Klemmenspannung des Induktors wird tiber den Gleichrichter einem der Eingänge der   Summiereinrichtung--9-zugeführt,   wobei an deren zweiten Eingang über den   Gleichrichter --8-- ein   Signal vom Ausgang des Gebers --7-- geleitet wird. Das letztgenannte Signal entspricht der erforderlichen Spannung am Induktor --2--. Das Abweichungssignal vom Ausgang der Summiereinrichtung --9-- wird dem Leistungsverstärker --12-- zugeführt, dessen Belastung aus der Erregerwicklung --5-- des Frequenzwandlers --4--, der durch den Induktor --2-- gespeist wird, besteht. 



   Der den   Induktor --2-- durchfliessende   Strom wird folgendermassen geregelt. Das Signal vom Niveaugeber --13--, das proportional der Niveauabweichung der flüssigen Zone vom vorgegebenen Wert ist, gelangt zum Gleichrichter-14-, welcher die Verschiebung in ein elektrisches Signal umwandelt, und weiterhin an den Eingang des phasenempfindlichen   Verstärkers --15--,   sowie von dessen Ausgang über den Funktionalblock --16-- an den Eingang des   Leistungsverstärkers --12--,   dessen Belastung aus   derErregerwicklung-5-des   Frequenzwandlers --4--, welcher den elektromagnetischen Induktor --2-- speist, besteht. 



   Es ist ein Vorteil des erfindungsgemässen Strangformverfahrens beim Stranggiessen und halbkontinuierlichem Giessen von Metallen, dass hohe Genauigkeit der Strangquerschnittsmasse bei   Niveauschwankungender   flüssigen Zone gewährleistet wird. Dies hat besonders grosse Bedeutung beim Giessen von Strängen aus schwerschmelzenden Metallen, z. B. Stahl, beim Giessen von Strängen mit kleinen Querschnitten und beim Giessen von Strängen unter Verwendung grosser Giessgeschwindigkeiten, da in diesen   Fällen die bestehendenRegelsy-   steme nicht die erforderliche Genauigkeit beim Regeln der Höhe der flüssigen Zone gewährleisten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Strangformverfahren beim Stranggiessen und halbkontinuierlichen Giessen von Metallen, bei dem ein elektromagnetisches Induktorfeld auf das flüssige Metall einwirkt und der gebildete Strang gekühlt wird, EMI3.1 der Abweichungen der Höhe der flüssigen Zone des Strangs (1) von der vorgegebenen Höhe geregelt wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der durch den Induktor flie- ssende Strom durch ein Signal der starren negativen SpannungsrUckkopp1ung geregelt wird, wobei dieses Signal dierekt vom Induktor abgenommen wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Messen der Höhe der flüssigen Zone des Strangs der erhaltene Wert in ein elektrisches Signal umgewandelt wird, welches die Stärke des Stroms beeinflusst, der durch den Induktor in der Richtung fliesst, welche das Aufrechterhalten der vorgegebenen Querabmessungen der flüssigen Zone des Strangs (1) gewährleistet.
AT500170A 1970-06-04 1970-06-04 Strangformverfahren beim Stranggießen und halbkontinuierlichen Gießen von Metallen AT300234B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT500170A AT300234B (de) 1970-06-04 1970-06-04 Strangformverfahren beim Stranggießen und halbkontinuierlichen Gießen von Metallen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT500170A AT300234B (de) 1970-06-04 1970-06-04 Strangformverfahren beim Stranggießen und halbkontinuierlichen Gießen von Metallen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT300234B true AT300234B (de) 1972-07-25

Family

ID=3570810

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT500170A AT300234B (de) 1970-06-04 1970-06-04 Strangformverfahren beim Stranggießen und halbkontinuierlichen Gießen von Metallen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT300234B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3184202B1 (de) Verfahren zum stranggiessen eines metallstranges
DE2839953A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur regelung der badspiegelhoehe in einer stranggiesskokille
AT525791B1 (de) Überwachungsverfahren für eine Stranggießkokille mit Aufbau einer Datenbank
DE2757297A1 (de) Detektoranordnung zur messung einer bewegung
DE60033270T2 (de) Vorrichtung und apparatur zur messung des pegels von flüssigem metall beim elektromagnetischen stranggiessen
DE4134090A1 (de) Thermosteuerverfahren fuer eine spritzgussmaschine
DE3432987A1 (de) Vorrichtung zum messen des pegels eines geschmolzenen metalls in der giessform einer stranggiessmaschine
DE1266452B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Steuern einer Stranggiessanlage
DE3423977A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur beruehrungslosen messung der erstarrten randschicht eines gussteils aus metall mit nicht-erstarrtem innenkern
DE69419153T2 (de) Verfahren zur steuerung des flusses in einer giessform mittels dc-magnetischen feldern
DE2440273B1 (de) Verfahren zur regelung des stranggiessprozesses beim vergiessen von stahl, sowie anordnung zur durchfuehrung des verfahrens
DE69403810T2 (de) Dimensionierung eines beschichtungsbehaelters mit einer magnetischen wischvorrichtung von mit flussigem metall beschichteten metallurgischen materialien
DE2921049C3 (de) Anordnung zur Rauschunterdrückung für Wirbelstrom-Abstandsmeßvorrichtung zum Messen des Badspiegels von geschmolzenem Metall in einer Stranggießkokille
AT300234B (de) Strangformverfahren beim Stranggießen und halbkontinuierlichen Gießen von Metallen
DE1790146B2 (de) Verfahren zur Konstanthaltung des Arbeltsspaltes in einer elektrolytischen Bearbeitungsvorrichtung
DE69702268T2 (de) Stranggiessanlage
DE2901407A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum steuern und regeln beim metallstrangguss
DE2027805A1 (en) Ingot moulding in continuous and semicontin- - uous metal casting
DE102015223496A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einstellen der Breite eines stranggegossenen Metallstrangs
AT518461B1 (de) Gießspiegelregelung mit Störgrößenkompensation
DE2913024A1 (de) Verfahren zum kuehlen einer oszillierenden stahl-stranggiesskokille
DE2027805C3 (de) Regeleinrichtung für eine elektromagnetische Stranggießkokille
DE69406121T2 (de) Verfahren zur überwachung des temperaturanstiegs eines käfigankerinduktionsmotors
DE2545162C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Regeln des Elektroschlackeumschmelzens von Metallen
CH648776A5 (de) Verfahren zum elektromagnetischen ruehren des erkaltenden stranggusskernes eines giessstranges.

Legal Events

Date Code Title Description
ELA Expired due to lapse of time