AT284534B - Verfahren zur Erzeugung von pflanzlichen oder tierischen Produkten - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von pflanzlichen oder tierischen Produkten

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AT284534B
AT284534B AT848867A AT848867A AT284534B AT 284534 B AT284534 B AT 284534B AT 848867 A AT848867 A AT 848867A AT 848867 A AT848867 A AT 848867A AT 284534 B AT284534 B AT 284534B
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plant
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breeding
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animal products
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AT848867A
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Othmar Dipl Ing Ruthner
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Ruthner Othmar
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  • Breeding Of Plants And Reproduction By Means Of Culturing (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Erzeugung von pflanzlichen oder tierischen Produkten 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von pflanzlichen oder tierischen Produkten unter Züchtung des Lebewesens in einem im wesentlichen geschlossenen Klimaraum auf einem umlaufenden Band, auf dem das Züchtungsgut künstlichen Umweltfaktoren ausgesetzt wird, deren Ablauf die optimalsten Wachstumsergebnisse liefert und in der Weise bestimmt wurde, dass im Zuge einer mehrmaligen Wiederholung des während einer in der Natur erfolgenden Wachstumsperiode stattfindenden Ablaufes der Umweltfaktoren in Klimaanlagen Abschnitte desselben, welche einen negativen oder unzureichenden Einfluss auf die Pflanze ausüben, eliminiert werden. 



   Wie auf Grund von Beobachtungen festgestellt wurde, benötigt der Mensch täglich Nahrungsmittel im Werte von etwa 2600 Kcal. Das Welternährungsproblem scheint dann gelöst zu sein, wenn jedem Menschen dieser Bedarf gesichert ist. In der Tat reicht aber die Produktion der Nahrungsmittel nicht aus, um die gesamte Bevölkerung der Erdoberfläche zu versorgen, wobei die bestehenden Schwierigkeiten mit dem ständig fortschreitenden Wachstum der Bevölkerung insbesondere in den rückständigen Erdteilen zunehmen. 



   Zur Lösung dieses Problems wurden bereits die ersten Schritte zur Industrialisierung des Pflanzenbaues gemacht und es wurde vorgeschlagen, in geschlossenen Türmen, unabhängig von der geographischen Lage und der Jahreszeit Umweltfaktoren auf künstlichem Wege zu schaffen, welche einen optimalen Vegetationsablauf zur Folge haben. Dabei wurde die Gesamtentwicklung der Pflanze ins Auge gefasst. 



   Es hat sich jedoch gezeigt, dass nicht alle Entwicklungsmerkmale der Pflanze für die zur Lösung des obigen Problems gesteckten Ziele gleichermassen wichtig sind. Diesem Umstand Rechnung tragend ist es Aufgabe der Erfindung, das Züchtungsprodukt, sei es die Pflanze oder das Tier, in der für den Menschen erträglichsten Weise entwickeln zu lassen. Um dies zu erreichen, werden beim eingangs erwähnten Verfahren erfindungsgemäss beim Ablauf der die optimalsten Wachstumsbedingungen liefernden Umweltfaktoren die für die Entwicklung eines gewünschten Wirkstoffes im Lebewesen Ausschlag gebenden Umweltfaktoren unabhängig von dem für die optimalsten Wachstumsbedingungen bestimmten Ablauf in der Richtung einer forcierten Entwicklung dieses Wirkstoffes gesteuert. 



   Durch dieses Verfahren ist es möglich, energiereiche Nahrungsstoffe, welche für den biologischen Ablauf den erforderlichen Energiebedarf decken, wie Kohlenhydrate, Proteine, Fette   od. dgl.   herzustellen, bei welchen ausserdem der Wirkstoff, wie Vitamine und Mineralsalze, welche zur Steuerung dieses biologischen Lebenslaufes notwendig sind, im erhöhten Mass erzeugt wird. Weiters wird nicht nur das Leben einer Pflanze erhalten, sondern es wird die Pflanze als Mittel zum Zweck für eine bestimmte Produktion eingesetzt. Die gesamte Produktionssteuerung und-überwachung kann mit programmgesteuerten Computer-Anlagen erfolgen. Hiemit liegen Rückkopplungssysteme vor, welche nur durch den Einsatz kybernetischer Methoden bewältigt werden können. 



   Der Vorschlag, durch gezielte Steuerung der Umweltfaktoren die Entwicklung eines bestimmten Wirkstoffes des Züchtungsproduktes zu forcieren, ermöglicht es, die Ernährung der Bevölkerung den regionalen Bedingungen entsprechend anzupassen und beispielsweise ihre Anfälligkeit gegen bestimmte durch die örtlichen klimatischen Bedingungen geförderten Krankheiten mit Hilfe erhöhter Zufuhr eines bestimmten, die Widerstandskraft gegen diese Krankheit fördernden Wirkstoffes zu dämmen. 

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   Es ist zweckmässig, das Züchtungsgut mehrere Wachstumsanlagen hintereinander durchwandern zu lassen, in denen aufeinanderfolgend die in einer bestimmten Jahreszeit in zeitlicher Folge ablaufenden Abschnitte der Umweltfaktoren nach Umwandlung auf den optimalen Ablauf etwa im Mittelwert wiederholt werden. 



   Wird beispielsweise eine Pflanze in der freien Natur zwischen März und Mai kultiviert, so werden im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens drei Produktionstürme aufgestellt, in denen unabhängig von der äusseren Jahreszeit das   März-bzw. April-bzw.   Maiklima hergestellt wird. Die Klimaräume in den Türmen werden durch Zwischenräume miteinander verbunden, dass der Wachstumsablauf der Pflanze auf Fliessbändern erfolgen kann, die entsprechend der erforderlichen Wachstumszeit der Reihe nach in Schlangen die einzelnen Klimaräume langsam durchwandern. Hiebei fällt täglich ein bestimmter Ertrag an Fertigpflanzen an. 



   Um die Wirtschaftlichkeit der nach dem   erfindungsgemässen   Verfahren arbeitenden Anlagen zu erhöhen, erweist es sich als notwendig, auch die Frage der Weiterbearbeitung des anfallenden Züchtungsgutes zu behandeln. 



   Bisher war es üblich, die Ernte eines landwirtschaftlichen Produktes über den Handel der verarbeitenden Industrie zuzuführen. Dieser Weg war zwangsläufig mit einem Transport des Erntegutes über lange Strecken verbunden, wodurch beachtliche Kosten entstanden und Qualität und Konzentration der zu gewinnenden Stoffe vermindert wurden. Ausserdem musste das Gut, um den Transport zu bewältigen, noch im unreifen Zustand abgenommen werden, mit dem Nachteil der unzureichenden Entwicklung der im reifen Erntegut enthaltenden Wirkstoffe. 



   Um diesem Mangel zu begegnen, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung im unmittelbaren Anschluss an die Züchtungsanlage eine Verarbeitungsstätte für das aus der Anlage kommende Züchtungsgut vorgesehen. 



   So ist es beispielsweise möglich, Tomaten, welche in regelmässigen Erträgen anfallen, im reifen Zustand unmittelbar zu Tomatenmark zu verarbeiten und in Dosen oder Flaschen abzufüllen. Im Rahmen der Verarbeitung kann das geerntete Gut auch tiefgekühlt werden. Bei der Herstellung bestimmter, aus der Pflanze gewonnener Produkte, wie z. B. Alkaloide, Glykoside, Pigmente oder sonstige chemische Stoffe, kann das geeignete Rohprodukt aus der Züchtungsanlage unmittelbar in die Verarbeitungsstätte gelangen. 



   Der grosse Vorteil dieser Anlage liegt darin, dass nicht nur der optimale Gehalt an gewünschten Bestandteilen der Pflanze erhalten bleibt, sondern auch Transport und die Zwischenlagerung entfallen. 



  Ausserdem können Anlagen sowohl für die Verarbeitung der Rohprodukte gegenüber den bekannten Anlagen, die saisonbedingt arbeiten müssen, wesentlich kleiner gehalten werden, da der Ernteanfall gleichmässig auf das ganze Jahr hindurch verteilt werden kann. 



   Bei der Aufstellung der Anlagen kann in vorteilhafter Weise auf die standortbedingten natürlichen Umweltfaktoren Rücksicht genommen werden, welche einen Teil der für das ins Auge gefasste Kultivierungsprogramm erforderlichen natürlichen Umweltfaktoren ersetzen können. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren beschränkt sich nicht allein auf die Züchtung von Pflanzen, sondern schliesst auch die Züchtung von Tieren u. a. Lebewesen ein. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Erzeugung von pflanzlichen oder tierischen Produkten unter Züchtung des Lebewesens in einem im wesentlichen geschlossenen Klimaraum auf einem umlaufenden Band, auf dem das Züchtungsgut künstlichen Umweltfaktoren ausgesetzt wird, deren Ablauf die optimalsten Wachstumsergebnisse liefert und in der Weise bestimmt wurde, dass im Zuge einer mehrmaligen Wiederholung des während einer in der Natur erfolgenden Wachstumsperiode stattfindenden Ablaufes der Umweltfaktoren in Klimaanlagen Abschnitte desselben,

   welche einen negativen oder unzureichenden 
 EMI2.1 
 Ablauf der die optimalsten Wachstumsbedingungen liefernden Umweltfaktoren die für die Entwicklung eines gewünschten Wirkstoffes im Lebewesen Ausschlag gebenden Umweltfaktoren unabhängig von dem für die optimalsten Wachstumsbedingungen bestimmten Ablauf in der Richtung einer forcierten Entwicklung dieses Wirkstoffes gesteuert werden. 
 EMI2.2 


Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 3> Umwandlung auf den optimalen Ablauf etwa im Mittelwert wiederholt werden. EMI3.1 Verarbeitung des aus der Anlage kommenden Züchtungsgutes in einer unmittelbar an der Züchtungsanlage anschliessenden Verarbeitungsstätte erfolgt.
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