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Verfahren und Einrichtung zum Abstoppeln
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Abstoppen beschädigter Rohre, insbesondere eines Heizflächenbündels mit schwer zugänglichen Rohrenden.
Es ist bekannt, undicht gewordene Rohre eines Heizflächenrohrbündels an beiden Enden durch einen Stoppel abzudichten, um so das Auswechseln dieses Rohres vermeiden zu können. Soferne nun die beiden Enden auf dessen Innenseite frei zugänglich sind, besteht, abgesehen von Materialfragen für diese Massnahme kaum eine Schwierigkeit. Ein Pfropfen entsprechender Grösse wird in das Schadensrohr hineingetrieben und dann zum Zwecke der totalen Abdichtung mit einer Dichtnaht auf der Innenseite rundum verschweisst. Wenn das betreffende Ende des schadhaften Rohres nicht frei, d. h. leicht zugänglich ist, muss dieser Vorgang mit Hilfe einer eigens dafür konstruierten Maschine vorgenommen werden. Das ist z.
B. der Fall wenn das Rohrbündel von einem Rundsammler ausgeht, dessen Innendurchmesser nicht gross genug ist, um einen Schweisser sich im Sammler frei bewegen zu lassen.
Das Einbringen eines Pfropfens und auch das eventuelle Verschrauben eines solchen mittels Fernbedienung ist im allgemeinen nicht allzu schwierig. Das Legen einer Dichtnaht ist dagegen mit einem unverhältnismässig grossen Aufwand bei der Konstruktion der Maschine verbunden.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Pfropfen eingebracht und befestigt wird, welcher in oder an seinem Körper die für einen dichtenden Lot-oder Schweissvorgang erforderlichen Materialien trägt, und dass der Lot- odeur Schweissvorgang lediglich durch örtliche Wärmezuführung ausgelöst wird.
Der erfindungsgemässe Pfropfen ist dadurch gekennzeichnet, dadass er Hohlräume aufweist, in welchen die während des Lötvorganges benötigten Materialien, wie z. B. Lot-und Flussmittel und gegebenenfalls eine Dichtung gebrauchsfertig angeordnet sind. Gemäss einem weiteren Erfindungsmerkmal ist das Flussmittel in einem Hohlraum im Inneren des Pfropfens eingebettet, der durch entsprechende Bohrungen mit einer Verteilernut verbunden ist und der an der zugänglichen Aussenseite mittels einer Membran oder mittels eines Kolbens verschlossen ist. Die Zuführung der benötigten Wärme erfolgt entweder von aussen oder erfindungsgemäss durch eingebettete Heizelemente, wie z. B. eine elektrische Widerstandsheizung oder eine Patrone mit Zündeinrichtung.
Die Erfindung ist in den Fig. 1 und 2 beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Pfropfen im Schnitt. Fig. 2 zeigt einen ähnlichen Pfropfen im Schnitt.
In Fig. 1 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Pfropfens im Schnitt dargestellt. In einem Rohrboden --2-- ist das abzustoppelnde Rohr--l--eingewalzt und mit einer Dichtnaht - abgedichtet. Der Körper des Pfropfens--3-ist konisch ausgebildet. In der Nut--4-des Pfropfens ist eine Dichtung aus Weichmaterial angeordnet, welche beim Einpressen des Flussmittels in den abgegrenzten Hohlraum zwischen dem Pfropfen --3-- und dem Rohr--l-ein Austreten desselben vermeidet. Die Dichtung kann beim Erwärmen auf Löttemperatur herausbrennen. In einer weiteren Nut-5--ist das Lötmaterial eingebettet.
Die dritte Nut-6-dient zur Verteilung des Flussmittels, welches im Raum --7 -- gespeichert ist. Der Speicherraum --7-- des Flussmittels schliesst nach aussen mit einer Membran --8-- ab. Der Raum-7-ist durch Bohrungen-10-mit der Verteilernut --6-- verbunden.
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Der Pfropfen --3-- wird in das Rohr-l-eingeführt. Dabei kommt die Dichtung-19zum Anliegen an die Rohrinnenseite-14--. Beim weiteren Eindringen des Pfropfens --3-kommt schliesslich der Konus-15-zum Aufsitzen und wird mit Hilfe eines Werkzeuges, dessen
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--7-- durch- mit dem betreffenden Teil des schadhaften Rohres-l-über den Schmelzpunkt des Lötmetalles erwärmt. Das Lötmetall wird dabei aus der Nut--5--herausgeschmolzen und bindet
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der elektrischen Heizung kann auch eine chemische Heizung nach Art einer Patrone mit Zündvorrichtung vorgesehen sein. In Fällen, wo man leicht an die Aussenseite der abzuschliessenden Rohre gelangt, genügt oft die Flamme eines Brenners, um das Lot zu verflüssigen.
Selbstverständlich muss der Schmelzpunkt des Lotes über der Betriebstemperatur des Wärmetauschers liegen.
In Fig. 2 gelten die selben Bezugszeichen wie in Fig. 1. Um das Herausdrücken des Pfropfens aus
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wird solange eingeschraubt, bis sich die Rohrinnenfläche-14-gegen die Konusfläche --15-presst. Der Pfropfen --3-- weist an seiner zugänglichen Aussenseite Nuten --16-- zum Ansetzen eines Werkzeuges für die Verschraubung des Pfropfens--3-auf. An Stelle der Membran --8-- der Ausführungsform nach Fig. l ist bei dieser Ausführungsform ein Kolben --17-- angeordnet.
Das Abpfropfen erfolgt hier in etwa der gleichen Weise wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1.
Der Pfropfen--3--wird jedoch nicht eingedrückt, sondern eingeschraubt. Der konische Teil --18-- des Pfropfens --3-- erleichtert das Einführen bis zum Anschnäbeln des Gewindes - -13--. Auch in diesem Falle dient die Lötung reinen Dichtungszwecken.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die hier dagestellten Beispiele. So kann an Stelle des Schraubverschlusses auch ein Bajonettverschluss treten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Abstoppeln beschädigter Rohre, insbesondere eines Heizflächenbündels mit
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und befestigt wird, welcher in oder an seinem Körper die für einen dichtenden Lot- odeur Schweissvorgang erforderlichen Materialien trägt, und dass der Lot- odeur Schweissvorgang lediglich durch örtliche Wärmezuführung ausgelöst wird.
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