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Anordnung zur Wasseraufspeicherung bei Wasserkraftanlagen.
Es ist häufig bei Kraft-und namentlich bei elektrischen Anlagen (z. B. bei mit Wasserkraft betriebenen elektrischen Überlandzentralen) wünschenswert, die zur Verfügung stehende Energie aufzuspeichern, um sie später zu beliebigen Zeiten und in beliebigen sekundlichen Mengen auszunutzen. Zu diesem Zwecke wurde bereits vorgeschlagen, durch eine Pumpe Wasser in ein hochgelegenes Becken zu drücken, von wo ans es zum Antriebe einer die Hauptanlage unterstützenden Nebenanlage abgelassen werden kann. Die Anordnung einer derartigen Speicheranlage mit Hochbecken war jedoch bisher dort unmöglich, wo kein Wasser zu dessen Speisung zur Verfügung stand oder wohl, z.
B. bei Wasserkraftanlagen, Wasser vorhanden, aber durch Zurückhalten desselben bei Füllung des Hochbeckens Störungen in den Wasserverhältnissen des Unter ! aufcs eingetreten wären oder endlich dort, wo das Wasser wohl vorhanden war, aber im Winter wegen Eisbildung (be- sonders wegen des sogenannten Eisgrieses) nicht zum Pumpen- und Tarbinenbetrieb verwendet werden konnte.
Die Erfindung ermöglicht den Betrieb einer Wasseraufspeicherung mit einem solchen Hochbecken auch in diesen Fällen, und zwar dadurch, dass ausser diesem liochbfckon noch ein zweites, tiefgelegones Becken vorgesehen wird, das entweder. bai stetigem Kreislauf, sowohl zur Speisung als auch wieder zur Aufnahme des Ablaufes des llochbeckens dient oder das nur den Ablauf des Hochbeckens aufnimmt und dann dazu dient, unter Zuhilfenahme einer geeigneten Regelung während der Füllung des Hoch- bcckens aus einem Wasserlaufe soviel Wasser in den Unterlauf abströmen zu lassen, wie aus dem (verlaufe entnommen wird.
Das untere Becken muss. wenn der beabsichtigte Zweck theoretisch vollständig erfüllt werden soll, den gleichen Fassungsraum wie das obere Becken besitzen.
Die Zeichnung zeigt den Erfindungsgegenstand in den Fig. 1 und 2 schematisch in Ausführungsformen für diese beiden Fälle.
Es soll in beiden Fällen ein hochgelegenes Becken B in bekannter Weise während einer gewissen Zeit, z. B. während einer geringen Beanspruchung einer Kraftanlage (elektriches Licht- und Kraftwerk A, Fig. 2), mit Hilfe einer durch eine die aufzuspeichernde Energie liefernde Kraftmaschine Al betriebenen Pumpe P mit Wasser gefüllt werden, das zu einer späteren Zeit (z. B. während der Höchstbeanspruchung der Anlage) aus dem eiteren Becken. ss abgelassen wird, um eine Turbine l'anzutreiben, die die aufgespeicherte Energie durch irgendein Übertragungsmittel weiter abgibt.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiele ist vorausgesetzt, dass zur Füllung des oberen Speicherbeckens B kein geeigneter Wasservorrat (Fluss, See usw. ) vor-
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wasser u. dgl.) gefüllt zu werden braucht und den im allgemeinen gleichen Fassungsraum wie das obere Becken B besitzt. Aus diesem Becken C wird das obere Becken ss durch das Rohrstück t'und das Rohr R mit Hilfe der Pumpe P gefüllt und in dieses Becken C findet wieder die Entleerung des oberen Beckens durch ein besonderes Rohr oder durch das Rohr R und das Rohrstück rl statt, wenn das im Hochbecken aufgespeicherte Wasser zum Antriebe der Turbine T verwendet wird.
Die ganze Anlage kann demnach ganz un-
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Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiele ist vorausgesetzt, dass sich nahe der günstigen Stelle für die Anlage des Hocbbeckens wohl ein entsprechender Wasservorrat F (Fluss, Wasserlauf) befindet, dass aber das zeitweise Zurückhalten von Wasser zur Füllung des oberen Beckens B aus diesem Wasserlanfe und die spätere Entleerung bisher durch wasserrechtliche Verhältnisse unmöglich gemacht war. In diesem Falle wird unterhalb der Turbine ?'wieder ein zweites Becken 0 von im allgemeinen gleichem Fassungsraum wie B angeordnet und dafür gesorgt, dass bei jedesmaliger Füllung des Hochbeckens B der sekundliche Zufluss zur Pumpe (bei ) in jedem Augenblicke gleich
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Es kann also bei unmittelbarer Füllung des Hochbeckens B durch das Rohr R aus dem
Wasserlaufe doch jede Störung der Wasserverhältnisse im Unterlaufe dadurch vermieden werden, dass während dieser Füllung das im unteren Becken C aufgespeicherte Wasser genau in der gleichen Menge abgelassen wird, wie Wasser aus dem Laufe F für das obere Becken B entnommen wird.
Die zum Betriebe der Pumpe P dienende Kraftmaschine 1. kann selbständig betrieben werden oder, wie in Fig. 2 vorausgesetzt ist, ein Elektromotor sein, der seinen Strom aus dem Leitungsnetz L der Hauptanlage selbst erhält.
Bei dem Beispiele nach Fig. 2 wird die durch die Turbine T gewonnene, auf- gespeicherte Energie zum Teil von der Turbine selbst unmittelbar übertragen (z. B. einer Transmission W für ein Walzwerk), zum Teil mittels eines Generators G einem getrennten
Netze LI zugeführt. Selbstverständlich kann die aufgespeicherte Energie auch dem Haupt-
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