AT251847B - Hohlstein für Mauerwerk oder Massivdecken - Google Patents

Hohlstein für Mauerwerk oder Massivdecken

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AT251847B
AT251847B AT981763A AT981763A AT251847B AT 251847 B AT251847 B AT 251847B AT 981763 A AT981763 A AT 981763A AT 981763 A AT981763 A AT 981763A AT 251847 B AT251847 B AT 251847B
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Austria
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cavities
fly ash
bricks
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AT981763A
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Ernst Dipl Ing Dr Tec Kurzmann
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Ernst Dipl Ing Dr Tec Kurzmann
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  Hohlstein für Mauerwerk oder Massivdecken 
Bekanntlich hängt die Wärmehaltung eines Mauerwerks von dessen Wärmedämmung und Warmespeicherung ab. Die Wärmedämmung wird durch die Verwendung eines Steinmaterials geringer Wärmeleitfähigkeit und die Unterbrechung von Wärmeleitbrücken in den Mörtelbetten   erzielt, die Wärmespeiche-   rung wird vornehmlich durch die Erhöhung des Raumgewichtes der Mauersteine erreicht, welche auch die Schalldämmung verbessert. 



   Die Erfindung bezweckt, die Wärmespeicherung bzw. die Schalldämmung von Hohlziegeln durch ihre Füllung mit Flugasche zu steigern und den Dämmstoff trocken zu halten. 



   Es ist bereits bekannt, die Wärmedämmung von Mauersteinen durch deren Ausbildung als Hohlsteine zu verbessern. Hiebei werden in der Richtung des Ausschalens bzw. der Strangbewegung angeordnete, of-   fene Hohlprismen ausgespart,   welche im Mauerwerk horizontal oder vertikal stehen und mittels ihrer eingeschlossenen Luft wärmeisolierend wirken sollen. In grösseren Hohlräumen der bekannten Hohlsteinkonstruktionen tritt aber trotz der vermeintlich hohen Wärmedämmung der Luft ein   Wärmeübergang   durch Konvektion ein, da die Luft in Spalten zirkuliert und derart einen Wärmeaustausch herbeiführt.

   Die Erfindung bezweckt, diese Luftzirkulation in der Weise zu hemmen, dass die Hohlräume mit Flugasche erfüllt werden, Hiedurch wird nicht nur ein Strömungswiderstand geschaffen, der die Luftzirkulation unterbindet, sondern auch das Gewicht des Mauerwerks, damit auch sein   Wärmespeichervermögenundsein   Schalldämmvermögen gesteigert, u. zw. vermittels eines Abfallproduktes thermischer Kraftwerke, welches billig zur Verfügung steht. Gegenüber allen bekannten Hohlraumfüllstoffen hat Flugasche den Vorzug des grössten Porenvolumens und des stärksten Unterschiedes der Eigenfrequenz zu jener der Hohlziegelbaustoffe. 



   Man hat schon versucht, den plastischen Ton, welcher für gebrannte Mauersteine Verwendung fin-   det, durch   die Beimengung von Flugasche zu magern.   Dabei hat sich zwar eine beträchtliche Erhöhung     der Porosität   und damit der Wärmedämmung des Tones herausgestellt, doch ist die Festigkeit der aus mit Flugasche   gemagertemTon   gepressten und hierauf gebrannten Mauersteine stark herabgesetzt. Diese Beimengung   führte zur schichtenweisen   Anreicherung des Magerungsmittels im Ton, wodurch dieser inhomogen wurde, Bei der Herstellung von Hohlziegeln auf der Strangpresse entstehen nämlich zufolge der Strangbewegung dünne Schichten gelockerten und porenreichen Gefüges in der Achsrichtung der Hohlräume.

   Gemäss der Erfindung erfolgt der Zusatz der Flugasche nicht zum Ziegelton, sondern als Ausfüllung der Hohlräume der Hohlsteine. Die Füllung der Hohlräume mit Flugasche kann auch in Hohlsteinen aus Beton, Blähton oder sonstigen anorganischen bzw. organischen Baustoffen erfolgen. 



   Es ist nach dem Schweizer Patent Nr. 83258 bereits bekannt, die Hohlräume von   Hohlsteinen für   Mauerwerk   u. dgl. zwecks Wärme-und Schalldämmung   mit Sagemehl, Holzspänen   u. dgl.   zu füllen. Diese Füllung kann, soferne sie verbrennbar ist, erst nach der Ziegelerzeugung eingebracht werden. Sie kommt mit dem frischen Beton von Formsteinen oder an den offenen Stirnflächen der   Ziegelhohlräume   mit dem feuchten Mauerungsmörtel in Berührung und nimmt dessen Feuchtigkeit auf, wodurch die Dämmwirkung verschlechtert wird. 



   Die Verwendung von Bims, Kork, Zellenbeton usw. als dämmende Füllung von Hohlsteinen mit genutetenLagerflächenund unterbrochenen Mörtelbetten, gemäss der franz. Patentschrift   Nr, 783.   258, setzt 

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 auch voraus,   dass die Stirnflächen   der Hohlräume mit Ziegelmaterial abgeschlossen sind, um den Füllstoff vor der Feuchtigkeitsaufnahme aus dem Mörtel zu schützen. Diese   Stirnf1àchenverschlüsse   erhöhen das   Transportgewicht der gefüllten Hohlsteine ;   ausserdem sind bekanntlich solche den Hohlraum abschliessende Stirnflächen schlagempfindlich, gehen mit den Wänden und Stegen der Hohlziegel keinen guten Verbund ein und werden beim Verarbeiten leicht beschädigt, wodurch sich dieDammfüllung entleert. 



   Esistauchnach der österr. Patentschrift Nr. 132 727 schon bekannt, die Innenflachen von Hohlziegeln mit Dämmstoffen, wie Kork, Torf. usw. derart zu verkleiden, dass innerhalb der   Dämmverkleidung noch   ein Luftraum verbleibt. Diese Ausführung erfordert kostspielige Dämmstoffe und ist nur für grosse Hohlziegel, die unhandlich sind, anwendbar. 



   Man hat gemäss der Schweizer Patentschrift Nr. 78053 schliesslich schon versucht, aus zwei zusammen-   passenden Schalen Hohlsteine zu mauern und   durch Einziehen von Isolierbahnen zwischen den beiden Schalen deren Trockenschlackenfüllung gegen das Aufsteigen oder das Durchdringen von Feuchtigkeit zu schützen. Auch diese Bauweise erfordert einen eigenen Abschluss der Hohlraumstimflächen gegenüber dem Mörtel. Die Tragfähigkeit solcher zweiteiliger Hohlsteine wird durch die Isolierbahn im Vergleiche zu einteiligen Hohlsteinen vermindert, da die Isolierbahn die Hohlsteinstege spaltet und das statische Zusammenwirken der beiden Teile verhindert. 



   Die bisher verwendeten Füllstoffe sind teuer oder, soferne sie organisch sind, nicht dauerbeständig, da sie von Pilzen befallen werden und verrotten können. Sie müssen entweder in die Hohlräume der Hohlsteine vor dem Vermauern eingebracht und durch Stirndeckel in diesen eingeschlossen werden, wodurch die Steine schwer, unhandlich und schlagempfindlich werden ; oder sie werden erst nach dem Versetzen eingefüllt ; dann müssen die Hohlräume durch eingezogene Isolierbahnen gegen Feuchtigkeitsdurchtritte abgesperrt werden, so dass die Tragfähigkeit der Hohlsteinstege durch deren Teilung vermindert wird. 



  Demgegenüber werden erfindungsgemäss die Hohlräume der Hohlsteine mit Flugasche ausgefüllt. 



   Die Flugascheauffüllung kann zum Schutz gegen Feuchtigkeit erfindungsgemäss auch in dicht verschweissten Plastiksäckchen verpackt, beim Vermauern in die Hohlräume der Hohlsteine gestellt werden, worauf die Hohlräume mittels des Fugenmörtels abgeschlossen werden. Hiebei können beiderseits offene Hohlsteine vermauert werden. Die mit Flugasche gefüllten Plastiksäckchen verhindern das Eindringen des Mörtels in die Ziegelhohlräume. Die Auffüllung der Hohlräume von mit in Plastiksäckchen abgefüllter Flugasche kann erfindungsgemäss auch für Hohlsteine aus Beton, Schlackenbeton usw. erfolgen. 



   Die Flugasche kann ferner in gebrannte Hohlsteine, welche   Stimwandverschlüsse   an den Hohlraumenden besitzen, durch Füllöcher nach dem Vermauern eingefüllt werden, worauf diese verstopft werden, Auch hiebei bleibt der Hohlstein beim Brennvorgang innen und aussen den Brenngasen zugänglich. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Hohlstein für Mauerwerk oder Massivdecken, dadurch gekennzeichnet, dass dieHohlräume des Hohlsteines mit Flugasche ausgefüllt sind.

Claims (1)

  1. 2. Hohlsteine nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlraume des Hohlsteines durch in Plastiksäckchen verfüllt Flugasche ausgefüllt sind.
AT981763A 1963-12-09 1963-12-09 Hohlstein für Mauerwerk oder Massivdecken AT251847B (de)

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