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Vorrichtung zum Anzeigen der Abstimmung bei Rundfunk- bzw. der
Aussteuerung bei Tonbandgeräten
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Anzeigen der Abstimmung bei Rundfunk- bzw. der Aussteuerung bei Tonbandgeräten, bestehend aus einem in einem Gehäuse enthaltenen Drehspul- oder Drehmagnet-Messsystem, das ein durch einen langgestreckten Fensterausschnitt im Gehäuse beobachtbares Anzeigeorgan aufweist.
Infolge des niedrigen Stromverbrauches finden derzeit Vorrichtungen der oben genannten Art in erster Linie für Transistorgeräte mit Batterie- oder Akkumulatorenspeisung Verwendung. Die Vorrichtungen werden vorzugsweise in Form von Profilinstrumenten ausgebildet, vor deren Instrumentenskala ein Zeiger in der Längsrichtung des Fensterausschnittes spielt. Während für den Laien die Bedienung netzgespeister Geräte mit elektronischen Abstimmungs- bzw. Aussteuerungsindikatoren, infolge der markanten und leicht ablesbarenAnzeige derselben, ohne Schwierigkeiten möglich ist, bedarf es zur richtigen Handhabung von Geräten mit Indikatoren der eingangs genannten Art einer gewissen Erfahrung und Routine.
Ohne eine solche besteht insbesondere bei Tonbandgeräten die Möglichkeit, dass wertvolle Aufnahmen über- bzw. untersteuert auf den Tonträger übertragen werden.
Es ist zwar ein leicht ablesbares Dreheisen-Messinstrument bekannt, bei welchem eine Schaufläche mit mehreren Farbmarkierungen frontal zum Beobachter in Abhängigkeit von dem Messwert hinter einem kreissektorförmigen Fensterausschnitt des Gerätegehäuses bewegbar ist. Die Schaufläche wird durch eine Scheibe gebildet, welche gleichzeitig den Anker des Messsystems darstellt. Ein solches System ist jedoch nicht für die Anzeige der Aussteuerung oder Abstimmung geeignet, da das Anzeigeorgan in Form der exzentrisch gelagerten Eisenscheibe entsprechend hohen Gewichtes, jedesmal bei Abstimmungsimpulsen bis in die Endstellungen des Systems ausschlagen würde. Ein solches frontal ablesbares Messgerät benötigt einen grossen Einbauraum, der insbesondere bei transistorisierten Geräten nicht zur Verfügung steht.
Die sich frontal hinter einem grossflächigenFensterausschnitt drehende Schaufläche bietet auch keine Möglichkeit, die Art der Anzeige den allgemein bevorzugten Charakteristiken eines magischen Bandes anzugleichen.
Eine hohe Empfindlichkeit und gute Ablesemöglichkeiten bieten auch die bekannten sogenannten Schattenpfeilinstrumente. Bei diesen ist mit dem Drehsystem eine kreissektorförmige Platte gekuppelt, die in Abhängigkeit vom Messwert den Strahlungssektor einer Lichtquelle mehr oder weniger abschattet.
Wenngleich mit einem solchen Messgerät unter Umständen die Imitation eines magischen Bandes erfolgen könnte, ist das optische System in den meisten Fällen mit einem höheren Leistungsbedarf behaftet als übliche Transistorenverstärker für tragbare Rundfunk- und Tonbandgeräte, so dass deren Spannungsquellen in einer für die Gerätebenutzer unzumutbar kurzen Zeit erschöpft wären. Ausserdem sind bei Schattenpfeilinstrumenten die Anzeigeorgane in Form der zylindersektorförmigen Platte mit einem wesentlichen Abstand vomFensterausschnitt angeordnet, wodurch die Einbautiefe solcher Messinstrumente deren Anordnung in tragbaren Rundfunk- oder Tonbandgeräten ausschliesst.
Darüber hinaus wurden auch Anzeigevorrichtungen für Messinstrumente bekannt (s. die deutsche Pa-
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tentschrift Nr. 374305), bei welchen ein drehbarer als Walze ausgebildeter Teil des Instrumentes mit einer als Linie (bzw. Begrenzungslinie zwischen einem geschwärzten und einem ungeschwärzten Teil der Walze) schräg zur Walze verlaufenden Marke versehen ist, der hinter einem geraden schmalen Fenster spielt.
Zweck der Erfindung ist es, eine baulich einfache sowie kleindimensionierteAnzeigevorrichtung der i eingangs genannten Art zu schaffen, die selbst für Laien ohne Schwierigkeiten ablesbar ist. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass zur Imitierung eines magischen Bandes, insbesondere bei Geräten mit Transistorbestückung der Fensterausschnitt die Form eines senkrecht zur Anzeigebewegungsrichtung langgestreckten Rechteckes 5b hat, und dass eine von einer Breitseite des Rechteckes in dieses hineinwandernde Marke des Anzeigeorganes als sich in der Anzeigebewegungsrichtung verjüngende Fläche 7b ausgebildet ist, die bei der Anzeige das Rechteck nach dessen beiden Schmalseiten zu-bzw.
abnehmend ausfüllt, wobei in an sich bekannter Weise das Anzeigeorgan durch eine mit dem Messsystem gekuppelte zylindersektorförmige Platte 4 gebildet wird, die unmittelbar hinter dem Fensterausschnitt 5a bzw. 5b spielt, und diesen in allen Ausschlagstellungen des Messsystems gänzlich ausfüllt, und dass die äussere Mantelfläche der Platte eine Schaufläche 6 bildet, die eine flächige Marke 7 bzw. 7b aufweist, welche den Fensterausschnitt in dessen Längsrichtung in Abhängigkeit vom jeweiligen Ausschlagwinkel mehr oder weniger ausfüllt.
Die Messvorrichtung nach der. Erfindung ist baulich einfach sowie robust und benötigt infolge ihrer Ausbildung als Profilinstrument einen geringen Einbauraum, so dass sie leicht und mit gut übersichtlichem Fensterausschnitt in die Bedienungsplatten von Geräten einzubauen ist. Da die Schaufläche unmittelbar hinter dem Fensterausschnitt hindurchbewegt wird, ergibt sich eine gut ablesbare Abstimm- bzw. Aussteuerungsanzeige. Durch entsprechende Farbgebung der Schaufläche bzw. deren flächiger Marke, beispielsweise durch lumineszierende Farben, kann mit äusserst geringen Kosten der optische Eindruck eines magischen Bandes hervorgerufen werden, ohne dass hiefür Heiz- oder Anodenspannungen, wie beinahe zu sämtlichen elektronischen Indikatoren, erforderlich sind.
Diese Messvorrichtung bietet somit erstmalig die Möglichkeit, auch an solchen Rundfunk- und Tonbandgeräten Indikatoren mit dem Aussehen und der Funktion magischer Bänder anzubringen, wo dies bisher mangels genügenderSpeisekapazität nicht möglich war.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung lassen sich der nachfolgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen entnehmen, die Ausführungsbeispiele der Erfindung darstellen. Es zeigen Fig. l eine Seitenansicht einer Vorrichtung nach der Erfindung mit teilweise aufgeschnittenem Gehäuse ; Fig. 2 eine Ausführung einer Form der Anzeige für eine Vorrichtung nach Fig. 1 und Fig. 2a-c eine schematische Darstellung des Anzeigeablaufes bei der Ausführung gemäss Fig. 2.
Die in Fig. l dargestellte Vorrichtung weist ein Gehäuse 1 auf, das ein Drehspulmessgerät 2 enthält. Der Aufbau des Drehspulmessgerätes im einzelnen ist bekannter Art und braucht daher hier nicht beschrieben zu werden. Das Gehäuse 1 wird so in ein Rundfunk- oder Tonbandgerät eingebaut, dass die Gehäuseoberfläche la nach aussen frei liegt. Mit der Drehspule des Drehspulenmessgerätes 2 ist ein Arm 3 fest verbunden, der ein Anzeigeorgan 4 trägt. Dieses Anzeigeorgan ist durch einen Fensterausschnitt in der Gehäusewand la beobachtbar. Der Fensterausschnitt ist in den Fig. 2, 2a-c dargestellt.
Wie aus den Figuren ersichtlich, weist das Anzeigeorgan 4 eine Schaufläche 6 auf, die beider Drehung des Armes 3 durch die Drehspule unter dem Fensterausschnitt 5b hindurchbewegt wird und den ganzen Fensterausschnitt ausfüllt. Auf der Schaufläche 6 ist eine mit ihr kontrastierende flächige Marke 7b angebracht, welche zur Anzeige in den Fensterausschnitt 5b hineinwandert und diesen mehr oder weniger ausfüllt. Ein Kontrast zwischen der Marke 7b und der Schaufläche 6 kann beispielsweise dadurch gewonnen werden, dass die Schaufläche eine aluminiumfarbige Oberfläche besitzt, während die Marke in leuchtendem Rot oder Grün gehalten ist.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Anzeigeorgan 4 als zylindersektorförmige Platte ausgebildet, deren äussere Mantelfläche die Schaufläche 6 bildet. Die Schaufläche wird dadurch ohne Zwischenschaltung eines mechanischen Getriebes zwischen die Drehspule und das AnzeigeorganingleichmässigemAbstand vomFensterausschnitt bewegt. DerFensterausschnitt muss dabei so begrenzt werden, dass die Schaufläche als im wesentlichen ebene Fläche erscheint.
Um dieAnzeige nach der Art eines doppelt wirkenden magischen Bandes zu gestalten, ist der Fensterausschnitt so, wie in Fig. 2 gezeigt, ausgeführt. Er hat die Form eines senkrecht zur Bewegungsrichtung A des Anzeigeorganes 4 langgestreckten Rechteckes. Die Marke 7b wandert von einer Breitseite des rechteckförmigen Fensterausschnittes 5b in diesen hinein und ist als sich in Bewegungsrichtung A verjüngende Fläche ausgebildet. Wie die Fig. 2a-c zeigen, füllt die Marke 7b bei einer Anzeige den
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rechteckförmigen Fensterausschnitt 5b nach dessen beiden Schmalseiten hin zu-bzw. abnehmend aus. Das Breiter- bzw.
Schmälerwerden einer sich verjüngenden Fläche im Fensterausschnitt entspricht genau der Anzeigeweise eines doppelt wirkenden magischen Bandes.
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über Fig. 4 lediglich insofern eine Änderung brächte, als die rechte Trapezschmalseite durch die Drei- eckspitze ersetzt werden würde.
Die Erfindung ist nicht auf die gezeichneten Ausführungsbeispiele beschränkt. Insbesondere könnte an Stelle eines Drehspulmessgerätes ohne weiteres auch ein Drehmagnet- oder Dreheisenmessgerät verwendet werden.