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Geschweisster Rotor von sich drehenden Maschinen
Die Erfindung bezieht sich auf einen geschweissten Rotor von sich drehenden Maschinen, mit Entla- stungskerben, die sich nur über einen Teil des Querschnittes der Wand erstrecken.
Wenn die-Schweissnähte bei geschweissten Rotoren nicht über den ganzen Querschnitt der Wand aus- geführt sind, ist es bekanntlich notwendig, sogenannte Entlastungskerben auszuführen, welche bisher die
Form einer Amiloiden-, Zylinder- oder einer andern allgemeinen Rotationsfläche aufweisen. Die bisher bekannten Entlastungskerben ermöglichen zwar die Kontrolle der Schweissnähte durch Ultraschallwellen mit direkten Sonden. Eine Indikation von Haarrissen, die im wesentlichen parallel zur Richtung der Ultraschallwellen verlaufen, ist jedoch nicht möglich. Bei einer andern bekannten Ausführung werden die Ultraschallwellen in alle Richtungen des Rotors zerstreut und es ist unmöglich, sie an einem begrenzten
Abschnitt der Rotoroberfläche zu empfangen.
Soweit bei bekannten Entlastungskerben Kegelflächen angewendet werden, sind diese stets durch einen Hohlraum von der Schweissnaht abgeteilt, so dass sie nicht zur Rückführung der Ultraschallwellen, die durch die Schweissnaht hindurchgehen, zurück zur Oberfläche dienen können. Ein weiterer Nachteil der bisher ausgeführten Entlastungskerben besteht darin, dass die Konzentration der Spannung im Nahtgrund nicht völlig ausgeschaltet ist.
Ziel der Erfindung ist die Beseitigung dieser Nachteile, was erfindungsgemäss dadurch erreicht wird, dass die die Entlastungskerbe begrenzenden Flächen als unmittelbar an die Schweissnaht angrenzende und zur Rotorachse unter einem spitzen Neigungswinkel liegende Kegelflächen ausgebildet sind, deren Achse mit der Rotorachse zusammenfällt.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles, welches in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Schweissstelle der miteinander verbundenen Rotorteile, Fig. 2 in schematischer Darstellung die Neigung der die Entlastungkerbe begrenzenden Kegelflächen in bezug auf die mit der Kegelachse zusammenfallenden Rotorachse.
Gemäss dem Ausführungsbeispiel sind zwei Rotorteile 1 und 2 durch eine Schweissnaht 3 miteinander verbunden. Unterhalb der Schweissnaht 3 ist eine Entlastungskerbe 4 angeordnet, deren obere Begrenzungsflächen 5 kegelförmig ausgebildet und unter Vermeidung eines Hohlraumes unmittelbar an die Schweissnaht 3 grenzen. Dadurch ist die Rückführung von Ultraschallwellen 8,9 und 10 ermöglicht, die sich von der äusseren Zylinderfläche 14 des Rotors in der Länge 15 verbreiten und durch die Schweissnaht 3 in Richtung zur Rotoroberfläche hindurchgehen, wo sie von den Richtungen 11,12, 13 auf derselben Zylinderfläche 14 des Rotors in der begrenzten Länge 15 mittels schräger Sonden empfangen werden könne.
Die Neigung der die Entlastungskerbe 4 begrenzenden Kegelflächen 5, d. h. der Scheitelwinkel ci ist in einer spitzen Form so gewählt, dass die begrenzte Länge 15 der Zylinderfläche 14 möglichst kurz ist, so dass bei Anwendung von schrägen Ultraschallwellen 8,9, 10, deren Wiederempfang aus den Richtungen 11,12, 13 möglich ist. Die Ultraschallwellen gestatten eine besonders genaue Bestimmung der Haarrisse im Nahtgrund 7 bei der Richtung 8 der Wellenausstrahlung. Bei der erfindungsgemässen Ausfuh- rung herrscht die grösste Spannung in der Zone 6, wogegen die Spannungskonzentration im Nahtgrund 7 vermindert ist.
Anderseits ist es mit Hilfe dieser Ausführung aber auch möglich, senkrecht auf die Rotorachse verlaufende Haarrisse im ganzenQuerschnittsbereich der Schweissnaht einwandfrei und mit gröss-
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ter Genauigkeit festzustellen.
Die erfindungsgemässe Ausbildung der Entlastungskerben eignet sich besonders für geschweisste Rotoren von Dampf- und Gasturbinen wie auch für die Rotoren von Axialverdichtern und andern rotierenden Maschinen.