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Verfahren zur Herstellung eines Absperrhahnes
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Absperrhahnes, bei dem Teile eines
Hahngehäuses um ein eine durchgehende Öffnung aufweisendes, kugeliges Hahnküken herumgefügt und zu einer das Hahnküken einkapselnden Kammer zusammengeschweisst werden, in der das Hahnküken zwischen der Offenstellung und der Schliessstellung gedreht werden kann.
Bisher ging man bei einem solchen Verfahren zur Herstellung eines Absperrhahnes bekanntlich so vor, dass man die mit dem Hahnküken abdichtend zusammenwirkenden Sitze vor dem Zusammenschweissen der Kammer bereits in die ausgerichtete Lage brachte.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass dieses bekannte Verfahren insbesondere beim Einkapseln eines mit festen Drehzapfen versehenen Hahnkükens in eine parallel zum Strömungsweg geteilte Kammer unzuverlässig ist, weil der beim Schweissen unvermeidliche Wärmeverzug der Ka-nmer in der Regel verhindert, dass sich nach dem Schweissen und Wiederabkühlen der Kammer die Sitze noch genau in der richtigen Lage befinden.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wird ein Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäss so geführt, dass an den offenen Enden der das feste Drehzapfen aufweisende Hahnküken einkapselnden
Kammer, die längs parallel zum Strömungsweg verlaufender Linien zusammengeschweisst ist, nach dem
Zusammenschweissen Passflächen angebracht werden, die mit der Durchgangsöffnung des Hahnkükens in seiner Offenstellung fluchten, wobei innerhalb jeder der Passflächen verschiebbar ein Sitzring angeordnet ist, der mit seinem inneren Ende abdichtend an dem Hahnküken anliegt. Dazu sei bemerkt, dass die
Anordnung von verschiebbaren Sitzringen im Eingang und Ausgang eines Hahngehäuses an sich bekannt ist.
Diese bekannten Anordnungen waren aber nicht geeignet, Hinweise darauf zu geben, wie man bei einem Verfahren der eingangs genannten Art bisher aufgetretenen Schwierigkeiten bezüglich der genannten Ausrichtung der Sitze überwinden sollte. Erst die erfindungsgemässe Verfahrensführung hat hier Abhilfe' geschaffen und gewährleistet, dass die Sitze sich in den zusammengeschweissten Hahngehäusen in der richtigen Lage gegenüber dem Hahnküken befinden.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass das Hahnküken und jeder der Sitzringe in Anlage aneinander gleichzeitig gedreht werden, um konzentrische Sitzflächen darauf einzuschleifen, und dass am Hahngehäuse und am Hahnküken Anschläge angebracht werden, um das Hahnküken auf die Öffnungsstellung und die Schliessstellung für den Flussweg festzulegen. Es ist zwar schon bekannt, die Sitzringe während des Betriebes des Absperrhahnes langsam Stück für Stück weiterzudrehen, um die Abnutzung gleichmässig zu verteilen. Dieses bekannte Verfahren setzt aber voraus, dass die Sitzflächen zunächst bereits aufeinander eingeschliffen sind. Wie oben dargelegt, brachten die bisher bekanntgewordenen Verfahren die Gefahr mit sich, dass eine solche Anpassung der Sitzflächen aneinander beim Zusammenschweissen wieder zerstört wurde.
Zweckmässigerweise werden die Passflächen nach dem Zusammenschweissen der Kammer durch spanabhebende Bearbeitung an den als Rohrstutzen ausgeführten offenen Enden der Kammer angebracht. Eine vorteilhafte Ausführungsart des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass die Passflächen dadurch geschaffen werden, dass je ein Rohrstück an die offenen Enden der zusammengeschweissten Kammer angesetzt wird, dass die Passflächen an den Rohrstücken gegenüber der Durchgangsöffnung durch das Hahnküken in dessen Offenstellung ausgerichtet werden und jedes der
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Rohrstücke mit der Kammer verbunden wird, wenn die Passfläche in dieser Weise ausgerichtet ist. Aus- führungsbeispiele der Erfindung werden an Hand von Zeichnungen beschrieben.
In den Zeichnungen, in denen für gleiche Teile durchwegs gleiche Bezugsziffern verwendet sind, stellen dar : Fig. l einen schaubildlichen Längsschnitt einer Ausführungsform eines Absperrhahnes ; Fig. 2 eine Exklusivdarstellung des in Fig. l gezeigten Absperrhahnes ; Fig. 3 eine schaubildliche Darstellung des zusammengeschweissten Gehäuses in einer Haltevorrichtung ; Fig. 4 das Gehäuse auf dem Drehtisch einer
Bearbeitungsmaschine für die Passflächen ; Fig. 5 einen schaubildlichen Längsschnitt einer andern Ausfüh- rungsform eines Absperrhahnes ; Fig. 5A ein vergrössertes Schnittbild des in Fig. 5 von einem Kreis umge- benen Sitzes, wobei ein Haltestück für den Sitzring teilweise fortgebrochen ist;
Fig.6 einen Querschnitt durch den Absperrhahn der Fig. 5 in verkleinertem Massstab, aus dem ein bei seinem Aufbau vorgenom- mener Schnitt hervorgeht ; Fig. 7 ein schaubildlicher Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform des Absperrhahnes : Fig. 8 eine auseinandergezogene Darstellung des in Fig. 7 gezeigten Absperrhahnes.
Der in Fig. 1 veranschaulichte Absperrhahn, der insgesamt mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet ist, besitzt ein Gehäuse 11, mit einem Strömungsweg 12 und einer zwischen den Enden des Strömungsweges gelegenen kugeligen Kammer 13. Das eine Ende bildet einen rohrförmigen Einlass 14 in die Kammer und das andere Ende einen rohrförmigen Auslass 14a aus der Kammer.
Wie am besten aus Fig. 1 zu ersehen ist, ist in dem Gehäuse ein Hahnküken 15 angebracht, welches sich in den die Kammer 13 bildenden kugeligen Flächenteilen des Gehäuses drehen kann. Genauer gesagt, hat die Kammer 13 von dem kugeligen Abschlussglied in Form des Hahnkükens 15 einen gewissen Abstand, damit dieses sich frei drehen kann. Das Hahnküken wird von einer zylindrischen Öffnung 16 durchquert und besitzt von seinen oberen und unteren Seiten quer zu der Achse der Öffnung 16 verlaufende Zapfen 17 und 18. Der obere Zapfen 17 ist in einem oberen Lager 19 des Hahngehäuses drehbar gelagert, während der untere Zapfen 18 drehbar in einem unteren Lager 20 des Gehäuses sitzt.
Wie Fig. 1 erkennen lässt, kann das Hahnküken auf Grund dieser Lagerung zwischen der in Fig. 1 gezeichneten geöffneten Stellung, bei der die das Hahnküken durchquerende Öffnung 16 mit dem Einlass 14 und dem Auslass 14a des Ventilgehäuses ausgerichtet liegt, und einer geschlossenen Stellung, in welcher die genannte Öffnung in bezug auf den Einlass und den Auslass gegenüber der in Fig. 1- gezeigten Stellung um etwa 900 versetzt ist, gedreht werden.
Jede Seite des Hahnkükens 15 wird von dem kugelig ausgebildeten, inneren Ende eines jeweils im Einlass und Auslass verschiebbar aufgenommenen Sitzringes 21 berührt. An jedem Sitzring ist ein O-Ring 22a angebracht, damit eine gleitfähige Abdichtung zu dem Einlass oder Auslass, in dem der Sitzring angebracht ist, geschaffen wird. Die inneren Enden der Sitzringe werden durch ringförmige Bellville-Federn 22 in feste Berührung mit den kugeligen Oberflächenteilen des Hahnkükens gedrückt. Die Bellville-Federn 22 sind zwischen den äusseren Enden der Sitzringe und den inneren Enden rohrförmiger Haltestücke 23 angeordnet und die Haltestücke sind durch Schweisspunkte 24 oder auf andere geeignete Weise am Einlass und Auslass des Hahngehäuses befestigt.
Offenbar können die Sitzringe leicht entfernt und ausgewechselt werden, wenn man die Befestigungsstellen 24 löst, beispielsweise durch Brennschweissen, und die rohrför- migen Haltestücke sowie die hinter jedem Sitz liegende Feder fortnimmt. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, enthält das Hahngehäuse 11 ein Paar von entlang ihrer aneinanderstossenden Kanten bei 25 zusammengeschweisster Hahngehäuseteilen lla und llb. Die Gehäuseteile sind entlang einer Ebene miteinander verschweisst, die durch die Mitte des Hahnkükens und längs durch die Achse des Strömungsweges durch das Hahngehäuse verläuft. Jeder dieser Gehäuseteile 11a und 11b hat eine innere, konkave, im wesentlichen halbkreisförmig ausgebildete Oberfläche.
Die Hahngehäuseteile 11a und llb sind also grösstenteils übereinstimmende, einheitliche mantelartige Schalenteile 26 bzw. 27, deren ausgewölbter Mittelteil jeweils von einer Öffnung 28 oder 29 durchbrochen ist. Wie am besten Fig. l erkennen lässt, sitzt das Lager 19 in der Öffnung 28 des Schalenteiles 26 und ist bei 30 damit verschweisst, während das untere Lager 20 in der Öffnung 29 des Schalenteiles 27 sitzt und damit durch die Schweissstelle 31 verbunden ist. Das obere Lager 19 hat eine Druchgangsöffnung 32, die einen O-Ring 33 zur Abdichtung gegenüber dem Zapfen 17 trägt, und das obere Ende 34 des genannten Zapfens erstreckt sich durch die Öffnung aus dem Gehäuse heraus und bildet ein Anschlussstück für das nicht näher dargestellte Betätigungsglied des Hahnkükens.
Das untere Lager 20 hat ein abgeschlossenes unteres Ende und eine Ausnehmung 35 darin, die den Zapfen 18 und eine Druckfeder 36 aufnimmt. Die Druckfeder 36 ist zwischen dem unteren Ende des Zapfens und dem unteren Ende der Ausnehmung 35 angeordnet, um das Hahnküken normalerweise nach oben in Berührung mit dem oberen Lager 19 zu drücken. Das obere Lager besitzt eine nach unten weisende Schulter 19a, die einen Ring 19c zur Aufnahme des von einer nach oben weisenden Ringschulter 19b des vergrösserten unteren Endes des Zapfens 17 ausgeübten Druckes trägt.
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Der Zapfen 17 ist durch einen Keil 37 mit einer Betätigungshülse 38 verbunden, die mit einem ge- eigneten Betätigungsglied verbunden und von diesem gedreht werden kann. Das Lager 19 besitzt am oberen Ende einen Flansch mit Bolzenlöchern 40 zum Anschluss an das Betätigungsglied, dessen Einzelheiten nicht
Gegenstand der Erfindung sind. Wie Fig. 2 erkennen lässt, sind auf der Oberseite des oberen Flansches des
Lagers 19 Anschlagsstücke 41 zur Berührung von gegenüberliegend auf der Betätigungshülse 38 angeord- neten Flächen 42 angebracht. Die Flächen 42 sind auf der Betätigungshülse an den Endpunkten der Bewe- gung dieses Teiles vorgesehen, so dass das Hahnküken in seiner geöffneten und seiner geschlossenen Stel- lung zu liegen kommt.
Die gegenüberliegenden Enden der Schalen 26 und 27 bilden am Gehäuse um den Einlass und den
Auslass 14 bzw. 14a ringförmige Endflächen 43 und 44, die in irgendeiner geeigneten Weise an die Rohr- leitung oder Fernleitung, in welcher der Absperrhahn anzuordnen ist, angeschlossen werden.
Bevor die beiden Schalenteile 26 und 27 des Gehäuses miteinander verschweisst werden, werden die
Lager 19 und 20 angebracht. Letzteres wird so ausgerichtet, dass die Anschläge 41 das Hahnküken in seiner geöffneten und seiner geschlossenen Stellung anhalten können. Vorzugsweise werden die nebeneinanderlie- genden Kanten zunächst punktgeschweisst, so dass die Anordnung dann auf eine geeignete Vorrichtung 72 (s. Fig. 3) aufgesetzt werden kann, wo sie um die Achse der Zapfen gedreht werden kann. Das erleichtert das endgültige Aneinanderschweissen der Schalen, indem ihre Kanten immer in die bequemste Lage gedreht werden können.
Wenn auch die verschiedenen Bestandteile eines jeden Hahngehäuseteiles während des Zusammenbaues sorgfältig miteinander verbunden worden sein können, so dass die Drehachse des Hahnkükens wenigstens annähernd senkrecht auf der Achse des Einlasses und des Auslasses steht, so ergeben sich doch beim Ver- schweissen der Teile miteinander gewisse Spannungen und Beanspruchungen in den Teilen, die normaler- weise die Teile wieder gegeneinander verlagern. Ohne eine Korrektur dieser Ausrichtfehler würde es sehr schwer sein, einen konzentrischen Sitz des Hahnkükens und der im Einlass und Auslass verschiebbaren Sitz- ringe zu erreichen. Aus diesem Grunde wird das geschweisste Gehäuse als nächstes von der Vorrichtung 72 entfernt und auf einem Drehtisch 73 angebracht, der Klammern 74 zum Halten der rohrförmigen Enden des Gehäuses besitzt (s. Fig. 4).
Das Hahnküken wird dabei mittels des Zapfens 17 in seine geöffnete Stel- lung bewegt. Die Klammern werden dann durch geeignete Mittel so eingestellt, dass sie die Achse der Öffnung 16 des Hahnkükens parallel zu der Achse oder der hin-und hergehenden Bewegung einer Bohrwelle
75 ausrichten.
Wie in Fig. 4 gezeigt, ist auf der Welle 75 ein Schneidwerkzeug 76. befestigt und läuft mit dieser um, so dass es bei Einführung in den Einlass oder Auslass des Hahngehäuses darin eine zylindrische Fläche erzeugen kann, die mit der Öffnung 16 durch das Hahnküken axial fluchtet. Nach Bearbeitung der einen Seite des Hahngehäuses wird der Tisch 73 in eine Stellung gedreht, in der die andere Öffnung (Einlass bzw. Auslass) in ähnlicher Weise bearbeitet wird. Diese Bearbeitung des Einlasses und des Auslasses glättet auch die Schweissung zwischen den aneinanderstossenden Kanten der Gehäuseschalen 26 und 27, die wie oben erwähnt, eine Fortsetzung der zylindrischen Oberfläche des Einlasses und des Auslasses bildet.
Auf diese Weise kann der von jedem Sitzring getragene Dichtungsring 22a an den durch die Bearbeitung geschaffenen Passflächen eine ununterbrochene Dichtungslinie mit dem Gehäuse bilden.
Nach dem in Zusammenhang mit Fig. 4 beschriebenen Arbeitsgang wird das Hahngehäuse aus den Klammern 74 des Tisches 73 entfernt, und die Sitzringe 21 werden in Einlass und Auslass gebracht. Nun werden das Hahnküken und jeder von den Sitzringen gleichzeitig um ihre jeweiligen Achsen miteinander in Umlauf versetzt, so dass konzentrische Sitzflächen darauf eingeschliffen werden. Dazu kann in der auf diesem Gebiet wohlbekannten Weise ein geeignetes Werkzeug durch den Einlass oder den Auslass eingeführt werden, um am Sitz 21 für den Drehantrieb anzugreifen, während das obere Ende 34 des Zapfens 17 um einen vollen Kreis frei gedreht werden kann, um das Hahnküken zu drehen. Richtigerweise wird der Sitzring in der Richtung gedreht, in welcher er durch die nicht näher beschriebene Einrichtung 46 gedreht wird, welche die Sitzringe während des Betriebes stückweise weiterdreht.
Der Sitzring kann in der einen Richtung gedreht werden, während das Hahnküken in der entgegengesetzten Richtung gedreht werden kann. Nach Beendigung des Einschlelfarbeitsganges werden eine Feder 22 und ein Haltering 23 in den Einlass und Auslass hinter jeden Sitzring eingefügt. Der Haltering wird gegen das Hahnküken gedrückt, um die Feder um den gewünschten Betrag zu spannen und dann bei 24 durch Punktschweissung befestigt, um es lösbar an seinem Platz zu halten. Das Ende 34 des Zapfens 17 des Hahnkükens wird dann in eine Stellung verschwenkt, in welcher sein zur Aufnahme des Keiles 37 dienender Schlitz neben einem der Anschläge 41 auf dem Lager 19 liegt. In dieser Stellung bewegt sich das Hahnküken in Öffnungsstellung (s. Fig. 1).
Dann wird die Betätigungshülse 38 an dem Teil 34 nach unten geführt und der Keil 37 zwischen
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den Schlitzen 77 des Zapfens und dem Schlitz 77a in der Betätigungshülse eingeführt. Die weiter oben erwähnten Anschlagflächen 42 auf der Betätigungshülse werden so in eine Lage gebracht, dass sie sowohl in der geöffneten als auch in der geschlossenen Stellung des Hahnkükens an die Anschläge 41 anstossen.
Wenn ein neuer Sitzring in den Einlass oder den Auslass einzufügen ist, werden die Schweisspunkte 24 gelöst und die Sitzringe 21 werden mit ihren Federn 22 und den Halteringen 23 entfernt. Der neue Sitzring wird dann in den Einlass oder Auslass eingeführt und die Betätigungshülse 38 wird von dem Zapfen 17 entfernt, so dass das Hahnküken zugleich mit dem neuen Sitzring frei gedreht werden kann, um die konzentrischen Sitzflächen darauf einzuschleifen. Dann werden die Feder und der Haltering wieder auf ihren Platz hinter dem Sitzring gebracht und der Haltering in der beschriebenen Weise an dem Gehäuse angeschweisst. Schliesslich wird die Hülse 38 wieder auf dem Zapfen festgekeilt.
Der in den Fig. 5, 5A und 6 dargestellte Absperrhahn, der insgesamt durch die Bezugsziffer 78 be-
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einstimmungen bestehen, sind gleiche Bezugsziffern verwendet worden. Der hier beschriebene Absperr- hahn unterscheidet sich von dem weiter oben beschriebenen grundsätzlich durch die Art und Weise, in welcher die Sitzringe in dem Einlass und Auslass zur Berührung mit entgegengesetzten Seiten des Hahn- kükens 15 angebracht sind. Entsprechend dieser zweiten Verkörperung der Erfindung enthält jeder Sitz eine Anordnung, die abdichtend und gleitfähig in einer zylindrischen Ausnehmung 80 eines Rohrstückes
81 angebracht ist.
Dieses ist beispielsweise durch Schweissen bei 83 mit dem inneren ausgebohrten Ende mit dem Hahngehäuse 11a verbunden und erstreckt sich in. dessen Einlass und Auslass.
Genauer gesagt (s. Fig. 5) ist eine nach innen weisende Schulter 82a eines aufgeweiteten, äusseren
Endes 82 eines jeden dieser Rohrstücke bei 83 mit den den Einlass und den Auslass des Gehäuses umgebenden
Endflächen 43 und 44 verschweisst. Die Aussenseite dieses aufgeweiteten Endes 82 eines jeden Rohrstückes ist bei 84 abgeschrägt, so dass es, beispielsweise durch Schweissen, gut mit der Rohrleitung oder Fernlei- tung, in welche der Absperrhahn einzuschalten ist, verbunden werden kann. Die inneren Durchmesser der
Rohrstücke 81 und ebenso die inneren Durchmesser der Sitzringe 79 sind wenigstens annähernd dem Durch- messer der Öffnung durch das Hahnküken gleich, so dass auch hier, wie im Falle des Absperrhahnes 10, eine volle Öffnung durch das Hahnküken geschaffen wird.
Aus Gründen, deren Verständnis sich besser aus dem weiteren Verlauf der Beschreibung ergibt, ist der Aussendurchmesser des inneren Endes eines jeden Rohrstückeskleiner als der Durchmesser des Einlasses oder des Auslasses, so dass dadurch ein Zwischenraum geschaffen wird, wobei die ununterbrochen umlaufende Schweissnaht 83 den Zwischenraum abschliesst, um das Ventilgehäuse abzudichten.
Wie im Falle der Sitzringe 21 des vorstehend beschriebenen Absperrhahnes sind die inneren Enden der Sitzringe 79 für die konzentrische Berührung mit entgegengesetzten Seiten des Hahnkükens kugelig ausgebildet. Ein mittlerer Abschnitt 84' (s. Fig. 5A) des äusseren Durchmessers eines jeden Sitzringes passt eng in die zylindrische Ausnehmung 80, und der Aussenteil eines jeden Sitzringes hat bei 85 einen vermin- derten Durchmesser zwecks Bildung eines im wesentlichen geschlossenen Ringraumes zwischen jedem Sitzring und seinemrohrförmigen Halter 81. Wie am besten in Fig. 5A zu erkennen ist, verläuft dieser im Durchmesser verminderte Aussenteil des Sitzringes nach hinten bis zur Berührung mit einer Bellville-Feder 86, die das innere Ende des Sitzringes auf Grund ihrer Berührung mit dem Rohrstück 81 fest zur Anlage mit dem Hahnküken drückt.
Jeder Sitzring ist gegenüber der Ausnehmung 80 des rohrförmigen Halters mittels eines Dichtungsringes 87 aus einem geeigneten, elastischen Material abgedichtet. Dieser Ring wird in dem inneren Ende einer jeden der ringförmigen Ausnehmungen aufgenommen und mittels eines starren Spannringes 88, der zwecks Bildung einer nach aussen abgeschrägten Fläche dreieckigen Querschnitt hat, zurückgedrückt. Der Spannring 88 wird durch eine wellenförmige Feder 89 nach innen gegen den Dichtungsring gedrückt. Dabei ist die wellenförmige Feder 89 fest zwischen die Rückseite des Spannringes und die innere Seite der Feder 86 eingepresst.
Die wellenförmige Feder 89 drückt nicht nur den abgeschrägten Ring 88 gleichmässig gegen den Dichtungsring 87, um diesen nach aussen bis zur abdichtenden Berührung mit der Ausnehmung 80 zu verformen, sondern sie tut das in einer von der Feder 86'unabhängigen Weise. Das heisst, dass der Dichtungsring 87 mit einer Kraft in abdichtende Berührung mit der Ausnehmung gebracht werden kann, die von der Kraft, die das innere Ende des Sitzringes in Berührung mit dem Hahnküken treibt, verschieden ist.
Die Herstellungdes Absperrhahnes 78 kann bis zu dem in Verbindung mit Fig. 4 beschriebenen Schritt des Zusammenbaues in der gleichen Weise wie beim Absperrhahn 10 erfolgen. Bei dem Absperrhahn 78 bildet die zylindrische Ausnehmung 80 eines jeden Halteringes 81 die Fläche, auf welcher der Sitzring gleitet und abgedichtet ist. Der rohrförmige Halter und seine zylindrische Ausnehmung 80 werden zunächst
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in. bezug auf die Achse der Öffnung 16 durch das Hahnküken mittels einer Ausrichtvorrichtung 90 ausge- richtet. Diese hat, wie Fig. 6 zeigt, bei geöffnetem Hahnküken eng in die Öffnung 16 passende, ringför- mige Rippen 91. Die Ausrichtvorrichtung hat weiter Rippen 92, die im Aussendurchmesser im wesentlichen mit den Rippen 91 übereinstimmen.
Diese dienen als zylindrische Ausrichtflächen, über welche die inneren Durchmesser eines jeden Rohrstückes 81 bewegt werden können. Wenn diese Rohrstücke in der in Fig. 6 dargestellten Weise angeordnet sind, werden die Schultern 82 ihre aufgeweiteten äusseren Enden 82 bei 83 mit den Endflächen 43 und 44 des Hahngehäuses verschweisst, so wie es weiter oben im Zusammenhang mit
Fig. 5 beschrieben worden ist. Bei dem beschriebenen Aufbau der rohrförmigen Haltestücke und Sitzringe werden selbstverständlich diese Sitzringe in den zylindrischen Ausnehmungen der Rohrstücke befestigt, wenn die letzteren über die Ausrichtvorrichtung 90 geschoben werden.
Die Ausrichtvorrichtung 90 soll nicht nur während des Schweissvorganges an ihrem Platz bleiben, son- dern auch während der Erstarrungs- und Abkühlzeit. Auf diese Weise werden jegliche Spannungen und Be- anspruchungen zwischen dem Hahngehäuse und den damit verbundenen rohrförmigen Sitzringhaltern auf ein Mindestmass beschränkt. Wie bei dem weiter oben beschriebenen Absperrhahn werden die Sitzringe nach Einfügung in den Einlass und Auslass gleichzeitig mit dem Hahnküken gedreht, so dass die dazwi- schenliegenden Berührungssitzflächen aneinander abgeschliffen werden. Wenn ein Sitzring ersetzt werden muss, wird sein rohrförmiger Halter gelöst und von dem Hahngehäuse entfernt. Wenn ein neuer Sitzring eingesetzt worden ist, wird der Halter in der oben beschriebenen Weise wieder angebracht.
Es wird nun auf die in den Fig. 7 und 8 dargestellte Verkörperung der Erfindung Bezug genommen.
Dieser Absperrhahn ist insgesamt durch die Bezugsziffer 94 bezeichnet und besitzt ein in mehrfacher
Hinsicht dem Gehäuse des Absperrhahnes 10 entsprechendes Gehäuse 11. Wo Übereinstimmungen bestehen, sind gleiche Bezugsziffern verwendet worden. Der hauptsächliche Unterschied zwischen dem Absperrhahn
94 und dem Absperrhahn 10 liegt im Aufbau und der Befestigung der Sitzringe 95 (s. Fig. 7), die entge- gengesetzte Seiten des Hahnkükens berühren.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines Absperrhahnes, bei dem Teile eines Hahngehäuses um ein eine durchgehende Öffnung aufweisendes kugeliges Hahnküken herumgefügt und zu einer das Hahnküken ein- kapselnden Kammer zusammengeschweisst werden, in der das Hahnküken zwischen der Offenstellung und der Schliessstellung gedreht werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass an den offenen Enden der das feste
Drehzapfen aufweisende Hahnküken einkapselnden Kammer, die längs parallel zum Strömungsweg ver- laufender Linien zusammengeschweisst ist, nach dem Zusammenschweissen Passflächen angebracht werden, die mit der Durchgangsöffnung des Hahnkükens in seiner Offenstellung fluchten, wobei innerhalb jeder der Passflächen verschiebbar ein Sitzring angeordnet ist, der mit seinem inneren Ende abdichtend an dem
Hahnküken anliegt.