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Kosmetikkoffer
Die Erfindung betrifft einen Kosmetikkoffer mit einem, im Kofferunterteil angeordneten, von einem
Elektromotor angetriebenen Gebläse und mit im Kofferdeckel angeordneten Körperpflegegeräten. Die be- kannten Koffer dieser Art bringen keine Lösung, um eine verhältnismässig grosse Anzahl von Einzelteilen in dem Koffer raumsparend, lagefest und unter Ausnutzung des geringsten Platzbedarfes unterzubringen, und sie sind auch nicht in günstiger Weise auf die gleichzeitige Ausübung mehrerer Gebrauchszwecke ab- gestimmt. Für Kosmetikzwecke ist dies jedoch nicht zuletzt wegen der grossen Vielzahl der hiefür benötigten Teile und angestrebten Verwendungszwecke ein Bedürfnis.
Durch die Erfindung wird ein Kosmetikkoffer geschaffen, welcher diesem Bedürfnis bei günstiger Her-. stellung in vorteilhafter Weise dadurch gerecht wird, dass das Gebläse zwei Luftauslassstellen aufweist und unter Ausbildung einer von den Wänden des Kofferunterteiles überragten Zwischendecke im Kofferunterteil eingesetzt ist, aus welcher der freistehende und ungefähr bis zum Rand des Kofferunterteiles ragende, den Gebläseelektromotor und gegebenenfalls einen filterartigen Duftmittelträger aufnehmende Gebläseansaugstutzen ausgebildet ist, neben dem seitlich die eine Luftauslassstelle des Gebläses in Form eines vorzugsweise nach vorne und höchstens bis zum Rande des Kofferunterteiles ragenden Anschlussstutzens für einen Trockenhaubenschlauch vorgesehen ist,
während die zweite Luftauslassstelle des Gebläses von einem Schlitz in der Koffervorderwand gebildet ist.
Zufolge dieser Ausgestaltung ist ein für verschiedene Gebrauchszwecke geeigneter Kosmetikkoffer geschaffen. Er kann als Haartrocknungsgerät gebraucht werden, ferner getrennt oder gleichzeitig als Trokkengerät für frisch lackierte Nägel, und er stellt das Behältnis für alle hiefür notwendigen Utensilien dar.
Zufolge der Tatsache, dass das Gebläse zwei voneinander getrennte Luftauslassstellen aufweist, tritt eine voneinander getrennte Speisung des Anschlussstutzens für den Trockenhaubenschlauch und des in der Koffervorderwand vorgesehenen Schlitzes auf. In der Trockenhaube ist stets der notwendige Staudruck ge- währleistet ; er kann nicht durch den Schlitz in der Koffervorderwand ausweichen. Ungeachtet, ob also mit Trockenhaube gearbeitet wird oder nicht, sind die aus den beiden Luftauslassstellen tretenden Luftmengen weitgehendst konstant. Das Einsetzen des Gebläses unter Ausbildung einer von den Wänden des Kofferunterteiles überragten Zwischendecke bringt eine räumlich günstige Unterbringung.
Hiedurch ist in günstiger Weise der bisher bekannten Aufgabe des Kosmetikkoffers Rechnung getragen, weitgehendst alle Körperpflegeutensilien aufnehmen zu können. Auch finden darüber hinaus hiedurch etwaige Zubehörteile des Gebläses, z. B. der Trockenhaubenschlauch, in dem Kosmetikkoffer Platz, u. zw. ohne dass ein schwieriges Einlegen notwendig wäre, um beim Tragen des Koffers ein Durcheinanderfallen der Teile zu verhindern. Für diese Einlagerung des Trockenhaubenschlauches ist gleichzeitig der freistehende und ungefähr bis zum Rand des Kofferunterteiles ragende Gebläseansaugstutzenvorteilhaft. Der Trockenhaubenschlauch kann um ihn herumgelegt werden.
Zufolge der entsprechenden Anordnung und Ausbildung des nach vorne und höchstens bis zum Rand des Kofferunterteiles ragenden Anschlussstutzens für diesen Trockenhaubenschlauch braucht letzterer auch für die Einlagerung nicht vom Anschlussstutzen abgezogen zu werden. Anderseits bringt diese Anordnung und Ausrichtung des Anschlussstutzens den Vorteil mit sich, dass das Gerät auch ohne 1 rockenhaubenschlauch verwendet werden kann. In diesem Falle setzt die Person sich in den
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schräg nach vorne und nach oben aus dem Anschlussstutzen austretenden Luftstrom.
Zufolge der Anordnung des Gebläseelektromotors im Gebläseansaugstutzen ist eine raumsparende Ausbildung erzielt und vor allen
Dingen der Vorteil erreicht, dass die aus beiden Luftauslassstellen ausströmende Luft leicht vorgewärmt ist, da die Ansaugluft an dem, im Ansaugweg liegenden Gebläseelektromotor vorbeiströmt und dabei leicht durch die Temperatur des Gebläseelektromotors aufgewärmt ist. Dies erreicht auch eine günstige Kühlung des Elektromotors selbst. Zufolge des gegebenenfalls vom Gebläseansaugstutzen aufgenommenen, filter- artigen Duftmittelträgers kann erreicht werden, dass die Ansaugluft mit Duftstoffen angereichert wird.
Ein solcher filterartiger Duftmittelträger kann in Form einer unterhalb der Ansaugöffnung des Ansaugstutzens liegenden Filterplatte ausgebildet sein oder aus einem, saugfähiges Filterpapier tragenden Duftspenderkamm bestehen, der in den Ansaugstutzen eingesetzt wird. In beiden Fällen ist der Vorteil gegeben, dass sowohl die aus dem Schlitz der Koffervorderwand als auch die aus dem Anschlussstutzen für den Trockenhaubenschlauch austretende Luft mit Duftstoffen angereichert ist. Die durch die Vorsehung des Elektromotors und des filterartigen Duftmittelträgers im Ansaugstutzen erzielte Nachbarschaft dieser Teile führt auch zu dem Vorteil, dass die Strahlungswärme des Elektromotors eine günstige Verdunstung etwaiger Duftstoffe bringt.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung besteht erfindungsgemäss darin, dass das Gebläse zwei Gebläsekammern aufweist, von denen die eine über einen Heizkanal mit dem Anschlussstutzen und die andere unmittelbar mit dem Längsschlitzverbunden ist. Mit dieser Ausgestaltung wird die voneinander getrennte Speisung der beiden Luftauslassstellen erreicht. Jeder Luftauslassstelle kommt dabei eine eigene Gebläsekammer zu. Zur Erzielung erhöhter Temperaturen am Anschlussstutzen kann in dem Heizkanal die aus der einen Gebläsekammer austretende Luft auf höhere Temperaturen gebracht werden. Für die aus dem Längsschlitz austretende Luft und deren vorgesehenen Gebrauchszweck reicht die durch die Motorwärme erzeugte Temperierung aus.
Eine herstellungstechnisch vorteilhafte Ausgestaltung besteht erfindungsgemäss darin, dass das aus Kunststoff bestehende Gebläserad einerseits grössere. in der einen Gebläsekammer umlaufende Flügel besitzt und an der gegenüberliegenden Seite kleinere, in der zweiten Gebläsekammer umlaufende Flügel aufweist.
Hiebei ist es herstellungstechnisch und im Hinblick auf einen geringen Platzbedarf weiterhin von Vorteil, wenn erfindungsgemäss die Gebläsekammern sich bodenseitig des Motors befinden, wobei die kleinere Gebläsekammer näher dem Kofferboden liegt.
Schliesslich ist es weiterhin von Vorteil, wenn erfindungsgemäss die kleinere Gebläsekammer über einen Zuleitungskanal durch einen in einer Gehäuseabdeckplatte neben der Kofferinnenwand liegenden Schlitz mit dem Ansaugstutzen verbunden ist. Dies bringt eine raumsparende und strömungstechnisch günstige Verbindung zwischen der kleineren Gebläsekammer und dem Ansaugstutzen, so dass vor allen Dingen der Übertritt etwaiger Luft aus der grösseren Gebläsekammer in die kleinere Gebläsekammer, welcher leicht zu Pfeifgeräuschen des Gebläses führt, vermieden ist.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine perspektivische Ansicht von dem Koffer mit danebenliegender Trockenhaube, Fig. 2 einen Längsschnitt durch Fig. l, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 2, unter stufenweiser Freilegung darunterliegender Bestandteile, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 2, Fig. 5 einen Schnitt
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barer Längsschlitz 31. Dieser ist unmittelbar, also ohne Zwischenschaltung eines Heizkanals, mit der klei- neren Gebläsekammer 24 verbunden, u. zw. über den Durchlasskanal 32. Er ist vorderseitig mit einem
Leitblech 33 verkleidet, welches ein Austreten der Gebläseluft etwa in Richtung des Pfeiles x bewirkt.
Die kleinere Gebläsekammer 24 ist fernerhin über einen Zuleitungskanal 34 mit einem unterhalb der Zwi- schendecke 10 und neben der Kofferinnenwand liegenden Schlitz 35 mit dem Ansaugstutzen 11 verbun- den. Im übrigen steht die kleinere Gebläsekammer 24 zufolge des zwar nur kleineren Ringspaltes 36 mit der grösseren Gebläsekammer 23 in Verbindung. Dies bewirkt, dass die kleinere Gebläsekammer 24 haupt- sächlich durch den Kanal 34 und geringfügig durch den Ringspalt 36 mit Luft gespeist wird, wobei die ein- gesogene Luft zufolge des Vorbeistreichens am Motor 17 leicht vorgewärmt ist.
Sowohl die kleinere Gebläsekammer 24 als auch die grössere Gebläsekammer 23 sind von einem chassisartigen Bauteil 37 umgeben, welcher die Abdeckplatte 38 aufweist, die entsprechende Durchtrittsschlitze 39 für die vom Ansaugstutzen 11 kommende Eintrittsluft besitzt. An diesem Chassis 37 ist auch mittels Schrauben 40 die Zwischendecke 10 befestigt.
In der Zwischendecke 10 befinden sich Fächer 41, 42, 43, wobei das Fach 43 mit einem Deckel 44 abgedeckt ist und vorzugsweise zur Aufnahme von Lockenwicklern 45 dient. Die Fächer 41, 42 sind zur Aufnahme von Flaschen 46, z. B. Nagellack verschiedener Farben und Nagellackentferner. geeignet.
An der Rückseite des Kofferunterteiles 1 befindet sich eine Tasche 47 zur Aufnahme z. B. eines Haarnetzes 48.
Das Zuleitungskabel 49 ist ebenfalls aus der Zwischendecke 10 ausgeführt, kann bei Nichtgebrauch aufgewickelt und entsprechend der Einlagerung des Schlauches 28 um den Ansaugstutzen 11 oder anderswie im Koffer untergebracht werden. Nach Einbringung sämtlicher Teile wird die Trockenhaube 27 zu oberst in den Kofferunterteil l gelegt.
Das Gebläse ist in den Kofferunterteil l eingesetzt, d. h. es ist zum Zwecke der Reparatur und Reinigung zwar herausnehmbar, kann und soll zum Zwecke der Benutzung jedoch nicht vom Benutzer entnommen werden. Es ist für sich schutzisoliert.
Die Luftansaugung für die grössere Gebläsekammer 23 erfolgt durch den Ansaugstutzen 11 etwa in Richtung der strichpunktierten Linie y. Die Luftansaugung für die kleinere Gebläsekammer 24 erfolgt einerseits durch den Kanal 34 in Richtung des Pfeiles z und anderseits durch Abzweigung eines Luftstromes y'aus dem Luftstrom y.
Das Filter 13 ist herausnehmbar und aus weichem Material, z. B. Schaumgummi, welches ein Anfeuchten mit Duftstoffen und auch ein Auswaschen zum Zwecke der Reinigung gestattet.
Bei der Ausgestaltung nach den Fig. 8 - 11 weist der Ansaugstutzen 11 des Gebläses eine senkrecht zum Kofferboden stehende Einschuböffnung 50 für einen Duftspenderkamm 51 auf. Letzterer besitzt zwei parallel zueinander verlaufende Zinkenreihen 52 und 53. Zwischen diese ist eine Platte 54 aus saugfähigem Material geklemmt. Unterhalb der Handhabe 55 weist der Duftspenderl : a1l1m 51 darüber hinaus einen, die Einschuböffnung 50 in eingeschobener Stellung schliessenden Auflagerand 56 auf.
Der Duftspenderkamm 51 ist etwa tangential zum Luftstrom angeordnet. Der Luftstrom ist in Fig. 8 durch die Pfeile P versinnbildlicht. Dieser Luftstrom streicht an den zum Luftstrom freiliegenden Stellen 54'der saugfähigen Platte 54 vorbei und wird hiedurch mit Duftstoffen angereichert. Der Nachschub an Duftstoffen erfolgt aus dem Inneren der Platte 54 und auch aus den beiderseits an die Stellen 54'angren- zenden aber von den Zinkcn verdeckten Abschnitten.
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Zum Gebrauch des Gebläses, z. B. zum Haartrocknen, wird der Duftspenderkamm 51 aus seiner Ein- schuböffnung 50 herausgezogen und mit Duftstoffen getränkt. Entsprechende Duftstoffe können sich gleich- zeitig an vorbestimmten Stellen im Inneren des Kosmetikkoffers befinden. Anschliessend wird der Duft- spenderkamm 51 wieder in die Einschuböffnung 50 gesteckt. Nach Einschalten des Gebläses strömt aus dem Auslassstutzen 26 und dem Längsschlitz 31 die mit Duftstoffen angereicherte Luft aus.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kosmetikkoffer mit einem im Kofferunterteil angeordneten, von einem Elektromotor angetriebenen Gebläse und mit im Kofferdeckel angeordneten Körperpflegegeräten, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebläse zwei Luftauslassstellen (26. 31) aufweist und unter Ausbildung einer von den Wänden des Kofferunterteiles (1) überragten Zwischendecke (10) im Kofferunterteil eingesetzt ist.
aus welcher der freistehende und ungefährbis zum Rand des Kofferunterteiles (1) ragende, den Gebläseelektromotor (17) und gegebenenfalls einen filterartigen Duftmittelträger aufnehmende Gebläseansaugstutzen (11) ausgebildet ist, neben dem seitlich die eine Luftauslassstelle des Gebläses in Form eines vorzugsweise nach vorne und höchstens bis zum Rande des Kofferunterteiles (1) ragenden Anschlussstutzens (26) für einen Trockenhaubenschlauch (28) vorgesehen ist, während die zweite Luftauslassstelle des Gebläses von einem Schlitz (31) in der Koffervorderwand (1') gebildet ist.