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Mosaik-Fernschreibgerät
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Der Druckkopf in Fig. 1 besteht aus einer Hülle 1 und einem Fortsatz 2, welche durch den Endring 3 mit Gewinde verbunden sind. Die Hülle 1 und der Fortsatz 2 umschliessen 25 Druckstempel 4, welche im weiteren als"Druckdrähte" bezeichnet werden. 25 Druckdrähte sind koordinatenmässig angeordnet. Die Druckdrähte 4 werden durch die Führungsglieder 5, 6 und 7 geradlinig geführt. Diese Führungsglieder tragen Löcher, durch welche die Druckdrähte geführt sind. Zum Ende des Fortsatzes 2 zu verjüngen sich die Abstände der Löcher. In Fig. 1 sind die Druckdrähte in der nichtbetätigten Stellung dargestellt.
Die Führungsglieder 5,6 und 7 sind in Abständen längs der Hülle 1 angeordnet. Das Führungsglied 5 ist am Ende der Hülle l und am Ende des Fortsatzes 2 angeordnet. Das Führungsglied 6 ist innerhalb der Hülle 1 angeordnet und mit den andern Führungsgliedern durch Stifte 9. einjustiert.
DasFührungsglied 7 wird durch dieSchrauben 10 justiert. Das letztgenannte Führungsglied kann auch einen Teil eines Wagens darstellen, auf welchem frei drehbare Rollen, wie z. B. 11 in Fig. l, angeordnet sind und welche eine Bewegung des Druckkopfes auf Schienen in der Druckrichtung bzw. in der Wagen- rückführungsrichtung gestatten. Eine Schulter 12 dient dann, das Führungsglied 7 durch Schrauben 13 zu halten. Zylindrische Kammern 14 sind durch die Schulter gebohrt, und jede dieser Kammern besitzt einen Stempelteil 15 für jeden Druckdraht 4. Anschliessend an den Stempelteil 15 ist ein abgesetzter Teil 16, welcher im zugehörigen gebohrtenTeil des Führungsgliedes 7 geführt ist. Ein Ring 17 ist für jeden Druck-
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zur Rückführung des Druckdrahtes angebracht.
EinBlock 19 ist mitSchrauben 20 aufgeschraubt, um einenzugang zu den Kammern 14 der Teiles 12 zu ermöglichen. Jedes der Löcher dieses Blockes 19- besitzt biegsame Röhren 21, z. B. aus Nylon, deren Enden in'die Löcher des Blockes 19 eingeschraubt sind.
Diese Röhren führen ein flüssiges Medium, wie z. B. Öl unter Druck, aus einer Pumpe, welche von einem Gerät gesteuert wird, das im Zusammenhang mit Fig. 4 beschrieben wird. Dieses flüssige Medium bringt die ausgewählten Druckdrähte nach links.
Die Fig. 2 zeigt eineEndansicht des Druckkopfes, gesehen von der Blickrichtung A der Fig. l, während die Fig. 3 einen Teil des Endes zeigt, in Richtung des Pfeiles B, in Fig. 1 gesehen.
InFig. 4 ist derDruckdrahtwähler gezcigt. welcherfür alle 25 Druckdrähte gleich ist und für je einen der Druckdrähte 4 bestimmt ist.
Jeder der Druckdrahtwähler besteht aus einem Ventil 22 und einem Solenoid 23. Jedes Ventil besitzt einen Zylinder 24, einen Kolben 25 mit einem ringförmigen Absatz 26. Der Kolben 25 ist innerhalb des Zylinders 24 drehbar, wobei eine Druckfeder 27 innerhalb des Zylinders 24 zwischen dem oberen Ende des Kolbens 25 und einem Nockenglied in Form eines Stiftes 28 arbeitet, welcher vertikal durch die Grundplatte des Zylinders 24 hindurchreicht. Dieser Stift 28 wirkt mit der Unterseite des Kolbens 25 zusammen und wird von der Peripherie einer doppeltgebauchtenNocke 29 betrieben. Die doppeltgebauchteNocke 29 ist eine von 25 solchen Nocken, welche auf einem gemeinsamen Nockenschaft 30 sitzen und von einem Motor 31 angetrieben werden. Eine weitere Nocke 32 wird für die Erzeugung von Zeitimpulsen verwendet, deren Zweck später beschrieben wird.
DasSolenoid 23 besitzt einen Magnetkern 33 und einen Anker 34, welcher sich um denPunkt 35 dreht.
Der Anker 34 besitzt einen Stift 36, von dem ein Ende mit dem Anker verbunden ist und dessen anderes Ende durch den Zylinder 24 hindurchreicht, um mit der Unterseite des Kolbens 25 zusammenzuwirken.
Eine erste Versorgungsleitung 38 ist zwischen der Pumpe 39 und jedem Zylinder 24 zur Versorgung mit flüssigemMedium unter Druck vorgesehen. Eine biegsame Röhre 21 ist zwischen dem Zylinder 24 und der entsprechenden zylindrischen Kammer 14 im Absatz 12 des Druckkopfes verbunden.
Die Wirkungsweise wird nun näher beschrieben. DieSignalkombinationen eines 6 aus 2-Telegraphen- kode werden in elektrische Signale umgewandelt, um Kombinationen von Druckdrähten zur Bildung und zum Abdruck von Zeichen zusammenzustellen. Solche Einrichtungen können hier verwendet werden, um die 25 Wähleinrichtungen und ihrer dazugehörigenDruckdrähte zu betätigen. Es ist z. B. bei etwa 100Zei-
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tigen. Aus diesem Grunde sind Zeittaktimpulse notwendig, welche von der Nocke 32 über die Spule 37 erzeugt werden. Da die Nocke 32 zweibauchig ist, muss sich die Nockenwelle 50mal in der Sekunde umdrehen.
Die in der Spule 37 von der Nocke 32 induzierten Stromstösse werden in Stromtoren verarbeitet und den Solenoide 23 zugeführt. Inder nichterregten Bedingung der Solenoide ragen die Stifte 36 in die Zylinder 24 und sperren diese. Die Flüssigkeitszufuhr durch das Rohr 38 wird dadurch verhindert. Fehlt jedoch die Sperrung durch den Stift 36, dann bewegt sich der Kolben 35 infolge der Druckfeder 27 nach unten. Während der Abwärtsbewegung des Kolbens 25 wird die Austrittsöffnung der Röhre 38 freigegeben, wodurch die Flüssigkeit in der ringförmigenAusnehmung 26 des Kolbens durch die Pumpe 39 gepresstwerden
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kann und über die Leitung 21 in die zylindrischen Kammern 14 des Druckkopfes gelangt (Fig. 1).
Die Flüssigkeit wirkt auf den Kolben 15 der Druckdrähte 4 entgegen dem Druck der Feder 18.
Der Abdruck eines Zeichens ist auf einen Zeitraum von zwei Millisekunden innerhalb des 10-Milli- sekunden-Druck-Zyklus begrenzt, wobei der Druckkopf in bezug auf die Schreibunterlage während zwei Millisekunden feststeht. Während der andern acht Millisekunden wird der Druckkopf zum nachfolgendenzeichendruck vorbereitet, wenn nicht ein Abstandszeichen gesendet wird. Beim Aberregen des Solenoides 23 wird der Anker 34 durch die Federkraft in die Ausgangslage zurückgebracht, wobei das freie Ende desStiftes 36 wieder in denZylinder 24 hineingerät. Während dieses Zeitraumes der Aberregung des Sole- 110ides durch Beendigung des Signales wird der Stift 28 nach unten bewegt, wobei dann der Stift für die verbleibende Zeit von zwei Millisekunden oben verbleibt.
Da der Stift 28 mit der Unterseite des Kolbens zusammenarbeitet, bewegen sich die Kolben entgegen dem Druck der Feder 27 nach aufwärts. Die Aufwärtsbewegung der Kolben bewirkt, dass ihre unteren Enden die Öffnungen des Zylinders 24 des Rohres 38 schliessen, wodurch der Fluss des flüssigen Mediums beendet wird. Während dieser Aufwärtsbewegung werden jedoch die Öffnungen des Zylinders 24 zumRückflussrohr 40 geöffnet und das flüssige Medium, welches ursprünglich zu den zylindrischen Kammern 14 des Druckkopfes geführt wurde, durch den Zylinder in das Rückflussrohr 40 geleitet.
PATENTANSPRÜCHE : l. Mosaik-Fernschreibgerät, dadurch gekennzeichnet, dass zur gleichzeitigen Bewegung ausgewählter, koordinatenmässig angeordneter Druckdrähte diese Druckdrähte in Führungen eines Druckkopfes geführt sind, welcher zylindrische Kammern besitzt, an welche für jeden Druckdraht eine eigene Druckleitung zur Führung eines flüssigen Mediums angeschlossen ist, und für jeden Druckdraht eine Rückstellfeder vorgesehen ist und dass jede Druckleitung an einen eigenen hydraulischen Durckdrahtwähler angeschlossen ist.
2. Mosaik-Fernschreibgerät, dadurch gekennzeichnet, dass der hydraulische Druckdrahtwähler aus
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der Mantelfläche, einer Zuführungsleitung für das flüssige Medium in den Zylinderraum, dievomZylin- derraum abgehende Druckleitung zu dem Druckdraht, eine den Kolben betätigende Druckfeder sowie ein gegen diesen Druck wirkender Nockenstift und ein von einem Solenoid entsprechend dem Zeichensignal betätigter Sperrstift für den Kolben vorgesehen sind, wobei die Zuführungsleitung für das Medium bei unbetätigtem Kolben verschlossen und bei betätigtem Kolben mit der ringförmigen Ausnehmung an der Mantelfläche inVerbindung steht und die Druckleitung stets mit der ringförmigen Ausnehmung verbunden ist ;
so dass weiters eine allen Druckdrahtwählern gemeinsame Nockenwelle mit zweibrüchigen Nocken für jeden Druckdrahtwähler zur Betätigung des Nockenstiftes und einer gemeinsamen Nocke zur Zeittaktgabe vorgesehen ist.