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Verzögerungsleitung für Wanderfeldröhren
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oderresonatoren aufgebaut ist. Aus Gründen der Raumersparnis ist nur ein Metallholm vorgesehen, auf dem die Metallbänder 1-6 befestigt sind, die die Schlitzresonatoren bilden. Die einzelnen sich kreuzenden Metallbänder 1 und 4 bzw. 2 und 5 bzw. 3 und 6 sind dabei an ihren dem Metallholm 7 abgewendeten Enden jeweils miteinander verbunden. Die Länge der durch die einzelnen Metallbänder begrenzten Schlitzresonatoren soll dabei etwa einem Viertel der mittleren Betriebswellenlänge entsprechen. Die Schlitzresonatoren sind dann auf der Seite, wo die Resonatoren durch den Metallholm 7 abgeschlossen sind, magnetisch und auf der Seite, wo die Resonatoren offen sind, elektrisch miteinander gekoppelt.
Fig. 2 zeigt das Ersatzschaltbild dieser Leitung.
Die Bandbreite der in Fig. 1 dargestellten Leitung hängt vom Mass der elektrischen und magnetic schen Kopplung der einzelnen Resonatoren ab.
Die magnetische Kopplung und damit die Bandbreite wird erfindungsgemäss dadurch verbessert, dass in den Metallholm 7 zwischen den Stellen, an denen die einzelnen Metallbänder befestigt sind, Einkerbungen vorgesehen werden. Die Form dieser Einkerbungen kann beliebig sein. Die Einkerbungen müssen jedoch so bemessen sein, dass sie im Betriebsfrequenzbereich weder für sich Resonatoren noch in Verbindung mit dem Metallholm eine Verzögerungsleitung bilden. Damit die Einkerbungen in der gewünschten Weise zur Erhöhung der magnetischen Kopplung beitragen, d. h. als induktive Belastung wirken, darf der Metallholm mit den Einkerbungen nur in einem Frequenzbereich als Verzögerungsleitung wirken, der höher liegt als der Betriebsfrequenzbereich.
Um die Bandbreite weiterhin durch Verbesserung der elektrischen Kopplung zu erhöhen, werden nach der Erfindung bei einer Verzögerungsleitung nach Fig. 1 im Bereich des elektrischen Streufeldes der Leitung zwei metallische Längsstege parallel zum Metallholm 7 angeordnet, die die Verzögerungsleitung kapazitiv belasten. Die Metallstege können dabei vorteilhaft mit den Metallholmen galvanisch verbunden sein.
Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Verzögerungsleitung mitden geschilderten Massnah- men ist in Fig. 3 von der Seite und in Fig. 4 von vorne dargestellt. An dem in Längsrichtung der Verzögerungsleitung sich erstreckenden Metallholm 8 sind bandförmige Leiterstücke 9 befestigt, die in Verbindung mit dem Metallholm 8 eine Wendel bilden, die dreieckigen Querschnitt aufweist. Der Metallholm 8 ist zwischen den Stellen, an denen die einzelnen Metallbänder 9 befestigt sind, mit Einl'rbungen 10 versehen. Die Einkerbungen sind kreisbogenförmig ur-1 sollen eine solche Tiefe besitzen, dass die induktive Kopplung der Leiterstücke 9 über den Metallholm 8 vergrössert wird.
Dies ist stets dann erreicht, wenn der Metallholm 8 mit den Einkerbungen 10 nur für Frequenzen, die höher liegen als der Betriebsfrequenzbereich, eine eigene Verzögerungsleitung darstellt. Auf der dem Metallholm 8 abgewendeten Seite umgeben symmetrisch zwei parallel zum Metallholm 8 verlaufende metallische Längsstege 11 und
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der Leitung im Bereich der elektrischen Kopplung der einzelnen, zweichen den Leiterstücken 9 gebilde-. ten Resonatoren, wodurch die Gestalt der Dispersionskurve verflacht und die ausnützbare Bandbreite vergrössert wird. Die kapazitive Belastung der Leitung ist dabei ausserhalb der Zone des grössten Streufeldes der Verzögerungsleitung vorgenommen, da diese Zone für die lokalisierte Dämpfung zur Verhinderung von Selbsterregung vorbehalten bleibt.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Verzögerungsleitung wird zweckmässig mit einem Elektronenstrahl betrieben, der zwischen dem Metallholm 8 und einem der Längsstege 11 oder 12 seitlich an der Verzögerungsleitung entlanggeführt wird. Der Elektronenstrahl ist dabei vorteilhaft als Flachstrahl ausgebildet. Es ist aber auch möglich, die erfindungsgemässe Verzögerungsleitung so auszubilden, dass der Elektronenstrahl im Innern der Wendel geführt ist, die von den einzelnen band- oder drahtförmigen Leiterstücken und dem zur Befestigung dieser Leiterstücken dienenden Metallholm gebildet ist. Dazu wird diese Wendel im Querschnitt aufgeweitet. Die Fig. 5 zeigt eine derartige Verzögerungsleitung von vorne, bei der die Leiterstücke 13 so geformt sind, dass die Wendel zwiebelförmigen Querschnitt aufweist.
Mit 14 ist der Querschnitt des Elektronenstrahls bezeichnet, der innerhalb dieser Wendel geführt wird.
Die metallischen Längsstege 15 und 16 dienen wieder zur kapazitiven Belastung der Verzögerungsleitung und sind mit dem Metallholm 17, der ebenfalls wieder mit Einkerbungen 18 versehen ist, galvanisch verbunden.
Eine einfache Methode, eine Verzögerungsleitung nach den Fig. 3 und 4 oder 5 herzustellen, besteht darin, den Metallholm und die Längsstege aus einem einzigen Blechstreifen zu stanzen und anschliessend um einen entsprechend geformten Dorn zu biegen. Die Fig. 6 zeigt einen solchen Blechstrei- fen, der beispielsweise entsprechend der Fig. 7 zusammengebogen und-gelötet wird.
Die Erfindung erstreckt sich nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele. Insbesondere können
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die Einkerbungen im Metallholm als kurze Schlitze ausgebildet sein.
Der wesentliche Vorteil einer erfindungsgemässen Verzögerungsleitung besteht in der grossen Bandbrei- te und der hohen Wärmekapazität und-ableitfähigkeit bei sehr raumsparendem Aufbau.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verzögerungsleitung, insbesondere für Wanderfeldröhren mit draht- oder bandförmigen Leiterstücken, die auf einem in Längsrichtung der Verzögerungsleitung sich erstreckenden, durchlaufenden Metallholm befestigt sind und mit diesem eine Wendel bilden, deren Querschnitt zumindest an der Stelle, an der die Leiterstücke mit dem Metallholm verbunden sind bzw.
in diesen übergehen, in eine Spitze ausläuft, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallholm (8,17) zwischen den Stellen, an denen die einzelnen Leiterstücke (9,13) an ihm befestigt sind, Einkerbungen (10,18) solcher Form und Tiefe aufweist, dass der Metallholm (8,17) mit den, insbesonders kreisbogenförmigen oder rechteckigen, Einkerbungen (10,18) nur bei Frequenzen, die höher liegen als der Betriebsfrequenzbereich, eine eigene Verzögerungsleitung darstellt, und dass im Bereich der dem Metallholm (8, 17) abgewendeten Seite der Wendel mindestens ein Metallsteg (11 und 12. 15 und 16) parallel zum Metallholm (8,17) verlaufend in geringem Abstand von den Leiterstücken (9, 13) symmetrisch zum Metallholm (8,17) angeordnet ist.