AT230991B - Ölschalter mit Löschkammer - Google Patents

Ölschalter mit Löschkammer

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AT230991B
AT230991B AT487061A AT487061A AT230991B AT 230991 B AT230991 B AT 230991B AT 487061 A AT487061 A AT 487061A AT 487061 A AT487061 A AT 487061A AT 230991 B AT230991 B AT 230991B
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AT
Austria
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chamber
arc
extinguishing
extinguishing agent
channels
Prior art date
Application number
AT487061A
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English (en)
Inventor
Enrico Dr Ing Baldini
Original Assignee
Magrini Fab Riun Scarpa
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Description


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 EMI1.1 
 
Die Erfindung bezieht sich auf eine Löschkammer mit Löschmittel, insbesondere für Ölschalter für hohe Leistungen und Spannungen. 



   Es ist bekannt, dass die Wirkung einer Löschkammer mit Löschmittel stark von den für den Abfluss des vom Lichtbogen erzeugten Gases dienenden Öffnungen abhängt. 



   Die heutige Technik kennt im wesentlichen zwei Arten von   Löschkammern :   jene in welcher die Lö- schung des Lichtbogens mittels eines direkten, längs der Achse des Lichtbogens verlaufenden Strahles er- folgt und die infolgedessen mit axialen Abflussöffnungen für das erzeugte Gas versehen ist, sowie jene, in welcher die Löschung des Lichtbogens in Querrichtung stattfindet und welche infolgedessen Querabfluss- öffnungen für das Gas besitzt. 



   Solche Löschkammern bestehen beispielsweise aus mehreren   Querstromkanälen,   welche durch kreis- förmig ausgeschnittene Isolierplatten voneinander getrennt sind. Durch diese Querstromkanäle wird durch   den durch den Abschaltlichtbogen zwischen dem festen Kontakt   und dem beweglichen Schaltstift im Druckraum der Löschkammer erzeugten Druck Löschmittel hindurchgedrückt. 



   Bei einer weiteren bekannten Ausführungstorm von einem Olschalter mit Querlöschung besitzt der bewegliche Kontakt Querrillen für den Umlauf des Löschmittels, welche das Ausströmen erleichtern. Bei dieser Ausführungsform ist weiters eine aus einem einzigen Stück bestehende Weicheiseneinlage vorgesehen, welche dazu dient, das um den Lichtbogen bestehende magnetische Feld abzuleiten. 



   Die Löschkammer mit Axialströmung ist wirksamer für die Unterbrechung von kleinen und mittleren Strömen ; für starke Ströme besitzt sie den Nachteil, hohe Spannungen und Lichtbögen von sehr langer Dauer und infolgedessen auch sehr hohe innere Drücke zu erzeugen. 



   Die Löschkammer mit Querströmung ist dagegen wirksam für hohe Ströme, während sie bei kleinen und mittleren Strömen einen länger dauernden Lichtbogen erzeugen kann ; bei starken Kurzschlussströmen werden keine übermässigen Drücke erzeugt, weil die Gase am gleichen Ort, an welchem sie entstehen, auch austreten können, während bei kleinen und mittleren Strömen der erzeugte Druck auch nicht genügend hoch sein kann, um die Dauer des Lichtbogens genügend kurz zu halten. 



   Es sind auch kombinierte Arten von Löschkammern bekannt,   u. zw.   jene, in welchen die Kennzeichen der Löschkammer mit Querströmung mit jener der Löschkammer mit Axialströmung kombiniert werden,   u. zw.   derart, dass die Nachteile beseitigt und die Vorteile der zwei Löschkammerarten beibehalten werden. Der   Löschkammerteil,   welcher mit Axialströmung arbeitet, ist für die Unterbrechung von kleinen und mittleren Strömen bestimmt, während der Löschkammerteil, welcher mit Querströmung arbeitet, nur dann wirksam wird, wenn es sich um die Unterbrechung von starken Kurzschlussströmen handelt, bei kleinen und mittleren Strömen aber praktisch keine Wirkung hat.

   Bei einer bekannten Ausführungsform einer Löschkammer mit   Quer-und Längsströmung   sind zwei mittels eines rohrförmigen, U-förmigen Verbindungselementes verbundene Elemente vorgesehen, wobei in einem dieser beiden Elemente eine Löschung mittels Querströmung, im andern eine Löschung durch Längsströmung erfolgt.

   Da im Falle   von starken Kurzschlussströmen auch die   entstehenden Energiemengen entsprechend hoch sind, müssen sehr weite Abflussöffnungen für die Gase geschaffen werden, so dass im Falle von kleinen und mittleren Strömen und infolgedessen von beschränkten Lichtbogenleistungen, wo die Gase an der gleichen Stelle, an der sie erzeugt werden, direkt ins Freie austreten können, beim Nulldurchgang des Stromes nicht genü-   gend   Druck vorhanden ist, um die Unterbrechung zu bewirken. 

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   Wenn also keine   äusseren   Entionisierungsmittel eingreifen, muss die Abschaltung von kleinen und mitt- leren Strömen nur durch die Wirkung des mit Axialströmung arbeitenden Löschkammerteiles erfolgen. Es ist leicht verständlich, dass eine solche Kammer, die sowohl kleine und mittlere, als auch starke Ströme abschalten soll, eine unwirtschaftliche Länge aufweisen wird. Ausserdem besteht der Nachteil, dass bei
Strömen, welche niedriger sind als der maximale Kurzschlussstrom, für welchen der Löschkammerteil mit Querströmung bemessen ist, eine höhere Lichtbogendauer auftritt als bei Verwendung einer Lösch- kammer, die ausschliesslich mit Axialströmung arbeitet, so dass die Lichtbogendauer,   welche man z.

   B.   mit Strömen gleich   lolo   des Abschaltvermögens erhält, viel länger sein wird, als jene für Ströme gleich
100%. Es sind Löschkammern der kombinierten Art bekannt, in welche während der Abschaltung eine ge-   wisse Menge Löschmittel in Axialrichtung   eingebracht wird, um für die Abschaltung von kleinen und mitt- leren Strömen auch den Löschkammerteil mit Querströmung verwenden zu können.

   Dieses System ist je- doch mit dem Nachteil behaftet, dass im Inneren der Kammer Wirbelbewegungen des Löschmittels erzeugt werden, welche sich derart auswirken können, dass der Lichtbogen für eine rasche Abschaltung nachteilige
Lagen   annehmen kann, insbesondere im Fall von starken Kurzschlussströmen, und dass ausserdem auch wegen der   grösseren Löschmittelmengen, welche mit dem Lichtbogen selbst in Kontakt treten, hohe Drücke erzeugt werden. 



   Die Vergrösserung der Anzahl und des Querschnittes der   Austrittsöffnungen   in Querrichtung, zwecks
Erhöhung der abschaltbaren Kurzschlussströme bei hohen Spannungen, hat sich nicht immer als wirksam erwiesen. Die Lage, die der Lichtbogen gegenüber den Abflussöffnungen selbst einnimmt, und die Bewe- gungsmöglichkeit des Löschmittels innerhalb der Kammer in den Abflusskanälen und in deren unmittelba- rer Nähe spielen eine wichtige Rolle während des Abschaltvorganges. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Ölschalter mit einer Löschkammer für die Löschung des Lichtbogens, welche Löschkammer im wesentlichen aus einem oberen Teil zur Abschaltung starker Kurzschlussströme durch Löschung mittels Querströmung und einem unteren Teil zur Abschaltung von kleinen induktiven
Strömen durch Löschung mittels Axialströmung besteht und in Kombination mit festen Hauptkontakten einen festen Abbrandkontakt sowie einen einzigen, in Axialrichtung beweglichen Kontakt aufweist. Der erfindungsgemässe   Ölschalter   soll starke Ströme bei hohen Spannungen mit sehr kleinen Lichtbogenzeiten und Lichtbogenspannungen abschalten können sowie mit einer verhältnismässig kleinen   Löschmittelmen-   ge, so dass sehr geringe Querschnitte der Gas-Abfuhröffnungen erforderlich sind. 



   Erfindungsgemäss wird dies erreicht durch ein Paket Platten aus Isoliermaterial wie Fiber   od. dgl.,   welche übereinander gestapelt sind und eine Mehrzahl von Halbringen aus magnetischem Material zwischen sich einschliessen, welche im wesentlichen senkrecht zur Achse des beweglichen Kontaktes angeordnet sind, wobei die Achse des festen Abbrandkontaktes in der Symmetrieebene von Abflusskanälen liegt und durch   eine Hilfslängsrillezwischen   dem beweglichen Kontakt und   den Abflusskanälen,   welche im oberen, mit Querströmung wirkenden Teil der Kammer angeordnet ist, wobei der feste Abbrandkontakt bis zu der Hilfslängsrille reicht.

   Der erfindungsgemäss ausgebildete Löschkammerteil mit Querströmung besitzt den Vorteil, dass er nicht nur höhe Kurzschlussströme abschaltet, sondern auch an der Abschaltung aller   Stiömevonl0bisl00%   Abschaltleistung teilnimmt, um in diesem ganzen Bereich eine praktisch konstanteLichtbogendauer zu erzielen. Dies erfolgt dadurch, dass der Lichtbogen im erfindungsgemässen Ölschalter während der Abschaltung stets in Nähe der Abflusskanäle in Querrichtung gehalten wird. 



   Erfindungsgemäss wird diese Lage des Lichtbogens noch dadurch   unterstützt, dass   der feste Abbrandkontakt länger als die festen Hauptkontakte ist. Dies bewirkt, dass bei der Unterbrechung des Stromkreises der Lichtbogen sich immer mit Sicherheit auf dem Abbrandkontakt ansetzt. 



   Gemäss   einer bevorzugten Ausführungsform   der Erfindung ist die Anordnung so getroffen, dass die erste unmittelbar unter dem festen Kontakt angeordnete Kammer des Löschmittels grössere Abmessungen aufweist als die darunter liegenden Kammern und durch die zwischen dem beweglichen Kontakt und den Querabflusskanälen vorgesehene Hilfslängsrille mit dem Raum ausserhalb der Löschkammer in Verbindung steht. 



   Dadurch wird vermieden, dass das Löschmittel in den darunter liegenden Kammern axiale Bewegungen ausführen und so Wirbel erzeugen kann, welche den Lichtbogen in eine von der gewünschten abweichende ;. Lage versetzen könnten. 



   Die Anordnung von horizontalen Halbringen aus magnetischem Material, die in die Isolierplatten der Kammer in der Nähe der Querabflusskanäle eingebettet sind, bietet den Vorteil, dass ein magnetisches Feld erzeugt wird, welches ebenfalls den Lichtbogen in eine den Abflusskanälen entsprechende Lage ablenkt. 



   Durch die zwischen dem beweglichen Kontakt und den   Abflusskanälen   angeordnete Hilfslängsrille 

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 kann ein Teil der durch den Lichtbogen in der unmittelbar unter dem festen Kontakt sich befindenden Kam- mer erzeugten Gase nach aussen abfliessen. Das Löschmittel wird dadurch in   den Abflusskanälen   in Bewegung gesetzt, noch bevor der bewegliche Kontakt diese Abflusskanäle erreicht hat, wobei in der Rille ein Unterdruck entsteht, der ebenfalls zur Erhaltung der gewünschten Lage des Lichtbogens günstig ist.

   Die genannte
Längsrille wirkt sich ferner noch in anderer Weise vorteilhaft auf die Löschung des Lichtbogens aus, da die vorzeitige Beschleunigung des Löschmittels in den Querkanälen nahe an der Kontaktzone des Lichtbogens, noch bevor der Schaft des beweglichen Kontaktes in eine den genannten Kanälen entsprechende Stellung gelangt, die Erzeugung der Querlöschströmung im Augenblick der Bildung von Gasen in den unteren Teilkammernbegünstigt. Man erhält auf diese Weise eine sehr kurze Lichtbogendauer, mit einer Druckreduzierung in der Lichtbogenkontaktzone, wo die   Lichtbogenleistung   am stärksten ist. 



     Die Längsrillebietet ausserdem den Vorteil,   dass das Löschmittel, welches sich in der Gegend des festen Kontaktesbefindetundwelchesdurchden beweglichen Kontakt während des Schliessens in Bewegung gesetzt wird, aus der Kammer durch die Querkanäle nach aussen ausfliessen kann, ohne weitere in der Zone des festen Kontaktes anzuordnende Öffnungen vorsehen zu müssen. Solche Hilfsöffnungen könnten dadurch, dass sie den Austritt der Gase in andern Punkten ermöglichen als durch die Queröffnungen, die Lage des Lichtbogens während des Abschaltens verändern. Ausserdem ermöglicht das Vorhandensein der genannten Längsrille eine bedeutende Reduzierung des durch den Einschalt- Lichtbogen in der Zone des festen Kontaktes erzeugten Druckes. 



   Die Verkleinerung der Lichtbogenleistung auf sehr geringe Werte, welche durch die erfindungsgemä- sse Löschkammer erhalten werden kann, ermöglicht eine Verwendung der Kammer auch für schnelle Wiedereinschaltungen, mit Wartezeiten von 0,2 bis 0,3 sec, und dies auch bei äusserst starken Kurzschlussströmen. 



   Durch den Lichtbogen wird das Löschmittel in den   einzt ;. 11en   Kammern nicht in seiner Gesamtheit in Bewegung versetzt und die Löschmittelmenge, welche an der Abschaltung teilnimmt, ist verhältnismässig gering. Für höhere Kurzschlussleistungen ist es möglich, die zur Abschaltung zur Verfügung stehende Löschmittelmenge zu erhöhen, ohne die Form und die Abmessungen der Einzelkammern abzuändern, indem ein 
 EMI3.1 
 gegengesetzten Seite hinzugefügt wird. Dieser Behälter, welcher in seinem oberen Teil ein oder mehrere Ventile trägt, welche schliessen, sobald in der Kammer ein Druck erzeugt wird, beliefert den aktiven Teil der Kammer mit frischem Löschmittel, ohne dabei die Lage des Lichtbogens während des Abschaltvorganges zu verändern.

   Sobald ferner beim Stromnulldurchgang die Lichtbogenleistung auf Null gesunken ist, erzeugt das   unterDruck stehendeLöschmittel   im Hilfsbehälter, infolge Expansion, dünne Löschmittelstrahlen in Querrichtung. 



   Mit dieser Anordnung erhält man eine bedeutende Reduzierung der Lichtbogenspannung, weil das Löschmittel hauptsächlich in der Zone des Stromnulldurchganges wirksam ist. 



   Ferner erlaubt diese Anordnung, dadurch dass sie nach jeder Abschaltung die sofortige Bereitstellung des Löschmittels ermöglicht, die Anwendung der raschen Wiedereinschaltung auch bei den höchsten Kurzschlussleistungen. 



   Der untere Teil der erfindungsgemässen Löschkammer besitzt keine Querausflusskanäle und die vom Lichtbogen erzeugten Gase können nur in axialer Richtung gegen den oberen Teil der Kammer und in entgegengesetzter Richtung nach unten austreten. Um die Abschaltung von kleinen Strömen bei hohen Spannungen zu erleichtern, kann es vorteilhaft sein, bei der Abschaltung nur in den Unterteil der Kammer Löschmittel   hineinzudrücken ;   dies kann sowohl dadurch erfolgen, dass die durch den beweglichen Kontakt während seiner Bewegung nach unten verdrängte Löschmittelmenge benützt wird, als auch durch die Anwendung von Pumpvorrichtungen. 



     Andere Einzelheiten des erfindungsgemässen Ölschalters   gehen aus der folgenden Beschreibung von zwei in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispielen hervor ; darin stellen dar : Fig. 1 eine Löschkammer eines   erfindungsgemässen   Ölschalters im Axialschnitt. Fig. 2 einen Schnitt der in Fig. 1 gezeigten Kammer nach der Linie I-I. Fig. 3 einen Schnitt der in Fig. 1 gezeigten Kammer nach der. Linie   11-11.   Fig. 4 einen Schnitt durch die in Fig. 1 gezeigte Kammer nach Linie   ni-ni.   Fig. 5 einen Schnitt durch die in Fig. 1 dargestellte Kammer nach Linie IV-IV. Fig. 6 eine andere Ausführungsform einer Löschkammer im Axialschnitt. 



   In Fig. 1 ist mit 1 das Gehäuse der Löschkammer bezeichnet, in welcher sich die festen Hauptkontakte 2, sowie der Abbrandkontakt 3, welcher länger ist als die festen Kontakte 2, befinden. 



   Mit 4 ist der bewegliche Kontakt bezeichnet, der sich bei der Abschaltung von oben nach unten bewegt. 

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   Die Bezugszeichen 5-. 7 beziehen sich auf die Querabflusskanäle, welche sich nur im Oberteil der
Kammer befinden, also in jenem Teil, welcher hauptsächlich für die Abschaltung der hohen Kurzschluss- ströme bestimmt ist. 



   Mit 8 ist eineLängsrille bezeichnet, welche in Richtung der Bohrung für den beweglichen Kontakt ver- läuft und durch welche die durch den Lichtbogen erzeugten Gase aus der Kammer abfliessen können, noch bevor der bewegliche Kontakt die Querabflusskanäle 5,6 und 7 erreicht hat. 



   Mit 9 ist eine obere Teilkammer, die als Druckteilkammer bezeichnet wird, angegeben, während mit
10 die andern engen Kammern für die Abschaltung von Kurzschlussströmen und mit 11 die Teilkammern für die Abschaltung der kleinen Ströme bezeichnet sind. Die engen Teilkammern 10 haben eine kleinere Hö- he als die Teilkammern 9 und 11. 



   Die Teilkammern 9,10 und 11,'die Längsrille 8, die Querabflusskanäle 5,6 und 7, und die Ausneh- mungen für Halbringe 12 aus magnetischem Material, werden mittels Platten aus Fiber oder einem andern geeigneten Isoliermaterial gebildet, wobei diese Platten übereinander zu einem Paket 22 gestapelt werden und in geeigneter Weise geformt und untereinander verkittet sind, um sie in der gewünschten Lage zu si- chern. 



   Die Halbringe 12 aus magnetischem Material sind zwischen den Querabflusskanälen koaxial zum be- weglichen Kontakt 4 angeordnet. 



   In Fig. 1 sind die festen und die beweglichen Kontakte in der Schliessstellung dargestellt. Die Lösch- kammer ist innerhalb eines Löschmittelbehälters angeordnet, der in Fig. 1 nicht dargestellt ist und der in seiner Bauart für   Vollöl- oder   für ölarme Schalter ausgeführt sein kann :
Sobald der bewegliche Kontakt 4 sich beim Abschalten nach unten bewegt, entsteht zwischen diesem letzteren und dem Abbrandkontakt 3 ein Lichtbogen, der eine Lage im Bereich der Querkanäle 5,6 und 7 einnimmt. 



   Wenn es sich nicht um kleine induktive Ströme handelt, setzt der erste Teil des Lichtbogens unmittelbar unter dem Abbrandkontakt 3 in der Zone der Teilkammer 9, die keine Querabflusskanäle hat, die genannte Kammer unter Druck. Dieser Druck wirkt durch die Längsrille 8 auf das Löschmittel, welches sich in den Querkanälen 5, 6 und 7 befindet und setzt es derart in Bewegung, dass, sobald während der Abwärtsbewegung des beweglichen Kontaktes die genannten Querabflusskanäle freigegeben werden, keine. Staudrücke entstehen, sondern eine gute Strömung des Löschmittels einsetzt. 



   Das durch die Halbringe 12 erzeugte magnetische Feld. sowie das von dem Löschmittel in den engen Kammern 10 erzeugte Gas, verhindern eine Verschiebung des Lichtbogens aus der Zone der Querabfluss-   kanäle   5,6 und 7. 



   Die nicht ionisierten kalten Gase, welche durch den Lichtbogen erzeugt werden, sind gezwungen, um   insFreieencweichenzukönnen,   sich mit den vom Lichtbogen ionisierten Gasen zu vermengen, wobei beim Stromnulldurchgang eine rasche Wiederherstellung der dielektrischen Festigkeit erfolgt und infolgedessen eine rasche Löschung des Lichtbogens, noch bevor der elektrische Kontakt 4 den Teil der Kammer mit Axialströmung erreicht hat. 



   Die Lage des Lichtbogens, die Form und Abmessungen der Teilkammern und der Querkanäle sind derart,   dassdieentionisierendeWirkung   am höchsten wird, sobald   der Kurzschlussstrom   im Lichtbogen abnimmt, In dieser Weise wird ein unnötiges Steigen der Lichtbogenspannung vermieden, und somit eine unnötige Zersetzung des Löschmittels. Die kleine Lichtbogenleistung, die bei jeder Abschaltung auch von hohen Strömen umgesetzt wird, erlaubt es mit Löschkammern kleinen Durchmessers sehr hohe Abschaltvermögen auch bei rapider Wiedereinschaltung zu erreichen. 



   Die geringe durch den Lichtbogen erzeugte Energie bei hohen Strömen und somit die kleine erzeugte Gasmenge erlauben einen raschen Abfluss dieser Gase durch Querkanäle mir sehr kleinen Abmessungen, so dass auch im Falle von schwächeren Kurzschlussströmen die Möglichkeit besteht, im Inneren der Kammer Drücke zu erhalten, die genügen, um auch in diesem Falle eine rasche Löschung des Lichtbogens zu bewirken. 



   Im Falle von kleinen induktiven Strömen wird der Lichtbogen bis in den Unterteil der Kammer gezogen, wobei eine Gasbildung in den Teilkammern 11 entsteht. Diese Gase entweichen längs der Bohrung für den beweglichen Kontakt in zwei Richtungen, wobei eine axiale Kühlung des Lichtbogens erreicht wird. 



   Das Grössenverhältnis zwischen dem Oberteil der Kammer mit Querströmung und dem Unterteil mit   Axialströmungistselbstverständlichjenachder   Nennspannung und dem gewünschcen Abschaltvermögen ver-   scheden.   Ausserdem können die Querausflusskanäle 5,6 und 7 auch nicht parallel zueinander verlaufen,   sondern   können miteinander auch Winkel einschliessen, um zu vermeiden, dass durch das Vorhandensein von Gasen ausserhalb der Kammer äussere Wiederzündungen entstehen können, besonders im Falle von hohen Spannungen. 

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   Endlich kann, ausser der Druckkammer 9, auch noch eine Druckkammer ohne Querausflusskanal zwi- schen den Teilkammern 10 vorgesehen werden. 



   Fig. 6 stellt eine Variante der erfindungsgemässen Löschkammer dar. In dieser Figur wird mit 13 das die Kammer enthaltende, mit dem Löschmittel gefüllte Rohr bezeichnet. Die obere Kammer 20 zur Ex- pansion der durch den Lichtbogen erzeugten Gase und die mit   dem Löschmittel   gefüllte Druckkammer 18 sind voneinander durch die Zwischenwand 19 mit dem Ventil 21 getrennt. Die Löschkammer, welche sich unmittelbar oberhalb der Zwischenwand 19 befindet, ist mit einem   Löschmittelbehälter   14 versehen, der in seinem Oberteil ein Ventil 15 trägt, das sich schliesst, sobald im Inneren der Kammer ein Druck erzeugt wird. Der Behälter 14 steht mit seinem Unterteil mit den engen Teilkammern 10 des Kammerteiles mit
Querströmung in Verbindung. Dieser Behälter kann zylindrisch oder mit ringförmigem Querschnitt ausge- bildet sein.

   Bei der Abschaltung von Kurzschlussströmen wird das in den Teilkammern enthaltene Lösch- mittel unter Druck gesetzt, und bewirkt das Schliessen des Ventils 15. Sobald beim Stromnulldurchgang die
Lichtbogenleistung Null wird, expandiert das in den Teilkammern unter Druck stehende Löschmittel und bewirkt so entionisierende Strahlen, die über die Kammern 10 den Lichtbogen beaufschlagen, und eine Durchblasung der Querkanäle 5,6 und 7 bewirken, ohne die Lage des Lichtbogens gegenüber den Kanälen selbst zu verändern. Die entionisierende Wirkung ist also besonders stark in der Nähe des Stromnulldurchganges und deshalb bleiben Lichtbogendauer und Lichtbogenspannung auf kleine Werte begrenzt. Nach jeder Abschaltung wird das Löschmittel in der Löschkammer sofort durch das Ventil 15 erneuert.

   Die Lichtbogenlage, welche durch die Halbringe aus magnetischem Material 12 gesichert ist und die vorzeitige Beschleunigung der in den Kanälen 5,6 und 7 enthaltenen Flüssigkeit durch die Längsrille, erfolgt wie vorher bei der in Fig.   l   dargestellten Löschkammer. Die Abschaltung der kleinen induktiven Ströme wird durch einen   Löschmittelstrahl sehr   erleichtert, der als Folge der Abwärtsbewegung des beweglichen Kontaktes 4 in der mit Löschmittel gefüllten und durch die Zwischenwand 19 mit dem Ventil 21 von der Expansionskammer 20 getrennten Kammer 18 durch die Öffnungen 16 in d. Teilkammern 11 eingestossen wird, derart, dass ein Löschmittelstrahl längs der Lichtbogenachse in beiden Richtungen nach oben und nach unten erzeugt wird. 



   Während des ersten Hubteiles des beweglichen Kontaktes 4, d. h. solange dieser letztere den Oberteil der Löschkammer mit Querströmung noch nicht verlassen hat, kann das in den unteren Teil der Kammer eingedrückte Löschmittel durch die geeignet bemessenen Öffnungen 17 nach aussen abfliessen. 



   Das Löschmittel in der Kammer 18 wird nach einer Schaltung hauptsächlich über das Ventil 21 aus dem Raum 20 ergänzt. 



   Die Einführung des Löschmittels in den unteren Teil der Löschkammer kann sowohl durch Verwendung der Löschmittelmenge, welche durch die Abwärtsbewegung des beweglichen Kontaktes 4 in der Kammer 18 in Bewegung gesetzt wird, erfolgen, als auch durch die Verwendung einer in der Kammer 18 selbst angeordneten Pumpe. 



   Selbstverständlich können von Fachkundigen andere gleichwertige Lösungen wie die obenbeschriebenen, sowie Varianten, sowohl der Konstruktionsdetails, als auch der Abmessungen der verschiedenen Elemente und der Baustoffe derselben angegeben werden, welche aber alle noch im Rahmender Erfindung enthalten sind. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
 EMI5.1 


Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 6>
    3. Ölschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste unmittelbar unter dem festen Kontakt (2) angeordnete Kammer (9) des Löschmittels grössere Abmessungen aufweist als die darunter liegenden Kammern (10) und durch die zwischen dem beweglichen Kontakt (4) und den Querabflusskanälen (5, 6,7) vorgesehene Hilfslängsrille (8) mit dem Raum ausserhalb der Löschkammer in Verbindung steht.
    4. Ölschalter nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Abbrandkontakt (3) länger als die festen Hauptkontakte (2) ist.
    5. Ölschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in der Löschkammer EMI6.1 versehenen Löschkammerteil in Verbindung steht, wobei der Hilfsbehälter (14) auf der entgegengesetzten Seite der erwähnten Kanäle in bezug auf den beweglichen Kontakt (4) angeordnet ist, wobei in seinem Oberteil ein oder mehrere Ventile (15) vorgesehen sind, welche sich öffnen, sobald das Innere der Kammer drucklos ist.
    6. Ölschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Abschaltung kleiner induktiver Ströme dienende untere Teil der Kammer durch Öffnungen (16,17) sowohl mit der oberen Expansionskammer (20) für die durch den Lichtbogen erzeugten Gase, als auch mit der unteren Kammer (18), welche mit Löschmittel gefüllt ist, in Verbindung steht, wobei die Expansionskammer (20) für diedurchden Lichtbogen erzeugten Gase von der unteren mit Löschmittel gefüllten Kammer (18) durch eine Isolierzwischenwand (19) getrennt ist, in der eine durch ein Ventil (21) regulierte Öffnung vorgesehen ist.
AT487061A 1961-04-11 1961-06-23 Ölschalter mit Löschkammer AT230991B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3584171A (en) * 1967-12-29 1971-06-08 Asea Ab Electric circuit breaker of minimum liquid type

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3584171A (en) * 1967-12-29 1971-06-08 Asea Ab Electric circuit breaker of minimum liquid type

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