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Vorrichtung zum Abrichten von Schleifscheiben an Tabakschneidmaschinen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abrichten der ringförmigen Stirnfläche einer rotierenden Topfschleifscheibe für Schneidmesser mittels Diamanten an Tabakschneidmaschinen, bei denen Messer mit geraden Schneidkanten, die zum Schneiden von zusammengepressten Tabakblättern dienen, an einem horizontal umlaufenden Messerträger angeordnet sind.
Es sind Tabakschneidmaschinen bekannt, bei denen das Schleifen der geraden Schneidkanten der Messer während des Umlaufes der Messerwalze mittels einer oder mehrerer rotierender Schleif- oder Topfschleifscheiben erfolgt. Dabei führen die direkt von einem Elektromotor angetriebenen Scheiben eine Hin- und Herbewegung parallel zu den Messerkanten aus. Ausserhalb der Messerwalze sind rechts und links verstellbare Abrichter in Form von Diamanten angebracht, an denen die hin-und hergehenden Schleifscheiben eben abgerichtet werden. Die Halterung der Diamanten ist dabei um vorzugsweise 5 zur Senk-
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Es sind weiterhin Tabakschneidmaschinen mit vertikal umlaufenden Messerträgern bekannt. bei denen nach dem Schneidvorgang die Schneidmesser mit ihren Schneidkanten bei jeder Umdrehung die ringförmige Stirnfläche einer vertikal angeordneten, rotierenden Topfschleifscheibe berühren und somit geschliffen werden. Die Topfschleifscheibe wird dabei mittels eines hin-und hergehenden Diamanten, der auf einer in einem Halter gelagerten Welle verstellbar sitzt und eine Bahn beschreiben kann, die über die Ringfläche der Topfschleifscheibe hinausreicht, eben abgerichtet (deutsche Patentschrift Nr. 580190).
Diese Schleif- und Abrichtvorrichtungen haben jedoch den Nachteil, dass die von den Messerschneidkanten berührte Fläche, besonders an Topfschleifscheiben, während des Schleifvorganges in ihrer geraden Ebene noch so gross ist, dass damit erfahrungsgemäss eine unerwünscht starke Erwärmung des Schneidmessers eintritt, was ein schnelleres Stumpfwerden der Messerschneidkanten nach sich zieht und zudem ein vergrössertes Herausbrechen der Körnung an den Schleifscheiben zur Folge hat.
Da einer Verkleinerung der Berührungsfläche beim Schleifvorgang zwischen Messerschneidkante und Schleifscheibe durch eine geringere Wandstärke der topfförmigen Schleifscheibe technische Grenzen ge-
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scheibe zu verringern. Dabei kann die Form der ringförmigen Stirnfläche mittels der Abrichtvorrichtung so ausgeführt sein, dass sie nicht eben, sondern ellipsenförmig konvex verläuft. Befindet sich weiterhin der höchste Punkt der so erzeugten ellipsenförmig konvexen Flächen derMitte der ringförmigen Stirnfläche der Topfschleifscheibe, so kann beim Schleifvorgang weitgehendst ein Herausbrechen der Körnung vermieden werden.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass zur Herstellung einer ellipsenförmig konvexen Stirnfläche an einer ringförmigen Topfschleifscheibe ein Abrichtdiamant schwenkbar um eine zu der Achse der Topfschleifscheibe windschief stehende Welle angeordnet ist.
Zum Abrichten der Topfschleifscheibe mittels des Diamanten ist eine in einem Getriebekasten gelagerte Welle mit einem rotierenden Exzenter, der über eine Rolle und einen Hebel dem im Diamant-
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halter befestigten Diamanten eine Hin- und Herbewegung erteilt, vorgesehen.
Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel dargestellt und näher beschrieben. Es zeigen Fig. 1 einen Aufriss, Fig. 2 einen Grundriss mit der Arbeitsstellung des Diamanthebels, Fig. 3 eine geometrische
Darstellung der Kurve, die der Abrichtdiamant beschreibt in Richtung B der Fig. 2, Fig. 4 einen Grundriss der Fig. 3.
Auf der Maschinenplatte 1 ist das Lager 2 befestigt. In demselben ist der horizontal umlaufende Mes- serträger 3 gelagert. An dem Messerträger 3 sind am Umfang mehrere Messer 4 mit ihren Schneidkanten 5, welche sich in einer Ebene unter einem oder mehreren nicht gezeichneten Mundstücken bewegen und den aus denselben zusammengepressten Blattabak in dünne Scheiben schneiden, verstellbar angeordnet.
Weiterhin ist auf der Maschinenplatte 1 das Lager 6 angeschraubt. Im Lager 6 ist eine topfförmige
Schleifscheibe 7 gelagert. Diese wird, entsprechend der Abnutzung, mittels einer im Lager eingebauten
Verstelleinrichtung in ihrer vertikalen Lage selbsttätig eingestellt. Auf dem Lager 6 ist zum Antrieb der Schleifscheibe 7 ein Flanschmotor 8 vorgesehen.
Das Abrichten der Schleifscheibe 7 wird bekannterweise mittels eines Diamanten 9 vorgenommen.
Der Diamant 9 ist an einem besonderen Halter 10, welcher am Hebel 11 angeordnet ist, befestigt. Der Hebel 11 ist auf einer Welle 12 aufgekeilt. Die Welle 12 ist mittels einer Verstelleinrichtung 13 im Lager 14 axial einstellbar. Die Ebene, in der der Diamant 9 sich um die Welle 12 bewegt, ist dabei um den Winkel cc gegenüber der Ebene, die von der ringförmigen Stirnfläche der Topfschleifscheibe gebildet wird, geneigt (Fig. 4). Der Winkel ex ergibt in Fig. l den Projektionswinkel < x'.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, dass die Hin- und Herbewegung des Diamanten 9 im Bewegungsbereich 18 in bezug auf die Ebene der Topfschleifscheibe auf einer, als Ellipse erscheinenden Bahn erfolgt. Dabei ist der Drehpunkt des Lagers 14 so gewählt, dass sich der tiefste Punkt der als Ellipse erscheinenden Bahn des Abrichtdiamanten in der Mitte 24 der ringförmigen Stirnfläche der Topfschleifscheibe befindet.
An der oberen Seite des Lagers 14 ist der Hebel 15 aufgekeilt. Eine Rolle 16 gleitet am Exzenter 17 entlang und erteilt dem Diamanten 9 somit einen Ausschlag 18 durch die Hin- und Herbewegung der beiden Hebel 11 und 15. Die Rolle 16 wird dabei mittels einer Zugfeder 19 an den Exzenter 17 gehalten.
Der Exzenter ist auf einer Welle 20 befestigt, welche in einem Getriebekasten 21 gelagert ist. Im Ausführungsbeispiel wird der Exzenter 17 durch ein Kegelradpaar 22 angetrieben.
Würde der Diamant 9 mit seinem Hebel 11 um die Welle 12 vollkommen rotieren, dann würde der Diamant 9 einen Kreis beschreiben, der bezüglich der Ebene der Topfschleifscheibe. als die, in Fig. 3 und Fig. 4 strichpunktiert gezeichnete Ellipse 25 erscheint.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Abrichten der ringförmigen Stirnfläche einer rotierenden Topfschleifscheibe für Schneidmesser mittels Diamanten an Tabakschneidmaschinen, bei denen Messer mit geraden Schneidkanten, die zum Schneiden von zusammengepressten Tabakblättern dienen, an einem horizontal umlau- fendenMesserträger angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung einer ellipsenförmigen konvexen Stirnfläche (23) an einer ringförmigen Topfschleifscheibe (7) ein Abrichtdiamant (9) schwenkbar um eine zur Achse der Topfschleifscheibe (7) windschief stehende Welle (12) angeordnet ist.