AT218280B - Verfahren zur Messung mechanischer Schwingungen auf elektrischem Wege - Google Patents

Verfahren zur Messung mechanischer Schwingungen auf elektrischem Wege

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  Verfahren zur Messung mechanischer Schwingungen auf elektrischem Wege 
Es ist bekannt, mechanische Schwingungen auf elektrischem Wege mittels des Trägerfrequenz-Verfahrens zu messen. Hiebei wird eine Trägerfrequenz im Rhythmus der zu untersuchenden Schwingung moduliert. Dadurch brauchen an den Frequenzgang des   Übertragungsweges   und der Verstärker nur geringe Anforderungen gestellt zu werden, und bei der Messung sehr langsamer Schwingungsvorgänge kann auf die Verwendung der sonst notwendigen Gleichspannungsverstärker verzichtet werden. 



   Im allgemeinen wird die Amplitude der Trägerspannung moduliert. Diesem Verfahren haftet jedoch der Nachteil an, dass alle Veränderungen im Übertragungsweg, die den Spannungspegel beeinflussen, auch die Anzeigegenauigkeit des Verfahrens beeinträchtigen und häufigere Nacheichungen erforderlich machen. Zu den genannten Veränderungen gehören z. B. das Altern und das hiedurch oder durch andere Ursachen 
 EMI1.1 
 Übertragungsglieder und die Schwankungen der Betriebsspannungen. 



   Man hat daher schon versucht, durch Modulation der Frequenz der Trägerspannung diese Nachteile weitgehend zu vermeiden. Diese Modulation kann erzielt werden, indem man   z. B.   den Wert der Kapazität oder Induktivität im Schwingungskreis eines Oszillators proportional zu den zu messenden mechanischen Schwingungen verändert. Der Oszillator muss jedoch im allgemeinen unmittelbar am Messort untergebracht sein und stellt an die Konstanz der Temperatur und der Betriebsspannungen hohe Anforderungen, was nur mit erheblichem apparativem Aufwand ermöglicht werden kann.

   Es wurde nun gefunden, dass die den verschiedenen Methoden anhaftenden Nachteile vermieden werden, wenn ein mit gleichmässiger Geschwindigkeit bewegter Magnettonträger an einem Magnettonkopf vorbeigeführt wird, wobei die zu messende Schwingung eine ihr proportionale Relativbewegung zwischen Magnettonkopf und bewegtem Magnettonträger parallel zur Bewegungsrichtung des Magnettonträgers bewirkt, und entweder der Magnettonträger mit einer konstanten Trägerfrequenz magnetisiert und vorzugsweise endlos ist und die am Magnettonkopf entstehende geschwindigkeitsproportional frequenzmodulierte Trägerspannung in an sich bekannter Weise über Verstärker, Amplitudenbegrenzer und Demodulator einem Anzeige- oder Registriergerät zugeführt wird, oder der Magnettonträger, vorzugsweise ein Magnettonband in auswechselbaren Spulen oder Kasetten,

   unmagnetisiert ist und dem Magnettonkopf eine Magnetisierungsspannung konstanter Frequenz zugeführt wird, so dass im Zusammenwirken mit der genannten Relativbewegung auf dem Magnettonträger eine Trägerfrequenz aufgezeichnet wird, die proportional zur Schwinggeschwindigkeit frequenzmoduliert ist. 



   Dabei kann beispielsweise die Vorrichtung, die den Magnetträger bewegt, fest mit dem Gehäuse eines Schwingungsmessgebers und der Magnettonkopf seinerseits fest mit der schwingenden Masse des Messgebers verbunden sein. Die Übertragung dieser Trägerspannung zu dem nachfolgenden Verstärker kann über grosse Entfernungen geschehen, stellt keine besonderen Ansprüche an die Güte des Übertragungsweges und ist in hohem Masse unempfindlich gegen Störspannungen. Das Messsignal wird in an sich bekannter Weise verstärkt, begrenzt und demoduliert und dann als eine der Schwinggeschwindigkeit proportionale Spannung einem Anzeige- oder einem Registriergerät zugeführt. 



   Das Verfahren eignet sich besonders und mit verringertem apparativem Aufwand zum Messen von Torsionsschwingungen und zur Ermittlung des   Ungleichförmigkeitsgrades   von umlaufenden Maschinenwellen. In diesem Fall wird der mit einer konstanten Frequenz besprochene Magnettonträger, beispielsweise ein Stück Magnettonband von der Länge des Wellenumfanges, direkt auf die Welle aufgebracht und der 

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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 3> Gegenüber andern,einem Anzeige- oder Registriergerät zugeführt wird, oder dass der Magnettonträger, vorzugsweise ein Magnettonband in auswechselbaren Spulen oder Kassetten, unmagnetisiert ist und dem Magnettonkopf eine Magnetisierungsspannung konstanter Frequenz zugeführt wird, so dass im Zusammenwirken mit der genannten Relativbewegung auf dem Magnettonträger eine Trägerfrequenz aufgezeichnet wird, die proportional zur Schwinggeschwindigkeit frequenzmoduliert ist.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig mehrere Schwingungskomponenten mit Hilfe ein und desselben Magnettonträgers gemessen werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit des Magnettonträgers und die benutzte Trägerfrequenz verändert werden, wodurch unterschiedliche Empfindlichkeitsbereiche gegeben sind.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenz eines zum Antrieb des Magnettonträgers verwendeten Synchronmotor mit der dem Magnettonkopf zugeführten Magnetisierungsfrequenz durch an sich bekannte Schaltungen in einem festen Verhältnis gekoppelt wird.
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