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Isolationsmesser (Megohmmeter) mit eingebautem KurbeHnduktor
Die Erfindung betrifft einen Isolationsmesser (Megohmmeter) mit eingebautem Kurbelinduktor und Gleichrichter zur Gleichrichtung der dem Isolationsmesser zugeführten Speisespannung, wobei es infolge des vorteilhaften Aufbaues der Isolationsmesser möglich ist, auch ohne Betätigung des Kurbelinduktors Isolationsmessungen oder Messungen hoher Widerstände durchzuführen.
Geräte zur Messung von Isolationswiderständen sind in der Regel mit einem Kurbelinduktor ausgestattet, welcher die erforderlichen hohen Spannungen-Gleichspannungen von etwa 500 Volt aufwärts- erzeugt. Bei der Messung, insbesondere bei der Durchführung häufiger bzw. serienmässiger Messungen, ist es natürlich umständlich, die Kurbel möglichst gleichmässig zu drehen und gleichzeitig die Skala des Messinstrumentes zu beobachten. Die gleichmässige Drehung der Kurbel ist erforderlich, um eine wäh-' rend der Messung konstante Spannung zu erhalten. Es ist hiezu schon vorgeschlagen worden, die Spannung, die der Kurbelinduktor erzeugt, gleichzurichten und mit Hilfe von Glimmstabilisatoren konstant zu halten ; das Drehen der Kurbel während der Messung musste aber nach wie vor vollführt werden.
Die Erzeugung der Messspannung, die, wie bereits ausgeführt, infolge der Grösse'der zu messenden Widerstände verhältnismässig hoch sein muss, mit Hilfe von in Serie geschalteten Elementen allein ist praktisch nicht möglich, da derartige Batterien, wenn auch die zu liefernden Ströme äusserst gering sind, viel zu gross, zu schwer und ausserdem zu teuer wären.
Es sind auch Megohmmeter bekannt geworden, die mit Hilfe eines Gleichstrom-Kurbelinduktors betrieben werden und ferner solche, die mit einem Batterieumspanner (Wechselrichter) mit nachfolgender synchroner Wiedergleichrichtung versehen sind. Die Kontakte dieses Wechsel-Gleichrichters, u. zw. insbesondere jene, welche die hochtransformierte Wechselspannung wieder gleichrichten, werden sehr hoch beansprucht und haben demgemäss eine nur geringe Lebensdauer. Ausserdem muss die Batterie von Zeit zu Zeit erneuert bzw. geladen werden.
Es ist auch schon bekannt geworden, Isolationsmesser und Megohmmeter mit Netzspannung zu betreiben. Derartige Geräte ermöglichen die ungestörte Durchführung der Messung, waren aber vom Vorhandensein eines Wechselstromnetzes abhängig.
Zur Vermeidung der angeführten Nachteile und zur Schaffung eines Isolationsmessers (Megohmmeters), welcher unter allen Umständen gebraucht werden kann, wird vorgeschlagen, bei einem derartigen Instrument mit eingebautem Kurbelinduktor und Gleichrichtern zur Gleichrichtung der dem Isolationsmesser zugeführten Speisespannung erfindungsgemäss für den wahlweisen Betrieb des Isolationsmessers mit Hilfe des Kurbelinduktors oder mit Netzwechselspannung einen Netztransformator vorzusehen, dessen Sekundärwicklung parallel zum Wechselstrom-Kurbelinduktor geschaltet ist und eine der Spannung des Kurbelinduktors äquivalente Spannung liefert, und einen Schalter vorzusehen, der den Kurbelinduktor bei Netzbetrieb zumindest einpolig von der Sekundärwicklung des Transformators trennt.
Weitere Merkmale der Erfindung werden an Hand der Zeichnung erläutert. Hiebei zeigt Fig. 1 die Schaltung eines üblichen, mit Glimmstabilisatoren versehenen und mit einem Wechselstrom-Kurbelinduktor ausgerüsteten Isolationsmessers, Fig. 2 die Schaltung des Spannungs-Versorgungsteiles eines erfindungsgemässen Isolatiqnsmessers und Fig. 3 eine andere Ausführungsform dieses Teiles.
Bei der üblichen, in Fig. 1 gezeigten Schaltung wird die vom Kurbelinduktor K erzeugte Wechsel-
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spannung mit Hilfe der beiden Gleichrichter Gr gleichgerichtet ; die Kondensatoren C dienen auch zur Glättung der gleichgerichteten Spannung. Die Stabilisierung der so erzeugten Gleichspannung wird mittels der Belastungswiderstände Rvl und der Glimmstrecken Gl vorgenommen. Das Aufleuchten der Kontrollglimmlampe GK zeigt an, dass die zur richtigen Durchführung der Messung erforderliche Mindestspannung erreicht ist ; wird die Kurbel rascher gedreht, so wird die hiebei entstehende Überspannung durch die Glimmstrecken unschädlich gemacht.
Im eigentlichen Messkreis liegt der Widerstand RV2 zur Begrenzung des Gesamtstromes und das Regelpotentiometer R zur Einstellung der Empfindlichkeit des Instrumentes J zu Beginn der Messung. Das Objekt, dessen Widerstand zu messen ist, wird an die Klemmen K angeschlossen.
In Fig. 2 ist die Schaltung eines nach dem Wesen der Erfindung aufgebauten Spannungsversorgungsteiles gezeigt. Die Schaltung weist wieder einen Kurbelinduktor K auf, welchem jedoch die Sekundärwicklung Ws eines Transformators T parallel liegt. Die Primärwicklung W p dieses Transformators kann mit Hilfe nur angedeuteter Steckerstifte St mit dem allenfalls vorhandenen Lichtnetz verbunden werden.
In der Leitung zwischen dem einen Pol des Kurbelinduktors K und dem Anschluss des einen Endes der Sekundärwicklung des Transformators ist ein Schalter S gelegt, welcher beim Betrieb des Messgerätes mit Hilfe des Kurbelinduktors geschlossen ist, um den Induktor an die Gleichrichterschaltung zu legen. Der Schalter S kann auch so ausgeführt sein, dass beim Betrieb mit Kurbelinduktor die Wicklung des Transformators zumindest einpolig abgeschaltet wird.
Soll das Gerät mit Wechselspannung vom Netz her betrieben werden, so wird der Schalter umgelegt und der Transformator an die Netzspannung gelegt. Der Kurbelinduktor ist damit vom Transformator getrennt und kann keinerlei Beschädigungen erleiden.
Der Schalter S kann aber auch als Fliehkraftschalter ausgebildet sein, welcher erst bei einer gewissen Mindestdrehzahl des Ankers des Kurbelinduktors anspricht und die Kontakte, die sonst voneinander getrennt sind, schliesst. Eine andere Ausführungsform kann darin bestehen, dass die Kurbel des Induktors eventuell gegen die Kraft einer Feder axial verschieblich gelagert ist und mit dem Schalter in Verbindung steht, u. zw. so, dass z. B. beim Herausziehen der Kurbel und damit der Achse derselben aus dem Gehäuse des Messgerätes der Schalter S geschlossen wird.
Bei dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Anordnung so getroffen, dass die Umschaltung von Induktor- auf Netzbetrieb beim Herstellen der Verbindung mit dem Netz oder einer sonstigen äusseren Spannungsquelle selbsttätig vorgenommen wird. Zu diesem Zwecke ist in unmittelbarer Nähe der Steckerstifte St ein Schaltstift N vorgesehen, welcher den Schalter S'in der Leitung zwischen aem Kurbelinduktor und der Sekundärwicklung des Transformators betätigt. Wird also das Kupplungsstück KS, welches etwa mit einem Netzstecker verbunden ist, mit den Steckerstifte des Isolationsmessers verbunden, so drückt es den Stift N zurück, und dieser bewirkt die Trennung der beiden Kontaktfedern des Schalters S'. Der Kurbelinduktor'wird demnach von der Wicklung Ws getrennt, noch bevor die Verbindung mit dem Leitungsnetz hergestellt wird.
Das Vergessen dieser Umschaltung und damit Beschädigungen des Induktors sind hiedurch sicher vermieden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Isolationsmesser (Megohmmeter) mit eingebautem Kurbelinduktor und Gleichrichtern zur Gleichrichtung der dem Isolationsmesser zugeführten Speisespannung, dadurch gekennzeichnet, dass für den wahlweisen Betrieb des Isolationsmessers mit Hilfe des Kurbelinduktors (K) oder mit Netzwechselspannung ein Netztransformator (T) vorgesehen ist, dessen Sekundärwicklung (Ws) parallelzum Wechselstrom-Kur- belinduktor (K) geschaltet ist und eine der Spannung des Kurbelinduktors (K) äquivalente Spannung liefert, und ein Schalter (S) vorgesehen ist, der den Kurbelinduktor (K) bei Netzbetrieb zumindest einpolig von der Sekundärwicklung (Ws) des Transformators (T) trennt.