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Kaffeemaschine zur Bereitung trinkfertigen Kaffees aus rohen Kaffeebohnen
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Vorrichtungen,schen Zubereiten von Portionen trinkfertigen Kaffeegetränkes aus Rohbohnen, die Fig. 2 und 3 zeigen einen Längsschnitt bzw. einen Schnitt nach Linie III-III in Fig. 2 eines Erhitzers für die Luft, in welcher der Kaffee geröstet wird. In Fig. 4 ist ein Axialschnitt durch ein Ventil zur Steuerung der Luftzufuhr zum Lufterhitzer und in Fig. 5 die Betätigungsvorrichtung für das Umsteuerventil nach Fig. 4 dargestellt.
Fig. 6 zeigt ein elektrisches Schaltschema der in den Fig. 1-5 dargestellten Kaffeemaschine und Fig. 7 ein Zeitdiagramm zum Schaltschema nach Fig. 6.
Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Kaffeemaschine besteht im wesentlichen aus einer im oberen Teil derselben angeordneten Röstvorrichtung, einer Kaffeemühle und einer im unteren Teil der Maschine
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weise aus einem leicht konischen Glasbehälter besteht, welcher abnehmbar auf die Maschine aufgesetzt ist. Am oberen Ende des Röstraumes 1 ist eine Einfüllöffnung 2 vorgesehen, die normalerweise durch eine
Klappe 3 abgeschlossen ist. Durch Einwärtsschwenken der Klappe 3 mittels eines Knopfes 4 können über der Klappe 3 eingefüllte Kaffeebohnen in den Röstraum 1 eingelassen werden. Unter dem Röstraum 1 be- findet sich eine Kammer 5, die im dargestellten Zustand durch eine Röstkammerklappe 7 verschlossen ist.
Ein mit der Klappe 7 verbundenes Sieb oder ein Rost 6 verhindert in der dargestellten Lage, dass die in der Röstkammer 1 befindlichen Kaffeebohnen 8 nach unten austreten'können. Der Raum 5 steht mit einem Kanal oder rohrartigen Gehäuse in Verbindung, in welchem ein zylinderartiger Heizkörper 9 mit
Heizrippen 10 (Fig. 2) eingesetzt ist. Der Heizkörper 9, welcher als Metallzylinder mit massivem Man- tel und einem elektrischen Heizkörper mit Heizspirale 11 ausgebildet ist, weist eine erhebliche Wärmekapazität auf und seine Solltemperatur wird durch einen Thermostaten 12 festgelegt.
Die Maschine weist ferner ein Gebläse 13 auf, welches von einem Motor 14 angetrieben wird und welches über ein Umsteuerventil 15 und Leitungen 16 und 21 in später erläuterter Weise dem Erhitzer und durch ein Sieb oder einen Rost 120 und den Raum 5 der Röstkammer 1 Luft zuzuführen gestattet. Mit dem oberen Ende der Röstkammer 1 ist eine Luftleitung 17 verbunden, welche in einen Staubabscheider 18 führt, aus welchem die
Luft über einen Abluftkanal ins Freie weggeleitet wird.
Unterhalb des Raumes 5 und der Klappe 7 befindet sich eine Kühlkammer 19, welche unten durch einen Boden 22 und einseitig durch eine Klappe 20 begrenzt ist. Die Klappe 20 kann durch einen Elektromagneten 24 um einen Drehpunkt 25 aus der dargestellten Lage im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt werden, womit das untere Ende der Klappe 20 vom unteren Rand des Bodens 22 entfernt und somit die Kammer 19 unten geöffnet wird.
Unter der Kammer 19 befindet sich eine Kaffeemühle 28, die vom Motor 14 angetrieben wird. Die Kaffeemühle kann durch einen Betätigungsknopf 29 eingestellt werden, um die Körnung des gemahlenen Kaffees je nach Wunsch zu verändern. Der Ausgang der Kaffeemühle ist über ein flexibles Rohr 30 mit einem Trichter 31 verbunden, dessen Ausgang über einem Schieber 32 mündet. Im Schieber 32 ist eine Öffnung 33 vorgesehen, welche mindestens so gross ist wie die Ausgangsöffnung des Trichters 31 und welche durch Erregen eines Elektromagneten 34 unter den Trichter 31 verschoben werden kann und dabei einen Durchlass zwischen dem Trichter 31 und einer darunter liegenden Brühkammer 36 herstellt.
Die nicht näher dargestellte Brühkammer 36 wird von einem Rohr gebildet, das nach unten leicht konisch erweitert ist. Eine untere Abschlussklappe 44 der Brühkammer ist auf einer in Fig. l rechts liegenden Achse drehbar gelagert und liegt mit einer kreisringförmigen Dichtungsfläche gegen den unteren Rand des Brühkammerrohres an, wenn ein in Fig. 6 nur schematisch dargestellter Elektromagnet 39 erregt ist. In der Klappe 44 ist ein feines Filtersieb vorgesehen, durch welches in später beschriebener Weise das Kaffeegetränk aus der Brühkammer durch ein Auslaufrohr 50 ausfliessen kann. In der Klappe 44 ist eine Düse vorgesehen, welche auf die Oberseite des Siebes gerichtet ist und durch welche über eine Leitung 52 ein Strahl von Spülwasser auf das Sieb gespritzt werden kann. Die Spülwasserzufuhr wird durch ein Ventil 53 (Fig. 1) gesteuert.
Am oberen Ende des Brtihkammerrohres ist eine seitliche Bohrung vorgesehen, durch welche Brühwasser über eine Leitung 55 von oben in die Brühkammer 36 eingeleitet werden kann. Die Brühwasserzufuhr wird durch ein Ventil 56 in später erläuterter Weise gesteuert. Sowohl das Spülwasser als auch das Brühwasser wird aus einem thermostatisch geregelten Boiler 57 üblicher Bauart bezogen. Über einen Hahn 58 kann ferner heisses Wasser zu Spülzwecken an einem Ausguss 59 herausgelassen werden. Unter den Ausgüssen 50 und 59 ist ein Abstel1rost 60 vorgesehen, auf welchen die zu füllenden Tassen aufgesetzt werden können und durch welchen das Abwasser in nicht dargestellter Weise nach unten abfliessen kann.
Das kalte Wasser wird über eine Zuleitung 61, ein Absperrventil 62 und einen automatischen Druckregler 63 dem Boiler zugeführt und auf einen konstanten Druck von etwa 0,5 at Überdruck geregelt.
Der Trichter 31 ist z. B. mit dem Anker 64 eines wechselstromgespeisten Elektromagneten 64'ver-
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bunden. welcher dazu dient, den Trichter 31 in Vibration zu versetzen und den gemahlenen Kaffee mit Sicherheit aus der Mühle 28 in die Brühkammer 36 zu befördern.
In Fig. 4 ist das Umsteuerventil 15 im Axialschnitt dargestellt. Die vom Gebläse 13 eintretende Luft gelangt in eine Regulierhülse 65, aus welcher sie je nach der axialen Lage dieser Hülse durch Fenster 66 in einen mit der Luftleitung 16 verbundenen Ringraum 67 oder in einen mit der Luftleitung 21 verbundenen Ringraum 68 oder zugleich in beide Ringräume oder überhaupt nicht austreten kann. Die Regulierhülse 65 ist mit einem zylindrischen Anker 69 verbunden, welcher sich in einer Magnetspule 70 axial verschieben kann. In einer mit dem Magneten fest verbundenen Büchse 71 ist ein Bolzen 72 und in der Bohrung des Ankers 69 ist eine Hülse 73 gegenüber den festen Ventilteilen bzw. gegenüber dem Anker 69 verschiebbar gelagert.
Auf den Bolzen 72 wirkt eine Druckfeder 74, doch wird die Lage des Bolzens durch ein an ihm befestigtes Bowdenkabel 75 bestimmt, dessen eines Ende am Bolzen verankert ist und dessen anderes Ende z. B. mit einer Steuerrolle oder einem Steuerstift 76 verbunden ist. Die Steuerrolle 76 läuft in der in Fig. 5 schematisch dargestellten Weise auf einer Nockenfläche, deren Lage mittels eines Einstellknopfes 77 eingestellt werden kann. Durch Drehen am Knopf 77 kann also über das Bowdenkabel 75 die axiale Lage des Bolzens 72 bestimmt werden. Eine Anschlagschulter 78 der Hülse 73 ist zum Zusammenwirken mit einer Schulter 79 des Ankers 69 bestimmt. Eine Druckfeder 80 sucht den Anker 69 gegen- über der Hülse 73 nach unten zu drängen, bis seine Schulter 79 auf der Schulter 78 der Hülse 73 aufliegt.
Die elektrische Ausrüstung (Fig. 6) der Maschine wird von einem Dreiphasennetz 0, R. S, T gespeist.
Der Boiler 57, dessen Beheizung in an sich bekannter Weise durch einen Thermostaten 65 überwacht wird, ist nach dem Einschalten eines Hauptschalters 82 ständig an das Netz angeschlossen. Die Heizung 11 des Lufterhitzers 9 wird über den Arbeitskontakt 83 eines vom Thermostaten 12 überwachten Relais 84 gespeist. Gegebenenfalls kann für den Fall eines Versagens des Thermostaten 12 oder des Relais 84 noch eine Überhitzungssicherung in Serie mit der Heizspirale geschaltet werden.
Die Schaltung weist einen ersten Synchronmotor 85 oder für den Fall von Gleichstrombetrieb ein entsprechendes Antriebsaggregat konstanter Drehzahl auf. Der Synchronmotor treibt eine erste Nockenwelle 86 mit einer Drehzahl von einer Umdrehung in rund 60 Sekunden. Auf der Nockenwelle 86 sind drei Nockenscheiben 87, 88 und 89 angebracht, die Kontakte 90,91 und 92 steuern. Der Kontakt 90 betätigt ein Relais 93 bzw. den Synchronmotor 85, der Kontakt 91 die Magnetspule 70 des Umsteuerventils 15 und der Kontakt 92 einerseits den Stromkreis eines Einschaltknopfes 95 und anderseits den Betätigungsmagneten 96 der Röstkammerklappe 7. Das Wechselstromrelais 93 kann durch Druck auf den Einschaltknopf 95 und eventuell auch über einen den Kontakt 92 überbrückenden Kondensator 97 erregt werden.
Das Relais 93 weist einen Umschaltkontakt 93a, einen Selbsthaltekontakt 93b, einen Ruhekontakt 93c und einen Arbeitskontakt 93d auf. Zur Speisung der Spulen 70 und 96 ist ein Gleichrichter 98 vorge-
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einer Umdrehung in 45 Sekunden antreibt. Auf der Nockenwelle 100 sitzen Nocken 101 - 108. die Kontakte 109-116 betätigen. Die Kontakte 109-116 überwachen teils direkt mit Wechselspannung, teils über nicht näher bezeichnete Gleichrichter den Synchronmotor 99, einen Schützen 117 für den Motor 14, den Betätigungsmagneten 24 der Kühlkammerklappe 20, die Spule 64'des Vibrators für das Rohr 31, die Magnetspule 39 der Brühkammer, den Betätigungsmagneten 34 für den Brühkammerschieber 32, das Ventil 56 für die Brühwasser-bzw.
Spülwasserzufuhr zur Brühkammer bzw. das Ventil 53 für die Spülwasserzufuhr zum Filter der Brühkammer.
Die dargestellte Kaffeemaschine arbeitet wie folgt : Zuerst wird eine Portion roher Kaffeebohnen in die über der oberen Abschlussklappe 3 der Röstkammer 1 gebildete Vertiefung 2 eingefüllt, sofort oder in einem unten bezeichneten späteren Zeitpunkt in die Röstkammer 1 eingelassen, und hierauf der Bedienungsknopf 95 gedrückt. Es wird angenommen, dass der Hauptschalter 82 bereits längere Zeit eingeschaltet ist und dass demzufolge der Boiler 57 und der Lufterhitzer 9 voll aufgeheizt sind. Der Körper des Lufterhitzers 9 wird durch seinen Thermostaten 12 stets auf einer Temperatur von 4000C gehalten. Beim Drücken des Bedienungsknopfes. 95 fliesst ein Strom von der Phase R über den Kontakt 90, das Relais 93, den Kontakt 92 und den Bedienungsknopf 95.
Das Relais 93 hält sich über seinen Kontakt 93b selbst und schaltet mit seinem Umschaltkontakt 93a den Synchronmotor 85 ein, welcher damit zu laufen beginnt. Gleichzeitig erhält der Motorschütz 117 über den Kontakt 93d des Relais 93 Strom und schaltet den Motor 14 ein. Sofort nach dem Anlaufen des Synchronmotors 85 wird der Kontakt 91 umgelegt und überbrückt einen Widerstand 91a, so dass der Magnet 70 volle Spannung erhält und den Anker 69 des Umsteuerventils 15 in Fig. 4 ganz nach oben in die dargestellte Lage zieht. Damit wird nun die ganze vom Gebläse 13 kommende Luft durch die Leitung 16 und durch den Lufterhitzer 9 geleitet.
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Alle bisher beschriebenen Vorgänge spielen sich in kürzester Zeit von höchstens 2 Sekunden ab, wie das Zeitdiagramm nach Fig. 7 zeigt. Die Deckklappe 3 der Röstkammer l kann auch jetzt erst umgelegt und die darauf befindliche Portion rohen Kaffees in die Röstkammer gebracht werden, durch welche ge- mäss vorstehender Beschreibung bereits ein Strom erhitzter Luft fliesst. In diesem heissen, starken Luft- strom werden die in die Röstkammer eingebrachten Kaffeebohnen heftig durchwirbelt und rasch erhitzt und geröstet. Die Temperatur beträgt anfänglich 4000C und fällt dann infolge einer gewissen Kühlung der Rippen 10 des Lufterhitzers kontinuierlich ab.
Nach einer Laufzeit der Nockenwelle 86 von 24 Sekun- den geht der Kontakt 91 in die dargestellte Lage zurück, womit der Widerstand 91a wirksam wird und die
Spannung am Magneten 70 rund auf die Hälfte herabsetzt. Der magnetische Zug auf den Anker 69 des
Umsteuerventils 15 genügt nicht mehr, um den Anker gegen den Druck der Feder 80 in der in Fig. 4 dar- gestellten Lage zu halten und der Anker geht daher nach unten, bis seine Schulter 79 auf die Anschlag- schulter 78 der Hülse 73 auftrifft. Damit ist nun die Druckwirkung der Feder 80 aufgehoben und der Anker bleibt in dieser durch die Einstellung des Bowdenzuges bestimmten Mittelstellung, in welcher nun die Fenster 66 der Regulierhülse 65 Luft sowohl in die Leitung 16 als auch in die Leitung 21 austreten lassen.
Das Verhältnis der Luftverteilung auf die beiden Leitungen hängt von der Stellung des Anschlages ab, die durch Drehen am Regulierknopf 77 nach Belieben eingestellt werden kann. Es wird daher nun in einem zweiten Teil des Röstvorganges Mischluft in die Röstkammer geleitet. Die durch die Leitung 21 am vorderen Ende des Erhitzers eingeführte Kaltluft kühlt das vordere Ende des Erhitzers 9 und den Raum 5, so dass die Mischlufttemperatur weiterhin absinkt. Da die durch die Leitung 16 und den Erhitzer fliessende
Luftmenge. nun erheblich abgenommen hat, werden die Austauschrippen 10 des Erhitzers durch den massiven Mantel desselben bereits wieder aufgeheizt, so dass die Rippen bei der späteren vollständigen Unterbrechung des Luftstromes durch den Erhitzer sofort wieder die Solltemperatur von 4000C annehmen.
Die Lufttemperatur fällt im zweiten Teil des Röstvorganges auf rund 250 - 3000C ab. Dieser Temperaturabfall kann durch Einstellen des Mischverhältnisses der beiden Luftströme in genügend weiten Grenzen eingestellt werden, um alle Kaffeesorten in geeignetem Masse zu rösten und auch den Röstgrad bestimmter Sorten nach Wunsch einzustellen.
Um auf der ganzen Länge des Lufterhitzers eine möglichst gleichmässige Abkühlung zu erzielen, sind auf der Seite des Lufteintritts aus der Leitung 16 die Heizrippen 10 teilweise entfernt, während auf der Austrittsseite des Lufterhitzers alle Heizrippen 10 vorhanden sind. Es erfolgt daher auch auf der Austrittsseite des Lufterhitzers eine genügende Kühlung durch den bereits erhitzten Luftstrom. Der Lufterhitzerkörper 9 wird durch die Heizung-11, welche ihrerseits durch den Thermostaten 12 geregelt wird, auch während des Röstprozesses auf der Solltemperatur von beispielsweise 400 C gehalten.
Nur die Rippen 10, entlang welchen sich die Luft erwärmt, kühlen sich während des ersten Teils des Röstvorganges leicht ab und werden im zweiten Teil des Röstvorganges und in der kurzen darauffolgenden Betriebspause durch den Lufterhitzerkörper 9 sofort wieder auf die Ausgangstemperatur erwärmt. Während des Röstvorganges werden die feinen Hüllen der Kaffeebohnen und andere eventuelle Fremdkörper vom Luftstrom über die Leitung 17 in den Staubabscheider 18 getragen und dort abgelagert. Die aus dem Staubabscheider 18 austretende Luft kann vorzugsweise noch durch eine Einrichtung geführt werden, in welcher Geruchstoffe absorbiert werden und aus welcher die Luft direkt ins Freie, z. B. in einen Restaurationsraum, austreten kann.
Im ersten Teil des Röstvorganges werden die grünen, noch gut wärmeleitenden Kaffeebohnen rasch durch und durch erwärmt und entwässert. Eine äusserliche Verbrennung der Bohnen ist trotz der anfänglich sehr hohen Lufttemperatur nicht zu befürchten, da die Wärme rasch ins Bohneninnere abgeleitet und auch zur Verdampfung des austretenden Wassers aufgewendet wird. Die spezifisch schweren Bohnen befinden sich dabei im unteren Teil des Röstraumes, wo der erhitzte Luftstrom die grösste Geschwindigkeit und die höchste Temperatur aufweist, uns werden daher stärker erhitzt als leichte Bohnen, die vom Luftstrom in den oberen Teil des Röstraumes getragen werden, wo die Luftgeschwindigkeit und Lufttemperatur niedriger sind und somit eine geringere Wärmeabgabe an die leichten, kleinen Bohnen erfolgt.
Es werden daher Bohnen aller Grössen und Gewichte, also vor allem auch Gemische von Kaffeesorten stark unterschiedlicher Bohnengrösse, gleichmässig und rasch in einem sie intensiv durchwirbelnden Luftstrome geröstet. Im zweiten Teil des Röstvorganges wird nun die Lufttemperatur weiterhin abgesenkt, da sonst mit einer Verbrennung der äusseren Bohnenschicht gerechnet werden muss. Die Bohnen werden somit im zweiten Teil des Röstvorganges bei gesenkter Temperatur ausgeröstet und gereift. Dank der während des Röstvorganges sinkenden Temperatur und dank der konischen Röstkammer werden Bohnen aller Grössen in sehr kurzer Zeit tadellos und gleichmässig geröstet.
Kurz nach Beginn des zweiten Teils des Röstvorganges, d. h. etwa nach 27 Sekunden Laufzeit des Synchronmotor 85, wird der Kontakt 92 umgelegt. Es wird dadurch möglich, durch Druck auf den Be-
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dienungsknopf 95 den Magneten 96 der Röstkammerklappe zu erregen und die Röstkammerklappe zum vorzeitigen Ablassen des Kaffees zu öffnen, wenn derselbe den gewünschten Röstgrad erreicht hat oder wenn durch Beobachten des Kaffees in der durchsichtigen Röstkammer festgestellt wird, dass derselbe im Begriffe ist, zu verbrennen.
Am Ende des Röstvorganges wird nun der Kontakt 90 umgesteuert, womit das Relais 93 abfällt. Der Synchronmotor 85 wird jedoch durch den umgelegten Kontakt 90 weiterhin gespeist und läuft noch weiter, bis der Kontakt 90 nach kurzer Zeit wiederum in die dargestellte Lage zurückgesteuert wird. Durch das Abfallen des Relais 93 ist auch der Kontakt 93d unterbrochen worden, wodurch der Motor 14 stromlos wird. Dagegen wurde der Ruhekontakt 93c geschlossen, so dass die Klappe der Röstkammer durch den Magneten 96 geöffnet wird und den gerösteten Kaffee in die Kühlkammer 19 fallen lässt. Gleichzeitig mit dem Synchronmotor 85 sind auch der Magnet 70 des Umsteuerventils 15 und der Betätigungsmagnet 96 der Röstkammerklappe 7 stromlos geworden. Damit wird die Röstkammer geschlossen und kann für einen nächsten Röstvorgang bereits wieder beschickt werden.
Der Anker 69 des Umsteuerventils fällt mit der Hülse 73 und der Feder 80 soweit nach unten, dass die Hülse 65 jede Luftzufuhr zum Erhitzer sperrt.
Beim Abfallen des Relais 93 hat der Synchronmotor 99 über die Kontakte 90,93a und 109 Strom erhalten und ist angelaufen. Dadurch werden die Kontakte 109 und 110 umgelegt, so dass nun der Synchronmotor 99 über den Kontakt 109 direkt vom Netz gespeist wird, während der Kontakt 110 den Mu tor 14 über den Schaltschützen 117 wieder anwirft. Inzwischen werden die Kaffeebohnen in der Kuhlkammer 19 auf rund 1700C gekühlt, so dass dieselben gut ausgereift werden und sich das Aroma in denselben richtig ausbilden kann. Die Dauer des Kühlvorganges beträgt rund 12 Sekunden. Nach Ablauf dieser Zeit schaltet die Nockenscheibe 103 den Kontakt 111 um, womit der Magnet 24 erregt wird und die Klappe 20 der Kühlkammer öffnet.
Der Schalter wird dann kurz nacheinander noch zweimal umgesteuert, wodurch die Kühlkammer geöffnet und geschlossen wird, um alle Kaffeebohnen durch Erschütterung sicher aus derselben zu entfernen. Damit gelangen die Kaffeebohnen in die KaffeemUhle 28, wo sie gemahlen werden. Etwas früher ist durch den Kontakt 112 auch der Magnet 64'unter Strom gesetzt worden.
Durch die etwa gleichzeitig erfolgende Erregung des Magneten 34 wird die Durchlassöffnung 33 des Schiebers 32 über die Brühkammer 36 verschoben, so dass nun der gemahlene Kaffee aus der Mühle 28 durch das vibrierende Rohr 30 und den unter der Wirkung des Magneten 64, 64'vibrierenden Trichter 31 in die Brühkammer 36 gelangen kann. Vor Beginn des Mahlens ist auch der Kontakt 113 umgesteuert worden, so dass die Spule 39 Strom erhält und die untere Abschlussklappe 44 in die in Fig. 1 dargestellte Lage angezogen und damit den unteren Ausgang der Brühkammer 36 dicht verschlossen hat. Ist der Mahlvorgang beendet, so wird der Kontakt 110 wieder umgelegt und damit der Schaltschütz 117 zum Abfallen gebracht. Dadurch wird der Motor 14 angehalten.
Ungefähr im gleichen Zeitpunkt werden auch die Schalter 112 und 114 wieder in die dargestellte Lage zurückversetzt, so dass die Magnetspulen 64'und 34 stromlos werden. Dadurch geht der Brühkammerschieber 32 in die in Fig. 1 dargestellte Lage zurück und die Brühkammer 36 wird auch oben dicht verschlossen. Im folgenden wird nun der Kontakt 115 aus der dargestellten Lage umgesteuert, wodurch das Ventil 56 während eines ersten, in Fig. 7 mit B bezeichneten kurzen Zeitabschnittes geöffnet wird und über die Leitung 55 einen ersten kurzen Stoss von Brühwasser von oben in die Brühkammer einleitet.
Es folgen dann drei weitere, in Fig. 7 mit B, B und B bezeichnete Brühimpulse, die den Zweck haben, das in der Brühkammer 36 befindliche Kaffeepulver in der Zeit zwischen zwei Brühimpulsen sich wieder lockern zu lassen und den nächsten Stoss von Brühwasser überhaupt durchtreten zu lassen. Der trinkfertige Kaffee läuft durch den Ausguss 50 in eine auf den Rost 60 gestellte Tasse. Nach Beendigung des Brühvorganges wird nun der Kontakt 113 wieder in die dargestellte Lage umgesteuert, wodurch die Spule 39 stromlos wird und die untere Abschlussklappe 44 der Brühkammer in ihre Offenlage fallen lässt. Kurz darauf werden die Kontakte 115 und 116 nochmals umgelegt und damit die Ventile 53 und 56 unter Strom gesetzt, so dass während einer Zeit von ungefähr 5 Sekunden wiederum heisses Spülwasser durch die Leitung 55 und durch die Leitung 52 zugeführt wird.
Nach Beendigung der zuletzt beschriebenen Spülwasserimpulse, die in Fig. 7 mit S und S angedeutet sind, gelangt nun die Kerbe der Nockenscheibe 101 wieder unter den Kontakt 109, so dass dieser in die dargestellte Lage zurückfallen kann. Dadurch wird der Synchronmotor 99 stromlos und die Nockenwelle 100 steht wieder in der in Fig. 7 dargestellten Ausgangslage.
Erfolgt in der bisher beschriebenen Weise das Rösten des Rohkaffees und die Zubereitung des trinkfertigen Kaffees zeitlich vollständig getrennt nacheinander, so würden zur Herstellung jeder Portion Kaffee rund 105 Sekunden benötigt. Bei der dargestellten Maschine ist es nun jedoch ohne weiteres möglich, sofort nach Beendigung jedes Röstprozesses einen neuen zu beginnen, während im übrigen Maschi-
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