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Antriebsmotor flacher Bauart
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Aufbaues zu wirtschaftlich tragbaren Gestehungskosten führt, wird durch einen An- triebsmotor flacher Bauart, insbesondere für Plattenspieler, Laufwerk für Tonträger od. dgl. gelöst, der sich, ausgehend von der bekannten Ausbildung, mit einem Lauflager als Drucklager und dem anderen Lauflager alp Radiallager, dessen verhältnismässig lange La- gerhülse innerhalb des Motorgehäuses in eine Ausnehmung des Rotors hineinragt, erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilatorschaufeln an den das Eisenpaket umfassenden, peripheren Teilen des Rotors, vorzugsweise in Form von Radialnuten des letzteren, angeordnet sind und dass die Zufuhr- öffnungen für die Luft im Gehäuse zentral um die Welle herum,
dagegen die Luftaustrittsöffnungen am Gehäuseurnfang beiderseits des Statoreisenpaketes liegen. Wird der ausserhalb des Motorgehäuses liegende Teil der Büchse des Radiallagers als zur Einlochbefestigung des Motors in hängender Stellung dienender Gewindestutzen ausgebildet, so kann man durch Aufnahme dieses Stutzens in einen Gummipuffer eine völlig geräuschlose Motorlagerung erzielen.
Der sich damit ergebende Aufbau des Motors führt deshalb zur Erfüllung aller genannten Erfordernisse, weil durch die Ineinanderschachtelung von Lagerbüchse bzw. Lagerhülse und Läufer die zur Laufruhe erforderliche, längstmögliche Lagerlänge ohne jede Vergrösserung der Bauhöhe, die selbst durch plattenartige Gestaltung von Läufer, Ständer und Gehäuse auf ein Kleinstmass beschränkt ist, verwirklicht werden kann. Wesentliche weitere Vorteile entstehen dadurch, dass die Zuführ- öffnungen für die Luft im Gehäuse zentral um die Welle herum angeordnet sind und die Luftaustrittsöffnungen im Gehäuseumfang beiderseits des Statoreisenpaketes liegen.
Es ergeben sich dadurch äusserst günstige Kühlungsverhältnisse, da auf diese Weise der Kühlluftstrom so kräftig und wirbelarm gehalten werden kann, dass selbst bei kleinsten Motorabmessungen, ohne die Notwendigkeit einer Vergrösserung mit Rücksicht auf die Kühlung, eine ungewöhnlich intensive Zentrifugalbelüf-
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tung eintritt ; es entstehen auch keine störenden Geräusche, die auftreten würden, wenn die Eintrittsöffnungen für die Kühlluft wie bisher den Ventilatorflügeln gegenüberliegen würden.
Durch die Verwendungsmöglichkeit von Selbstschmierlagern mit grossem Schmiermittelvorrat oder von Kunststofflagern treten nur geringe Betriebstemperaturerhöhungen an den Lagerstellen und an der Welle auf, die durch den kräftigen Kühlluftstrom in den zulässigen, geringen Grenzen gehalten werden. Die Welle kann einfach in den Läufer eingegossen oder, vorteilhaft über eine Büchse in ihn eingepresst sein. Die Einlochbefestigung des Motors in hängender Stellung, die auch durch
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Büchse des Radiallagers in Verbindung mit einer Wellensicherung an Stelle einer Befestigungsschraube zu verwirklichen ist, ermöglicht bei weitgehender Vermeidung mechanischer Schwingungsübertragungen vom Motor auf das Chassis einen besonders einfachen Ein- und Ausbau des Motors.
Die Zeichnung gibt die Ausführung eines erfindungsgemäss ausgebildeten Kondensatormotors am Beispiel eines Antriebsmotors für den Plattenteller eines Plattenspielers wieder.
In der Zeichnung erkennt man zunächst das Ständerblechpaket 1 mit den Spulen 2, die als vorgewickelte Spulenkörper ausgebildet sind, ohne dass das im Rahmen der Erfindung wesentlich ist. Der Luftspalt ist mit 3 bezeichnet. Der Läufer 4 mit der Ventilatorbeschaufelung 5 ist als Aluminiumdruckgussstück ausgebildet, in das die Welle 6 eingegossen ist. Der Läufer könnte aber auch in Kupfer ausgeführt sein, wobei die Ventilatorflügel aus vorstehenden Kupferstäben bestehen. Es kann aucn eine abweichende Ausführung vorgesehen sein, indem beispielsweise eine die Welle 6 aufnehmende, ausgebohrte Buchse das Läuferblechpaket 7 zusammenhält. Die Läuferkurzschlusswicklung ist bei 8 angedeutet.
Zur einseitigen Halslagerung und Führung der Welle 6 auf langem Wege ist die ringzylindrische, in eine Ausnehmung 9 des Läufers tief hineingeführte Lagerhülse 10 vorgesehen, die ihre Aufnahme in der Lagerbüchse 11 findet.
Läuferseitig ist die Lagerbüchse durch eine Haube 12 abgeschlossen, die bei 13 den 01vorratsfilz einkapselt. Die Lagerbuchse 11 ist bei 14 mit einem Gewinde versehen, so dass sie zur Einlochbefestigung des Motors zu dienen vermag. Weiter dient die Lagerbuchse 11 zur Befestigung des scheibenförmigen Gehäuses, das vorzugsweise zweiteilig ausgebildet ist, wobei die Schweissnaht die Bezeichnung 15 trägt. Durch die Ausnehmungen 16 kann die vom Ventilator 5 angesaugte Kühlluft eintreten, die die Gehäusekapsel 19 über die Ausnehmungen 17 verlässt. Das ebenfalls ein- seitig angeordnete Axialdrucklager für die Welle 6 besteht aus der Scheibe 18, die als Einsatz- oder Eindruckteil des Gehäuses 19 ausgebildet sein kann.
Da die Lagerhülse 10 und die Lagerbuchse 11 als Drehteile herstellbar sind, geben sie die Möglichkeit, den Läufer 4 im Verhältnis zum Ständer 1 bereits fertigungstechnisch zu zentrieren, so dass die kostspieligen und unsicheren, bisher erforderlichen Justierungsarbeiten in Fortfall kommen.
Der zentrale Kühllufteintritt gibt die Möglichkeit, den Kühlluftstrom abzuführen, nachdem er die Wärme des Läufers, des Ständerblechpaketes und der Wicklungen aufgenommen hat. Dass die Kühlluftführung dabei geräuschlos durchgeführt werden kann, weil der Kühllufteintritt in verhältnismässig grossem Abstand von der Ventilatorbeschaufelung erfolgt. wurde bereits erwähnt. Grundsätzlich kann die Luftführung wie bei grossen Maschinen durchgeführt werden.
Abweichend ist aber infolge der Möglichkeit, sehr dünnwandige Lagerbüchsen benutzen zu können, di, e unmittelbare Lagerkühlung durch die an der Büchse entlang strömende Kühlluft, so dass Lager und Welle auch im Dauerbetrieb ohne wesentliche Temperaturerhöhungen bleiben, womit die Verwendbarkeit temperaturempfindlicher Lager- und Schmierwerkstoffe eintritt, so dass besonders günstige Gleitverhältnisse entstehen und die Lebensdauer der Lagerung erhöht wird. Durch das Kaltbleiben der Welle werden ohne zusätzliche Massnahmen thermisch bedingte Verformungen an Getriebereibrädern oder Bändern beseitigt.
Die zentrale Befestigung des Motors ermöglicht eine Ausdehnung der Länge des starr ausgeführten Lagers ohne Beeinträchtigung der praktischen Bauhöhe bis in die Nähe der Stelle, bei der die Achsbelastung auftritt und bei der sich ein Ausweichen der Welle bzw. ein schlechter Rundlauf störend bemerkbar machen würde. Verhindert durch die zentrale Befestigung werden auch Verspannen und Dezentrieren des Lagers bei Befestigung des Motors. Die zentral angeordnete Lagerhülse, die über die relativ elastische Lagerbüchse mit dem Ständer des Motors verbunden ist, überträgt einen von Ständervibrationen herrührenden Körperschall auch dann nicht, wenn sie von magnetischen oder elektrischen Unsymmetrien des Läufers angeregt werden.
Durch die Läuferunwucht und durch das Gleitlager verursachte Vibrationen können sich selbst bei niedriger Drehzahlen nicht in der Entwicklung störender Rumpelgeräusche auswirken. Abschliessend sei darauf hingewiesen, dass durch Veränderung des Ver- hältnisses der Ansaug-und Ausströmquer- schnitte für die Kühlluft eine Einstellung der
Motordrehzahl in feinen Grenzen durchführ- bar ist, abgesehen davon, dass durch die wirk-
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same Kühlung die Betriebstemperatur des Mo- tors niedrig zu halten ist. Je stärker aber die
Kühlung während des Betriebes erfolgt, umso kleiner können die temperaturgefährdeten Mo- torteile gehalten werden, womit man zu der zeichnerisch veranschaulichten Ausführung des
Motorgehäuses in Form einer flachen Dose kommt.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Antriebsmotor flacher Bauart, insbeson- dere für Plattenspieler, Laufwerke für Ton- träger u. dgl. bei dem eines der Läuferlager als Drucklager und das andere als Radiallager ausgebildet ist, dessen verhältnismässig lange Lagerhülse innerhalb des Motorgehäuses in eine Ausnehmung des Rotors hineinragt, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilator- schaufeln (5) an den das Eisenpaket umfassenden, peripheren Teilen des Rotors (4), vorzugsweise in Form von Radialnuten des letz-
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