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Verfahren und Maschine zum Herstellen von Gittern für elektrische Entladungsröhren od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Maschine zum Herstellen von Gittern für elektrische Entladungsröhren od. dgl. durch Aufwickeln eines Drahtes auf mindestens einen Gitterstab, wobei im Stab durch Rollen oder Schleifen Einschnitte vorgesehen werden, die nur so tief sind, dass kein wesentlicher Grat entsteht, in welchen Einschnitten der Gitterdraht eingelegt wird und von denen Wandteile anschliessend über den Gitterdraht getrieben werden und nachdem ein Gitter gewickelt worden ist, der Draht von dem Stab getrennt wird, wonach in einem Abstand von dem soeben gewickelten Gitter der Draht aufs neue auf den Stab aufgewickelt wird.
Ein solches Verfahren ist bekannt (s. z. B. die brit. Patentschrift Nr. 743,828).
Beim Ausführen dieses Verfahrens, namentlich wenn dies mit einem Draht mit verhältnismässig gro- sser Dehnung oder mit Gitterstäben aus ziemlich weichem Material erfolgt, stellt es sich heraus, dass der Draht am Ende des Wicklungsvorganges eines Gitters oft abbricht. u. zw. an einer Stelle zwischen einem zangenförmigen Werkzeug, längs dem der Draht zum Stab geführt wird, und an der Stelle, wo der Draht den Stab verlässt.
Wenn das nächste Gitter gewickelt wird, ist dann das aus der Zange hervorragende Drahtende des öfteren zu kurz, um die folgende Wickelbearbeitung (das sogenannte Anwickeln) richtig einzuleiten.
Die Erfindung hilft diesem Übelstand ab.
Nach der Erfindung wird wenigstens der letzte Einschnitt für ein Gitter soviel tiefer als die ändern Einschnitte gemacht, dass am Ende des Einschnittes ein Grat stehen bleibt, der zum Abbrechen des Drahtes an diesem Grat geeignet ist.
Es entsteht also eine grössere örtliche Verformung des Gitterstabes mit einem Grat am Ende des Einschnittes. An diesem Grat, u. zw. in seiner unmittelbaren Nähe, bricht dann der Draht, sobald dieser, wie es beim bekannten Verfahren erfolgt, einen Augenblick in der Zange festgehalten wird.
Es ist dann immer sichergestellt, dass nach dem Abtrennvorgang ein möglichst langes Drahtende zum Anwickeln des nächsten Gitters aus der Zange hervorragt.
Es kann vorteilhaft sein, auch den ersten Einschnitt eines Gitters etwas tiefer als die nächstliegenden Einschnitte auszuführen. Hiedurch wird erreicht, dass der Gitterdraht besser im Gitterstab eingefasst und beim Anwickeln des Gitters besser festgeheftet wird.
Es ist aber nicht erwünscht, sämtliche Einschnitte tiefer zu machen, weil dann die Gitterstäbe zu stark geschwächt werden und sich verziehen könnten.
Ein Vorteil der tieferen Einschnitte besteht noch darin, dass die Enden des Gitterdrahtes unverrückbar befestigt werden und beim Strecken und Glühen des Gitters richtig befestigt bleiben.
An Hand einer Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise näher erläutert.
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1In diesem Beispiel wird ein dünner Draht 1 auf zwei Gitterstäbe 2 und 3 aufgewickelt. Bei einer bekannten Wickelart werden die Stäbe 2 und 3 ausschliesslich in ihrer Längsrichtung gemäss einer bestimm-
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ten Bewegungsvorschrift vorbewegt und der dünne Gitterdraht von einem sich um die Stabe drehenden Wickelkopf zugeführt.
Zwischen den Stäben kann eine Lehre angeordnet sein, die den Drahtwindungen, z. B. die in den Fig. 2 und 3 dargestellte Form verleiht.
In der Zeichnung ist dargestellt, wie im Stab 2 als letzter für ein Gitter ein Einschnitt 4 angebracht ist, der tiefer als die nebenliegenden Einschnitte 5,6, 7 usw. ist. In diese Einschnitte wird der Gitterdraht beim Wickeln eingelegt, wonach die Wände des Einschnittes über den Draht getrieben werden (s. auch
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Grat 11 am Ende eines seichten Einschnittes (Fig. 5).
Beim Wickeln stellt es sich heraus, dass der Draht 1 gerade an einem solchen ausgeprägten Grat 10 abbricht, also bei 12 in Fig. 6 ; folglich ist das aus der Drahtzufuhrzange (nicht dargestellt) hervorragende Drahtende möglichst lang. Beim Anwickeln treten daher keine Schwierigkeiten auf.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Herstellen von Gittern für elektrische Entladungsröhren od. dgl. durch Aufwickeln eines Drahtes auf mindestens einen Gitterstab, wobei im Stab durch Rollen oder Schleifen Einschnitte vorgesehen werden, die nur so tief sind, dass kein wesentlicher Grat entsteht, in welchen Einschnitten der Gitterdraht eingelegt wird und von denen Wandteile anschliessend über den Gitterdraht getrieben werden, und nachdem ein Gitter gewickelt worden ist, der Draht von dem Stab getrennt wird, wonach in einem Abstand von dem soeben gewickelten Gitter der Draht aufs Neue auf den Stab aufgewickelt wird, dadurch gekennzeichnec, dass wenigstens der letzte Einschnitt für ein Gitter so viel tiefer als die andern Einschnitte gemacht wird,
dass am Ende des Einschnittes ein Grat stehen bleibt, der zum Abbrechen des Drahtes an diesem Grat geeignet ist.