AT204110B - Verfahren und Anördnung zur Überwachung von Windungsschlüssen und mehrfachen Erdschlüssen bei Induktoren von Synchronmaschinen - Google Patents

Verfahren und Anördnung zur Überwachung von Windungsschlüssen und mehrfachen Erdschlüssen bei Induktoren von Synchronmaschinen

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AT204110B
AT204110B AT745957A AT745957A AT204110B AT 204110 B AT204110 B AT 204110B AT 745957 A AT745957 A AT 745957A AT 745957 A AT745957 A AT 745957A AT 204110 B AT204110 B AT 204110B
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synchronous machine
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proportional
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren und Anordnung zur Überwachung von   Windungs Schlüssen   und mehrfachen Erdschlüssen bei Induktoren von Synchronmaschinen 
Induktoren von Synchronmaschinen können bei einfachem Erdschluss zwar ohne Bedenken betrieben werden, bei Auftreten eines zweiten Erdschlusses bzw. eines Windungsschlusses besteht jedoch die Gefahr einer   Untererregung   der Synchronmaschine bei gleichzeitiger Überlastung der Erregermaschine und einer damit verbundenen empfindlichen Betriebsstörung dadurch, dass die Maschine die Blindlast abwirft und   u. U.   sogar ausser Tritt fällt. Ferner kann hiebei die Induktorwicklung und der   Induktorbauen   durch   Scbmorstellen   stark beschädigt werden und eine unzulässige Laufunruhe der Maschine auftreten. 



   Trotz der Gefahren, die sich im Anschluss an einen auftretenden einfachen Erdschluss in der Induktorwicklung ergeben, besteht in den meisten Fällen die Notwendigkeit, die Maschine weiter zu betreiben, um nicht einen Leistungsausfall hinnehmen zu müssen, der vorübergehend nicht anderweitig gedeckt werden kann. 



   Man hat versucht, die Widerstandsänderung der Induktorwicklung, die bei auftretenden Windungsschlüssen charakteristisch ist, als Kriterium für das Ansprechorgan des Windungsschlussschutzes zu verwenden ; der erwünschte Erfolg blieb jedoch aus. Das Verfahren scheitert in erster Linie daran, dass sich der Widerstand der Induktorwicklung zwischen der minimal möglichen und der maximal zulässigen Wicklungstemperatur bereits um 50 % ändert ; die Ansprechempfindlichkeit eines solchen Schutzes ist daher völlig unzureichend, wenn Fehlauslösungen mit Sicherheit vermieden werden sollen. 



   Weitere Schwierigkeiten ergeben sich bei der Durchführung dieses Verfahrens, beispielsweise bei Verwendung eines Widerstandsmesswerkes mit Kontakteinrichtung durch die hohe Induktivität der Induktorwicklung und dadurch, dass sich das Einstellmoment des Messwerkes quadratisch mit dem Erregerstrom ändert. 



   Die Erfindung bewirkt bei der Überwachung zwei-oder mehrfacher Erdschlüsse, von denen einer im Erregermaschinenkreis liegen kann. und/oder bei Windungsschlüssen in Induktoren von Synchronmaschinen die oben erwähnten Schwierigkeiten auszuschalten und die Ansprechempfindlichkeit und die Auslösesicherheit der   Überwachungs- und S'chutzanordnung   wesentlich zu vergrössern. 



   Erfindungsgemäss wird zunächst mit Hilfe von Abbildern aus den messbaren Wechselstromgrössen der Synchronmaschine eine Wechselspannungsgrösse zusammengesetzt, die bei den verschiedenen Belastungen durch   Wirk- und   Blindlast dem Erregerstrom der Synchronmaschine proportional ist. Diese Wechselspannungsgrösse wird nach vorangegangener Gleichrichtung als Messspannung in einer   Brücken- oder   Differenzschaltung mit einer direkt aus dem Induktor-Erregerstromkreis der Synchronmaschine abgeleiteten und dem Erregerstrom proportionalen Vergleichsspannung verglichen, und das Auftreten einer Spannung bzw. einer Differenzspannung dieser beiden Spannungen wird als Kriterium für einen Windungsschluss oder Mehrfach-Erdschluss gewertet. 



   Bei der Anordnung zur Durchführung   diese     Verfahrens wird an einem ohmschen Widerstand eine der Spannung zwischen zwei Phasen der   an das Drehstromnetz angeschlossenen Synchronmaschine   proportionale Teilspannung abgebildet und an einem andern ohmschen Widerstand eine dem Wechselstrom in der dritten Phase proportionale Teilspannung. Die beiden Widerstände sind so bemessen, dass das Verhältnis der Grösse der an ihnen abgreifbaren Teilspannungen gleich dem Verhältnis von   Leerlauf-zuKuizschluss-   strom der Synchronmaschine ist.

   Nach Addition dieser beiden Teilspannungen durch Hintereinanderschal- 

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 ten der beiden ohmschen Widerstände und nachfolgender Gleichrichtung erhält man eineGesamtspanuung, die bei verschiedenen Belastungen durch Wirk- oder BlindlÅast dem Erregerstrom der Synchronmaschine annähernd proportional ist. Ein Differentialrelais, dessen eine Wicklung von einer direkt aus dem InduktorErregerstromkreis der Synchronmaschine hergeleiteten und dem Erregerstrom proportionalen Spannung gespeist ist und dessen andere Wicklung von der gleich gross bemessenen, aus den messbaren Wechselstrom-   grossen   der Synchronmaschine hergeleiteten Spannung gespeist wird, spricht an, wenn infolge eines Kurzschlussfehlers im Induktor eine Differenz der beiden Spannungen auftritt.

   Dem Relais zugeordnete Kontakte schalten dann direkt oder über ein Zwischenrelais die Synchronmaschine vom Netz ab und deren Entregung ein. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren ist im folgenden unter Bezugnahme auf die Diagramme in den Fig. 1 und 2 der Zeichnung näher erläutert ; ein Ausführungsbeispiel der Anordnung zur Durchführung des Verfahrens ist in Fig. 3 der Zeichnung dargestellt und wird anschliessend beschrieben. 
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 Spannungen und magnetischen Felder der Synchronmaschine für einen bestimmten Belastungsfall so eingezeichnet, dass der Drehpunkt der Vektoren in den Koordinaten-Nullpunkt des Diagrammes   fällt ;

     entgegen der meistens üblichen Darstellungsweise für Vektorenbilder ist im vorliegenden und dem nachfolgenden Fall die Drehrichtung der Vektoren im Uhrzeigersinn angenommen. 
 EMI2.2 
 Spannungsabfall   Us (Streuspannung). hervorgerufen   durch den Belastungsstrom, ergibt und der Spannungsabfall Us selbst bei Nennstrom nur einige Prozent der Klemmenspannung U beträgt, ist der Winkel   B   im allgemeinen nur sehr klein. Für den Fall reiner Wirkbelastung der Synchronmaschine ergibt sich damit, dass die innere EMK E mit guter Annäherung gleich der Klemmenspannung U ist. 



   Um nun den Zusammenhang zwischen den   Wechselstromgrössen   der Synchronmaschine und dem Erregerstrom näher zu erläutern, ist die Betrachtung der zugehörigen Magnetfelder notwendig. Die innere EMK E wird hervorgerufen durch ein Magnetfeld   er,   das dem Vektor E um   90    vorauseilt. Für den Fall des Leerlauf, bei dem die Vektoren E und U in dieselbe Richtung fallen und von gleicher Grösse sind, ist zur Erzeugung der inneren EMK E der Leerlauferregerstrom i notwendig.

   Wird nun die Maschine belastet, so wird durch die Ankerrückwirkung ein Magnetfeld   6.-hervorgerufen,   das in die Richtung des Stromvektors J   fällt ; mit   vom Werte Null bis zum Nennwert ansteigender Wirklast muss nun bekannterweise der 
 EMI2.3 
 ierrNennstrom    einzustellendenErregerstrom i   entspricht eine Leerlaufspannung vom Betrage   Eo,   die notwendig ist, um den durch die Ankerrückwirkung hervorgerufenen inneren Spannungsabfall A E zu kompensieren, damit die Klemmenspannung U konstant bleibt.

   Das der Spannung    Eo     : 0 um 900 vorauseilende Ma-   gnetfeld   E)   ergibt, vektoriell addiert mit dem durch die Ankerrückwirkung hervorgerufenen Magnetfeld   (D AR'das   für den Belastungsfall im Luftspalt der Maschine tatsächlich vorhandene resultierende Magnetfeld   er.   



   In der Zeichnung ist unter Zuhilfenahme des bekannten Potierschen Dreiecks P das Vektordiagramm der Magnetfelder eingezeichnet. Konstruktiv erhält man das   Vektordiagramm,   indem man zunächst durch vektorielle Addition der Klemmenspannung U und der Streuspannung Us den Vektor E ermittelt und dann mit Hilfe der Leerlaufkennlinie die für den Betrag von E notwendige Erregung.

   Wie bereits zu Anfang der Beschreibung erwähnt wurde, ist wegen des nur sehr kleinen Winkels   B   der Betrag von E bei reiner Wirkbelastung annähernd gleich dem Betrag von U, und aus diesem Grunde kann man auch mit sehr guter Näherung annehmen, dass zur Erzeugung der EMK E im Falle reiner   Wirkbelastung   ein resultierendes Ma- 
 EMI2.4 
 über E einzeichnet und seinen Betrag gleich dem Betrag des Magnetfeldes bei dem Erregerstrom io im Leerlauffall macht. An den Vektor er wird dann entsprechend der Richtung des Vektors J der Vektor GAR angetragen. Der Betrag dieses Vektors wird aus dem Potierschen Dreieck P übernommen, dessen in die Abszissenachse fallende Kathete bekanntlich ein   Mass   für das durch die   Ankerruckwirkung   hervorgerufene Magnetfeld ist.

   Nachdem die beiden Vektoren   er und e AR   auf diese Weise bestimmt sind, erhält man 

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 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 rückwirkungs-Magnetfeld e p hervorruft. (Vgl. oberes Potiersches Dreieck P.) Verlängert man nun die Dreieckseite   A'B* über B* hinaus   bis zum Vektor U. so erhält man ein rechtwinkliges Dreieck OCA', dessen eine Seite OC gegenüber der Seite OB'nahezu unverändert bleibt, weil der Winkel ss, wie bereits ausgeführt wurde, nur sehr klein ist ; wie nun ohne weiteres aus der Zeichnung entnommen werden kann. 
 EMI3.3 
 ikrungsstrom   zij grösser   ist als   der das Ankerrückwirkungsfc1d   hervorrufende Erregerstromanteil iAR. 



     Betrachtetman nun - immer   noch bezogen auf den Fall reiner Wirkleistung- die Abhängigkeit des Magnetfeldes von den Wechselstromgrössen U und I der Synchronmaschine, so ergibt sich, dass das Anker-   rückwirkungsfeld OAR   dem Maschinenstrom I proportional ist und dass das resultierende Magnetfeld er der inneren EMK E proportional ist. Da nun wegen des nur kleinen Winkels ss die EMK E nach Voraussetzung gleich der Klemmenspannung U ist, ist demnach auch die Klemmenspannung U dem Magnetfeld Or proportional. Für die Konstruktion des magnetischen Vektorfeldes, dargestellt durch das Dreieck   OCA'be-   deutet das, dass beispielsweise bei Belastung mit halbem Nennstrom der Synchronmaschine der Dreieckspunkt   A'auf   einen Punkt D verschoben wird, der etwa auf der Hälfte der Strecke A'C liegt.

   Streng genommen liegt dieser Punkt auf der Hälfte der Strecke A'B'. Da die Strecke B'C im Vergleich zur Strecke   A'B'aber nur sehr klein ist, kann   man mit guter Annäherung diese Aussage machen. Die Strecke OD stellt in diesem Falle mit guter Näherung den Erregerstrom   ierr dar,   der eingestellt werden muss, wenn bei reinem Wirkstrom vom Betrage des halben Nennstromes die Klemmenspannung U gleich der Nennspannung sein   soll. (Halbe Nennlast.) Ähnlich verhält 3ich   das Vektorfeld bei Änderungen der Spannung U ; bei Absinken der Spannung beispielsweise auf den halben Betrag der Nennspannung würde sich die Dreieckseite A'C etwa um die halbe Strecke OC in Richtung der Ordinate zum Nullpunkt verschieben.

   Praktisch ist dieser Fall aber nicht von Bedeutung, da die Spannung U normalerweise auf konstanten Wert geregelt wird. 



   Um für die erfindungsgemässe Schutzanordnung aus den Messgrössen auf der Wechselstromseite der Syn- 
 EMI3.4 
 zwei in Reihe geschalteten Widerständen vom Strom bzw. von der Spannung der Synchronmaschine so zu   speisen, dass bei reiner Wirklast (cos o = 1) der Maschine die an den beiden Widerständen liegenden Teilspannungen einen Phasenverschiebungswinkel von 90 einschliessen. Man erreicht dieses, indem man zur   Speisung die Spannung zwischen zwei Phasen eines Drehstromnetzes verwendet und den Strom der dritten Phase. Die beiden Widerstände müssen so bemessen sein, dass das Verhältnis der beiden Teilspannungen dem   Verhälmis   des Induktor-Erregerstromes bei Kurzschluss und Leerlauf der Synchronmaschine entspricht. 



  Greift man die an den Widerständen liegende resultierende Wechselspannung ab und führt sie einem Gleichrichter zu, so erhält man eine Gleichspannung, deren Grösse dem Induktor-Erregerstrom der Synchronmaschine bei verschiedener Wirkbelastung und, wie im folgenden noch näher beschrieben werden soll, auch bei verschiedener Blindbelastung annähernd proportianal ist. 



   In Fig. 2 der Zeichnung ist das   Vektoneld   der Spannungen und Ströme derselben Synchronmaschine für den Fall der Nennbelastung mit cos up = 0, 8 nacheilend ebenfalls im Zusammenhang mit der Leer- laufkennlinie dargestellt. Der besseren Übersichtlichkeit wegen wurde auf die besondere Darstellung des Magnetfeld-Vektorfeldes verzichtet und nur das dem Vektorfeld entsprechende, um   90  im   Gegenuhrzeigersinne gedrehte   Konstruktionsdr. eieck OA'B'eingezeichnet ; die   Strecke DA'entspricht, ebenso wie im Falle der Fig. 1, dem Induktor-Erregerstrom der Synchronmaschine bei der dargestellten Belastung. 



   Vergleicht man nun einmal die Konstruktionsdreiecke   OA'B'der   beiden Fig. 1 und 2 miteinander, so erkennt man, dass der Winkel OB'A'in Fig. 2 um den Phasenverschiebungswinkel   (P   zwischen Klemmenspannung U und Strom I grösser ist als der Winkel in Fig. 1 ; während nun die beiden Dreieckseiten A'B'in beiden Fällen gleich gross sind, ist die Dreieckseite OB'im Falle der Fig. 2 um den Betrag 6 grösser. Diese Vergrösserung ist eine Folge der Tatsache, dass mit zunehmender nacheilender Belastung der Synchronmaschine die innere EMK E durch Steigern des Erregerstromes   vergrössert   werden muss, wenn die Klemmenspannung U konstant bleiben soll. 



   Nun wird aber bei dem elektrischen Abbild des Erregerstromes gemäss der Erfindung der eine der beiden Widerstände nicht von der EMK E, sondern von der Klemmenspannung U gespeist, und das bedeutet in diesem Fall, dass die an dem Widerstand liegende Teilspannung betragsmässig nicht mehr dem 

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 das resultierende Magnetfeld er hervorrufenden Erregerstrom entspricht ; die Teilspannung an diesem Widerstand bleibt hiebei konstant   una   entspricht betragsmässig dem Erregerstrom   i bei Leerlauf.

   Der   an sich dadurch hervorgerufene Fehler bei dem   erfindmgsgemässen   elektrischen Abbild des Erregerstromes bleibt jedoch im Endergebnis nur sehr klein, da er im wesentlichen durch den Fehler kompensiert wird, der dadurch   entsteht, dass   man   den Phasenverschiebungswinkel ss   zwischen EMK und Klemmenspannung nicht berücksichtigt und den Betrag der stromproportionalen Spannung etwas grösser (entsprechend dem Erregerstrom ik bei Kurzschluss) gemacht hat, als es dem das   AnkerrückwirkungsfeldhervorrufendenErregerstrom-   
 EMI4.1 
 
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 und bei dem die Beträge der beiden   Tei1spannungsvektoren   dem Erregerstrom bei Leerlauf und Kurzschluss entsprechen, wird somit auch mit guter Annäherung durch das Konstruktionsdreieck OA'C dargestellt. 



   Damit ist erwiesen, dass man aus den Wechselstromgrössen (Klemmenspannung und Strom) der Synchronmaschine mit Hilfe des erfindungsgemässen Abbildes eine Spannung   erhält. die   auch bei verschiedener Belastung mit Blind- und Wirkstrom dem Erregerstrom mit sehr guter Annäherung proportional ist. 



   Die Fehler, die sich bei dem erfindungsgemässen Verfahren ergeben, sind im allgemeinen um so grösser, je grösser der Phasenverschiebungswinkel up zwischen Klemmenspannung und Strom ist ; sie erreichen ihr Maximum bei cos    < = 0   nacheilend und voreilend ; bei cos   =1   wird ein Minimum erreicht. 



  Im Bereich etwa von cos    = l   bis cos   =0, 7   nacheilend sind die Fehler nur sehr gering, steigen dann aber mit fallendem cos   cp   schneller an. Im allgemeinen wird es nun erwünscht sein, dass der Fehler für den am häufigsten vorkommenden Belastungsfall, beispielsweise cos    < p = 0, 8   nacheilend, gleich Null sein soll. Nach dem erfindungsgemässen Verfahren kann man auch dieses ohne weiteres erreichen, indem man, ohne das Verhältnis der beiden Teilspannungen zu verändern, die aus dem   Wechselstrom grössen   abgeleitete, dem Erregerstrom proportionale Spannung so auslegt, dass sie der aus dem Erregerstromkreis des Induktors abgeleiteten Vergleichsspannung im oben erwähnten Hauptbelastungsfall gleich ist.

   Selbstverständlich ist es aber auch ebensogut möglich, dass man die Messspannung des elektrischen Abbildes so einstellt, dass sich beispielsweise im Belastungsbereich von cos   ao = 0,9   voreilend bis cos    = 0, 8   nacheilend ein Fehler ergibt, der in diesem Belastungsbereich einen bestimmten Grenzwert weder nach der positiven noch nach der negativen Seite hin überschreitet. 



   In Fig. 3 der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens dargestellt. Mit 1 ist die Synchronmaschine bezeichnet, deren Induktor 2 von einer nicht dargestellten Erregermaschine gespeist wird. Ein Stromwandler 3 und ein Spannungswandler 4, die auf der Wechselstromseite der Synchronmaschine beispielsweise zu   Messzwecken   angeordnet sind, speisen über Zwischenwandler 5 und 6 zwei in Reihe geschaltete Widerstände 7 und   8 ;   an dem Widerstand 8 wird eine der Spannung zwischen zwei Phasen (V, W) proportionale Spannung und an dem Widerstand 7 eine dem Generatorstrom in der dritten Phase (U) proportionale Spannung abgebildet.

   Diese beiden Spannungen schliessen bei reiner Wirkbelastung der Synchronmaschine einen   Phasenverschipbuncswinkel   von 900 ein ; bei kapazitativer Belastung (Blindleistungsaufnahme) wird dieser Winkel um den Phasenverschiebungswinkel   # zwischen strom und Klemmenspannung kleiner und bei induktiver Belastung (Blindleistungsab-   gabe) um den Winkel   0 grösser.   Gemäss der Erfindung ist die an dem Widerstand 8 abgebildete, der Klemmenspannung der Synchronmaschine proportionale Teilspannung so zu bemessen, dass ihr Verhältnis zu der am Widerstand 7 abgebildeten, dem Generatorstrom proportionalen Spannung bei reiner Wirkbelastung der Synchronmaschine gleich dem Verhältnis des Induktor-Erregerstromes bei Leerlauf und Kurzschluss ist.

   Um dieses Spannungsverhältnis leicht einstellbar zu machen, ist der Widerstand 8 mit einem Abgriff versehen und als Potentiometer geschaltet. Die an der Widerstandsreihenschaltung 7. 8 abgegriffene resultierende Wechselspannung, die dem Erregerstrom des Induktors verhältnisgleich ist, wird nach Gleichrichtung in einer Gleichrichterbrücke 9 einem ohmschen   Widerstand J 0 zugeführt,   an dem ein Teil der Gleichspannung abgegriffen wird, um als Messspannung das Vergleichssystem 11 zu speisen. 



   Das Vergleichssystem 11 besteht im Falle des Ausführungsbeispiels nach Fig. 3 aus einem Drehspuldifferenzrelais mit drei Wicklungen, von denen zwei gleichartige Wicklungen 12 und 14 im Gegensinn gespeist werden. Die Wicklung 14 wird von einer dem Induktor-Erregerstrom proportionalen Vergleichsspannung gespeist, die an einem im Erregerstromkreis des Induktors 2 liegenden Widerstand 13 abgegrif-   fen wird ;   die Wicklung 12 wird von der am Widerstand 10 abgegriffenen Messspannung gespeist, deren 

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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 6> gen durch Wirk- und Blindlast dem Erregerstrom der Synchronmaschine verhältnisgleich ist, und dass eine dieser Wechselspannungsgrösse proportionale Gleichspannung mit einer dem Erregerstrom der Synchronmaschine proportionalen Spannung in einer Brücken- oder Differenzschaltung verglichen wird, wobei das Auftreten einer Spannung im Brückendiagonalzweig oder das Auftreten einer Differenzspannung ein Kriterium für einen Windungs- oder Mehrfach-Erdschluss ist.
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die bei verschiedenen Belastungen dem Erregerstrom der Synchronmaschine proportionale Wechselspannungsgrösse aus zwei an Widerständen abgebildeten Teilspannungen zusammengesetzt ist, von denen die eine Teilspannung der Wechselspannung, die andere Teilspannung dem Wechselstrom der Synchronmaschine proportional ist, wobei deren Verhältnis gleich dem Verhältnis des Erregerstromes bei Leerlauf und Kurzschluss bezogen auf Nennspannung und Nennstrom der Synchronmaschine ist und dass die beiden Teilspannungen bei cos cp = 1 der Synchronmaschine einen Verschiebungswinkel von 900 einschliessen.
    3. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Teilspannung von einem ohmschen Widerstand abgegriffen wird, der über einen Spannungswandler an zwei Phasen des Drehstromnetzes der Synchronmaschine angeschlossen ist, während die andere Teilspannung an einem ohmschen Widerstand abgegriffen ist, der über einen Stromwandler in den Stromkreis der dritten Phase eingeschaltet ist.
    4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden ohmschen Widerstände in Reihe geschaltet sind und dass an dieser Reihenschaltung die geometrische Summenspannung abgegriffen und über eine Gleichrichterbrückenschaltung dem Vergleichssystem als Messspannung zugeführt ist.
    5. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass drei gleichartige, aus je einer Widerstandsreihenschaltung mit je einer Gleichrichterbrücke und einem Abschlusswiderstand bestehende Anordnungen zyklisch vertauscht über Strom-und Spannungswand- ler an alle drei Phasen des Drehstromnetzes der Synchronmaschine angeschlossen sind.
    6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlusswiderstände der drei Anordnungen in Reihe geschaltet sind und dass an dieser Reihenschaltung die Summenspannung abgegriffen und dem Vergleichssystem als Messspannung zugeführt wird.
    7. Anordnung nach den Ansprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die ohmschen Widerstände EMI6.1
    8. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass in den Erregerstromkreis des Induktors der Synchronmaschine ein ohmscher Widerstand eingeschaltet ist und dass an diesem Widerstand eine Spannung abgegriffen und dem Vergleichssystem als Vergleichspannung zugeführt wird, die dem Erregerstrom proportional ist und bei Nennbetrieb der Synchronmotor betragsmässig gleich der dem Vergleichssystem zugeführten Messspannung ist.
    9. Anordnung nach den Ansprüchen 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergleichs- und Messspannung den Wicklungen eines Differentialrelais zugeführt werden, das bei Auftreten einer Differenz zwischen den beiden Spannungen anspricht und durch einen ihm zugeordneten Kontakt direkt oder über ein Zwischenrelais die Abschaltung der Synchronmaschine vom Netz und deren Entregung bewirkt.
    10. Anordnung nach den Ansprüchen 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergleichs- und die Messspannung je einer aus zwei Widerständen bestehenden Widerstandsreihenschaltung zugeführt werden, bei der die Verbindungspunkte der beiden Widerstände über ein Relais miteinander verbunden sind, das bei Auftreten einer Differenz zwischen beiden Spannungen anspricht und dessen ihm zugeordneter Kontakt direkt oder über ein Zwischenrelais die Abschaltung der Synchronmaschine vom Netz und deren Entregung bewirkt.
    11. Anordnung nach den Ansprüchen 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergleichs- und die Messspannung den Spulen eines Drehspuldifferenzrelais zugeführt werden, dessen Kontakt beim Auftreten einer Differenz zwischen beiden Spannungen geschlossen wird und direkt oder über ein Zwischenrelais die Abschaltung der Synchronmaschine vom Netz und deren Entregung bewirkt.
    12. Anordnung nach den Ansprüchen 9 bis 11. dadurch gekennzeichnet, dass als Zwischenrelais ein Zeitrelais angeordnet ist.
    13. Anordnung nach den Ansprüchen 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais mit einer Kompensationswicklung versehen ist, die von einer durch Spannungsabfall an einem andern Widerstand im Erregerstromkreis des Induktors der Synchronmaschine erzeugten Spannung gespeist wird, uw dadurch die Empfindlichkeit des Relais der Belastung der Synchronmaschine anzupassen.
AT745957A 1956-12-27 1957-11-16 Verfahren und Anördnung zur Überwachung von Windungsschlüssen und mehrfachen Erdschlüssen bei Induktoren von Synchronmaschinen AT204110B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN114779071A (zh) * 2022-03-07 2022-07-22 华能铜川照金煤电有限公司 一种电机转子状态检测系统及方法

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