<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Verringerung des Einflusses der Sonnenbestrahlung und der Aussentemperatur auf den Zustand der Luft in belüfteten Räumen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verringerung des Einflusses der Sonnenbestrahlung und der Aussentemperatur auf den Zustand der Luft in belüfteten Räumen und bezweckt, die Behaglichkeit in Wohnräumen, Amtsräumen oder andern belüfteten Räumlichkeiten zu erhöhen.
Die moderne Klimatechnik ermöglicht es bereits, das Klima in einem Raum im wesentlichen unabhängig von der Aussenluft in einem gleichmässigen und behaglichen Zustand zu erhalten. Allerdings blieb bisher ein Problem, nämlich das Problem der Verminderung des Einflusses der Fensterflächen, ungelöst. An diesen Fensterflächen entsteht im Sommer durch die Sonnenstrahlung eine unerwünschte zusätzliche Erwärmung, während im Winter der durch die sogenannte Kältestrahlung entstehende Luftzug die Behaglichkeit der im übrigen angenehm temperierten Räumlichkeit beeinträchtigt. Weiters bildet sich im Winter an den kalten Glasscheiben des Fensters ein Fallstrom von kalter Luft aus.
Dem erstgenannten Nachteil kann natürlich zum Teil durch eine ausreichend starke Belüftung entgegengewirkt werden, was aber nicht nur erhöhte Betriebskosten verursacht, sondern auch die Gefahr mit sich bringt, dass die Annehmlichkeit des Klimas durch die Zugluft gestört wird, die als Folge eines rascheren Luftaustausches oder einer grösseren Untertemperatur der Ersatzluft auftritt.
Es wurde auch schon auf verschiedenen Wegen versucht, den Nachteil des bei niedriger. Aussentemperaturen durch die Kälteabstrahlung an den Fenstern verursachten kalten Luftzuges auszuschalten. So ist es bereits bekannt, die erforderliche Menge von Austauschluft am Fenster in der Weise in den Raum einzuführen, dass sie zwischen zwei oder drei Fensterscheiben hindurchströmt und diese vorwärmt. Ebenso kann der Nachteil der durch die Kälteabstrahlung verursachten Zugluft dadurch ausgeschaltet werden, dass ein warmer Luftstrom von innen her längs der Fensterflächen geblasen wird.
Keines der geschilderten Verfahren bietet jedoch im Gegensatz zur vorliegenden Erfindung eine sowohl im Sommer als auch im Winter befriedigende Lösung der durch die Fensterflächen verursachten Probleme bei der Raumklimatisierung.
Das Verfahren nach der Erfindung ist im wesentlichen dadurch ausgezeichnet, dass die abzuführende Ventilationsluftmenge ganz oder teilweise aus einem oder mehreren gegen den belüfteten Raum abgeschirmten Zwischenräumen abgesaugt wird, deren jeder durch die Innenscheibe oder Innenfläche eines Fensters und eine die Fensternische parallel zum Fenster abschliessende Abschirmung begrenzt ist, wobei die abzusaugende Luft in diese abgeschirmten Zwischenräume aus dem belüfteten Raum durch am unteren Rand und/oder an den Seitenrändern der Abschirmung vorgesehene Spalte einströmt.
Im Rahmen der Erfindung kann die durch die Sonnenstrahlung erzeugte Wärme durch eine in dem abgeschirmten Zwischenraum angeordnete Jalousie, aber auch die erwähnte Schirmfläche selbst absorbiert werden, die in diesem Falle aus wärmeabsorbierendem Material bestehen muss.
Als Beispiel für den durch das erfindungsgemässe Verfahren erzielten technischen Effekt und für die in der Praxis erreichbaren Daten werden nachstehend die Ergebnisse von Versuchen angeführt, die anfangs August um etwa 16 Uhr bei einer Aussentemperatur von 260 C in einem Raum mit nach West-Süd-West gerichteten Fenstern und einer Innentemperatur von 220 C durchgeführt wurden. Die durch die Sonnen-
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1