AT202237B - Reaktor - Google Patents

Reaktor

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AT202237B
AT202237B AT639657A AT639657A AT202237B AT 202237 B AT202237 B AT 202237B AT 639657 A AT639657 A AT 639657A AT 639657 A AT639657 A AT 639657A AT 202237 B AT202237 B AT 202237B
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reactor
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Simmering Graz Pauker Ag
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  • Structure Of Emergency Protection For Nuclear Reactors (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Reaktor 
Die Erfindung betrifft einen inhomogenen Reaktor, bei welchem der Spaltstoff in einem flüssigen Medium in gelöster oder suspendierter Form innerhalb eines Reaktorsystems geführt wird. 



  Der Reaktor ist mit Rohren ausgestattet, welche mit   Flüssigkeit,   in der Spaltstoff supendiert oder gelöst ist, gefüllt sind. 



   Erfindungsgemäss besitzen die einzelnen Rohre des Rohrsystems in Abständen Erweiterungen, die in ihrer Gesamtheit vorzugsweise ein   regelmässiges   punktgitterartiges System bilden. Diese Erweiterungen der Rohre sind beispielsweise kugel-oder   doppelkegelfomug geformt, während   das dazwischenliegende Rohr im Verhältnis zum Querschnitt der Erweiterungen einen möglichst kleinen Querschnitt besitzt. Da die einzelnen Rohre sowohl seitlich als auch der Höhe nach nebeneinander angeordnet sind, entsteht durch die erwähnten Erweiterungen ein punktförmiges Gittersystem. In den Knotenpunkten des Gitters ist eine Anhäu- 
 EMI1.1 
    vorhanden,bezüglich   der Neutronenökonomie eines Reaktors ein   günstigeres   System dar als dans bekannte und bisher verwendete Gitter mit zylindrischen Stäben. 



   Bekanntlich verhält sich am ungünstigsten ein System,'bei welchem Spaltstoff und Brennstoff miteinander homogen vermischt werden. Das Produkt aus   Resonanz-iEntkommmwahrscheinlichkeit   (Resonance escape probability) und thermischem   Ausnutzungsgrad p. f.   ist hier infolge des relativ niedrigen Wertes des erstgenannten Faktors am kleinsten. Die Gitteranordnung mit zylindrischen Stäben ist besser und   ermöglicht   erst das Kritischwerden eines graphitmoderierten Reaktors mit Spaltstoffstäben aus natürlichem Uran. 



   Ein punktförmiges Gittersystem, bei welchem die Punkte durch die   erfindungsgemäss   vorgeschlagenen Rohrerweiterungen gebildet sind, gestattet, das genannte Produkt p. f noch weiter zu erhöhen. 



  Dadurch wird es möglich, nicht mehr Uran in Form von festen Stäben verwenden zu müssen, sondern als Suspension oder in sonst einer in Flüssigkeit gelösten Form, z. B. als   Ulianylsulfat.   



  Damit sind ausserordentliche Vorteile verbunden. 



  Der Spaltstoff muss nicht mehr unmittelbar an der   Stelle,'wo   er eingebaut ist, gekühlt werden, sondern es kann dies, da er sich ja in Zirkulation befindet,   ausserhalb   des Reaktors an einer beliebigen Stelle in einem   Oberflächen. wärmeaus-   tauscher erfolgen. Auch ist eine Kühlung unmittelbar durch Dampfbildung möglich. Der Reaktor 
 EMI1.2 
 lauf besitzt, kann auch auf einfache Weise ein Brutsystem gebildet   werdien,'wobei   im zweiten Kreislauf U238 oder Thorium in entsprechender Suspension oder Lösung als Brutstoff zirkuliert. 



   Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Fig. 1 stellt einen Längsschnitt durch einen Reaktor mit Zwangsumlauf dar, bei welchem der gebildete Dampf zu einem   Obernächenwärmeaustauscher   geführt und sekun-   därseitig   neuer Dampf gebildet wird. Fig. 2 stellt im Längsschnitt einen Reaktor dar, bei welchem der Umlauf auf natürliche Weise durch den 
 EMI1.3 
 stattfindet. Fig. 3 zeigt ein Stück eines Reaktorrohres mit in bestimmten Abständen angeordneten Erweiterungen. 



   In Fig. 1 ist mit 1 eine in der Zeichenebene lie-   gende Reaktoischlange bezeichnet.   Der Reaktor besteht aus einer Vielzahl solcher nebeneinanderliegender Systeme. Die einzelnen Rohre 1 münden oben in eine Trommel 2, unten in einen Sammler 3. und sind in bestimmten Abständen mit   doppelkegelförmigen   oder   kugelförmigen   Erweiterungen 22 ausgebildet. Vergrössert sind solche doppel'kegelförmige Erweiterungen aus Fig. 3 ersichtlich. 



   Durch das von den Erweiterungen gebildete punktförmige Gitter wird, wie bereits erläutert, die Reaktivität erhöht. Das in den Rohren umlaufende, den   Spaltstoff   enthaltende flüssige Medium wird vom Sammler 2 durch ein Rohr 4 der   Um-     wälzpumpe   5 zugeführt, die den Umlauf aufrecht erhält. Der im Reaktor gebildete Dampf steigt durch das Rohr 6 hoch und gelangt zu einem 

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 Wärmeaustauscher 7, wo er kondensiert. Das Kondensat wird durch das Rohr 8 zur Trommel 2 zurückgeleitet. Der   WärmeaustaUscher   ist in einer Trommel 9 untergebracht, in welcher Se- 
 EMI2.1 
 
Jsystem ist im Bremsstoff 11 eingebettet.

   Der ganze Reaktor ist wie üblich mit   einem hiologi-   sehen Schild aus Beton od. dgl. umgeben, um einen Austritt von Neutronen bzw. sonstiger Strah-   ! lung nach. aussen zu verhindern.   Die   Punktgitter-  
Anordnung ermöglicht in günstig gelagerten Fäl- len bereits mit einer Suspension von natürlichem
Uran in Wasser in Kritischwerden des Reaktors. 



   In Fig. I ist auch die Ausbildung eines Brut- kreislaufes eingezeichnet. Dieser besteht beispiels- weise aus einem Sammlersystem, welches den   Beaktorkern am   Umfang umgibt. Die einzelnen
Rohrteile 13 dieses Systems sind miteinander durch   Übergangsstücke M b tw. durch Überstrom-   rohre 15 mit der Trommel 16 in Verbindung. Die-
Zirkulation wird hier über ein Fallrohr 17 von einer Umwälzpumpe 18 aufrechterhalten. Der
Brutkreislauf wird mit einem geeigneten Brüt- stoff in   gelöster   oder suspendierter Form aufrecht erhalten. Die gebildete Wärme wird in Form von
Dampf zur Trommel 9 gebracht, wo die Konden- sation in zu 7 analogen Kühlern stattfindet. 



   Der erfindungsgmässe Reaktor schliesst alle Vor- teile der homogenen Bauart in sich ein, ohne die   ! Notwendigkeit,   angereichertes Uran zu verwenden. 



   Fig. 2 zeigt eine Ausführungsvariante des Er- findungsgegenstandes, bei welcher ein   natürli-   eher Flüssigkeitsumlauf stattfindet. Hier sind ver- tikal angeordnete Reaktorrohre   1 (vorgesehen,   die oben in den Sammler   19,   unten in Sammler 20 münden. Durch Steigrohre 21 ist die Verbindung zur Dampftrommel 2 hergestellt. Fallrohre 23 füh- ren beiderseits des Reaktorkernes das Umlaufme- dium zu den Sammlern 20 zurück und bilden 
 EMI2.2 
 einerseits den Neutronenaustritt hemmt und anderseits das Brüten   begünstigt. Ahnlich wie   bei der Ausführung gemäss Fig. I steigt über ein Rohr 6 der gebildete. Dampf zu einem   Kühler   7 auf,   wäh-   
 EMI2.3 
 führt. 



   Mit 11 ist der Bremsstoff und mit 12 das biologische Schild bezeichnet. Der Umlauf im Reaktorkern erfolgt infolge des Unterschiedes der spezifischen Gewichte der Flüssigkeit in den Reaktorrohren 1 bzw. den Steigrohren 21 gegenüber den Fallrohren 23 auf ähnliche Weise wie in einem Dampfkessel. 



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Reaktor mit Rohren, welche mit einer Flüssigkeit, in der Spaltstoff suspendiert oder gelöst ist, gefüllt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen   Rohre des Rohrsystems in Abständen   Erweiterungen besitzen, die in ihrer Gesamtheit vorzugsweise ein regelmässiges punktgitterartiges System bilden.

Claims (1)

  1. 2. Reaktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erweiterungen der Rohre kugeloder doppelkegelförmig geformt sind, während das dazwischenliegende Rohr im Verhältnis zum Querschnitt der Erweiterungen einen möglichst kleinen Querschnitt besitzt.
    3. Reaktor nach einem der Ansprüche l oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bremsstoff in möglichst engen Kontakt mit dem Reaktorrohr verlegt wird, derart, dass die in diesem gebildete Wärme'ebenfalls an das Reaktorrohr übergeht un kein weiterer zusätzlicher Kühlkreislauf für den Bremsstoff Verwendung findet.
    4. Reaktor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufbau des Re- EMI2.4 bau einer Schlange zu Reparaturzwecken gleich zeitig mit der betreffenden Schichte des BremsStoffes möglich ist.
AT639657A 1957-10-01 1957-10-01 Reaktor AT202237B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1195878B (de) * 1959-07-15 1965-07-01 Atomkraftwerk Rheinsberg Mark Reaktor mit in Rohren bewegter, eingedickter Brennstoffsuspension
DE1275212B (de) * 1965-06-02 1968-08-14 Kernforschungsanlage Juelich Kernaufbau fuer einen Atomkernreaktor

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DE1195878B (de) * 1959-07-15 1965-07-01 Atomkraftwerk Rheinsberg Mark Reaktor mit in Rohren bewegter, eingedickter Brennstoffsuspension
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