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Dämpfungszweipol zur Dämpfung hochfrequenter Störwellen unter
Verwendung von Ferriten für Zündanlagen zum
Betrieb von Brennkraftmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf einen Dämpfungszweipol zur Dämpfung hochfrequenter Störwellen unter Verwendung von Ferriten.
Es ist bekannt, z. B. zur Dämpfung der von Zündanlagen in Kraftfahrzeugen ausgehenden Hochfre- quenzstörwellen Widerstände in die Hochspannungsleitungen der Zündanlagen einzuschalten, durch wel- che die Störwellen aperiodisch gedämpft werden. Dabei bedingen gesteigerte Ansprüche an die DÅamp- fungswirkung eine Bemessung der Widerstandswerte auf 20-25000 Ohm für jede Hochspannungsleitung.
Derartige Widerstände haben aber nicht nur eine Dämpfung der Störwellen, sondern auch eine merkliche Schwächung der Zündenergie zur Folge, die in vielen Fällen nicht in Kauf genommen werden kann.
Wesentlich günstigere Verhältnisse ergeben sich, wenn gemäss der Erfindung in jede Hochspannungsleitung einer Zündanlage zum Betrieb einer Brennkraftmaschine ein Widerstand eingeschaltet ist, der mit einem Ferrit kombiniert ist, welcher bei hohen Frequenzen vorwiegend als reeller Widerstand wirkt. Unter Verwendung einer derartigen Kombination kommt man bei ausgezeichneter Entstörwirkung mit ohmschen Widerständen mit zwischen 500 und 10000 Ohm, vorzugsweise 1000 - 5000 Ohm liegenden Widerstandswerten aus. Dabei bewirken die Ferrite eine Dämpfung von Störwellen im UKW-Bereich und im Bereich der drahtlosen Bildübertragung, u. zw. durch Erhöhung der Widerstandswerte mit zunehmender Frequenz.
Die in die Leitungen eingeschalteten ohmschen Widerstände allein machen dagegen lang-, mittel- und kurzwellige Störwellen unschädlich und können in ihren Widerstandswerten wesentlich kleiner gehalten werden, als wenn sie auch in höheren Frequenzbereichen wirksam sein müssten.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u.. zw. in den Fig. 1 - 3 verschiedene Widerstände (mit Drahtwicklung in Fig. 1, mit Kohleschichtwendel in Fig. 2 und mit Massawiderstand in Fig. 3). Fig. 4 zeigt eine Zündkerze mit eingebautem Dämpfungswiderstand auf einem Ferritkern und Fig. 5 einen Zündverteiler1áufer, in den ebenfalls ein Dämpfungswiderstand mit Ferritkern eingebaut ist.
In Fig. 1 ist ein Ferritkern mit 10 und ein darauf aufgewickelter 0, 02 mm starker Widerstandsdraht mit 11 bezeichnet. Auf die Enden des Ferritkerns sind Metallkappen 12 aufgepresst, an denen die Enden des Widerstandsdrahtes festgeschweisst sind.
Der Widerstand gemäss Fig. 2 trägt auf einem Ferritkern eine Wendel 13 aus einer hauchdünnen, aufgedampften Kohleschicht, über welche an ihren Enden Anschlusskappen 14 geschoben sind. Sowohl mit dem Widerstandsdraht 11 als auch mit der Kohleschichtwendel 13 können die erforderlichen, von Fall zu Fall voneinander abweichenden Widerstandswerte ohne schwierigkeitErreicht werdern. :'
Bei der Ferrit-Widerstandskombination nach Fig. 3 besteht der ohmsche Widerstand aus einem sogenannten Massewiderstand 15 mit Anschlusskappen 16 und aus einem auf ihn aufgeschobenen Ferritrohr 17.
Die Draht- oder Schichtwiderstände können anstatt auf einen Ferritkern auch auf einen Porzellankörper aufgebracht und mit einem darübergeschobenen Ferritrohr kombiniert werden.
Die Zündkerze gemäss Fig. 4 besteht aus einem Gehäuse 20 aus Stahl, einem keramischen Isolerkörper 21 und aus einer in den Isolierkörper eingekitteten Mittelelektrode 22, von welcher Zündfunken zu einer in das Kerzengehäuse 20 eingesetzten Masseelektrode 23 überspringen können. Im Isolierkörper 21
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befindet sich auch ein in die Mittelelektrode 22 eingeschalteter 2000 Ohm-Widerstand 24 mit Ferritkern, der durch eine kurze Schraubenfeder 25 in seiner Stellung gehalten wird. Durch den Ferritkern wird in diesem Fall erreicht, dass derireelle Widerstand der Kombination im Bereich hoher Frequenzen auf beispielsweise 10000 Ohm ansreigt.
Bei dem in Fig. 5 dargestellten Verteilerläufer 26 ist ein 5000 Ohmwiderstand 27 in eine Mulde auf der Stirnseite des Läufers eingebaut, wo er zwischen Elektroden 28 und 29 federnd eingeklemmt ist. Auch in diesem Fall tritt mit wachsender Frequenz der Störwellen eine entsprechende Zunahme des reellen Gesamtwiderstandsdes auf den Ferritkern aufgewickelten Widerstandsdrahtes ein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dämpfungszweipol zur Dämpfung hochfrequenter Störwellen unter Verwendung von Ferriten, gekennzeichnet durch einen in jede Hochspannungsleitung einer Zündanlage zum Betrieb einer Brennkraftmaschine eingeschalteten an sich bekannten ohmschen Widerstand, der mit einem Ferrit kombiniert ist, welcher in Verbindung mit den Leitungen bei hohen Frequenzen überwiegend als reeller Widerstand wirkt.