AT18693U1 - Baugruppe der Verdrahtungsdose mit der Feuerbeständigkeit - Google Patents
Baugruppe der Verdrahtungsdose mit der FeuerbeständigkeitInfo
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- AT18693U1 AT18693U1 ATGM50132/2024U AT501322024U AT18693U1 AT 18693 U1 AT18693 U1 AT 18693U1 AT 501322024 U AT501322024 U AT 501322024U AT 18693 U1 AT18693 U1 AT 18693U1
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Abstract
Die Erfindung betrifft die Baugruppe einer Verdrahtungsdose mit der Feuerbeständigkeit, umfassend ein Außengehäuse (1) aus intumeszierendem Material, wobei die Abmessungen des Außengehäuses (1) so angepasst sind, dass das Innengehäuse (2) genau in das Außengehäuse (1) genau hineinpasst, wobei der Rand des Innengehäuses (2) mit einem Montagerand (12) versehen ist, der eine Anlagefläche des oberen Teils des Innengehäuses (2) zum oberen Teil des Außengehäuses (1) bildet, wobei das Außengehäuse (1) im zusammengesetzten Zustand der Baugruppe der Verdrahtungsdose die ganze Oberfläche des Bodens (3) und des Mantels (4) des Innengehäuses (2), mit Ausnahme der Aussparung (7) und des Montageflansches (12), umgibt.
Description
BAUGRUPPE DER VERDRAHTUNGSDOSE MIT DER FEUERBESTÄNDIGKEIT
BEREICH DER TECHNIK
[0001] Die technische Lösung betrifft den Bereich der Elektroinstallationen, konkret die Baugruppe der Verdrahtungsdose, welche bei elektrischen Verkabelungen vor allem zur Verbindung der Leiter oder zum Verlegen von Steckdosen, Schaltern, Ausschaltern und anderen Geräten verwendet werden.
STAND DER TECHNIK
[0002] Die Verdrahtungsdosen werden in mehreren Formvarianten verwendet, darunter runde, eckige oder kombinierte Formen, in verschiedenen Größen und auch aus unterschiedlichen Materialien. Ihre Konstruktion richtet sich nach dem daraus resultierenden gewünschten Verwendungszweck, d. h. nach der Umgebung, in der die Dose verwendet wird, den Eigenschaften, die sie aufweisen soll, und der erforderlichen Größe, damit es möglich ist, in die Dose das Elektroinstallationsmaterial wie Klemmenblöcke oder Kabelschuhe, Steckdosen und Ausschalter zu platzieren. Ein wesentlicher Parameter für die Konstruktion der Dose ist das Außenmaß der Dose, damit es beim Einbau des Gerätes, der Steckdose, des Schalters etc. die Dose immer sicher abdeckt, und dass bei der Installation mehrfacher Geräte der Abstand zwischen benachbarten Dosen von 71 mm eingehalten wird, was den Einbau weiterer anschließender hinsichtlich der Abmessungen standardmäßiger Geräte und Elemente ermöglicht. Ein weiterer erforderlicher Parameter ist ein möglichst großer Innenraum der Dose, um die Installation von Leitern und Geräten Zu erleichtern. Der Durchmesser der Dosen wird in der Regel an die Möglichkeit des maschinellen Ausfräsens des Montagelochs angepasst, und die Tiefe der Dosen hängt von der Größe und Menge des verbauten Elektroinstallationsmaterials sowie dem Zweck der Installation ab. Standardmäßige kreisförmige Steinbohrer zum Einbau einer Gerätedose haben einen Durchmesser von 75 mm oder 80 mm. Bohrer zum Einbau der Gerätedose in Hohlwände haben ein genormtes Maß von 68 mm oder 73 mm. Für den Einbau einer Gruppe von Dosen nebeneinander können die Dosen an der Außenseite des Mantels mit Verbindungselementen, meistens in der Nut-Feder-, Schwalbenschwanz- oder Prismenform, versehen werden. Mehrere durch Verbindungselemente zu einer Einheit verbundene Einzeldosen können durch eine monolithische Mehrfachdose ersetzt werden, wobei die resultierende monolithische Dose teilweise oder vollständig getrennte Dosenräume in einer Einheit für den Einbau von zwei oder mehr Geräten, Steckdosen, Schaltern usw. bildet, und zwar entweder nebeneinander oder in verschiedenen räumlichen Kombinationen (Dreieck, Rechteck, Quadrat, Kreuz usw.).
[0003] Heutzutage werden die Verdrahtungsdosen fast ausschließlich aus hartem, nicht leitendem Kunststoff hergestellt, aus dem der Grundkörper der Dose, also der Mantel und der Boden, gebildet sind. Um die Verkabelung durch den Boden oder den Mantel durchführen zu können, sind die Dosen mit Löchern versehen, die standardmäßig entweder mit einem harten, ausbrechbaren Kunststoff oder mit einer flexiblen Membrane beziehungsweise einer Kombination davon abgedeckt sind. Diese Abdeckungen der Löcher sind normalerweise perforierbar, damit das Leiterbündel in verschiedenen Richtungen und Achsen durch sie durchgehen kann. Zur Befestigung von Elektroinstallationselementen wie Klemmleisten, Steckdosen, Schaltern usw. und zur Befestigung von Deckeln sind die Dosen in der Regel an der Innenseite der Dose mit Säulen mit Löchern für Sicherungsschrauben und/oder vom Boden der Dose in das Innere der Dose ragenden mittigen Vorsprüngen versehen. Für bessere Isolationseigenschaften, Hitzebeständigkeit, bessere Chemikalienbeständigkeit usw. werden die Dosen mit zusätzlichen inneren oder äußeren Materialschichten mit der entsprechenden Beständigkeit versehen, die üblicherweise auf den Grundkörper der Dose, also auf eine Schicht aus Hartkunststoff, aufgetragen werden.
[0004] Aus Sicherheitsgründen sind einige Verdrahtungsdosen mit Schutzbeschichtungen, Aufsätzen oder Abdeckungen ausgestattet. Diese zusätzlichen Teile und Beschichtungen bilden eine
Barriere für die mögliche Ausbreitung von Strahlung, Rauch oder Feuer, indem sie die elektrische Leitung als solche oder das Loch in der Wand vor der gegebenen negativen Begleiterscheinung abschirmen oder abdichten.
[0005] Es ist die Verdrahtungsdose in runder Form bekannt, die nach dem Dokument DE102012006057U1 mit einem unteren Aufsatz versehen ist. Dieser Aufsatz schützt die Dose vor Einwirkungen von Alpha-, Beta- oder Gammastrahlung. Der Körper des Aufsatzes ist mit einem hochwirksamen Strahlungsschutzmaterial beschichtet, beispielsweise einem mit Wismut oder Wolfram gefüllten Kunststoff oder einem mit Bariumsulfat oder Magnetit gefüllten Kunststoff.
[0006] Die häufigste Anforderung an Zusatzfunktionen von Verdrahtungsdosen ist ihre Feuerbeständigkeit im Einklang mit den verschärften Brandschutzvorschriften. Es ist die Verdrahtungsdose in der Ausführung nach dem Dokument DE202014104064U1 bekannt. Diese Dose wird mit einem Schrauben- und Ankersystem an der Wand befestigt. Der Körper der Dose besteht aus hartem, elektrisch isolierendem Kunststoff, und im Boden befindet sich ein Hohlraum, der mit einem quellfähigen feuerfesten Material gefüllt ist, das weiter in der Beschreibung der Erfindung auch als „intumeszierendes Material“ bezeichnet wird. Die Dose hat eine Hitzebeständigkeit bis 200 °C und das quellfähige Material beginnt bei Temperaturen zwischen 205 und 300 °C zu quellen. Das quellfähige Material dichtet somit die Öffnung für die Dose hermetisch ab und verhindert die Brandausbreitung in den Nebenraum.
[0007] Aus dem Dokument EP3460930B1 ist eine Verdrahtungsdose bekannt, die aus einer runden Dose aus hartem, nicht leitendem Kunststoff mit einem Inneneinsatz besteht. Der Inneneinsatz ist in seinen Abmessungen für das Einsetzen ins Innere der runden Dose angepasst und bildet mit dieser eine funktionelle Einheit, sodass der Einsatz ohne Dose nicht angewendet werden kann. Der Inneneinsatz besteht mindestens teilweise aus einem quellfähigen feuerfesten Material. Der Inneneinsatz kann in seinem oberen Teil mit einer Hülse versehen sein, um eine bessere gegenseitige Positionierung der AußRendose und des Einsatzes zu ermöglichen. Der Inneneinsatz ist weiter mit Aussparungen und/oder Ausbruchsflächen versehen, um das Einführen von Rohren und Kabeln durch die Öffnungen der Außendose in den inneren Hohlraum des Inneneinsatzes zu ermöglichen. Der Vorteil dieser technischen Lösung besteht in der Möglichkeit, den Produktionsprozess der Dose aus hartem, nicht leitendem Kunststoff und des Inneneinsatzes aus feuerfestem quellfähigem Material zu trennen und so die Produktion zu vereinfachen. Der Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass zur Initiierung des quellfähigen Materials zunächst die äußere Schicht aus dem nicht quellfähigen Kunststoff durchbrennen muss, bzw. das Material der Dose muss gegen den Quellpunkt des feuerfesten quellfähigen Materials ausreichend hitzebeständig sein.
[0008] Aus dem Dokument EP 3280019 ist eine Verdrahtungsdose bekannt, die eine Innenschicht aus elektrisch isolierendem Kunststoff und eine Beschichtung aus quellfähigem feuerfestem Material aufweist, die mindestens in Teilbereichen auf der Außenoberfläche der Innenschicht aufgetragen ist. Nach diesem Dokument verfügt die Verdrahtungsdose über Öffnungen zur Einführung von Kabeln und/oder Leitungen. Zur Außenoberfläche der Innenschicht ist außerdem ein flexibles membranartiges Material befestigt, das diese Öffnungen mindestens teilweise abdeckt. Werden die Bereiche der Außenoberfläche der Innenschicht, in denen das quellfähige Material aufgetragen ist, weiter mit einer Beschichtung aus elastischem Material versehen, so wird das elastische Material so angewendet, dass das quellfähige Material zwischen der Innenschicht und dem elastischen Material angeordnet ist. Alternativ kann das quellfähige Material auch auf den Bereich der Außenoberfläche angewendet werden, in dem die flexible Schicht nicht angewendet ist. Darüber hinaus kann alternativ auch ein intumeszierendes Material im Inneren der Verdrahtungsdose angewendet werden. Der Hauptnachteil dieser Lösung besteht darin, dass die Herstellung der Dose mit der Oberfläche schwieriger ist, und dass das feuerfeste quellfähige Material nicht überall vorhanden ist, so dass durch die mit einer flexiblen Membrane abgedeckten Öffnungen das Feuer in die Dose eindringen kann, bevor das quellfähige Material aufgequollen ist, und dichtet die Dose ab.
[0009] Die Aufgabe der technischen Lösung ist es, eine Verdrahtungsdose mit voller Feuerbe-
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ständigkeit so zu konzipieren, dass sie in der Lage ist, alle Durchgänge und Öffnungen mit feuerfestem, intumeszierendem Schaummaterial abzudichten, und zwar sofort und ohne Zeitverzögerungen infolge des Abtauens, beziehungsweise der Verbrennung des Konstruktionskunststoffs des Körpers der Dose aus hartem, nicht leitendem Kunststoff.
WESEN DER TECHNISCHEN LÖSUNG
[0010] Die Baugruppe der Verdrahtungsdose mit der Feuerbeständigkeit schließt das bekannte Innengehäuse ein. Dieses Innengehäuse besteht aus einem zylindrischen und/oder ovalen Boden und Mantel aus hartem, nicht leitendem Kunststoff. Die Form des Innengehäuses hängt vor allem von der Art der Verdrahtungsdose ab, also davon, ob diese als Einzel-, Doppel- oder Dreifach-Verdrahtungsdose oder beispielsweise als n-fach-Verdrahtungsdose konstruiert ist. Der Mantel und/oder der Boden des Innengehäuses sind mit perforierbaren Bereichen mit Öffnungen versehen, die für die Durchführung von Kabelleitungen vorgesehen sind. Perforierbare Bereiche des Innengehäuses werden mit perforierbaren Membranen aus weichem Kunststoff oder Gummi oder ausbrechbaren Deckeln aus hartem Kunststoff verschlossen. Mindestens zwei gegenüberliegende Seiten des Mantels sind innen mit Säulen versehen, die zur Montage von Deckeln oder internen Elektrogeräten dienen. Gleichzeitig sind an mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses Aussparungen vorgesehen, in denen Gleitanker mit Einstellschrauben versenkt sind. Das Wesen der technischen Lösung besteht darin, dass die Baugruppe der Verdrahtungsdose weiter ein Außengehäuse aus intumeszierendem Material einschließt, dessen Innenoberfläche komplementär zur Außenoberfläche des Innengehäuses ist. Dies bedeutet, dass die Abmessungen des Außengehäuses so angepasst sind, dass das Innengehäuse genau in das AußBengehäuse passt. Im zusammengesetzten Zustand der Baugruppe der Verdrahtungsdose ist das Innengehäuse im Außengehäuse mit einer durch den Montagerand gebildeten Überlappung angeordnet. Der Montagerand bildet die Anlagefläche des oberen Teils des Innengehäuses, hier des dem Boden gegenüberliegenden Teils, an den oberen komplementären Teil des Außengehäuses. Im eingebauten Zustand der Baugruppe der Verdrahtungsdose umgibt das Außengehäuse die gesamte Oberfläche des Bodens und des Mantels des Innengehäuses, mit Ausnahme der Aussparung und des Montagerandes.
[90011] In einer günstigen Ausführung ist das Außengehäuse mit perforierbaren Bereichen versehen, die an den Stellen angeordnet sind, die den perforierbaren Bereichen des Innengehäuses entsprechen, d. h. im zusammengesetzten Zustand der Baugruppe der Verdrahtungsdose. Diese Anordnung ermöglicht somit eine gleichzeitige Perforation des Außengehäuses sowie des Innengehäuses, und zwar entweder nur im Bereich der Anordnung der Löcher des Innengehäuses oder wo auch immer im Bereich der Anordnung der perforierbaren Bereiche.
[0012] In einer anderen günstigen Ausführung ist das Außengehäuse mit durchgestanzten Konturen der Löcher versehen, die gegenüber den Öffnungen des Innengehäuses angeordnet sind. Die Form der durchgestanzten Konturen der Löcher entspricht der Form der Öffnungen, wobei die durchgestanzten Konturen der Löcher in den perforierbaren Bereichen angeordnet sind. Das Perforieren der Bereiche des Innengehäuses, die mit dem Mantel aus hartem Kunststoff versehen sind, würde den Einsatz eines Handwerkzeugs wie zum Beispiel einer Bohrmaschine erfordern.
[0013] In einer weiteren günstigen Ausführung ist der Montagerand des Innengehäuses an mindestens zwei Stellen mit einer Erweiterung versehen, welche die Anlageflächen bildet, die auf den Rändern der Montageöffnung in der Wand oder Trennwand aufliegen, und so ein Einpassen des Innengehäuses in diese vorbereiteten Löcher oder das Durchfallen der Baugruppe der Verdrahtungsdose durch die ganze Trennwand verhindern.
[0014] In der folgenden günstigen Ausführung sind mindestens einige der Säulen mit inneren Verstärkungen versehen, die dazu dienen, die Form der Konstruktion des Innengehäuses zu verstärken.
[0015] Der Hauptvorteil der vorgestellten technischen Lösung besteht darin, dass die Baugruppe einen vollständigen und sofortigen Brandschutz ermöglicht, der darin besteht, alle Durchgänge und Öffnungen ohne Zeitverzögerungen mit feuerfestem, intumeszierendem Schaummaterial ab-
zudichten. Ein zusätzlicher Vorteil der Baugruppe nach der technischen Lösung besteht darin, dass nach dem Entfernen des Innengehäuses dieses Innengehäuse auch unabhängig als normale Verdrahtungsdose ohne Feuerbeständigkeit verwendet werden kann. Dieser Vorteil ermöglicht eine erhebliche Reduzierung der gelagerten und hergestellten Artikel, was zur Kosteneinsparung führt.
ERLÄUTERUNG DER ZEICHNUNGEN [0016] Die technische Lösung wird mittels der Zeichnungen näher erläutert, die darstellen:
[0017] Abb.1 3D-Seitenansicht von oben auf das Innengehäuse in der Ausführung einer einfachen Verdrahtungsdose,
[0018] Abb.2 3D-Seitenansicht von unten auf das Innengehäuse in der Ausführung einer einfachen Verdrahtungsdose,
[0019] Abb.3 _3D-Seitenansicht von oben auf das Außengehäuse in der Ausführung für eine einfache Verdrahtungsdose,
[0020] Abb.4 3D-Seitenansicht von unten auf das Außengehäuse in der Ausführung einer einfachen Verdrahtungsdose,
[0021] Abb.5 3D-Seitenansicht von oben auf die Baugruppe des Außen- und Innengehäuses in der Ausführung einer einfachen Verdrahtungsdose in einem teilweise eingeschobenen Zustand des Innengehäuses,
[0022] Abb.6 3D-Seitenansicht von oben auf die Baugruppe des Außen- und Innengehäuses in der Ausführung einer einfachen Verdrahtungsdose in einem eingeschobenen Zustand des Innengehäuses,
[0023] Abb.7 3D-Seitenansicht von unten auf die Baugruppe des Außen- und Innengehäuses in der Ausführung einer einfachen Verdrahtungsdose in einem eingeschobenen Zustand des Innengehäuses,
[0024] Abb.8 3D-Seitenansicht auf die Baugruppe des Außen- und Innengehäuses in der Ausführung einer einfachen Verdrahtungsdose in einem eingeschobenen Zustand des Innengehäuses,
[0025] Abb.9 3D-Ansicht von oben auf die Baugruppe des Außen- und Innengehäuses in der Ausführung einer einfachen Verdrahtungsdose in einem eingeschobenen Zustand des Innengehäuses,
[0026] Abb. 10 3D-Seitenansicht von oben auf das Innengehäuse in der Ausführung einer Doppel-Verdrahtungsdose,
[0027] Abb. 11 3D-Seitenansicht von oben auf das Außengehäuse in der Ausführung für eine Doppel-Verdrahtungsdose,
[0028] Abb. 12 3D-Seitenansicht von oben auf die Baugruppe des Außen- und Innengehäuses in der Ausführung einer Doppel-Verdrahtungsdose in einem teilweise eingeschobenen Zustand des Innengehäuses,
[0029] Abb. 13 3D-Seitenansicht von oben auf das Innengehäuse in der Ausführung einer Dreifach-Verdrahtungsdose,
[0030] Abb. 14 3D-Seitenansicht von oben auf das Außengehäuse in der Ausführung für eine Dreifach-Verdrahtungsdose,
[0031] Abb. 15 3D-Seitenansicht von oben auf die Baugruppe des Außen- und Innengehäuses in der Ausführung einer Dreifach-Verdrahtungsdose in einem teilweise eingeschobenen Zustand des Innengehäuses,
BEISPIELE FÜR DIE REALISATION DER TECHNISCHEN LÖSUNG
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[0032] Wie in den Abb. 1 bis 15 dargestellt, besteht die Baugruppe der Verdrahtungsdose mit der Feuerbeständigkeit aus einem Außengehäuse 1 und einem Innengehäuse 2, wobei jedes dieser Gehäuse 1, 2 als separater Teil hergestellt ist, aber der gewünschte Effekt der vollständigen Feuerbeständigkeit wird nur durch die gemeinsame Installation beider Gehäuse 1, 2 in die Baugruppe der Verdrahtungsdose erreicht. Gemäß den Abbildungen 1, 2, 10 und 13 besteht das Innengehäuse 2 aus einem Boden 3 und einem Mantel 4 in zylindrischer und/oder ovaler Form aus einem harten, elektrisch nicht leitenden Kunststoff, zum Beispiel Polyvinylchlorid, Polypropylen oder einem anderen, dem Fachmann wohlbekannten Material, das üblicherweise für die Herstellung von Verdrahtungsdosen verwendet wird. Die Form des Innengehäuses 2 hängt vor allem von der Art der Verdrahtungsdose ab, also davon, ob diese als Einzel-, Doppel- oder Dreifach-Verdrahtungsdose oder beispielsweise als Mehrfach-Verdrahtungsdose konstruiert ist. Der Mantel 4 und/oder der Boden 3 des Innengehäuses 2 sind mit perforierbaren Bereichen 11 mit Löchern 5 versehen, die zur Durchführung der Kabelleitung vom Außenteil des Innengehäuses 2 in den Innenhohlraum 17 dieses Innengehäuses 2 dienen. Perforierbare Bereiche 11 des Innengehäuses 2 werden durch perforierbare Membranen 6 aus weichem Kunststoff oder Gummi oder durch ausbrechbare Deckel aus hartem Kunststoff verschlossen. Für die Montage der Deckel oder der internen Elektrogeräte sind mindestens zwei gegenüberliegende Seiten des Mantels 4 von innen mit Säulen 9 versehen. Gleichzeitig sind an mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten des Mantels 4 von außen Aussparungen 7 vorgesehen, in denen Gleitanker 10 mit Einstellschrauben 8 versenkt sind. Gemäß den Abbildungen 3, 4, 11 und 14 besteht das Außengehäuse 1 dann aus einem quellfähigen oder intumeszierenden Material, das sich bei einer Temperatur größer als 185 °C ausdehnt. Seine Innenoberfläche ist komplementär zur Außenoberfläche des Innengehäuses 2. Dies bedeutet, dass die Abmessungen des Außengehäuses 1 so angepasst sind, dass das Innengehäuse 2 genau in das Außengehäuse 1 passt, wobei der Innenumfang des Außengehäuses 1 kleiner ist als der Außenumfang des Innengehäuses 2. Der Einbau des Innengehäuses 2 ins Außengehäuse 1 erfolgt somit überlappend, wobei dieser Einbau durch die leichte Elastizität des intumeszierenden Materials ermöglicht wird, das dadurch sicherstellt, dass das Außengehäuse 1 auf das Innengehäuse 2 angezogen wird, und dieses gleichzeitig abnehmbar umschließt, wobei für das Abnehmen eine Kraftentwicklung erforderlich ist, so dass das Außengehäuse 1 nicht von selbst abfällt. Im zusammengesetzten Zustand der Baugruppe der Verdrahtungsdose ist das Innengehäuse 2 im Außengehäuse 1 so angeordnet, dass es dessen Kontur geringfügig überragt, und ist in der Überlappung mit einem Montagerand 12 versehen. Der Montagerand 12 bildet die Anlagefläche 13 des oberen Teils 18 des Innengehäuses 2, zum oberen Teil 18° des Außengehäuses 1. Mit dem oberen Teil 18 des Innengehäuses 2 ist der dem Boden 3 des Innengehäuses 2 gegenüberliegende Teil gemeint. Das Gleiche gilt auch für das Außengehäuse 1. Im zusammengesetzten Zustand der Baugruppe der Verdrahtungsdose umgibt das Außengehäuse 1 die gesamte Oberfläche des Bodens 3 und des Mantels 4 des Innengehäuses 2, mit Ausnahme der Aussparung 7 und des Montagerandes 12. Die Baugruppe der Verdrahtungsdose besteht immer aus einem Innengehäuse 2 und einem Außengehäuse 1, auch wenn sie separat hergestellt wird.
[0033] Gemäß einem konkreten Beispiel für die Realisation der technischen Lösung, dargestellt in Abb. 3, 5 bis 9, 11 bis 12 und 14 bis 15, ist das Außengehäuse 1 mit perforierbaren Bereichen 11' versehen, die an den Stellen angeordnet sind, die den perforierbaren Bereichen 11 des Innengehäuses 2, im zusammengesetzten Zustand der Verdrahtungsdose entsprechen. Diese Anordnung ermöglicht somit eine gleichzeitige Perforation des Außengehäuses 1 sowie des Innengehäuses 2 durch das Kabel, und zwar entweder nur im Bereich der Anordnung der Löcher 5 des Innengehäuses 2 oder wo auch immer im Bereich der Anordnung der perforierbaren Bereiche 11, 11°.
[0034] Gemäß dem gleichen konkreten Beispiel für die Realisation der technischen Lösung ist das Außengehäuse 1 mit durchgestanzten Konturen der Löcher 14 versehen, die gegenüber den Öffnungen 5 des Innengehäuses 2 angeordnet sind. Die Form der durchgestanzten Konturen der Löcher 14 entspricht der Form der Öffnungen 5, wobei die durchgestanzten Konturen der Löcher 14 in den perforierbaren Bereichen 11' angeordnet sind, wodurch das Eindringen der Kabel erleichtert wird, und außerdem die kreisförmige Form der Perforation definiert wird, um das Kabel
eng zu umschließen.
[0035] Nach einem anderen Beispiel für die Realisation der technischen Lösung ist der Montagerand 12 des Innengehäuses 2 an mindestens zwei Stellen mit einer Erweiterung versehen, welche die Anlageflächen 13 bildet. Diese Anlageflächen 13 liegen an den Rändern des Montagelochs in der Wand oder Trennwand an, und verhindern so, dass das Innengehäuse 2 in die vorbereiteten Löcher einfällt, oder dass die Baugruppe der Verdrahtungsdose durch die ganze Trennwand durchfällt.
[0036] Nach einem anderen Beispiel für die Realisation der technischen Lösung, das beispielsweise in den Abb. 1, 5, 9 dargestellt ist, sind mindestens einige Säulen 9 mit inneren Verstärkungen 15 versehen, die dazu dienen, die Konstruktion des Innengehäuses 2 zu verstärken. Im Falle der Konstruktion von Doppel- und Mehrfach-Dosen sind diese nach Abbildungen 10, 12, 13, 15 mit inneren Trennwänden 16 ausgestattet, welche die separaten Innenhohlräume 17 trennen, wobei diese inneren Trennwände 16 noch mit zusätzlichen nicht dargestellten Verstärkungen ausgestattet sein können, welche das Innengehäuse 2 verstärken.
[0037] Die Baugruppe der Verdrahtungsdose nach der vorgestellten technischen Lösung hat auch weitere erhebliche Vorteile. Dazu gehört beispielsweise die getrennte Fertigung des Außengehäuses 1 und Innengehäuses 2. Das Innengehäuse 2 kann auch separat als normale Verdrahtungsdose verwendet und verkauft werden.
[0038] Nach einem konkreten Beispiel für die Realisation der technischen Lösung werden bei dieser Baugruppe der Verdrahtungsdose anstelle der üblicherweise verwendeten Ausbruchsflächen solche Bereiche verwendet, die mit flexiblem Kunststoff abgedeckt sind. Dies gilt für das Innengehäuse 2, das mit den bereits erwähnten perforierbaren Bereichen 11 mit einer perforierbaren Membrane 6 aus diesem flexiblen Kunststoff oder Gummi versehen ist.
[0039] Die feste Fixierung der Baugruppe der Verdrahtungsdose für die Installation in die Wand oder Trennwand wird mittels der Gleitanker 10 mit Stellschrauben 8 erreicht. Durch das Festziehen der Stellschrauben 8 werden seitlich vom Boden 3 des Innengehäuses 2 die Gleitanker 10 angezogen, die beim Anziehen in der Richtung nach außen hinter dem Außenumfang des AuBengehäuses 1 stehen und dadurch in die Wand bzw. Trennwand hineinpassen und eine feste Verbindung herstellen.
[0040] Die Baugruppe der Verdrahtungsdose nach der technischen Lösung funktioniert so, dass das Innengehäuses 2 in das Außengehäuse 1 eingeschoben wird, wodurch ein zusammengesetzter Zustand der Baugruppe entsteht. Die Baugruppe wird wie gewohnt in die Wandöffnung eingebaut und mit dem Elektroinstallationsmaterial ausgestattet. Im Falle einer Brandentstehung und seiner Ausbreitung durch die Kabelschutzrohre oder andere Kabeldurchführungen kommt es, sobald das Feuer das Außengehäuse 1 erreicht und die Temperatur die Grenze für das Initieren des Ausquellens des intumeszierenden Materials überschreitet, zur Quellung des Außengehäuses 1 und dieses verschließt den gesamten darin befindlichen Hohlraum, in dem die Baugruppe der Verdrahtungsdose nach der technischen Lösung eingebaut ist.
INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
[0041] Die technische Lösung kann im Bereich der Elektroinstallation ausgenutzt werden, insbesondere bei der Verteilung elektrischer Leitungen in Wänden der Gebäude zur Verbindung von Leitungen oder zur Installation von Steckdosen, Schaltern, Ausschaltern und anderen Geräten, und gleichzeitig an Orten, an denen es sinnvoll ist, die Elektroinstallationen oder die InstallationsÖffnungen, bzw. Gebäude vor der Feuerausbreitung zu schützen.
ÜBERSICHT ÜBER DIE IN DEN ZEICHNUNGEN VERWENDETEN BEZUGSZEICHEN
1 Außengehäuse
2 Innengehäuse
3 Boden
4 Mantel
5 Öffnung
6 perforierbare Membrane
7 Aussparung
8 Einstellschraube
9 Säule
10 Gleitanker
11 perforierbarer Bereich des Innengehäuses 11° perforierbarer Bereich des Außengehäuses
12 Montagerand 13 Anlagefläche 14 durchgestanzte Kontur des Lochs
15 innere Verstärkung 16 innere Trennwand 17 Innenhohlraum
18 oberer Teil des Innengehäuses 18‘ oberer Teil des Außengehäuses
7119
Claims (5)
1. Die Baugruppe der Verdrahtungsdose mit der Feuerbeständigkeit, bestehend aus einem Innengehäuse (2), bestehend aus einem Boden (3) und einem Mantel (4) in zylindrischer und/oder ovaler Form aus hartem, elektrisch nicht leitendem Kunststoff, wobei der Mantel (4) und/oder Boden (3) mit perforierbaren Bereichen (11) mit Öffnungen (5) für Kabelleitungen versehen sind, die durch perforierbare Membranen (6) aus weichem Kunststoff oder Gummi oder ausbrechbare Deckel aus hartem Kunststoff verschlossen sind, wobei mindestens zwei gegenüberliegende Seiten des Mantels (4) von innen mit Säulen (9) zum Einbau von Deckeln oder internen elektrischen Geräten versehen sind, und mindestens zwei gegenüberliegende Seiten des Mantels (4) von außen mit Aussparungen (7) mit versenkten Gleitankern (10) mit Einstellschrauben (8) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiter ein Außengehäuse (1) aus intumeszierendem Material einschließt, wobei die Abmessungen des Außengehäuses (1) so angepasst sind, dass das Innengehäuse (2) genau in das Außengehäuse (1) genau hineinpasst, wobei der Rand des Innengehäuses (2) mit einem Montagerand (12) versehen ist, der eine Anlagefläche des oberen Teils des Innengehäuses (2) zum oberen Teil des Außengehäuses (1) bildet, wobei das Außengehäuse (1) im zusammengesetzten Zustand der Baugruppe der Verdrahtungsdose die ganze Oberfläche des Bodens (3) und des Mantels (4) des Innengehäuses (2), mit Ausnahme der Aussparung (7) und des Montageflansches (12), umgibt.
2. Die Baugruppe der Verdrahtungsdose nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Außengehäuse (1) mit perforierbaren Bereichen (11') versehen ist, die an den Stellen angeordnet sind, die den perforierbaren Bereichen (11) des Innengehäuses (2) im zusammengesetzten Zustand der Baugruppe der Verdrahtungsdose entsprechen.
3. Die Baugruppe der Verdrahtungsdose nach dem Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Außengehäuse (1) mit durchgestanzten Konturen der Löcher (14) versehen ist, die gegenüber den Öffnungen (5) des Innengehäuses (2) angeordnet sind und deren Form der Form der Öffnungen (5) entspricht, wobei die durchgestanzten Konturen der Löcher (14) in den perforierbaren Bereichen (11) angeordnet sind.
4. Die Baugruppe der Verdrahtungsdose nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagerand (12) des Innengehäuses (2) an mindestens zwei Stellen mit einer Erweiterung versehen ist, welche die Anlageflächen (13) bildet.
5. Die Baugruppe der Verdrahtungsdose nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens manche Säulen (9) mit inneren Verstärkungen (15) versehen sind.
Hierzu 11 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CZ2023-41349U CZ37389U1 (cs) | 2023-10-03 | 2023-10-03 | Sestava elektroinstalační krabice s protipožární odolností |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT18693U1 true AT18693U1 (de) | 2026-04-15 |
Family
ID=88558957
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATGM50132/2024U AT18693U1 (de) | 2023-10-03 | 2024-10-02 | Baugruppe der Verdrahtungsdose mit der Feuerbeständigkeit |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT18693U1 (de) |
| CZ (1) | CZ37389U1 (de) |
| SK (1) | SK10355Y1 (de) |
-
2023
- 2023-10-03 CZ CZ2023-41349U patent/CZ37389U1/cs active IP Right Grant
-
2024
- 2024-10-01 SK SK50101-2024U patent/SK10355Y1/sk unknown
- 2024-10-02 AT ATGM50132/2024U patent/AT18693U1/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| SK501012024U1 (sk) | 2025-02-12 |
| SK10355Y1 (sk) | 2025-06-11 |
| CZ37389U1 (cs) | 2023-10-18 |
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