AT1841U2 - Dämmbaustoff aus zerkleinertem papier, bevorzugt altpapier, sowie verfahren zur herstellung - Google Patents

Dämmbaustoff aus zerkleinertem papier, bevorzugt altpapier, sowie verfahren zur herstellung Download PDF

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AT1841U2 AT0044197U AT44197U AT1841U2 AT 1841 U2 AT1841 U2 AT 1841U2 AT 0044197 U AT0044197 U AT 0044197U AT 44197 U AT44197 U AT 44197U AT 1841 U2 AT1841 U2 AT 1841U2
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Dämmbaustoff aus zerkleinertem Papier, bevorzugt Altpapier, dadurch gekennzeichnet, daß er im wesentlichen aus einer ungeordneten Menge Papierstreifen und einem Bindemittel besteht.

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Die Erfindung betrifft einen Dämmbaustoff aus zerkleinertem Papier, bevorzugt Altpapier. 



  Es fallen täglich grosse Mengen Altpapier an, die durch entsprechende Schneidemaschinen in längliche Streifen geschnitten werden, wie   z. B.   in sogenannten Aktenver-   nichten.   Der vorliegenden Erfindung liegt die Idee zugrunde, derartige Papierstreifen weiterzuverwerten und Dämmbaustoffe herzustellen. Dabei soll dem Blickwinkel des Umweltschutzes besonders Rechnung getragen werden und andererseits ein einfach zu verarbeitender und billiger   Dämmbaustoff   mit guten Dämmeigenschaften hergestellt werden. 



  Es ist bereits bekannt geworden, Altpapier für die Herstellung von Dämmbaustoffen zu verwenden. Dabei wird stets das Altpapier mechanisch oder chemisch in seine Fasern zerlegt und gemeinsam mit Bindemitteln wie Zement oder dergleichen ein fester Baukörper gegossen. Solche   Dämmbaustoffe   sind relativ dicht und schwer und erfordern eine starke Bearbeitung des Altpapiers. 



  Demgegenüber soll gemäss vorliegender Erfindung ein leichter und gut verarbeicbarer Dämmbaustoff mit grossem Porenanteil geschaffen werden, wobei sowohl die Herstellung als auch die Verarbeitung und etwaige spätere Entsorgung umweltfreundlich   möglich   sein sollen. 



    Der erfindungsgemässe   Dämmbaustoff ist dadurch gekennzeichnet, dass er im wesentlichen aus einer ungeordneten Menge
Papierstreifen und einem Bindemittel besteht. Nach einem weiteren Merkmal werden die Papierstreifen vom Bindemittel benetzt und das Bindemittel unter Verklebung an den
Berührungsstellen ausgehärtet oder getrocknet. Besonders bevorzugt ist das Bindemittel Wasserglas. 

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  Weitere vorteilhafte Merkmale sind den Patentansprüche, der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. 



  Die Fig. 1 zeigt die Aufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines   erfindungsgemässen   Dämmbaustoffes und Fig. 2 den Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1. 



  Der erfindungsgemässe Dämmbaustoff wird in bevorzugter Weise so hergestellt, dass eine entsprechende Menge der Papierstreifen in ungeordneter Lage flächig ausgebreitet und mit dem Bindemittel besprüht wird, bis die Papierstreifen benetzt sind. Danach wird diese Menge Papierstreifen in eine Pressform gegeben und in dieser Form zur gewünschten Formgebung gepresst. 



  Alternativ kann die ausreichende Menge Papierstreifen schon zu Anbeginn in die Pressform eingelegt werden, wonach Bindemittel aufgesprüht und das Verpressen durchgeführt wird. 



  Weiters ist es auch vorteilhafterweise   durchführbar,   den Dämmbaustoff kontinuierlich herzustellen, indem die Papierstreifen in ungeordneter Lage zu einem Strang geformt werden, der Strang mit dem Bindemittel benetzt, und danach ein kontinuierlicher Pressstrang hergestellt wird, der nachfolgend geschnitten oder sonstwie geformt werden kann, um danach auszuhärten oder zu trocknen. 



  Das bevorzugt verwendete Papier ist Altpapier, welches in Streifen von einer Breite von 2 bis 10 mm, bevorzugt 3 bis 8 mm, insbesondere etwa 5 mm aufweist und eine Länge besitzt, die zumindest der 10-fachen Breite entspricht. 



  Durch Zerschneiden von A4-Seiten erhält man beispielsweise Papierstreifen von 5 mm Breite und etwa 29 cm Länge. Bevorzugte Papiersorten sind gestrichenes Papier der Grammatur zwischen 50 und   lS0gjm2.   

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  Das Bindemittel ist gemäss den jeweiligen Anforderungen hinsichtlich Festigkeit und Umweltbeständigkeit zu wählen. 



  Besonders vorteilhaft ist Wasserglas (Natron-oder Kaliumwasserglas), aus dem eine leicht versprühbare Wasserlösung hergestellt wird. Wird das im Handel   erhältliche   Wasserglas in gelöster Form verwendet, kann beispielsweise eine Mischung 50 % Wasserglaslösung und 50 % Wasser Verwendung finden, wobei etwa 25% Natriumsilikat oder Kaliumsilikat enthalten sind, ein bevorzugter Bereich liegt zwischen 20 und 30 Gew. %. 



  Mit der Wahl des Pressdruckes kann die Festigkeit und Dichte des Dämmbaustoffes beeinflusst werden. Für eine Plattengrösse von 50 x 50 cm kann   z. B.   durch einen Druck von 20 kg auf eine lockere Schütthöhe der Papierstreifen von 30 cm ein grossporiger Dämmbaustoff von etwa 10 cm Dicke hergestellt werden, der ausreichende Festigkeit besitzt. 



  Eine Menge von 0, 3 bis   0, 75 l Wasserglaslösung   für die Platte von 50 x 50 cm kann dabei ausreichend sein. 



  Die Menge Wasserglaslösung hängt von der Materialmenge des Papiers und der gewünschten Festigkeit ab. Für Wandplatten, die zwischen zwei Platten als Schalungen eingebaut werden, genügt schon eine Menge von 0, 3 1 Wasserglaslösung. Wird der Dämmstoff jedoch höherer mechanischer Belastung wie zB. Fussbodendämmung ausgesetzt, ist eine höhere Wasserglasmenge wie 0, 75 1 empfehlenswert. 



  Die Aushärtbedingungen für die fertige Platte sind dem jeweiligen Bindemittel anzupassen. Bei Wasserglas genügen die üblichen Umgebungstemperaturen, wobei durch erwärmte oder nicht erwärmte Luftströmung (Gebläse) die Trocknungs- zeit herabgesetzt werden kann. 

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  Die Eigenschaften des Dämmbaustoffes können auch durch die Wahl des Papiergrundstoffes beeinflusst werden. Je feiner die Papierschnitzel sind, umso dichter wird der Dämmbaustoff. 



  Die in Fig. 1 dargestellte Dämmplatte aus dem erfindunggemässen Dämmbaustoff ist quadratisch und weist an zwei aneinanderstossenden Kanten Federn 1 und auf der anderen Seite Nuten 2 auf, sodass die Dämmplatten überlappend montiert werden können. 



  In der Verwendung werden derartige Dämmplatten bevorzugt durch Verkleidungen vor Witterungseinflüssen geschützt. 



  Eine Hinterlüftung der Verkleidung ist empfehlenswert, aber nicht unbedingt erforderlich. Die Einsatzmöglichkeiten erstrecken sich von der Dämmung von Aussenwänden, Innentrennwänden, Decken, Böden bis hin zu der Dämmung von Dachschrägen und dergleichen. Die Befestigung derartiger Platcen kann auf herkömmliche Weise erfolgen, wie   z. B.   durch handelsübliche Kunststoff-Dämmhalter oder mit einem Mörtelkleber. Die Grösse der Dämmplatten und deren Dicke, sowie die Form selbst kann den Anforderungen leicht angepasst werden. 



  Der Dämmbaustoff   selbst.   ist sehr porös und weist grosse Hohlräume auf. Dies ist günstig für den   K-Wert   und gewährleistet andererseits, dass der Dämmbaustoff atmungsaktiv bleibt, was eine erhebliche Verbesserung gegenüber vielen derzeit erhältlichen Dämm-Materialen darstellt. Da der Rohstoff und die Verarbeitung billig sind, kann auch der erfindungsgemässe Dämmbaustoff zu niedrigen Kosten hergestellt werden. Nach der Verwendung ist der   Dämmbaustoff  
100 % verrottbar und somit auf herkömmlichen Deponien zu entsorgen. 



  Die Art der Pressform kann den jeweiligen Anforderungen und 

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 Gegebenheiten angepasst sein. Bevorzugt können die Pressflächen in Siebform oder als Lochbleche vorgesehen werden, um Luftzirkulation für das Trocknen zu ermöglichen.

Claims (1)

  1. ANSPRÜCHE 1. Dämmbaustoff aus zerkleinertem Papier, bevorzugt Altpapier, dadurch gekennzeichnet, dass er im wesentlichen aus einer ungeordneten Menge Papierstreifen und einem Bindemittel besteht.
    2. Dämmbaustoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Papierstreifen vom Bindemittel benetzt sind und das Bindemittel unter Verklebung an den Berührungsstellen ausgehärtet oder getrocknet ist.
    3. Dämmbaustoff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel Wasserglas ist.
    4. Dämmbaustoff nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel eine auf die Menge Papierstreifen aufgesprühte und dann ausgehärtete wässrige Lösung von Wasserglas ist.
    5. Dämmbaustoff nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung 20 bis 30 Gew. %, bevorzugt 25 Gew. % Wasserglas (Natronsilikat oder Kaliumsilikat) pro Liter Lösung enthält.
    6. Dämmbaustoff nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Papierstreifen eine Breite von 2 bis 10 mm, bevorzugt 3 bis 8 mm, insbesondere etwa 5 mm aufweisen und eine Länge haben, die zumindest der 10-fachen Breite entspricht und das Papier bevorzugt gestrichenes Papier der Grammatur 50 bis 150 g/m2 ist. EMI6.1 einem der Ansprüche lgekennzeichnet, dass die Menge Papierstreifen mit dem Bindemittel vor dem Aushärten formgebend gepresst ist. <Desc/Clms Page number 7>
    8. Dämmbaustoff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der fertige Dämmbaustoff plattenförmig ist und an wenigstens einer Kante mit einer Nut und an einer anderen Kante mit einer Feder ausgebildet ist.
    9. Verfahren zur Herstellung des Dämmbaustoffs nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine ausreichende Menge Papierstreifen mit dem Bindemittel, bevorzugt Wasserglas, besprüht wird, danach in eine Pressform gegeben und zur gewünschten Form gepresst wird, oder dass die Menge Papierstreifen in der Pressform mit dem Bindemittel besprüht und gepresst wird.
AT0044197U 1997-07-17 1997-07-17 Dämmbaustoff aus zerkleinertem papier, bevorzugt altpapier, sowie verfahren zur herstellung AT1841U3 (de)

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AT1841U2 true AT1841U2 (de) 1997-12-29
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3545001A1 (de) * 1985-01-16 1986-07-17 Avenir-Wärmedämmplatten Dipl.-Ing. Peter Steyer, 3436 Hessisch Lichtenau Aus naturprodukten hergestellte waermedaemmplatte
DE3641464A1 (de) * 1986-12-04 1988-06-16 Uwe Welteke Naturfasern enthaltende waermedaemmplatte sowie verfahren und vorrichtung fuer ihre herstellung

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