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Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Platte oder eine Auflagerung, welche bestimmt ist, irgendeinen Gegenstand, eine Maschine, einen Wagenkasten oder dgl. zu tragen und welche so gelagert ist, dass etwa auftretende Stösse oder Schwingungen (Vibrationen) nach Möglichkeit verhütet oder doch zerstreut bezw. erheblich gemindert werden.
G1. eichgiltig ist es dabei, ob die Stösse oder Vibrationen von dem getragenen Gegenstand herrühren und ihre Übertragung auf benachbarte Teile verhindert werden soll, oder ob das Umgekehrte beabsichtigt ist.
Ganz besonders geeignet ist der Gegenstand vorliegender Erfindung beispielsweise zur'Verwendung bei Fuhrwerken (Wagen jeder Art), Lastwagen und Kraftwagen, welche keine elastische Bereifung (Pneumatiks) besitzen, wo er dazu dient, die beim Fahren auf unebenen Strassen u. dgl. auftretenden Stösse, Erschütterungen und Vibrationen von dem Wagenkasten abzuhalten oder doch erheblich zu mindern. Auch in Fällen, wo stossende oder stampfende Maschinen in oder an bewohnten Räumen Aufstellung finden müssen, wird der Erfindungsgegenstand nützliche Dienste leisten, indem er die Übertragung dieser Stösse oder Vibrationen auf die anstossenden Räumlichkeiten oder Gebäude verhindert oder doch sehr herabmindert.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die eigentliche, zum Aufsetzen oder Tragen des betreffenden'Gegenstandes, der Maschine oder dgl. dienende Platte nur auf einzelnen, über ihre Fläche passend verteilten Punkten aufliegt, welche bei plötzlichen stossen oder Schwingungen rollende oder wiegende Bewegungen nach irgendeiner Seitenrichtung annehmen können.
Die Tragkörper oder Stützkörper der Platte bestehen aus Kugeln oder Rollen oder einer Verbindung beider.
Bei der Verwendung des Erfindungsgegenstandes für Wagen u. dgl. wird derselbe mit der unteren Platte direkt auf einer Achse oder sonst einem festen Punkt des Untergestells befestigt, während auf der oberen Platte die den Wagenkasten tragende Feder angebracht wird. Der Erfindungsgegenstand kommt dabei in einer der Zahl der Stützfedern entsprechenden Anzahl zur Verwendung.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einigen Ausführungsbeispielen veranschaulich.
Die Fig. l zeigt im Aufriss sowie teilweise im Schnitt und Fig. 2 im Grundriss eine Anordnung, bei welcher zwischen der tragenden (Sohl-) Platte 1 und der getragenen Platte 2 eine Anzahl von Kugellagern angeordnet sind. Zu diesem Zwecke sind in den einen gewissen Abstand voneinander habenden Platten 1 und 2 Aussparungen 3 vorgesehen, in welchen die Kugellager untergebracht sind. Diese bestehen aus den beiden Lauftellern 4 und 5 mit runden Laufrinnen 6 und 7 zur Aufnahme einer geschlossenen Reihe (beisujelsweise fünf) Kugeln 8. Die Laufteller 4 und 5 sind mit halbkugelartig abgerundeten Drehzapfen 9 und 10 versehen und mit Hilfe derselben in entsprechenden Aushöhlungen der Platten 1 und 2 schwingend und drehbar gelagert.
An den vier Eckpunkten ist zwischen den beiden Platten 1 und 2 noch je eine Kugel 11 vorgesehen, die durch entsprechende einander gegenüberliegende Aushöhlungen in den Platten an ihrer Stelle gehalten werden.
Die Fig. 3 zeigt im Längsschnitt und die Fig. 4 im Grundriss eine Ausführung, bei welcher zwischen den beiden Platten 1 und 2 noch ein dritte Platte 12 vorgesehen ist.
In horizontaler Richtung sind hier die einzelnen Kugeln voneinander getrennt, liegen aber in vertikaler Richtung paarweise übereinander. Sie können-wie die Kugeln 13-durch die l\1ittelplatte 12 voneinander getrennt sein, oder aber auch-wie die Kugeln 14 - einander berühren. An denjenigen Stellen, an welchen einander berührende Kugeln 14 angeordnet werden sollen, ist die Mittelplatte 12 zu durchbohren. In diesen Durchbohrungen erhalten die Kugeln 14 ihre Führung. Alle Kugeln sind im übrigen in einander gegenüber- liegenden Lagern oder Aushöhlungen 15 geführt.
Die in Fig. 5 veranschaulichte Ausführungsform stellt die einfachste Konstruktion
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durch eine Anzahl auf die Plattenfläche passend verteilter einzelner Kugeln 16 in Abstand voneinander gehalten, welche ihrerseits in einander gegenüber liegenden Lagern oder Aushöhlungen 17 der Platten geführt bind. Die Fig. 6,7 und 8 veranschaulichen eine Kon-
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der Fig. 8.
Ausser übereinander liegenden einzelnen Kugeln 18, welche sowohl in den Platten 1 und 2, wie auch in der Mittelplatte 12 gelagert sind, finden hier auch noch Querreihen von einander berührenden Kugeln 19 Anwendung, welche ihrerseits auf Walzen oder Zylindern 20 ruhen. Diese Walzen oder Zylinder sind in der unteren Platte 1 gelagert und gegen Seitenverschiebung sowohl in dieser, wie auch in der Mittelplatte, in welche sie hineinragen, gesichert. Die Kugeln 19 der Querreihen berühren einander, sie berühren die Walzen oder Zylinder 20 an der Scheitellinie und tragen die Platte 2 auch nur in ihren Scheitelpunkten.
Für die Walzen oder Zylinder 20, sowie für die Kugelreihen sind in die Platten 1 und 2 Querrinne 21 eingearbeitet. Für die Kugelreihen und die Walzen oder Zylinder sind ausserdem in der Mittelplatte Querkanäle vorgesehen.
Die für die Kugeln, sowie für die Welzen oder Zylinder bestimmten Lagerhöhlen in den Platten haben sämtlich eine grössere Weite im Verhältnis zum Durchmesser der Kugeln oder der Walzen bezw. Zylinder, so dass die Kugeln darin nur an einem Berührung- punkt und die Walzen bezw. Zylinder nur an einer Berührungslinie aufliegen.
Diese Anordnung gestattet den Kugeln sowie den Walzen bezw. Zylindern einen Seitenausschlag innerhalb bestimmter Grenzen bei etwa auftretenden Stössen oder Schwingungen und veranlasst die Rückkehr der Kugeln, Walzen oder dgl. nach dem tiefsten Punkte. Die Platten werden dabei stets durch die dazwischen geschalteten Roll-oder Drehkörper in gewissem Abstand voneinander gehalten.
Der Vorteil der beiden in den Fig. 3 und 4, sowie 6, 7 und 8 dargestellten Ausführungsformen besteht darin, dass infolge der übereinander liegenden verschiedenen Rollbezw. Drehpunkte eine vollständigere Zerstreuung etwaiger Stösse oder Schwingungen herbei- geführt wird. Bei allen dargestellten Konstruktionen werden die Kugeln, Walzen oder Zylinder, wenn sie durch einen Stoss, den irgendeine der Platten 1, 2 oder 12 erhalten hat, aus ihrer normalen Lage gebracht wurden, stets die Tendenz haben, wieder in diese Lage zurückzukehren und den tiefsten Punkt ihrer Lager aufzusuchen.
Obgleich die Verwendung von Kugeln bei dem vorliegenden Erfindungsgegenstand in erster Linie ins Auge gefasst ist, kann statt derselben auch jede beliebige andere Art von Roll-oder Drehkörpern Verwendung finden, sofern diese die Eigenschaft besitzen, zwischen zwei Platten-einer Sohl-und einer Tragplatte-liegend, eine vollständige Freiheit der Bewegung nach allen Seitenrichtungen, in beschränkter Ausdehnung zuzulassen.
Bei Ausführung der vorliegenden Erfindung ist man weder an eine bestimmte Anzahl der rollenden, drehenden oder wiegende Stützkörper noch an eine solche der zwischen Sohl- und Tragplatte einzuschaltenden Platten gebunden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Grund-und Aufsetzplatte, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Platten (einer Sohl- und einer Tragplatte) eine Anzahl RoH-oder Drehkörper derart angeordnet sind, dass sie in ihrer Bewegung nach allen Seitenrichtungen hin in beschränkter Aus- dehnung vollständige Freiheit besitzen, zum Zweck, Stösse oder Schwingungen, welche eine der beiden Platten erhalten könnte, zu zerstreuen und nicht mit der gleichen Heftigkeit auf die andere Platte zu übertragen.