<Desc/Clms Page number 1>
Schalter für den Betrieb von elektrischen Maschinen und Geräten bei verschiedenen Spannungen
EMI1.1
einer Anlass-und einer Betriebsstellung zugeordnet werden. Es ergibt sich dann ein Schalter mit insgesamt neun um je 400 gegeneinander versetzten Stellungen. Ist die Verwendung einer Anlassstufe etwa nur bei den niedrigeren Spannungen oder überhaupt nicht erforderlich, so genügt ein Schalter mit 8 bzw. 6 Stellungen, die einen entsprechend grösseren gegenseitigen Abstand haben können. Die den einzelnen Spannungen zugeordneten Drehbereiche können durch axe Anschläge auf der Schalterskala selbst oder z. B. im Inneren des Schalters etwa auf der Rastenscheibe voneinander getrennt werden, über die der Schalter z.
B. nur nach Hochheben eines etwa am Schaltergriff bzw. an der Schaltervorderwand angebrachten federbelasteten Stiftes hinweg- gedreht werden kann.
Die erfindungsgemässe Anordnung gestattet es, den Einschaltvorgang bei allen Spannungen stets in der kürzesten und zweckmässigsten Weise unter
Vermeidung unerwünschter Zwischenstufen zu vollziehen. Ein nach der Netzspannung einzu- stellender Schaltwegbegrenzer, den zu benützen dci Bedienungsmann nicht gezwungen werden kann, entfällt. Die die Schalterstellung anzeigende
Skala dient zugleich zur Anzeige der gewählten
Spannung.
Bei dem vorstehend beschriebenen Aus- führungsbeispiel wurde angenommen, dass die
Kontaktfinger nur in einer Reihe angeordnet sind, was z. B. dann der Fall sein kann, wenn die dem
Anlassen bzw. dem Spannungswechsel dienenden
Umschaltungen durchwegs nur im Übergang auf andere Anzapfungen einer Wicklung oder auch in Stem-Dreieck-Umschaltungen bestehen, so dass die Zahl der Kontaktfinger des Schalters gering ist. Handelt es sich aber um die Um- schaltung einer geteilten und mehrphasigen Wick- lung, insbesondere um eine Serien-Parallel/Stem-
EMI1.2
mindestens (bei Zweiteilung der Wicklung : 15 Kontaktfinger erforderlich, von denen drei der Netzphasen R, S und T zugeordnet sind.
Ir solchen Fällen ordnet man meist die Kontakt finger zwecks Herabsetzung der Baulänge des
<Desc/Clms Page number 2>
Schalters in zwei oder mehr Reihen an. Bei der verhältnismässig grossen Zahl von Schalterstellungen, die ein Schalter nach der Erfindung meist besitzt, reicht aber der Drehbereich von 1800 oder allgemein 3600 j P eines Schalters mit zwei bzw. p Fingerreihen praktisch häufig nicht aus.
So würde z. B. bei dem vorerwähnten Schalter mit 9 Stellungen der Winkel zwischen aufeinander-
EMI2.1
taktfingerreihe zugeordneten Walzenkontaktreihen nicht auf einem p-tel des Walzenumfanges anordnet, sondern über einen grösseren Teil bzw. über den ganzen Umfang der Walze verteilt. Das sich dabei notwendig ergebende Vorbeistreichen der Walzenkontakte an Fingerreihen, denen sie nicht zugeordnet sind, kann man päm- lich unschädlich machen, indem man die Anordnung so trifft, dass dabei ein Kurzschluss oder ein unerwünschter Stromfluss nicht entsteht, vorzugsweise aber überhaupt ein Stromfluss ver- mieden wird.
Im letzteren Falle können die betreffenden Schalterstellungen als Aus-Stellungen verrastet werden, wodurch der sonst für die AusStellungen erforderliche Platz auf der Walze entfallen kann und eine sehr raumsparende Anordnung erzielt wird.
Die Fig. 1-4 zeigen ein Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemässen Anlass-und Betriebsschalter für drei Spannungen mit Stern-Dreieck/ Serien-Parallel-Umschaltung, wobei die Kontaktfinger in zwei Reihen a und b angeordnet sind. Fig. 1 zeigt die zweiteilige Dreiphasenwicklung,
EMI2.2
Die Fig. 2 a zeigt dieselbe Schaltwalze samt den beiden Kontaktfingerreihen a und b von der Seite, die Fig. 2 b und 2 c stellen abgeänderte Anordnungen dar. Fig. 3 zeigt die mit drei festen Anschlägen H versehene Schalterskala für einen Schalter nach Fig. 1 bzw. 2 a, 2 b oder 2 c und Fig. 4 den Schaltergriff mit dem federbelasteten, über die festen Anschläge H der Skala hochhebbaren Anschlagstift G.
Während bei dem eingangs erwähnten bekannten Anlass-und Betriebsschalter für die drei Spannungen mit fünf Stellungen und der üblichen Anordnung der Kontaktfinger in zwei Reihen entsprechend eiern Drehbereich von 180 eine zehnteilige Walze erforderlich ist, ist hier die Walze zwölfteilig. Der Drehbereich beträgt trotz der Zweizahl der Kontaktfingerreihen volle 360 .
Wie aus Fig. l ersichtlich, ergeben sich, wenn die Fingerreihe a nacheinander die Walzenkontaktreihen 1 a, 2 a, 3 a usw. und dementsprechend gleichzeitig die Fingerreihe b die Walzenkontaktreihen 1 b, 2 b, 3 b usw. berühren, nacheinander die Schaltungen Stern, Dreieck, Stern, Doppelstern, Doppelstem, Doppeldreieck, wie auch in der in Fig. 3 dargestellten Skala vermerkt ist, in der im übrigen die Anlassstufen mit I und die Betriebsstufen mit II bezeichnet sind. (Wünscht man als Anlassstufe für 220 Volt die Dreieckschaltung, so tritt diese Schaltung an die Stelle der zweiten Doppelsternschaltung.)
In allen Zwischenstellungen ist, wie Fig. 1 zeigt, der Strom unterbrochen.
Die Kontaktfinger sind nämlich so angeordnet, dass den in der Reihe a angeordneten Fingern R, S, T in der Reihe b leere Plätze zugeordnet sind und diese Finger nur in den Walzenkontaktreihen 1 a, 2 a usw., nicht jedoch in den Reihen 1 b, 2 b usw. Gegenkontakte vorfinden. Es ergibt sich so die Möglichkeit, die gemäss dem Grundgedanken der Erfindung in einer Mehrzahl vorzusehenden Aus-Stellungen ohne eine entsprechende Vergrösserung der Walze zu erzielen, indem man gemäss Fig. 3 die betreffenden, in der Mitte zwischen zwei Ein-Stellungen liegenden und von diesen ja tatsächlich eine volle Walzenteilung entfernten Zwischenstellungen als potentialfreie AusStellungen verrastet.
Dabei ergibt sich der Schaltwinkel von der Aus-Stellung zur Anlass-Stellung halb so gross (30 ) als der von der Anlass-zur Betriebsstellung (60 ), was insofemc für die Bedienung als Vorteil angesehen werden kann, als beide Schaltschritte sich dem Gedächtnis als wohl voneinander unterschieden einprägen. Es ist aber auch unter Beibehaltung alles übrigen möglich, den ersten Schaltschritt zu vergrössern, indem man eben die verrasteten Aus-Stellungen nicht in der Mitte (Fig. 3), sondern von der zugehörigen Anlassstellung I weiter entfernt, dafür aber der durch einen Anschlag H getrennten Betriebsstellung II des benachbarten Spannungs- bereiches näher anordnet. Dabei kann es erforderlich sein, den beweglichen, in Fig. 4 mit G be- zeichneten hochhebbaren Anschlag bzw. auch die fixen Anschläge H entsprechend schmäler aus- zuführen.
Schliesslich ist es auch möglich, die drei Aus-Stellungen der Schaltwalze den sechs
Ein-Stellungen vollkommen gleichzustellen, indem man entsprechend den insgesamt neun Stellungen eine 18teilig Walze verwendet, bei der sechs
Teilungen unbesetzt bleiben und die übrigen zwölf etwa der Fig. 1 entsprechen. Die beiden beim Anlassen zu durchlaufenden Schaltschritte sind dann untereinander gleich und betragen je 40 D, wie weiter oben unter Voraussetzung der
Anordnung der Finger in nur einer Reihe an- gegeben.
Im vorstehenden wurde entsprechend Fig. 1 und 2 q angenommen, dass bei Anordnung der
Kontaktfinger in zwei Reihen diese nur eine
Walzenteilung voneinander entfernt sind, was auch in konstruktiver Hinsicht zweckmässig sein kann. Es ist aber möglich, den Abstand der beiden
Fingerreihen auf eine beliebige ungerade Zahl von Walzenteilungen zu vergrössern, wenn man auch die den Fingerreihen zugeordneten Walzen- belagsreihen unter Beibehaltung aller zwischen ihnen bestehenden Leitungsverbindungen ent-
<Desc/Clms Page number 3>
sprechend gegeneinander verschiebt. Dies ist für den Walzenschalter nach Fig. 1 durch die Fig. 2 b und 2 c veranschaulicht, bei denen der Abstand der Fingerreihen a und b und damit, wie ersichtlich, auch der diesen zugeordneten gleich bezifferten Walzenbelagsreihen 3 bzw. 5 Walzenteilungen beträgt.
Wie in Fig. 2 b gezeigt, können die Fingerreihen gegebenenfalls auf einem gemeinsamen Träger angebracht sein. Bei stärkeren Verschieb-mgen (um 7,9 und 11 Walzenteilungen) rücken die Fingerreihen wieder zu- sammeln, wobei jedoch die sich ergebenden Ge- samtwalzenbelagsanordnungen nicht identisch mit den vorhergehenden sind. Zwecks Auseinanderrückung der in Fig. 1 benachbarten Walzenbelagsreihen 1 a und 1 b, 2 a und 2 b sowie 3 a und 3 b ist es selbstverständlich grundsätzlich erforderlich, die in Fig. 1 zu einem durchlaufenden
Streifen vereinigten Walzenbeläge so zu trennen, wie es in den Reihen 1 a-3 b ganz rechts für einen der drei Streifen punktiert eingezeichnet ist.
Anderseits wird es aber gerade durch die gegen-
EMI3.1
möglich, Teilbeläge zu grösseren zusammenhängenden Belägen zusammenzufassen.
Die Verrastung der neun aus Fig. 3 ersichtlichen Schalterstellungen kann durch eine mit neun entsprechend angeordneten Rasten versehene Rastenscheibe erfolgen. Es ist aber auch möglich, nur für die sechs Ein-Stellungen Rasten vorzusehen und die drei Aus-Stellungen durch Zusammenwirken der Rast der jeweils vorhergehenden Ein-Stellung mit dem benachbarten festen Anschlag H zu verrasten, derart, dass der Anschlagstift G (Fig. 4) unter dem Einfluss der Verrastung gegen den festen Anschlag gepresst wird. Dazu ist es, wenn die Aus-Stellungen, wie in Fig. 3, genau in der Mitte zwischen den benachbarten Ein-Stellungen liegen, erforderlich, die Verrastungen der Ein-Stellungen derart unsymnetrisch auszuführen, dass die Kippunkte nicht in der Mitte zwischen den Ein-Stellungen liegen, sondern von der Mitte ein Stück im Uhrzeigersinn vernetzt sind.
Die Fig. 5,6 und 7 zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Wie die in Fig. 7 dargestellte, wiederum mit drei festen An- schlägen H versehene Skala zeigt, handelt es sich hier um unmittelbare Einschaltung ohne Durch- laufen einer Anlassstufe. Dementsprechend sind fur jede Spannung nur zwei Schalterstellungen, bei drei Spannungen also insgesamt sechs
Schalterstellungen erforderlich. Die Schaltwalze nach Fig. 5 ist entsprechend Fig. 6 für diametrale
Anordnung der Fingerreihen a und b entworfen.
Dabei ist aber der Drehbereich selbstverständlich auch hier nicht 180 sondern 360 .
Die Zahl der Kontaktfingerreihen ist bei dem erfindungsge. "7'ässen Walzenschalter. mit ver- grössertem bzv unbegrenztem Drehbereich nicht auf zwei beschränkt. Bei p Kontaktfingerreihen beträgt im allgemeinen der Abstand aufeinander- folgender Ein-Stellungen in Übereinstimmung mit
EMI3.2
beispielen, bei denen p = 2 ist, p Walzenteilungen. Natürlich stellt dies nur eine untere Grenze dar, die man dann nirgends zu über- schreiter-braucht, wenn die Aus-Stellungen in der aus Fig. 1 oder 5 ersichtlichen Weise erzielt sind.
Auch bei mehr als zwei Fingerreinen brauchen diese nicht entsprechend Fig. 1 und 2 a nur um je eine Walzenteilung gegeneinander versetzt zu sein, sondern man kann sie, wie es für zwei Fingerreihen in den Fig. 2 b, 2 c und 6 beispielsweise gezeigt ist, über den Walzenumfang verteilen, indem man gleichzeitig die den einzelnen Fingerreihen zugeordneten Walzenkontaktreihen in der aus den Fig. 2 a-2 c ersichtlichen Weise gegeneinander verschiebt.
Dabei gilt allgemein, dass der Abstand zweier beliebig herausgegriffener (aufeinanderfolgender oder nicht aufeinanderfolgender) Fingerreihen niemals ein ganzzahliges Vielfaches der konstanten, p (oder mehr) Walzenteilungen betragenden Entfernung aufeinanderfolgender Ein-Stellungen sein darf, da ja sonst der Fall eintreten würde, dass in einer Ein-Stellung eine Fingerreihe mit einer Walzenbelagsreihe
Kontakt macht, die einer anderen Fingerreihe zugeordnet ist. Folgen im speziellen die Finger- reihen in gleichen Abständen von q Walzen- teilungen und beträgt der Abstand aufeinander- folgender Ein-Stellungen p Walzenteilungen, so müssen also q und p teilerfremd sein.
Soller dabei die p Fingerreihen gleichmässig über den ganzen
Walzenumfang verteilt sein, so muss dieser p. q Walzenteilungen betragen und somit die Zahl der möglichen Ein-Stellungen, da deren gegen- seitige Entfernung p Walzenteilungen beträgt, gleich q sein. Eine gleichmässige Aufteilung der p Fingerreihen über den Walzenumfang ist also nur möglich, wenn die Zahl q der im Abstand von p Walzenteilungen aufeinanderfolgenden
Ein-Stellungen zur Zahl p teilerfremd ist. Ver- gleicht man die Anordnungen nach den Fig. 2 c und 6, so findet man, dass diese Voraussetzung bei der ersteren (p = 2, q = 6) nicht, wohl aber bei der letzteren (p = 2, q = 3) erfüllt ist, wes-
EMI3.3
Anordnung der zwei Fingerreihen möglich ist.
Auch bei dem in den Fig. 8,9 und 10 dargestellten weiteren Ausführungsbeispiel mit drei Fingerreihen und vier um je 900 gegeneinandeI versetzten Ein-Stellungen ist die vorgenannte Voraussetzung erfüllt (p = 3, q = 4) und es sind dementsprechend die drei Fingerreihen a, b, l um je 1200 gegeneinander versetzt längs des Umfanges der p. q =- 12 Teilungen aufweisenden Walze angeordnet.
Dieses letzte Ausführungsbeispiel dient im übrigen zur Erläuterung des weiteren, auch bei den vorhergehenden Beispielen verwirklichbarel1 Erfindungsgedankens, im Falle der Notwendigkeit der Verwendung einer Anlassstufe die Zahl der erforderlichen Ein-Stellungen und damit der ganzen Schalter dadurch zu verkleinern, dass die Betriebsstellung für eine höhere Spannung zugleich als Anlassstufe für eine niedrigere Spannung benützt wird.
Auf diese Weise ist es bei dem Aus
<Desc/Clms Page number 4>
führungsbeispiel möglich, mit insgesamt nur vier Ein-Stellungen doch für drei Netzspannungen (220,380, 500 Volt) je eine AusStellung, eine Anlassstellung und eine Betriebsstellung vorzusehen Die den verschiedenen Netzspannungen zugeordneten untereinander gleichen Drehbereiche überlappen sich hiebei und es wird daher der jeweils zu benützende Drehbereich am besten durch gemeinsam verstellbare Anschläge begrenzt. Diese Anschläge sind in Fig. 10 mit Hi und H2 bezeichnet und durch Vorsprünge einer Platte P gebildet.
Diese Platte ist zwischen dem mit dem Gegenanschlag und zugleich Zeiger versehenen Schaltergriff und der Schaltervorderwand um die Schalterwelle drehbar gelagert und kann mittels des federbelasteten hochhebbaren Stiftes Si, der jeweils in eine Bohrung der Schaltervorderwand einschnappt, in drei um 900 gegeneinander ver-
EMI4.1
in einem Fenster der Platte jeweils die entsprechende auf der Schaltervorderwand angebrachte Voltzahlangabe. Die kleinen Voltzahlangaben auf der Platte P selbst dienen nur zur subers. chai über die vorhandenen Nennspannungen und deren Aufeinanderfolge.
Entsprechen die vier Ein-Stellungen wie dargestellt den Schaltungen Stern, Dreieck, Doppelstern und Doppeldreieck, so ergibt sich allerdings der Nachteil, dass für 380 Volt der Stufenunterschied zwischen der Anlassstellung (Dreieck-Schaltung) und der Betriebsstellung (Doppelstern-Schaltung) verhältnismässig gering ist.
Die Aus-Stellungen sind, wie aus den Fig. 8 und 10 entnommen werden kann, auch bei diesem Ausführungsbeispiel in ähnlicher Weise wie bei den vorhergehenden gebildet, da auch hier die Anordnung so getroffen ist, dass die in Reihe a angeordneten Netzfinger R, S, T zwischen den hier
EMI4.2
Allerdings entspricht dieser Bereich nur zwei Walzenteilungen, also nicht wie früher der vollen Entfernung zwischen den Ein-Stellungen, weil zwar nicht in der Reihe b, wohl aber in der Reihe c in Flucht mit den Netzfingern je ein Kontakt- finger U"Vl, W, liegt. Die Aus-Stellungen sind aber selbstverständlich, wie auch aus Fig. 10 ersichtlich, in den potentialfreien Bereich verlegt, wobei der Drehwinkel bis zur Anlassstellung I etwa 60 und von dort zur Betriebsstellung II 90'beträgt.
Bei Überlappung der Drehhereiche, wie im vorliegenden Falle, empfiehlt es sich nicht, die Aus-,.. llungen gesondert zu verrasten, da sonst auch zwischen Anlass-und Betriebsstellung eine verrastete Aus-Stellung durchlaufen werden müsste. Es werden vielmehr in einem solchen Falle die Aus-Stellungen gemäss einem schon weiter oben angegebenen Erfindungsgedanken durch das Zusammenwirken der Rasten der Ein-
Stellungen mit dem der Aus-Stellung zugeordneten Anschlag (hui in Fig. 10) verrastet. Es wird also bei der in Fig. 10 gezeigten Stellung der mit dem Schaltergriff verbundene Anschlag durch die Rast der"Stern"-Stellung gegen aen Anschlag Hi gepresst.
Der Umstand, dass die Netzfinger nicht nur in den Ein-Stellungen, sondern auch in Zwischenstellungen Kontakt machen, was entsprechend dem Vorerwähnten zum Teil bei dem Ausführungs- beispiel nach Fig. 8 zutrifft, ist dann bedeutungslos, wenn gemäss einem weiteren, bei diesem Ausführungsbeispiel verwirklichten Erfindunggedanken die Anordnung so getroffen wird, dass trotzdem in allen Zwischenstellungen ein Stromfluss oder zumindest ein unzulässiger Stromfluss, insbesondere ein Kurzschluss, vermieden bleibt. In der Tat ist bei der Schaltwalze nach Fig. 8, wie man sich überzeugen kann, in allen Zwischenssteilungen, d. h. also auch, wenn die Netzfinger die Stellungen 4c, 1 e, 2e, 3e einnehmen, jeder Stromfluss vermieden.
Der Erfindungsgedanke, bei einem Walzenschalter mit zwei oder mehr Fingerreihen in der erläuterten Weise einen Drehbereich von 360 zu erzielen, ist auch mit Vorteil bei Schaltern mit nur einer verrasteten Nullstellung anwendbar, wenn der normale Drehbereich von 3600/p etwa wegen der grösseren Zahl von Ein-Stellungen als unerwünscht klein anzusehen ist. Letzteres trifft bei dem eingangs erwähnten Schalter mit einer
Aus-und vier Ein-Stellungen vielleicht schon bei p =2 (180 /5=36 ), sicher aber bei p = 3 (1200/5 = 24 ) zu, weshalb hier z. B. ein erfiadungsgemässer Schalter nach Fig. 1 bzw.
2 a-2 c, jedoch unter Weglassung der Walzen- teilungen 3 a, 3 b, 5 a, 5 b, also ein Schalter mit
8 teiliger Walze, oder der Schalter nach Fig. 8 und 9, u. zw. jetzt in beiden Fällen mit nur einer verrasteten Aus-Stellung, besser am Platz sein kann. Hier und auch sonst kann es vorteilhaft sein, den Drehbereich zwar wesentlich grösser als 360 /p aber kleiner als 360 zu wählen.
Es ist mitunter wünschenswert, für die Netz- phasen R, S, T an Stelle je eines Kontaktfingers wegen ihrer besonders bei niedriger Netzspannung grossen Strombelastung je zwei parallelgeschaltete
Finger vorzusehen. Diese drei zusätzlichen Finger R', S', T'können bei den beschriebenen er- findungsgemässen Schaltern mit einem Dreh- bereich von 360'ohne Vergrösserung des Durch- messers oder der Breite der Walze in einer in den Figuren mit a'bezeichneten zusätzlichen
Fingerreihe angebracht werden, welche von der die Kontaktfinger R, S, T enthaltenden, mit a bezeichneten Fingerreihe np Walzenteilungen entfernt sein muss, wenn die Entfernung auf- einanderfolgender Ein-Stellungen p Walzen- teilungen beträgt und n eine beliebige ganze Zahl ist.
Diese beträgt bei den in den Fig. 1, 2 a, 2 c,
5 und 8 gezeigten Walzenschaltem der Reihe- nach 1, 5, 4, 2 und 1. Bei Anordnung der Walzen- beläge entsprechend Fig. 1 müssen im Falle des
Vorhandenseins der zusätzlichen Finger R', S', T' noch die hier sonst nicht erforderlichen, nur links für die Phase R strichliert eingezeichneten
Verbindungsleitungen zwischen den Walzen-
<Desc/Clms Page number 5>
belägen, die nacheinander mit ein und demselben Netzfinger Kontakt machen, angebracht werden. Bei der Anordnung nach Fig. 2 b könnte gegebenenfalls die zusätzliche Fingerreihe a'bei Wahl von n = 2 auf demselben Träger wie die Fingerreihen a und b angebracht werden.
Erleichtert wird ihre Anbringung hier und auch sonst vielfach durch den Umstand, dass in der Fingerreihe b in Flucht mit den Fingern R', S', T' liegende Finger fehlen.
Im vorstehenden wurde die Erfindung stets an Walzenschaltem erläutert. Sie kann aber in grundsätzlich ganz gleicher Weise auch bei Verwendung anderer Arten von Schaltern verwirklicht werden. Insbesondere können die Walzenkontakte in bekannter Weise durch mechanische Kontakte ersetzt werden, die ihrerseits elektrische Kontakte betätigen (Nockenschalter), so dass sich genau dieselbe Wirkungsweise wie bei dem entsprechenden Walzen : halte ergibt.
Wenn es als nachteilig empfunden wird, dass bei einem Schalter gemäss der Erfindung die Aus-
Stellung des Schaltergriffes bei den verschiedenen
Spannungen nicht die gleiche ist, so kann man den
Griff etwa durch ein Handrad ersetzen und die
Aus-Stellungen völlig eindeutig etwa durch eine in bekannter Weise hinter einem Fenster rotierende, mit der Walze oder Schalterwelle verbundene
Scheibe oder Trommel anzeigen, die bei jeder der verschiedenen Aus-Stellungen das gleiche Zeichen, z. B. die Aufschrift"AUS"oder eine bestimmte
Farbe zeigt. Natürlich kann man damit durch weitere Beschriftungen oder Farben auch die übrigen Schalterstellungen sowie die entsprechenden Spannungen anzeigen oder auch daneben eine Vollsichtsskala nach Art der Fig. 3 oder 7 beibehalten.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, zwischen Schaltergriff und Schalter eine solche Übersetzung ins Langsame anzuordnen (bei drei Spannungen 1 : 3), dass der Schaltergriff bei allen Spannungen dieselbe Aus-Stellung bzw. auch dieselbe Anlassund Betriebsstellung einnimmt. Die Ablesung der jeweiligen Voltzahl kann dabei an einer mit der Schalterwelle verbundenen Scheibe erfolgen.
Diese Anordnung bietet auch den Vorteil, dass die zur Betätigung des Schalters erforderliche Kraft herabgesetzt ist und dass die Verrastung des Schalters in besonders einfacher Weise an der nur drei Stellungen aufweisenden Welle des Griffes erfolgen kann.
Schliesslich kann auch der Schaltergriff oder bei Verwendung eines Handrades bloss ein auf einer Skala spielender Zeiger beim Wechsel der Netzspannung jeweils so versetzt werden (z. B. unter Verwendung eines regelmässigen Dreikantes bzw. Vielkantes), dass sich immer die gleiche Ausgangslage ergibt. Die relative Lage zur Schalterwelle bzw. zu einer mit dieser fest verbundenen Scheibe kann dabei zur Anzeige der eingestellten Spannung dienen.
Die Erfindung lässt sich z. B. bei rotierenden
EMI5.1
verwenden, aber auch bei beliebigen anderen spannungsumschaltbaren elektrischen Maschinen und Geräten (z. B. Heizgeräten) kleinster bis grösster Leistung für Wechsel-oder auch Gleichstrom, bei denen ein Schalter mit einer Schaltfolge nach Art der in Fig. 3 und 7 gezeigten Skalen wünschenswert et scheint.
Es sei noch erwähnt, dass es bereits bekannt ist, für die in zwei Teile zerlegte, wahlweise an 110 oder 220 Volt anzuschliessende Primärwicklung eines Einphasentransformators einen als SerienParallel-Schalter wirkenden, beliebig in beiden Richtungen drehbaren Paketschalter mit vier um
EMI5.2
- zu verwenden. Mangels jeglicher Anschläge handelt es sich jedoch dabei im Gegensatz zur Erfindung nicht um eine feste Zuordnung der einzelnen"Aus"-Stellungen bzw. Drehbereiche zu den verschiedenen Spannungswerten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schalter, z. B. Stern-Dreieck/Serien-Parallel- Schalter, für den Betrieb von Motoren oder anderen elektrischen Maschinen und Geräten bei verschiedenen Spannungen, dadurch gekennzeichnet, dass den verschiedenen Spannungswerten mu. tels Anschlägen nicht nur verschiedene End- ("Ein"-) Stellungen sondern auch verschiedene Anfangs-
EMI5.3