AT165384B - - Google Patents

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AT165384B
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  • Roof Covering Using Slabs Or Stiff Sheets (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Dachfenster 
Die Erfindung betrifft ein Dachfenster. 



   Alle bekanntgewordenen Dachfenster werden als geschlossene Einheit auf der Dachauflagefläche befestigt und mit dem Dachbelag umgeben. Dies hat den grossen Nachteil, dass eine weitgehende Vorsorge zur Verhinderung des Eindringens von Niederschlägen zwischen Dachfenster und Dachbelag erforderlich wird, was einen bedeutenden Aufwand von verzinktem Eisenblech zur Folge hat. Es sind auch Dachfenster bekannt geworden, bei denen der Fensterkasten aus keramisch oder hydraulisch gebundenen Werkstoffen gefertigt ist. 



   Demgegenüber unterscheidet sich die vorliegende Erfindung, unter Behebung genannter Mängel sowie wesentlicher Verbesserung und Vereinfachung, dadurch, dass Dachdeckungsplatten aus keramisch oder hydraulisch gebundenen Werkstoffen zur Bildung von Dachfenstern verwendet werden, welche als Einzelteile die Seitenkanten einer Dachöffnung und als Bestandteile der Dachdeckung selbst zugleich Scharniere und Auflagekanten für den Dachfensterflügel tragen, dass die die Seitenkanten und die Ober- kante der Dachfensteröffnung ergebenden Dach- deckungsplatten eine gemeinsame Auflagefläche für den Fensterflügel und neben dieser eine Rinne zur Ableitung allfällig zwischen Fensterflügel und seine Auflagefläche eindringenden Wassers aufweisen, welche Rinne in der oberen Dach- deckungsplatte aus diesem Grunde mit Gefälle versehen ist.

   Weitere Kennzeichen der Erfindung liegen in einer baulichen Ausgestaltung der
Dachdeckungsplatten und des Fensterflügels, wonach die Scharnierlagerung des Fensterflügels wahlweise an eine der beiden in der Wasser- ablaufrichtung liegenden Seiten des Fenster- flügels verlegt werden kann. Die obere Dach- deckungsplatte des Dachfensters, welche auch mehrteilig sein kann, ist zusätzlich mit einem keilförmigen, vorzugsweise schneepflugförmig gestalteten, dachgiebelförmigen und/oder gegebenenfalls in der Wasserablaufrichtung ab- geflachten Aufbau, welcher zur seitlichen Ab- leitung der oberhalb des Dachfensters anfallenden
Niederschläge dient, ausgebaut. Das auf der
Vorderfläche des Aufbaues selbst anfallende
Regen-und Schmelzwasser wird in einer mit
Gefälle versehenen Rinne gleichfalls seitlich auf die Dachhaut abgeleitet.

   Der Fensterflügel ist vorteilhafterweise an den in der Wasserablaufrichtung liegenden beiden Seiten und/oder gegebenenfalls an den beiden anderen Seiten dacheindeckungskörperartig, vorzugsweise falzziegelartig, gestaltet. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Fig. 1 zeigt ein   vollständiges   Dachfenster als ein Ausführungsbeispiel für eine Strangfalzziegeleindeckung, Fig. 2 einen Querschnitt durch das Dachfenster nach der Linie   A-A   der Fig.   l   bei teilweise   geöffnetem   Dachfensterflügel, Fig. 3 einen Querschnitt durch das Dachfenster nach der Linie B-B bei geschlossenem Fensterflügel. 



   Gemäss Fig.   l   sind 1 und 3 seitliche Dachdeckungsplatten, 2 eine obere Dachdeckungsplatte, die auch mehrteilig sein kann, 4 ein Fensterflügel und 5 der untere Teil eines Fensterflügelrahmens. 



   Die mehrteilige Form der oberen Dachdeckungsplatte 2 ist im besonderen aus herstellungstechnischen Gründen und zur Verminderung der Bruchgefahr beim Durchsteigen des Dachfensters vorteilhaft. Die Trocknung, das Brennen und der Transport wesentlich grösserer als normal grosser Dachdeckungsplatten ist umständlicher und mit grösserer Verzugs- gefahr als normal verbunden. Im besonderen wird vorgeschlagen, die Teilung der oberen
Dachdeckungsplatte 2 falzziegelartig und schräg zur   Dachabfallrichtung   auszubilden, wodurch, auch bei seitlich heranpeitschendem Regen, eine
Niederschlagsdichtigkeit der Dachhaut erzielt werden soll. 



   Der Fensterkasten des Dachfensters wird nun, gemäss Fig. 1, ganz oder teilweise durch Sonder- dachdeckungsplatten   1,     2,   3 gebildet, welche bei völliger Gleichgestaltung der Anschluss-und
Auflageformgebung mit den normalen Dach- deckungsplatten gleichartig wie diese verlegt werden. Die seitlichen Dachdeckungsplatten 2 weisen entlang der Fensteröffnung eine Auf- lagefläche a für den Fensterflügel 4 und eine
Rinne b, auch zur Ableitung allfällig eindringenden
Regen-und Schmelzwassers, auf (s. auch Fig. 2 und 3), welche in ihrem mit der Oberseite der
Fensteröffnung parallel verlaufenden Teil mit
Gefälle versehen ist. Die   Auflagefläche   a für den Fensterflügel 4 liegt bei allen die Fenster- öffnung umgebenden Sonderdachdeckungs- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 platten annähernd in einer Ebene.

   Der Fensterflügel 4 liegt hauptsächlich auf der Auflagefläche a auf. Die seitlichen Dachdeckungsplatten 1 und 3 des Dachfensters sind weiters, anschliessend an die Rinne b, mit einer Randeinfassung k versehen, welche zweckmässiger Weise seitlich heranpeitschendem Regen ein Eindringen in das Dachinnere erschwert. Die obere Dachdeckungsplatte 2 trägt, anschliessend an die Rinne b, noch eine Wand d (s. auch Fig. 3), welche einerseits Scharnierlöcher e für die Fensterflügelscharniere f aufweist und anderseits mit der Vorderfläche des Aufbaues g eine mit Gefälle versehene Rinne h bildet, welche zur Ableitung von auf der Vorderfläche des Aufbaues g anfallenden Niederschlägen dient.

   Die an den seitlichen Dachdeckungsplatten 1 und 3 des Dachfensters beiderseits der Fensteröffnung angeordneten Scharnierlager c und die Scharnierlocher e an der oberen Dachdeckungsplatte 2 gestatten die wahlweise Anbringung der Fensterfügelscharniere an einer der beiden Seiten der Fensteröffnung. 



   Die obere Dachdeckungsplatte 2 des Dachfensters, welche auch mehrteilig ausgebildet sein kann, trägt weiters noch oberhalb der Wand d einen keilförmigen, vorzugsweise schnee-   pflugformig   gestalteten Aufbau g. Dieser Aufbau teilt alle am Dache oberhalb des Dachfensters auf dessen Breite anfallenden Niederschläge und leitet diese in, durch ein Doppelschrägwehr gegenüber der Grundplatte und dem Aufbau g entstehenden, zur Wasserablaufrichtung schrägliegenden, mit Gefälle versehenen Rinnen m seitwärts des Dachfensters auf den Dachbelag ab, wodurch die Niederschläge normalerweise nicht an das Dachfenster gelangen können. Auf der
Vorderseite des Aufbaues g anfallende Nieder- schläge werden als Regen-oder Schmelzwasser
In der mit Gefälle versehenen Rinne h gleichfalls   seitwärts   des Dachfensters auf den Dachbelag abgeleitet.

   Bei allen bekannt gewordenen Dach- fenstern stauen sich oberhalb des Dachfensters anfallende Niederschläge in der zwischen der
Fensterrückwand und dem Dach gebildeten waagrechten, gefällelosen Rinne und treten, be- sonders bei wiederholt wechselndem Frost-und
Tauwetter, unter den Dachbelag oberhalb des
Dachfensters. Der träge Wasserablauf führt ausserdem erfahrungsgemäss zu einem frühzeitigen
Durchrosten des Dachfensterbleches in der er- wahnten Rinne. 



   Der   Fensterflugel   4 ist vorteilhafter Weise an seinen in der Wasserablaufrichtung liegenden beiden Seiten und/oder gegebenenfalls an seiner
Unterkante 5 zwecks Niederschlagableitung dach- eindeckungskörperartig, vorzugsweise falzziegel- artig, gestaltet. Bei Falzziegeldeckung kann der
Fensterflügel aus dem gleichen Grunde an seiner unteren Kante eine Formgestaltung mit Ein- griff in die Wasserablaufrinne n der normalen
Falzziegel erhalten. Der Fensterflügel 4 trägt gegenüber den Scharnierlagern c der seitlichen   Dachdeckungsplanen   1 und 3 und den Löchern e der oberen Dachdeckungsplatte 2 des Dachfensters   Gegenscharnierlager f in   welchen beim Dachfenstereinbau der Fensterflügel wahlweise gelagert werden kann, um nach der gewünschten Seite geöffnet zu werden. 



   Selbstverständlich ist die Anfertigung des Fensterflügels in der beschriebenen Formgebung auch ausschliesslich aus Pressglas vorgesehen, in welchem Falle die Gegenscharnierlagerf auch als Nasen ausgebildet werden können. 



   Bei Anfertigung eines gesonderten Fensterflügelrahmens aus einem anderen Werkstoff, z. B. verzinktem Eisenblech, ist das Querschnittsprofil des Flügelrahmens so gestaltet, dass es eine Rinne j (s. auch Fig. 2) zur Ableitung allfällig zwischen die Glasscheibe und den Flügelrahmen eindringenden Wassers aufweist. 



   Der besondere Vorteil des erfindungsgemässen Dachfensters ist eine fast völlige Einsparung von verzinktem Eisenblech und der Ersatz desselben beim Fensterkasten durch Werkstoffe der Dachdeckungsplatten, z. B. dem in reichsten Masse vorhandenen Lehm, oder anderen Werkstoffen aus denen Dachdeckungsplatten gefertigt werden, und beim Fensterflügel die Möglichkeit ausschliesslicher Verwendung von Glas. Das Pressverformungsverfahren für die Anfertigung des Dachfensters gestattet weiters die völlige Einsparung der bisher erforderlichen Spengler-
Facharbeiterkräfte und ausserdem eine wesent- liche Einsparung von Arbeitszeit. Durch die fast ausschliessliche oder alleinige Verwendung nicht korrodierender Werkstoffe ist auch mit einer längeren Lebensdauer der erfindungs- gemässen Dachfenster zu rechnen.

   Die Anbringung eines Aufbaues an der oberen Dachdeckungs- platte 2 des Dachfensters sichert weiters eine einwandfreie Ableitung der oberhalb des Dach- fensters anfallenden Niederschläge, was zur
Erhöhung der Niederschlagsdichtigkeit des Dach- fensters wesentlich beiträgt. Selbstverständlich ist das   erfindungsgemässe Dachfenster   mit sinn- gemässer Anpassung für alle bekannt gewordenen
Dacheindeckungsarten verwendbar und vor- gesehen. 



   PATENTANSPRÜCHE :   l.   Dachfenster aus Dachdeckungsplatten, da- durch gekennzeichnet, dass diese als Einzelteile die Seitenkanten einer Dachöffnung und als
Bestandteile der Dachdeckung selbst zugleich die Scharniere und Auflagekanten für den
Dachfensterflügel, welcher ebenfalls in der Art einer Dachdeckungsplatte ausgebildet sein kann, tragen.

Claims (1)

  1. 2. Dachdeckungsplatten zur Bildung von Dach- fenstern nach Anspruch l, dadurch gekenn- zeichnet, dass die seitlichen Dachdeckungs- platten (1, 3) entlang der, in der Wasserablauf- richtung liegenden, beiden Seiten der Fenster- öffnung eine Auflagefläche (a) und eine Rinne (b)'für einen Fensterflügel (4) aufweisen.
    Dachdeckungsplatten zur Bildung von Dachfenstern nach den Ansprüchen I und 2, dadurch <Desc/Clms Page number 3> gekennzeichnet, dass die seitlichen Dachdeckungsplatten (1, 3) anschliessend an die Rinne (b) Randeinfassungen (k) aufweisen.
    4. Dachdeckungsplatten zur Bildung von Dachfenstern nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Dachdeckungsplatten (1, 3) an ihrem unteren Ende Scharnierlager (c) für den Fensterflügel tragen, welche eine wahlweise Anbringung des Fensterflügels an einer der beiden Seiten zulassen.
    5. Dachdeckungsplatten zur Bildung von Dachfenstern nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die obere'Dachdeckungsplatte (2) entlang der Oberkante der Fensteröffnung eine durchgehende Auflagefläche (a) und eine mit Gefälle versehene Rinne (b) für einen Fensterflügel (4) aufweist.
    6. Dachdeckungsplatten zur Bildung von Dachfenstern nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Dachdeckungsplatte (2) entlang der beiden Seitenteile der Fensteröffnung eine Auflagefläche (a) für den Fensterflügel (4) aufweist, welche mit der korrespondierenden Fläche entlang der Ober- kante der Fensteröffnung und jener der seit- lichen Dachdeckungsplanen (1, 3) in einer Ebene liegt.
    7. Dachdeckungsplatten zur Bildung von Dach- fenstern nach den Ansprüchen 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Dachdeckungs- platte (2) entlang der beiden Seitenteile der Fensteröffnung eine Rinne (b) aufweist, welche die Verbindung zu der parallel mit der Oberkante der Fensteröffnung verlaufenden Rinne (b) der oberen Dachdeckungsplatte (2) und der Rinne (b) der seitlichen Dachdeckungsplatten (1, 3) bildet.
    8. Dachdeckungsplatten zur Bildung von Dach- fenstern nach den Ansprüchen l und 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Dach- deckungsplatte anschliessend an die zur Oberkante der Fensteröffnung parallele Rinne (b) eine Wand (d) trägt, welche an beiden Enden Scharnierlager (e) aufweist, welche eine wahl- weise Anbringung des Fensterflügels an einer der beiden Seiten zulässt.
    9. Dachdeckungsplatten zur Bildung von Dach- fenstern nach den Ansprüchen 1 und 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Dachdeckungsplatte (2) zusätzlich mit einem keilförmigen, vorzugsweise schneepflugförmigen Aufbau (g), zur seitlichen Ableitung des oberhalb des Dachfensters anfallenden Regen-und Schmelzwassers, ausgebaut ist.
    10. Dachdeckungsplatten zur Bildung von Dachfenstern nach den Ansprüchen 1 und 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Dachdeckungsplatte (2) mehrteilig ausgebaut ist.
    11. Dachdeckungsplatten zur Bildung von Dachfenstern nach den Ansprüchen 1 und 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei der oberen Dachdeckungsplatte (2) die sich zwischen der vorderen Auflagefläche des Aufbaues (g) und der Wand (d) bildende Rinne (h) mit Gefälle versehen ist, um das an der Vorderfläche des Aufbaues (g) anfallende Regen-und Schmelz- wasser seitlich auf die Dachdeckungsplatten abzuleiten.
    12. Dachdeckungsplatten zur Bildung von Dachfenstern nach den Ansprüchen l bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass diese (1, 2, 3) an den in der Wasserablaufrichtung liegenden beiden Seiten u djoder gegebenenfalls an den beiden anderen Seiten ein dacheindeckungskörperartiges, vorzugs- weise falzziegelartiges Eingreifen des Fenster- flügels (4) ermöglichen.
    13. Dachdeckungsplatten zur Bildung von Dach- fenstern nach den Ansprüchen 1 bis 8 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass der als Dach- deckungsplatte gestaltete Fensterflügel (4) jeweils gegenüber den beiden Scharnierlagern (c) der seitlichen Dachdeckungsplatten (1, 3) und den beiden Scharnierlagem (e) der oberen Dach- deckungsplatte (2) Gegenschariüerlager (f) auf- weist, welche eine wahlweise Verlegung des Fensterflügelschamiers an eine der beiden Seiten des Fensterflügels gestatten.
    14. Dachdeckungsplatten zur Bildung von Dach- fenstern nach den Ansprüchen l bis 8,12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Querschnitts- profil des als Dachdeckungsplatte gestalteten Fensterflügels eine Rinne (j) aufweist, welche zur Ableitung allfällig zwischen Glas- scheibe und Flügelrahmen eindringenden Wassers dient.
AT165384D AT165384B (de)

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