AT163249B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer elektrisch geschweißten Naht bei stumpf oder aufgebördelt zusammenstoßenden, dünnen Blechen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer elektrisch geschweißten Naht bei stumpf oder aufgebördelt zusammenstoßenden, dünnen Blechen

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AT163249B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer elektrisch geschweissten Naht bei stumpf oder aufgebördelt zusammenstossenden, dünnen Blechen 
Es ist bekannt, stumpf oder aufgebördelt zu- sammenstossende, dünne Bleche durch die von einer einzigen aus Widerstandsstoff bestehenden, vom Schweissstrom in ihrer Gesamtmasse oder am ganzen Umfang auf Schweisstemperatur erhitzten Elektrodenrolle hervorgerufene Schmelz- hitze zu verschweissen, wobei die Elektrodenrolle ohne Anwendung von Pressdruck entlang der
Schweissnaht geführt wird. Ein wesentlicher
Mangel dieses Schweissverfahrens besteht jedoch darin, dass ein beträchtlicher Teil der in der
Elektrodenrolle erzeugten Wärme während des Abrollens der Elektrode durch Ausstrahlung in die umgebende Luft nutzlos verloren geht. 



   Ferner ist es bekannt, mittels zweier voneinander gesonderter und besonders geformter Kohle-
Stab-Elektroden, die gleichfalls drucklos an den Bördeln der Bleche entlang geführt werden, diese durch Schmelzen zu verschweissen (Widerstandsschmelzschweissung nach Weibel). Bei diesem Verfahren stehen jedoch immer dieselben Elektrodenstellen mit dem Werkstück in Berührung, wodurch sie sich bald abnützen. Ausserdem können hier leicht durch Schlackeneinschlüsse, Flussmittelteile od. dgl. Stromunterbrechungen verursacht werden. 



   Die Erfindung hat zum Ziel, die Nachteile der bekannten Verfahren zu vermeiden, und erreicht dies dadurch, dass entlang den Stosskanten der stumpf oder aufgebördelt zusammenstossenden, dünnen Bleche zwei in kurzem Abstand einander gegenüberstehende Elektrodenrollen aus hoch erhitzbarem Widerstandsstoff ohne Anwendung von Pressdruck geführt werden, so dass durch den sie in an sich bekannter Weise in Reihe mit der Stossstelle durchfliessenden Strom beim Abrollen jeweils nur die die Stossstelle berührenden Teile des Randes dieser Rollen auf Schweisstemperatur erhitzt werden, wobei gleichzeitig durch die Rollen noch Strom einer zweiten Stromquelle geleitet wird, deren zweiter Pol an den Blechen liegt.

   Auf diese Weise wird der Teil der Wärme, der von der gesamten übrigen gegenüber der Berührungsstelle nur schwach erwärmten Oberfläche der Elektroden ausgestrahlt wird, sehr bedeutend verringert und das Verfahren wirtschaftlich gestaltet. 



   Durch den die beiden Elektrodenrollen parallel durchfliessenden und über die Überbrückungs- elektrode gehenden Strom der zweiten Strom- quelle werden Stromunterbrechungen zwischen den beiden Rollen sofort beseitigt, die durch
Schlackeneinschlüsse, Flussmittelteile od. dgl. verursacht sein können. 



   Da es bei dem erfindungsgemässen Verfahren nicht notwendig ist, die Blechränder gegenein- ander zu pressen, können nach diesem auch einfach stumpf zusammenstossende Bleche miteinander verschweisst werden, was bei der normalen   Widerstandsnahtschweissung   nicht möglich ist.
Zur Speisung der Elektrodenrollen mit Strom kann ein Dreiphasentransformator dienen, von welchem zwei Phasen an die Rollen und die dritte Phase an die, beide Bleche auf der Gegenseite miteinander verbindende Elektrode angeschlossen sind.

   Vorzugsweise werden jedoch nach der Erfindung die Elektrodenrollen für sich an die Sekundärwicklung eines   Einphasentransformators   angeschlossen, wobei die zweite Stromquelle die Sekundärwicklung eines zweiten Einphasentransformators bildet, die einerseits mit der Mitte der Sekundärwicklung des ersten Transformators und anderseits mit der die Bleche überbrückenden Elektrode verbunden ist. Dadurch ist es möglich, die beiden   Schweissströme   unabhängig voneinander mittels der regelbaren Primärwicklungen der Transformatoren stufenweise zu ändern und somit die dem jeweiligen Werkstoff günstigste Schmelztemperatur einzuregulieren. 



   Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt die Vorrichtung unter Verwendung eines Dreiphasentransformators und Fig. 2 unter Verwendung zweier Einphasentransformatoren. 



   Die beiden Elektrodenrollen 1 und 2 (Fig. 1) sind an zwei Phasen eines Dreiphasentransformators angeschlossen und werden ohne Anwendung von Druck an den einander berührenden Bördelkanten 3, 4 der Bleche entlang geführt. Die dritte   Transformatorphase   ist an die plattenförmige Überbrückungselektrode 5 angeschlossen. Beim Durchgang des Schweissstroms durch die Rollen   1,   2 werden von diesem nur jene Umfangsteile der Rollen, welche die umgebördelten Blechkanten jeweils beim Abrollen gerade berühren, auf Schweisshitze und dadurch die Blechkanten zum Zusammenschmelzen gebracht. 

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   Nach Fig. 2 werden die Rollen 1 und 2 durch die Sekundärwicklung des Einphasentransformators 6 gespeist und liefert der Zusatz-Einphasentransformator 7 durch seine an die Mitte der Sekundärwicklung des Transformators 6 einerseits und an die Elektrode 5 anderseits angeschlossene Sekundärwicklung den   Hilfs-   strom, der etwaige Unterbrechungen des Hauptstromes beseitigt. Beide Primärwicklungen der Transformatoren 6 und 7 sind in Stufen regelbar und liegen an den Phasen R und S bzw. T und 0 des Dreiphasennetzes mit Nulleiter. Die Spannungen beider Transformatoren auf der Primär-und der Sekundärseite sind hiebei um 900 gegeneinander verschoben. 



     PATENTANSPRÜCHE   : 
1. Verfahren zur Herstellung einer elektrisch geschweissten Naht bei stumpf oder aufgebördelt zusammenstossenden, dünnen Blechen durch der Stossstelle von aussen zugeführte Schmelzhitze, ohne Anwendung von Pressdruck, dadurch gekennzeichnet, dass entlang den Stosskanten zwei gegenüberstehende Elektrodenrollen aus hocherhitzbarem Widerstandsstoff geführt werden, so dass durch den sie in an sich bekannter Weise in Reihe mit der Stossstelle   durchfliessenden   Strom beim Abrollen jeweils nur die die Stossstelle berührenden Teile ihres Randes auf Schweisstemperatur erhitzt werden, wobei gleichzeitig durch die Rollen noch Strom einer zweiten Stromquelle geleitet wird, deren zweiter Pol an den Blechen liegt.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden aus hocherhitzbarem Widerstandsstoff bestehenden Elektrodenrollen (1, 2) einerseits für sich im Stromkreis eines Einphasentransformators (6) und anderseits mit dem Werkstück in Reihe im Stromkreis eines zweiten Einphasentransformators (7) liegen und die Primärwicklungen dieser Transformatoren (6, 7) vorzugsweise unabhängig voneinander regelbar sind.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die einerseits an das Werkstück angeschlossene Sekundärwicklung des Transformators (7), anderseits mit dem Mittelpunkt der Sekundärwicklung des an die beiden Elektrodenrollen (1, 2) angeschlossenen Transformators (6) verbunden ist.
AT163249D 1947-03-28 1947-03-28 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer elektrisch geschweißten Naht bei stumpf oder aufgebördelt zusammenstoßenden, dünnen Blechen AT163249B (de)

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