AT162224B - Verfahren zur Herstellung ladungskonstanter Membranen mit positiver Wandladung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung ladungskonstanter Membranen mit positiver Wandladung.

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AT162224B
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Max Dipl Ing Gerhold
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Max Dipl Ing Gerhold
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung ladungskonstanter Membranen mit positiver Wandladung 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung ladungskonstanter Membranen mit positiver Wandladung für Elektroreinigungsverfahren, Kolloiddarstellung wie z. B. Eiweissfraktionierung durch Elektrodialyse u. dgl. 



   Bekannt sind Membranen für die erwähnten Zwecke mit negativer Wandladung und sind dies alle naturlichen Membranen z. B. Schweinsblasen oder andere Diaphragmen, wie z. B. Pergament oder Kollodiummembranen. Zur Beherrschung der Neutralisationsstörungen bei der Elektrodialyse, Elektrophorese, Elektroosmose usw. sowie 
 EMI1.1 
 erforderlich ist, sind derartige Membranen mit negativer Wandladung jedoch nicht geeignet. 



  Denn bei der Wanderung der Ionen durch die Poren der negativ aufgeladenen Membranen erscheint die Wanderungsgeschwindigkeit der Kationen vergrössert, jene der Anionen hingegen verringert. Bei Membranen mit positiver Wandladung müssen die Verhältnisse umgekehrt liegen und sich in diesem Falle die Wanderungsgeschwindigkeit der Anionen durch die Membrane vergrössern, während jene der Kationen verringert wird. Eine Ausnutzung dieser Erscheinung für technische Zwecke ist jedoch nur dann erfolgreich, wenn die Membranen hinreichende Ladungskonstanz besitzen. 



   Es war bisher nicht möglich, Membranen mit positiver Wandladung herzustellen, welche ladungskonstant sind und bei denen eine im voraus bestimmte Polarität und Porosität erreichbar ist. Bisher ist es lediglich gelungen,   Membra-   nen herzustellen, die eine vorübergehende positive Wandladung besitzen. Dies sind Kollodiumfilme, die äusserlich mit basischen Farbstoffen z. B. mit Kristallviolett angefärbt wurden oder Kollodiummembranen, die mit basischen anorganischen Stoffen, z. B. Aluminiumhydroxyd, Chromhydroxyd oder mit Eiweissstoffen getränkt wurden. 



  Die Polarität dieser Membranen ist jedoch weder konstant noch länger anhaltend und lässt sich auch die Porosität dieser Diaphragmen nicht reproduzierbar beeinflussen. 



   Demgegenüber schlägt die Erfindung vor, in der Giesslösung, die zur Herstellung der Membranen verwendet wird, basische oder amphotere Stoffe zu lösen, so dass Membranfilme entstehen, bei welchem in den zwischenmolekularen Räumen der Gerüstsubstanz basische oder amphotere organische Stoffe haften. 



   Vorteilhaft sollen dazu organische Stoffe verwendet werden, deren Dissoziationskonstanten zwischen   10-8   und   10-14   liegen. 



   Es wird z. B. einer Lösung von Kollodium in einem Äther-Alkohol-Gemisch oder einer Lösung von anderen Zelluloseestern ein basischer organischer Stoff mit einer Dissoziationskonstanten, die zwischen   10-8   und   10-14   liegt, z. B. 



  Harnstoff, Benzidin, Anilin od. dgl. aufgelöst, bis eine klare Lösung entsteht und aus dieser Lösung dann in üblicher Weise der Membranfilm gegossen. Es empfiehlt sich hiebei folgendes 
 EMI1.2 
 Teile Alkohol und 0-05 bis 0-08 Gew.-Teile Benzidin. 



   An Stelle von basischen organischen Stoffen können auch amphotere organische Stoffe der 
 EMI1.3 
 5 bis 7   Gew.-Teile   Kollodium, 65 Gew.-Teile Äther, 29-98 Gew.-Teile Alkohol und   0-02 Gew.-   Teile Anthranilsäure. 
Die aus solchen Giesslösungen hergestellten Membranen zeigen grösste mechanische Festigkeit und positive Wandladung von erheblicher Ladungskonstanz. Durch Veränderung der den Giesslösungen   beigefügten Mengen   der organischen Substanz ist man in der Lage, Membranen verschiedener Polarität und abgestufter Porosität herzustellen. 



   Die Erzielung verschiedener Polarität und abgestufter Porosität kann auch durch Wahl verschiedener Membrangerüstsubstanzen in verschiedenen Quellungsmitteln erreicht werden. 



   Die verfahrensmässig hergestellten Membranen eignen sich als Diaphragmen, nicht nur als semipermeable Trennwände bei sämtlichen Elektroreinigungsverfahren, sondern bieten auch für präparative Arbeiten, bei denen Konstanthaltung bestimmter pH-Werte gefordert wird, mannigfache Anwendungsmöglichkeiten. Besondere Bedeutung kommt ihnen bei der Isolierung von Proteinen 

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 durch Elektrodialyse zu, da sie erstmalig die Erreichung beliebiger pH-Werte und deren Konstanthaltung ermöglichen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung ladungskonstanter Membranen mit positiver Wandladung und abgestufter Porosität für Elektroreinigungsverfahren, Kolloiddarstellung u. dgl., dadurch ge- kennzeichnet, dass in der   Giesslösung   der aus hochmolekularen filmbildenden Stoffen wie Zellulose, Zelluloseestern od. dgl. herzustellenden Membranen basische oder amphotere organische Stoffe gelöst werden. 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. filme basische oder amphotere Stoffe gelöst werden, deren Dissoziationskonstanten zwischen 10-8 und 10-14 liegen.
AT162224D 1947-08-29 1947-08-29 Verfahren zur Herstellung ladungskonstanter Membranen mit positiver Wandladung. AT162224B (de)

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