AT160673B - Düse für den Schneidsauerstoffstrahl bei Schneidbrennern. - Google Patents

Düse für den Schneidsauerstoffstrahl bei Schneidbrennern.

Info

Publication number
AT160673B
AT160673B AT160673DA AT160673B AT 160673 B AT160673 B AT 160673B AT 160673D A AT160673D A AT 160673DA AT 160673 B AT160673 B AT 160673B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
nozzle
cutting
jet
oxygen jet
torches
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Theodor Dr Ing Zobel
Original Assignee
Theodor Dr Ing Zobel
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of AT160673B publication Critical patent/AT160673B/de

Links

Landscapes

  • Gas Burners (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Die Erfindung betrifft eine Sauerstoffdüse für autogene Schneidbrenner und bezweckt eine
Verbesserung der Wirkung und Erhöhung der Leistung solcher Geräte. 



   Die bisher in der Praxis des Brennschneidens üblichen Düsen sind meist zylindrisch oder zylin- drisch abgestuft geformt, wobei die letztere Form als die verbesserte anzusprechen ist und deshalb heute fast ausschliesslich angewendet wird. Dennoch stellt eine derartige Düse vom strömungsphysikali- sehen Standpunkt aus nur eine mangelhafte Lösung dar und lässt im Hinblick auf die Entfaltung und
Ausnutzung der Strömungsenergie als auch bezüglich einer günstigen Form des Sauerstoffstrahles noch sehr viel zu wünschen übrig. 



   Das Ausströmen des Sauerstoffes aus solchen Düsen bei überkritischen Druckverhältnissen . ist stets mit Impulsverlusten verbunden, die mit steigendem Druckverhältnis erheblich anwachsen und damit den Schneideffekt wesentlich verschlechtern. Die Praxis versucht,   diesem Ubelstand   da- durch möglichst abzuhelfen, dass sie jeder Düse einen geringen Druckbereich und damit auch einen sehr engen Schneidbereich zuordnet und dabei für jede Düsengrösse das günstigste Druckverhältnis ermittelt und dieses beibehält. Somit ist für einen grösseren Schneidbereich die Verwendung von ver- schieden grossen Düsen notwendig.

   Mit grösser werdenden Werkstoffstärken werden die Verhältnisse aber immer ungünstiger, weil ausser der unwirtschaftlichen Massnahme der   Düsenvergrösserung   noch eine Druckerhöhung notwendig wird, mit der zwangsläufig eine Verschlechterung des   Strömungsvor-   ganges verbunden ist. 



   Es erschien deshalb zweckmässig, die aus andern Gebieten bekannte Wirkung der Lavaldüse in die Schneidtechnik zu übertragen. Die Lavaldüse gibt bekanntlich die Möglichkeit, in einer an den engsten Querschnitt der Düse   anschliessenden   konischen Erweiterung die Druckenergie in Geschwindigkeitsenergie umzusetzen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. 



   In der Literatur ist bereits auf die Verwendung der Lavaldüse der bekannten einfachen Form für Schweissbrenner hingewiesen. An der Tatsache, dass die Lavaldüse ausserordentlich empfindlich gegen kleinere Ungenauigkeit der Druckeinstellung ist, und dass ferner jedes Druckverhältnis eine eigene Düse erfordert, scheiterte jedoch die bisherige Verwendung der Lavaldüse in der Schneidtechnik. Die Forderungen, die an eine   Schneiddüse   gestellt werden, gehen dahin, dass die Düse eine verlustfreie Umsetzung von Druck in Geschwindigkeit gestattet, dabei diese Eigenschaft aber für möglichst alle verschiedenen   Druckverhältnisse   beibehält und ausserdem bei allen Drücken eine annähernd parallelen, geschlossenen Gasstrahl liefert, der bei kleinstem Strahlquerschnitt die grösste Strömungsenergie besitzt. 



   Der Erfindungsgegenstand betrifft eine Düse, die durch ihre besondere Formgebung die obengenannten Forderungen erfüllt und sich deshalb in ihrer strömungstechnischen Wirkungsweise vollkommen von der gewöhnlichen Lavaldüse unterscheidet. 



   Die günstigste Form einer solchen Düse ergibt sich erfindungsgemäss, wenn die an den engsten
Querschnitt anschliessenden Begrenzungsflächen in eine Krümmung überleiten, die im Grenzfall parallel zur Düsenachse ausklingt und etwa der Form eines der kurzen Achse zustrebenden Kurvenastes einer flachen Ellipse entspricht, und die an die Begrenzungsflächen angelegten Tangenten gegenüber der
Düsenachse einen Winkel von   100 nicht überschreiten   und das Verhältnis von dem grössten zum kleinsten
Durchmesser der Düse gleich 2 oder kleiner ist. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Bei dieser Düse sind die   Querschnittsübergänge   am Düseneinlauf und am engsten Querschnitt gut abgerundet. Im Gegensatz zu der üblichen Lavaldüse schliesst sich an den konischen Düsenteil noch ein nach innen gerichteter Übergangsbogen an, welcher zylindrisch ausläuft. Die Düse kann gegebenenfalls auch so geformt sein, dass die zwei Abrundungsbögen am Anfang und Ende der konischen Erweiterung ein Maximum annehmen, d. h., dass die beiden Abrundungsbögen in einem Wendepunkt ineinander übergehen. 



   Das wesentliche Element dieser Düsenform gegenüber der üblichen Lavaldüse ist der   Brun.   dungsbogen hinter dem konischen Düsenteil. Dieser Abrundungsbogen, insbesondere in der erfindunggemässen Form bewirkt, dass die bei einer   Überschallströmung   entstehenden stationären Machschen Wellen, die sich gegenseitig durchdringen und nach bestimmten Gesetzen an den Strahlgrenzen reflektiert werden, so beeinflusst werden können, dass ihnen eine derartige Strömungsrichtung aufgeprägt wird, dass der   Überschallstrahl   bei Verlassen der Düse, ohne einen Verdichtungsstoss zu durchlaufen,   als ParalIelstrahl oder doch in weitgehender Annäherung als solcher,   austritt.

   Derselbe Vorgang geschieht bei jedem beliebig andern   Druckverhältnis   innerhalb der   Düse, wobei   sich der Strahl jeweils an der Stelle der Düse von den Flanken ablöst, wo seine Expansion bis auf den Aussendruck beendet ist, und es ändert sich jeweils lediglich der Winkel zwischen der ersten Reflektionswelle und der Strahlachse, was aber ohne Einfluss auf die weitere Form des Gasstrahles ist. Eine solche Düse gibt die Möglichkeit, in einem grossen Druckbereich einen geschlossenen Gasstrahl von paralleler oder angenähert paralleler Form zu erhalten. Diese Tatsache, die mit der bisherigen Strömungstheorie nicht in Einklang steht, wurde durch systematische, experimentelle Untersuchungen nachgewiesen. 



   Mit derartigen Düsen gelingt es, auch unter den bei einem   Schneidbrenner   vorliegenden schwierigen Betriebsverhältnissen, einen Überschallstrahl von einwandfreier Strahlform zu erzeugen. 



   Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Düse schematisch im Längsschnitt und in starker Vergrösserung veranschaulicht. 



   Wie bereits im vorstehenden   gesagt wurde, überschreitet   das Verhältnis zwischen grösstem Durchmesser im   Mündungsquerschnitt     D2   und dem   Kleinstdurchmesser     Di   im engsten Querschnitt den Wert   DIDI   = 2 nicht. Grössere   Durchmesserverhältnisse verschlechtern   die Eigenschaften der Düse wesentlich und machen dieselbe nach Überschreiten des Wertes   DID,   = 3 für die Zwecke des autogenen Schneidens und die. damit verbundenen Forderungen überhaupt unbrauchbar.

   Der Winkel   r   zwischen den Flanken der konischen Erweiterung und der Strömungsachse liefert bis 100 gute Werte, die mit steigender Winkelvergrösserung die Eigenschaften der Düse verschlechtern und dieselbe von etwa   200   an vollkommen unbrauchbar machen. Die Flanken besitzen zumindest über einen wesentlichen Teil ihrer Länge eine gekrümmte Form, die, wie in der Zeichnung angedeutet, einem Teil einer flachen Ellipse entspricht. Im allgemeinen soll der gekrümmte Teil nicht kürzer als etwa ein Drittel der Düsenlänge sein. In dem gezeichneten Ausführungsbeispiel beträgt die Länge des   gleichflächig   gekrümmt verlaufenden Teiles etwa die Hälfte der Düsenlänge, was für viele Fälle eine Optimum ist. 



     Sohneidversuche   haben ergeben, dass die mit der neuen Düse erreichbaren Vorschubgeschwindigkeiten das eineinhalb-bis zweifache gegenüber den mit modernen   Schneidgeräten   erreichbaren Höchstgeschwindigkeiten bei höchstens gleichem spezifischem Sauerstoffbedarf und sehr sauberen, glatten   Schnittflächen   betragen. Eine   weitere Überlegenheit solcher   Düsen gegenüber den bisherigen besteht in der grossen Anpassungsfähigkeit an verschiedene Schneidbedingungen. Es konnten beispielsweise mit einer einzigen Düse von Kleinstdurchmesser von   1'5   mm sämtliche Materialstärken bis 200 mm mit sehr guten Leistungswerten geschnitten werden, während bei normalen Düsen für verschiedene Materialstärken verschiedene Düsen erforderlich sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Düse für den Sehneidsauerstoffstrahl bei Schneidbrennern mit einer nach Art einer Lavaldüse geformten, an den engsten   Düsenquerschnitt   anschliessenden konischen Erweiterung, dadurch gekennzeichnet, dass die Erweiterung über einen Abrundungsbogeh zylindrisch ausläuft und die an die Begrenzungsflächen angelegten Tangenten gegenüber der Düsenachse einen Winkel von   100 nicht   überschreiten, wobei das Verhältnis von dem grössten zum kleinsten Durchmesser der Düse gleich 2 oder kleiner ist.

Claims (1)

  1. 2. Düse für den Schneidsauerstoffstrahl bei Schneidbrennern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die an den engsten Querschnitt anschliessenden Begrenzungsflächen in eine Krümmung überleiten, die im'Grenzfall parallel zur Düsenachse ausklingt und etwa der Form eines der kurzen Achse zustrebenden Kurvenastes einer flachen Ellipse entspricht.
AT160673D 1936-04-09 Düse für den Schneidsauerstoffstrahl bei Schneidbrennern. AT160673B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE160673T 1936-04-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT160673B true AT160673B (de) 1941-10-10

Family

ID=29413229

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT160673D AT160673B (de) 1936-04-09 Düse für den Schneidsauerstoffstrahl bei Schneidbrennern.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT160673B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1550496B1 (de) Ventil fuer grosse Druckgefaelle
DE2226745C2 (de) Ejektor
DE1078877B (de) Querschnittsveraenderliche Duese
CH657390A5 (de) Verfahren zum transport eines fadens mittels eines druckgases.
DE2524556B2 (de) Einlaßgehäuse für einen Axialverdichter
AT160673B (de) Düse für den Schneidsauerstoffstrahl bei Schneidbrennern.
DE1519985A1 (de) Einrichtung zum Ausdampfen von Fluessigkeiten
DE2542860A1 (de) Mit stroemungsmittel arbeitender fuehler
DE2437644C3 (de) Sauerstofflanze für Konverter
DE2628704A1 (de) Abflussvorrichtung fuer die entleerung eines ein stroemungsmittel unter druck enthaltenden behaelters
DE1648173C3 (de) VenturidurchfluOmesser
DE2822049C3 (de) Rohrgelenkverbindung
CH196467A (de) Schneid-Sauerstoffdüse für Schneidbrenner.
DE102014219557A1 (de) Strömungsführendes Bauteil
DE2260919C2 (de) Schlauchbefestigungsvorrichtung
DE3618601C2 (de)
DE736733C (de) Wendelrutsche
DE521820C (de) Regeleinrichtung
DE1550496C (de) Ventil für große Druckgefälle
EP0180098B1 (de) Brennkammer
DE2059573A1 (de) Autogen-Schneidbrenner
CH593427A5 (en) Oil fed jet nozzle for Pelton turbines - prevents foaming of turbine driving oil by selecting nozzle dimensions (OE 15.7.76)
AT271114B (de) Schneidring zur Dichtung von Gewinderohrkupplungen
DE1907720C (de) Elektronenstrahlrohre mit einem gekühlten Kollektor
DE2356758C3 (de) Lösbare Anschlußverbindung für zum Führen von gasförmigen oder flüssigen Medien, z.B. Druckluft, dienende Leitungen aus Metall oder Kunststoff