AT158753B - Verfahren zur Herstellung von mit einem Futter aus einem selbstschmierenden porösen Lagerstoff versehenen Lagerschalen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mit einem Futter aus einem selbstschmierenden porösen Lagerstoff versehenen Lagerschalen.

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AT158753B
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  Verfahren zur Herstellung von mit einem Futter aus einem selbstschmierenden porösen Lagerstoff versehenen Lagerschalen. 



   Zur Ersparnis von Öl verwendet man   Lagersehalen   aus einem selbstschmierenden porösen Lagerstoff, wobei diese Schalen in der Weise hergestellt werden, dass pulverförmige Metalle, vorzugsweise unter Zusatz von Graphit, in die benötigte Form gepresst und in einem Ofen bis zur Sinterungstemperatur geglüht werden. Dieser Lagerstoff ist so porös, dass er eine grössere Ölmenge aufsaugen kann, die nur sehr allmählich abgegeben wird. 



   Derartige Lagerschalen eignen sich nur für Lager, bei denen die Schalen im wesentlichen Druckwirkungen ausgesetzt sind, da der   selbstschmierende   poröse Lagerstoff gegen Biegungsbeanspruchungen 
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 die Befestigung des Futters an der Lagerschale Schwierigkeiten, da ein Eingiessen des Lagerstoffes nicht angängig ist und auch andere Befestigungsmittel nicht zu Hilfe genommen werden können. 



   Nach der Erfindung ist eine einwandfreie Befestigung des Futters aus dem selbstsehmierenden porösen Lagerstoff an der biegungsfesten Lagerschale dadurch erreicht, dass die zur Herstellung des Futters dienenden Lagerstoffe in Pulverform in eine biegungsfeste Lagerschale eingebracht und nach Einlegung der Lagerschale in ein Gesenk in die Form des Futters gepresst werden, worauf die mit dem Pressling versehene Lagerschale bis zur Sinterungstemperatur oder darüber, aber noch unterhalb der Schmelztemperatur geglüht wird. Der selbstschmierende poröse Lagerstoff hat dann die Gestalt des Futters angenommen, dabei seine Porosität, also die zur Aufspeicherung des Öles erforderlichen kapillaren Eigenschaften bewahrt und ist mit der Lagerschale fest verbunden, da diese beim Glühen an den   Berührungsflächen   mit dem Futter zusammenfrittet. 



   Bei Verwendung von weichen Lagerstoffen hat man bereits vorgeschlagen, eine biegungsfeste Lagerschale mit einem Futter aus diesen Stoffen dadurch zu versehen, dass man die Lagerschale in ein Gesenk legt und die pulverförmig aufgebrachten Lagerstoffe zu einem Futter auspresst. Eine Verbindung des Futters mit der biegungsfesten Lagerschale zu einem organischen Ganzen kann auf diese Weise bei Verwendung eines auf metallkeramischem Wege herzustellenden Futters nicht erzielt werden. 



   Auf der Zeichnung sind eine zur   Durchführung   des Verfahrens dienende Vorrichtung und die fertige Lagerschale selbst in mehreren Ausführungsformen dargestellt. 



   Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch das zum Pressen des Futters dienende Gesenk, Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch die fertige Lagerschale, Fig. 3 ist eine schaubildliche Darstellung der Lagerschale von oben gesehen, Fig. 4 zeigt den Einbau dieser Lagerschale in ein Achsbuchsenlager und die Fig. 5 und 6 zeigen Querschnitte durch zwei Abänderungsformen der Lagerschale. 



   Bei der dargestellten   Ausführungsform   soll die aus Stahlguss bestehende   Lagersehale   a mit einem Futter b aus einem selbstschmierenden porösen Lagerstoff versehen werden, welches beispielsweise aus Kupfer, Zinn, Zink und Kohlenstoff in bestimmter prozentualer Zusammensetzung besteht. 



  Die Lagerschale a wird in ein entsprechend profiliertes Gesenk c gelegt, in das ein Stempel   d   hineinpasst, dessen Pressfläche e der inneren Wölbung des Futters b entspricht. Vor dem Senken des Pressstempels   d   werden die genannten Lagerstoffe in Pulverform in die Lagerschale a in der erforderlichen Menge eingefüllt, worauf der   Pressstempel d   in das Gesenk c eingeführt wird und unter hohem Druck die pulverförmige Masse zu einem Pressling formt, der die Gestalt des Futters b hat. 

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   Zuvor ist die Lagerschale a mit sich auf einen Teil ihres Umfanges erstreckenden Aussparungen f und einer längsgerichteten Aussparung g versehen worden, um dem Pressling einen festen Halt in der Lagerschale a zu geben (Fig. 3). 



   Die Lagerschale a wird nun mit ihrem Futter b aus dem Gesenk c herausgenommen und in einen Ofen übergeführt, in welchem sie geglüht wird. Die Temperatur, die beispielsweise   800    C beträgt, ist so hoch, dass die das Futter bildenden Lagerstoffe zusammensintern. Das Glühen kann auch bei einer Temperatur erfolgen, bei der das Kornwachstum beginnt, also bei einer die Sinterungstemperatur überschreitenden Temperatur, die jedoch unterhalb der Schmelztemperatur liegt. Hiebei behält das Futter die zur Aufnahme des Öles erforderliche Porosität, an den Berührungsstellen zwischen dem Futter b und der   Lagersehale   a tritt aber ein Fritten ein, so dass diese beiden Teile einen mehr oder weniger festen Verband bilden. 



   Hierauf wird zweckmässig die geglühte, mit dem Futter b versehene Lagerschale a nach dem Erkalten noch einmal in das Gesenk c gelegt und mittels des Stempels   d   ein Druck auf das Futter ausgeübt, wodurch seine wirksame   Gleitfläche   noch etwas nachverdichtet wird, ohne dass dadurch die kapillaren Eigenschaften des Futters zerstört werden. Zugleich wird dabei das Futter auf das endgültige Fertigmass gepresst. 



   Das Futter b, welches eine hohe Porosität besitzt, lässt man nun, möglichst in einem Vakuumkessel, sich voll Öl saugen. Es ist dann die mit dem Futter b versehene Lagersehale a gebrauchsfertig und kann beispielsweise in das in Fig. 4 dargestellte Aehsbuehsenlager   k   eingebaut werden, wo sie zur Abstützung des Wagenkastens auf der   Wagenac11se   i dient. Die Biegungsbeanspruchungen, welchen eine derartige Lagerschale bei   Aehsbuchsenlagern   ausgesetzt ist, werden durch die Stahlgusssehale a aufgenommen, so dass das selbstsehmierende poröse Futter b diesen Beanspruchungen entzogen ist. 



  Infolge der Selbstschmierung der Lagerschale a, b wird aber bei Achsbuehsenlagern die sonst übliche Ölwanne entbehrlich, womit eine erhebliche Ölersparnis verbunden ist. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig.   a   sind in der Schale   a   radiale Aussparungen k vorgesehen, die bis zu dem Futter b reichen. Diese Aussparungen sind mit einem saugfähigen Stoff m, z. B. mit Dochtkörpern aus Filz od. dgl., ausgefüllt, die mit Öl   getränkt   sind. Verbraucht sich das von dem 
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 der Lagerschale a vorgesehen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von mit einem Futter aus einem selbstschmierenden porösen Lagerstoff versehenen Lagerschalen, bei dem der Lagerstoff des Futters in Pulverform auf eine biegungsfeste Lagerschale aufgepresst wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung des Futters eine durch Sinterung in einen porösen Körper überführbare Mischung von metallpulver und Kohlenstoff (Kupfer, Zinn, Zink, Kohlenstoff) und für die biegungsfeste Lagerschale ein Metall (Gussstahl) angewendet werden, die ungefähr die gleiche Sinterungstemperatur haben und dass die mit diesem aufgepressten Futter versehene Lagerschale bis zur Sinterungstemperatur oder einer höheren, aber noch unterhalb der Schmelztemperatur liegenden Temperatur geglüht wird.
AT158753D 1938-05-14 1938-05-14 Verfahren zur Herstellung von mit einem Futter aus einem selbstschmierenden porösen Lagerstoff versehenen Lagerschalen. AT158753B (de)

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