AT156535B - Elastische, mehrschichtige Druckform. - Google Patents
Elastische, mehrschichtige Druckform.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Elastische, mehrschichtige Druckform. Es ist bekannt, dass zum Bedrucken rauher Papiere oder sonst unebener Folien, wie Dessin- papiere, Pappe u. dgl., elastische Druckformen aus Gummi vorteilhaft verwendet werden, da sie zufolge ihrer Elastizität die Schwierigkeiten bezüglich der Farbdeckung im Flächendruck leichter zu über- brücken vermögen. Abdrücke von Gummidruckformen zeigen aber in der Regel die Verquetschung feiner Linien sowie unscharf Ränder als Folge von Profilveränderungen, die durch das Zusammen- pressen der Gummidruckform beim Druckvorgang naturgemäss entstehen müssen. Es sind nun Gummidruckformen bekanntgeworden, bei denen versucht wurde, diese Profil- veränderungen möglichst zu beschränken, indem man unter die das Druekrelief tragende Gummi- druckform eine flache Gummiplatte einfügte, die aus einem sehr weichen, porösen Gummi besteht. Solche überaus weiche Unterlagen vermögen wohl einen übermässigen Andruck aufzufangen, wirken aber nur hinsichtlich der gesamten Druckfläche oder auf grössere Flächen derselben ausgleichend. Eine Ausgleichswirkung hingegen, die sieh zweckmässigerweise nur auf die überaus geringen Materialmengen im Profil einer feinen Linie der Gummidruekform beschränken müsste, kann bei diesen älteren Aus- führungen nie stattfinden, weil die Widerstandskraft solcher geringer Materialmengen gegen seitliche Verquetschung an ihrer Angriffstelle wesentlich kleiner ist, als die Kraft zum Niederdrücken der ganzen Materialsäule, welch letztere gewissermassen erst in Bewegung gesetzt werden müsste, um die weiche Unter-oder Zwisehenlage zum Nachgeben zu bringen. Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine elastische mehrschichtige Druekform, vorwiegend aus Gummi, welche sich dadurch kennzeichnet, dass die unmittelbare Druckoberfläche eine sehr dünne, nicht über 0. 5 mm starke Reliefschicht aus wenig elastischem, aber bieg-und bildsamem Material, wie halbharter Gummi, Metall oder Kunststoff ist, die an allen Stellen der Reliefbildung annähernd oder ganz gleiche Dicke aufweist. Unter der Reliefschicht ist vorteilhaft eine Zwischenschichte aus weichem, aber nicht porösem Gummi angeordnet ; auf ihrer mit der unmittelbaren Druckschichtfläche verbundenen Seite bildet sich das Relief in allen Einzelheiten nach. Die Unterseite dieser weichen Schichte ist vorteilhaft flach aus- gebildet, um gegebenenfalls weitere Schichten oder Unterlagen aufbringen zu können. Fig. 1 zeigt im Querschnitt eine derart ausgebildete Druckform, wobei unter a die unmittelbare Druckoberflächenschichte und unterb die unter ihr gelagerte Mittelschicht mit ihrer Reliefnachbildung dargestellt ist. e ist eine dritte Schichte, die z. B. hinsichtlich ihrer Härte die gleiche Eigenschaft hat, wie die unmittelbare Druckoberflächensr. hichte a. Sie dient ausschliesslich zur Befestigung der Druck- form. Ist nun bei derartig ausgebildeten Druckformen die Widerstandskraft gegen Verquetschung der Schichte a, die durch geeignete Wahl des Materials sowie ihrer Dicke in weiten Grenzen eingestellt werden kann, grösser als die Widerstandskraft der ihr unterlegten Materialsäule der Schichte b gegen Eindrückung, so ist es klar, dass bevor sich die Schichte a an der Angriffstelle deformiert, die nun fast unmittelbar unter der Druckoberfläche wirkenden Teile der weichen und elastischen Schichte b zur nachgiebigen Auswirkung gelangen. Die Ausbildung der Schichte c wird je nach dem Verwendungszweck der Druckform verschieden sein. Wird eine Druckform auf eine geeignete Platte aufgeklebt, so ist die Schichte c von gleichem Format wie die Schichten a und b und zwecks Erlangung des Gleichgewichtes bezüglich gewisser Materialspannungen der Schichte a zweckmässig aus dem gleichen Material und in der gleichen Dicke wie diese. <Desc/Clms Page number 2> Wird aber die Druckform auf einen runden EHscheezylinder einer Druckmaschine gespannt, so wird die Schichte c an den Aufspannseiten verlängert. Die nun hervorstehenden beiden Enden dieser Schicht c dienen als Aufspannlaschen und können. in üblicher Weise in die Klemm-und Spannleisten des Klischeezylinders gespannt werden. Fig. 2 zeigt eine derartige Anordnung, wobei unter dein Ktischeezylinder und unter e die Klemm-und Spannvorrichtung desselben schematisch dargestellt ist. Da der Zug einer solchen Aufspannvorriehtung nur auf die unterste Schicht c wirkt, können Deformationen in der Schicht a nicht auftreten, da die elastische Mittelsehieht b die Dehnung der Schichte c in sich wohl aufnimmt, aber zufolge ihrer elastischen Weichheit nicht mehr auf die wesentlich härtere Relief- EMI2.1 Solche Druckformen können aber auch als Einzellettern hergestellt werden, wenn die Schichte c durch eine harte Unterlage, z. B. aus Hartgummi oder einer geeigneten Kunstmasse, ersetzt wird und in der üblichen Form des Kegels einer Druekletter ausgebildet ist. Fig. 3 zeigt im Querschnitt eine als Druckletter ausgebildete elastische Druckform im Sinne vorliegender Erfindung, wobei an Stelle der Schichte c der Kegel (oder Fuss)/einer Druckletter aus Hartgummi oder einem Kunststoff dargestellt ist. Ein weiterer Vorteil solcher Druckformen ist der, dass als dünne Reliefschicht a auch sehr teure EMI2.2 unmittelbare dünne Druckoberfläche nicht nur Gummi, sondern auch Folien aus hartem Material wie Aluminium, Zinn, Zink u. dgl., insbesondere aber Schichten aus geeignetem Kunststoff wie Bakelit, Furfurol,'Futurit, vorteilhaft verwendet werden können, woraus sich elastische Druckformen mit harter unmittelbarer Druekoberfläche ergeben. Die erwähnten Metallfolien können auf der weichen Mittelschiehte durch sehr dünne Schichten aus Kunststoff befestigt werden. Hinsichtlich der Herstellung solcher Druckformen hat sich gezeigt, dass sich die Aufbringung EMI2.3 la-schichte aus Gummi am besten im gleichen Arbeitsgang mit der Vulkanisation der Gummischichten vornehmen lässt. Die unmittelbare Druckoberflächenschichte aus Kunstmasse kann auch nach der Vulkanisation der weichen Schichte oder nach Vulkanisation dieser und der Untersehichte aufgetragen werden, indem man die Kunstmasse, z. B. im flüssigen Zustand, auf die profilierte, vulkanisierte, weiche Gummisehiehte aufstreicht oder aufspritzt oder aufgiesst od. dgl. und dann härtet. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Elastische, mehrschichtige Druekform, dadurch gekennzeichnet, dass die unmittelbare Druckoberfläche eine sehr dünne, nicht über 0-5 mm starke Reliefschicht aus weniger elastischem, aber biegund bildsamem Material, wie halbharter Gummi, Metall oder Kunststoff ist, die an allen Stellen der Reliefbildung annähernd oder ganz gleiche Dicke aufweist.
Claims (1)
- 2. Druckform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die unmittelbare Drurkober- fläche bildende Reliefsehiehte unterlegt und verbunden ist mit einer dickeren Schichte aus sehr elastischem aber nicht porösem Weiehgummi, die an ihrer der unmittelbaren Druckoberflächensehichte zugekehrten und mit ihr verbundenen Seite das Relief dieser Schichte in allen Einzelheiten nachbildet.3. Druckform nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die die unmittelbare EMI2.4 eine Metallfolie ist, die mit der elastischen Mittelsehichte in geeigneter Weise, z. B. mittels einer sehr dünnen Schichte aus Kunststoff, verbunden ist.5. Druckform nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reliefschicht eine Kunststoffschiehte, z. B. Bakelit, Furfurol u. dgl., ist.6. Druckform nach den Ansprüchen l bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die unterste Schichte aus Gummi oder einem andern Material im Umriss grösser ist als die andern Schichten, um als Aufspannschichte für die Aufspannvorrichtung eines Klischeezylinders einer Druckmaschine zu wirken.7. Druckform nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die unterste Schichte in Form eines Kegels einer Druckletter aus ganz hartem Material, wie Hartgummi, Kunststoff u. dgl. ausgebildet ist.8. Verfahren zur Herstellung einer Druckform nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass alle Schichten im Arbeitsgang der Vulkanisation der Gummischichten geprägt und dauernd miteinander verbunden werden.9. Verfahren zur Herstellung einer Druckform nach den Ansprüchen 1, 2, 5, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff als unmittelbare Druckoberfläche erst nach der Vulkanisation EMI2.5
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