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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu 15575.
L. & C. STEINMÜLLER IN GUMMERSBACH (RHEINPREUSZEN).
Vorrichtung zur Vermeidung von Temperaturschwankungen des Dampfes in Überhitzern.
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Röhren stets grösser sein, als der Querschnitt der Eintrittsöffnung in die Üherhitznrkammer.
Der strömende Dampf hat das Bestreben, stets den kürzesten Weg einzuschlagen, infolgedessen ergibt sich eine ungleiche Verteilung des Dampfes auf die einzelnen Überhitzer-. röhren, woraus störende Schwankungen in der Temperatur entstehen.
Vorliegende Erfindung bezweckt, derartige Schwankungen zu vermeiden, u. zw. durch geeignete Drosselung des Dampfes bei seinem Übertritt in die einzelnen Röhren. Durch die Drosselung wird der Dampf verhindert, gleich bei seinem Eintritt in den Überhitzer in die nächst gelegenen Rohre sich zu ergiessen ; die Rohröffnungen worden durch geeignete Vorrichtungen verkleinert und der Dampf verteilt sich infolgedessen gleichmässig über sämtliche Rohre.
Bei gleichmässigen Betrieben kann die Drosselung des Dampfes, respektive die Ver- engung der EintrittsöSnungen konstant sein, bei ungleichmässigen Betrieben ist es jedoch vorteilhaft, die Drosselung je nach den Umständen grösser oder kleiner zu machen. Aus diesem Grunde werden die zu verwendenden Vorrichtungen im ersteren Falle unveränderlich, im letzteren jedoch regelbar einzurichten sein. Die Vorrichtungen zum Verengen der Rohr- öffnungen können vorteilhaft an der Eint : itts- oder Austrittsseite oder an beiden zu gleicher Zeit angebracht werden.
Die zum Verengen der Rohröffnungen verwendeten Vorrichtungen bestehen entweder ans festen stab-oder röhrenförmigen Körpern, welche in die Rohröffnungen hineinragen. auch darin befestigt sein können, oder aus 1\ : lappen, Schiebern oder dgl. vor denselben.
Die Verschlussstücke wirken auch noch vorteilhaft bei einem etwaigen Aufreissen von Uberhitzerröhren, indem hiebei nicht die vollen Rohrquerschnitte, sondern nur die durch die Verengungskörper reduzierten Öffnungen frei werden. Es ergibt sich hieraus eineverhältnismässiglangsameEntleerungderDampfräume.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind Vorrichtungen zum Drosseln des Dampfes,
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In Fig. 1 und 2 ist zunächst eine Überllitzeranordnung veranschaulicht, bei welcher die linksseitige Kammer durch eine Trennungswand l'in zwei Teile A und B geteilt ist.
Der Dampf tritt von oben ein, strömt durch das Röhrenhiindel F nach der hinteren Kammer C und durch das Röhrenbündel F'zurück yur unteren Abteilung der ersten Kammer. An den Verschflussstücken D für die Öffnungen der Kammerwand, durch welche die Überhitzerrohre eingezogen werden, sind stabförmige Verlängerungen E angebracht, welche, wie deutlich zu erkennen, die Öffnungen der Rohre verengen. Ebenso sind in der hinteren Kammer ('für das untere Röhrenbündel F', durch welches der Dampf zurück-
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Rohren und Verengungskörpern in den Ein- und Ausströmungsöffnungen gezeigt.
Die für die vorbeschriebenen Überhitzeranordnungen verwendeten Verlängerungen der Verschlussstuc1w D sind in den Fig. 5 bis 12 und 5 a und 6 a in verschiedenen Aus- führungsformen hcrausgezoichnet. Die einfachsten Ausführungen zeigen Fig. 5 und 6 sowie Fig. 5a und 6a. Hier vorengen die stabförmigen Verlängerungen E des Verschlussstückes D
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muss. Bei der Ausführung nach Fig. 7 und 8 füllt die Verlängerung E die Mündung des Rohres aus, der Dampf wird hier durch eine zentrale Bohrung G eingeleitet. Die in Fig. 9 und 10 dargestellte Ausführungsform entspricht der vorigen vollkommen, es ist nur die
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Richtung, sondern schräg gegen die Rohrwand geführt wird.
Hiedurch erhält der Dampf eine wirbelnde Bewegung, welche für die Aufnahme einer grösseren Quantität Wärme vor- tcilhaft ist. In Fig. 11 und 12 ist schliesslich ein stabförmiger Verschlusskörper veran- schaulicht, der den Dampf mittels einer schraubenförmigen Nut 2Y in das Rohr F einleitet und ihm gleichfalls eine wirbelnde Bewegung erteilt.
Üborhitzeranordnungen, bei welchen die Drosselung für ungleichmässige Betriebe geregelt werden kann, sind in Fig. 13 bis ! 9 dargestellt. Bei der Ausführung nach Fig. 13 und 14 werden die Rohröffnungen durch einen mit entsprechenden Öffnungen versehenen Schieber X, welcher durch eine von aussen zu betätigende Stange K oder dgl. bewegt
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Rohrmündungen aufgesetzte Kappen, in welche Drosselklappen Y eingesetzt sind, die samtlieh durch eine Stange 0 von aussen her eingestellt werden können. Bei der zuletzt in den Fig. 18 und 19 veranschaulichten Anordnung werden Ventilkegel oder Kalotten Z verwandt, die an gemeinsamen Stangen N befestigt sind, welch letztere durch Schrauben K verstellbar sind.
PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Vorrichtung zur Vermeidung von Temperaturschwankungen des Dampfes in Überhitzern, gekennzeichnet durch die Verengung der Überhitzerrohre an den Ein-oder Aus- trittsöffuungen unter Wahrung des übrigen Rohrquerschnittes, so dass der eintretende Dampf zwecks gleichmässiger Verteilung oder Spannungsverminderung gedrosselt wird.
2. Vorrichtung zur Vermeidung von Temperaturschwankungen des Dampfes in Über- bittern, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Eintritts-als auch Austrittsöffnungen der Röhren gleichzeitig verengt sind, so dass beim etwaigen Rohrbruch der nach der Bruchstelle strömende Dampf an beiden Seiten der Überhitzerrohre gedrosselt ist.