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Klemme oder Schelle, insbesondere für Fahr-und Speiseleitungen oder ähnliche Fahrleitungsteile.
Es ist bekannt, Fahrdrahtklemmen mit Schrauben verschiedenster Art, z. B. mit Senk-, Kopf- oder auch Hohlschraube auszurüsten. Dabei wurde die eine Klemmbacke mit einem Gewindeloch versehen, während die andere Klemmbacke ein Loch für den Durchgang der Schraube haben musste. Diese Art der Ausführung hat eine Reihe von Nachteilen. Beim Auseinanderschrauben der Klemmbacken fallen die Sehrauben heraus und können leicht verloren gehen, da die Schraube sehr klein ist und der Einbau häufig bei Dämmerlicht oder zur Nachtzeit, vielfach auch bei Schneefall vor sich gehen muss. Weiterhin muss das Durchgangsloch in der Backe ohne Gewinde etwas grösser sein als der äussere
Gewindedurchmesser. Die Backe wird infolgedessen geschwächt und sie muss grösser bemessen werden, um die der andern Backe entsprechende Festigkeit zu bekommen.
Hiedurch wird das Gewicht der Klemme und auch der Preis zwangläufig höher. Schliesslich ergeben sich auch bei der Herstellung dieser Klemmen Schwierigkeiten, da man zur Erzielung eines einwandfreien Sitzes der beiden Klemmbacken in einer Lehre zusammen bohren, alsdann in der einen Backe das Durchgangsloch für die Schraube aufbohren und schliesslich in der andern Backe das Gewinde einstellen muss. Zur Vermeidung der geschilderten Nachteile ist man bei einer andern, gleichfalls bekannten Klemmenart dazu übergegangen, in beiden Backen ein Gewinde für die Verbindungssehraube vorzusehen. Diese Anordnung verhindert zwar das Herausfallen der Schraube beim Lösen der Klemme und vereinfacht auch den Herstellungsvorgang. Es ist jedoch als Nachteil dieser bekannten Klemmenart anzusehen, dass die gegenseitige Lage der beiden Klemmbacken durch die Schraube völlig festgelegt ist.
Bei der Massenherstellung der Klemmen ergeben sich insbesondere an den den Fahrdraht umgreifenden Teilen kleine Unterschiede, die bei der zuletzt geschilderten Klemmenausbildung nicht durch eine gegenseitige Verschiebung der Klemmbacken ausgeglichen werden können.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Klemme zu entwickeln, die sämtliche Nachteile der geschilderten Klemmenarten vermeidet. Die Erfindung verwendet in an sich bekannter Weise Klemmbacken, die zweckmässig beide mit dem gleichen Gewinde versehen sind und durch eine oder mehrere Schrauben zusammengehalten werden. Nach der Erfindung wird jedoch den beiden Klemmbacken eine Einstellungsmöglichkeit beim Einbau dadurch belassen, dass die Verbindungfschraube über die Wandstärke einer Klemmbacke hinaus hinterdreht ist. Die beiden Klemmbacken lassen sich infolgedessen auch bei Unterschieden in der Bearbeitung so in bezug aufeinander einstellen, dass sich eine ordnungsmässige Befestigung des Fahrdrahtes oder der in die Klemme eingelegten Seile oder Drähte ergibt.
Die eine Klemmbacke kann sich innerhalb der durch den Spielraum zwischen Klemm- backenbohrung (Klemmbaekengewinde) und dem hinterdrehten Teil der Schraube gegebenen Grenzen verschieben und so ihre Lage beim Einbau der Leitungsteile soweit ändern, dass stets der ordnungsmässige Zusammenbau gewährleistet bleibt.
Trotz dieser Einstellungsmöglichkeit bleibt der Vorteil der Anordnungen erhalten, die bei Verwendung von Schrauben mit durchgehendem Gewinde und bei Anordnung von Gewinden in beiden Klemmbacken ein Herausfallen der Schraube beim Lösen der Verbindung vermeiden.
Zwei Ausführungsbeispiele für die Erfindung sind in den Fig. 1 bis 3 dargestellt. Die Klemmbacken sind mit 1 und 2, die eingeklemmten Seile oder Fahrdrähte mit 3 bezeichnet. Die Klemmschraube 4 hat einen Gewindeteil J und einen hinterdrehten Teil 6 ; 7 ist der Kopf der Schraube. Der
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