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Kühleinrichtung an in einer Flüssigkeit arbeitenden Elektromotoren.
Die Erfindung bezieht sich auf Elektromotoren, die in einer Flüssigkeit arbeiten und deren Ständer- raum oder Ständerwicklung zum Schutze gegen eine Beschädigung der Wicklungen eingekapselt ist, während der Läufer in einer nach aussen irgendwie abgeschlossenen Flüssigkeit arbeitet, die entweder die den Elektromotor umgebende Flüssigkeit oder eine andere Flüssigkeit, insbesondere eine Schmierflüssigkeit, ist, z. B. eine solche, die im Vereine mit der den Elektromotor umgebenden Flüssigkeit, insbesondere Wasser, eine Emulsion bildet. Solche Elektromotoren können zum unmittelbaren Antrieb von beliebigen Vorrichtungen, z. B. von Kreiselpumpen od. dgl., dienen.
Die bei derartigen Elektromotoren, insbesondere bei solchen mit grösserer Motorleistung, ent- stehende beträchtliche Wärme, die ihren Grund einerseits in den elektrischen Verlusten und anderseits in der Reibung der rotierenden Flüssigkeit an den Wänden des Ständers und Läufers hat, muss zur Ver- meidung der Überschreitung der zulässigen Höchsttemperatur durch besondere Mittel abgeführt werden, weil jene Kühlung, die an sich durch die den Elektromotor umgebende Flüssigkeit bewirkt wird, un- genügend ist.
Eine wirksame Kühlung des Elektromotors wird dadurch erreicht, dass die im Läuferraum enthaltene Flüssigkeit mittels einer Fördervorrichtung, insbesondere eines Schleuderrades, durch den zwischen
Ständer und Läufer befindlichen Ringspalt hindurch und über eine im Wärmeaustausch mit der den
Elektromotor umgebenden Flüssigkeit stehende Kühlvorrichtung zur Zirkulation gebracht wird.
Gemäss der Erfindung umgibt die Kühlvorrichtung das Gehäuse eines Wellenlagers mit Zwischen- raum, so dass beide von der äusseren Flüssigkeit gekühlt werden.
Die Zeichnungen zeigen in Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im Längsschnitt. Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach A-B der Fig. 1 und Fig. 3 die in die Ebene abgewickelte Kühlvorrichtung im
Schnitt nach C-D der Fig. 2.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist 1 der Ständer des Elektromotors, der in dem auch die Wicklungen 2 aufnehmenden Ständerraum zwischen dem Gehäuse 3 und einer zwischen Hülsen 4, 5 zusammengepressten dichtenden Schicht 6 z. B. druckfest eingekapselt ist. Der auf der Welle 7 fest- sitzende Läufer 8 rotiert in einer Flüssigkeit, die im vorliegenden Falle eine Schmierflüssigkeit, insbesondere eine emulgierende Flüssigkeit, ist. Diese Flüssigkeit wird durch eine mit der Motorwelle rotierende Förder- vorrichtung, insbesondere durch ein ausserhalb des Läufers 8 angeordnetes Schleuderrad 9, in den ange- -ebenen Pfeilrichtungen zur Zirkulation gebracht, u. zw. durch den zwischen Ständer bzw.
Schicht 6 und Läufer 8 befindlichen Ringspalt 10 hindurch und über eine im nachfolgenden beschriebene Kühl- vorrichtung, durch welche die von der Schmierflüssigkeit aufgenommene Wärme an die den Elektromotor umgebende Flüssigkeit im Austauschweg abgegeben wird. Nach dem Verlassen des Ringspaltes gelangt die Flüssigkeit in einen Raum 11 und von hier zum grössten Teil durch einen Durchbruch 12 des Gehäuses zur Kühlvorrichtung, während ein geringer Teil in das untere Gleitlager 13 der Welle 7 eintritt und durch schraubenförmige Schmiernuten 14 nach unten befördert wird.
Die Kühlvorrichtung besteht aus einem an den Gehäusedurchbruch 12 anschliessenden und wieder- holt ab-und aufsteigenden Kanal 15 (oder einer Leitung, Fig. t-3), der schliesslich durch einen Kanal 16 zur Welle 7 und weiter durch Nuten 17 derselben zum Schleuderrad 9 zurückfliesst. Der Kanal 15 wird allseits von der äusseren Flüssigkeit umspült, wie in den Fig. 2 und 3 aus den Durchbrechungen 18 und 19 ersichtlich ist.
Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, umgibt im Sinne der Erfindung dieser Kanal 15 das Gehäuse 20 eines Wellenlagers 21 (Längslagers) mit einem Zwischenraum 22 ringartig, so dass sowohl das in diesen
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Kanal als auch das in dem Lagergehäuse 20 befindliche Schmiermaterial (das in der Regel ein ver- schiedenes ist) von der äusseren Flüssigkeit gekühlt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Kühleinrichtung an in einer Flüssigkeit arbeitenden Elektromotoren mit Kapselung des Ständer- raumes oder der Ständerwicklung, bei der die Kühlflüssigkeit durch eine mit der Motorwelle rotierende Fördervorrichtung, insbesondere ein Schleuderrad, durch den zwischen Ständer und Läufer befindlichen
Ringspalt hindurch und über eine im Wärmeaustausch mit der den Elektromotor umgebenden Flüssigkeit stehende Kühlvorrichtung in Zirkulation versetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühl- vorrichtung das Gehäuse (20) eines Wellenlagers (21) mit Zwischenraum (22) umgibt, so dass beide von der äusseren Flüssigkeit gekühlt werden.