AT145714B - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung von hydraulischen Getrieben. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung von hydraulischen Getrieben.

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AT145714B
AT145714B AT145714DA AT145714B AT 145714 B AT145714 B AT 145714B AT 145714D A AT145714D A AT 145714DA AT 145714 B AT145714 B AT 145714B
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  Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung von hydraulischen Getrieben. 



   Die Erfindung bezieht sich auf hydraulische Getriebe, insbesondere für Fahrzeuge (Triebwagen   Kraftwagen od. dgl. ), die durch Füllen in Betrieb und durch Unterbrechen des Flüssigkeitszuflusses   ausser Betrieb gesetzt werden, und bezweckt die Steuerung und   Rückförderung   der Betriebsflüssigkeit. 



   Solche hydrodynamische Getriebe nach dem Kreislaufprinzip sind bekannt als hydraulische Umformer oder Wandler mit einem Pumpen-und einem oder mehreren Turbinenlaufrädern, zwischen denen ein oder mehrere Leiträder angeordnet sind, oder als hydraulische   Schlupf-oder Strömungs-   kupplungen mit einem Primär-und einem Sekundärlaufrad ohne dazwischenliegendem festen Leitrad oder als hydraulische Wechselgetriebe, die aus einer solchen Kupplung in Verbindung mit einem oder mehreren Umformern oder aus mehreren Umformern bestehen, die gegebenenfalls mit einem Zahnradwechselgetriebe verbunden sind. 



   Fig. 1 zeigt ein Beispiel eines vierkränzigen hydraulischen Übersetzungsgetriebes oder Umformers U. 



  Die treibende   Welle   ist mit dem Antriebsmotor M verbunden und trägt ein Kreiselpumpenrad 2, welches in die erste Turbinenstufe 3 ausgiesst. Hinter diesem ersten Turbinenlaufrad 3 tritt die Flüssigkeit in das mit dem Gehäuse G verbundene stillstehende Leitrad 4 und aus diesem in die zweite Turbinenstufe 5. 



  Der Austritt dieser zweiten Turbinenstufe 5 mündet unmittelbar in den Eintritt des Pumpenrades 2, so dass ein ständig kreisender geschlossener Umlauf der Flüssigkeit in der angegebenen Pfeilrichtung entsteht, welcher die Kraftübertragung vermittelt. Die Turbinenräder 3 und 5 sind unter sich und mit der abtreibenden Welle 6 starr verbunden. 



   Die Fig. 2 zeigt schematisch den Aufbau einer hydraulischen Schlupf-oder Strömungskupplung K. 



  Die treibende Welle 1 ist mit dem Antriebsmotor M verbunden und trägt das   Primärschaufelrad   7, das unmittelbar in das mit der Getriebewelle 6 verbundene Sekundärschaufelrad 8 ausgiesst, so dass ein ständig kreisender geschlossener Umlauf der Flüssigkeit in der angebenen Pfeilrichtung entsteht, welcher die Kraftübertragung vermittelt. Das ganze ist von einem stillstehenden Gehäuse G umgeben. 



   Die Fig. 3 zeigt schematisch den Aufbau eines aus einem hydraulischen Umformer U und einer hydraulischen Kupplung K zusammengesetzten   Wechselgetriebe   W. Die Bezeichnungen sind die gleichen wie in den Fig. 1 und 2. Auf der mit dem Antriebsmotor M verbundenen treibenden Welle 1 sitzt das Pumpenlaufrad 2 des Umformers U und das Primärlaufrad 7 der Kupplung K, während die starr miteinander verbundenen Turbinenlaufräder 3 und 5 des Umformers U auf der getriebenen Welle 6 sitzen, mit der das Sekundärlaufrad 8 der Kupplung K über einen Zwischenflansch 9 verbunden ist. Das ganze ist von einem gemeinsamen Gehäuse G umgeben, welches in seinem unteren Teil einen Vorratsraum 10 für die aus Spalten oder Bohrungen 11 abgeschleudert Betriebsflüssigkeit und eine Steuerpumpe 12 enthält.

   Die Druckseite der Steuerpumpe führt zu einem Verteilhahn   13,   von welchem über die Leitung 14 die Flüssigkeit zum Umformer U und über die Leitung 15 zur Kupplung K geführt wird. 



   Solche hydraulische Getriebe werden durch Füllen in Betrieb gesetzt und nach Unterbrechung der Flüssigkeitszufuhr durch Ausschleudern der Betriebsflüssigkeit aus ständig offenen Abflussöffnungen   (beispielsweise Spalten, Bohrungen od. dgl. ) ausser Betrieb gesetzt. Bei den bisher bekannten Ausführungen   führte man die abgeschleudert Leckflüssigkeit beispielsweise mittels einer   Rückförderpumpe   sofort in ein hochliegendes Vorratsgefäss zurück, aus welchem man sie durch Absperrorgane nach Bedarf dem 

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 Getriebe zuleitet.   DieRückförderpumpe   lief dabei ständig mit gleicher Drehzahl. Diese Getriebe wurden durch Einstellung der Absperrorgane zwischen dem hochliegenden Vorratsgefäss und dem Getriebe gesteuert.

   Bei ferngesteuerten oder selbsttätigen Anlagen erfordert dies besondere Servoeinrichtungen, welche die Anlagekosten erhöhen und die Betriebssicherheit beeinträchtigen. 



   Erfindungsgemäss werden solche hydraulische Getriebe (hydraulische Umformer, hydraulische Kupplungen oder irgendwie geartete Verbindungen hydraulischer Umformer und hydraulischer Kupp- 
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 flüssigkeit in Betrieb und durch Stillsetzen der   Rückförderpumpe   ausser Betrieb gesetzt werden. Dazu wird erfindungsgemäss das Vorratsgefäss für die aus dem Getriebe abgeschleudert Leckflüssigkeit ganz unter dem Getriebe angeordnet, d. h. der Spiegel des Vorratsgefässes liegt tiefer als der tiefste Punkt der umlaufenden flüssigkeitsführenden Teile des Getriebes und die   Rückförderpumpe   für die Betriebsflüssigkeit wird unter dem Vorratsgefäss angeordnet.

   Durch diese Anordnung ist es dann möglich, das
Getriebe in einfachster Weise durch Laufenlassen der Rückförderpumpe in Betrieb und durch Stillsetzen dieser Pumpe ausser Betrieb zu setzen. 



   Auf der Fig. 4 ist ein Ausführungsbeispiel schematiseh dargestellt. Das Getriebe   A   ist durch die Ablaufleitung a mit dem Vorratsbehälter B verbunden, dessen höchster Spiegel b tiefer liegt als der tiefste Punkt der umlaufenden Teile des Getriebes   A.   Am tiefsten Punkt des Vorratsbehälters B ist die   Rückförderpumpe   C angeordnet, die durch die   Rückförderleitung   c mit dem Getriebe A verbunden ist und die beispielsweise von einem Motor D angetrieben wird, der seinen Strom über einen Wechselschalter   tl   von einer Stromquelle e erhält. 



   Diese Einrichtung ist besonders vorteilhaft, wenn sie so betrieben wird, dass zur Inbetriebsetzung des Getriebes die   Rüekförderp. umpe vorübergehend   mit einer höheren Drehzahl betrieben wird, als zur Aufrechterhaltung der Füllung des Getriebes im Betrieb erforderlich ist. Man erhält auf diese Weise für das Getriebe kurze Anfahrzeiten. Die hiezu erforderliche grössere Antriebsleistung der   Rüekförder-   pumpe fällt, da sie nur während einiger Sekunden erforderlich ist, nicht ins Gewicht. Im Normalbetrieb braucht die Rückförderpumpe nur mit einer solch kleinen Drehzahl zu laufen, dass die Aufrechterhaltung der Füllung des Getriebes gesichert ist. Ihr Leistungsbedarf ist in diesem Falle ein Minimum. 



   Am einfachsten kann dies dadurch erreicht werden, dass zum Antrieb der   Rückförderpumpe   ein Elektromotor für mindestens zwei verschiedene Drehzahlen benutzt wird und dass der Schalter für diesen Motor dementsprechend mindestens zwei Schaltstellungen hat. Diese Schaltstellungen sind so angeordnet, dass von der Ruhestellung aus zuerst die Stellung für die hohe Motordrehzahl und erst bei Weiterbewegung des Schalters die Stellung für die niedere Motordrehzahl erreicht wird. 



   Besonders gross sind die Vorteile dieser Einrichtung bei hydraulischen Wechselgetrieben, bei denen während des   B3triebes   die Flüssigkeit aus einer   G8schwindigkeitsstufe   entleert und in eine andere   Geschwindigkeitsstufe gefüllt   werden muss. Man braucht in diesem Fall auf der Druckseite der Rückförderpumpe einen Mehrwegehahn, der die Rückförderleitung mit der einen oder andern Geschwindigkeitsstufe des Wechselgetriebes. verbindet.

   Verbindet man diesen Dreiwegehahn in geeigneter Weise elektrisch oder mechanisch mit dem Steuerschalter der   Rückförderpumpe   in der Weise, dass beim Umlegen des Mehrwegehahns zwangläufig während der für die Auffüllung der neuen   Gesehwindigkeitsstufe   erforderlichen Anfüllzeit die Rückförderpumpe mit erhöhter Drehzahl läuft, so hat man eine Steuerung von idealer Einfachheit, die gleichzeitig alle Erfordernisse erfüllt. Man kann ebenso einfach auch den Mehrwegehahn vom Steuerschalter der   Rückförderpumpe   aus elektrisch betätigen. 



   Bei der Benutzung von aus einer hydraulischen Schlupfkupplung und einem hydraulischen Umformer bestehenden Wechselgetrieben, die durch Füllen in Betrieb und durch Unterbrechen der Flüssigkeitszufuhr ausser Betrieb gesetzt werden, hat man die Beobachtung gemacht, dass zum Vollhalten der Kupplung ein wesentlich geringerer Steuerpumpendruck genügt als zum Vollhalten des Umformers. 



  Da die Steuerpumpe auf alle Fälle so bemessen sein muss, dass sie den für den Umformer erforderlichen hohen Druck erzeugen kann, arbeitet sie im Kupplungsbetrieb mit grossen Verlusten. Dies fällt um so mehr ins Gewicht, als der Kupplungsbetrieb den weitaus grösseren Teil der Fahrzeit bestreitet. 



     Erfindungsgemäss   kann diese Betriebsbedingung ohne die genannten Nachteile dadurch erfüllt werden, dass im Kupplungsbetrieb die Steuerpumpe mit einer wesentlich geringeren Drehzahl läuft als beim Umformerbetrieb und somit auch beim Kupplungsbetrieb den gewünschten kleineren Druck erzeugt. 



  Der Umstand, dass beim Übergang vom Umformer-zum Kupplungsbetrieb der Druck und die Drehzahl der Steuerpumpe ermässigt werden und umgekehrt, kann weiter in der Weise ausgenutzt werden, dass dieser Druckunterschied zur Umlegung des Mehrwegehahnes benutzt wird, da die von der Steuerpumpe zum   Wechselgetriebe   fliessende Flüssigkeit je nachdem der Kupplung oder dem Umformer zugeführt wird. Dies wird dadurch erreicht, dass bei niederem   Steuerpumpendruck   der Mehrwegehahn die Kupplungstellung und bei steigendem Steuerpumpendnick die Umformerstellung einnimmt. 



   Speichert man während der Umlegung von der Kupplungsstellung in die Umformerstellung bei zunehmendem   Steuerpumpendruck   Energie auf, so kann man damit, wenn man zwecks Übergang auf Kupplungsbetrieb Druck und Drehzahl der Steuerpumpe ermässigt, den Mehrwegehahn von der Umformerstellung in die Kupplungsstellung bringen. 

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   in dem Augenblick abgeschaltet wird, wo die Kraftübertragung vom Fahrzeugmotor an dk Treibräder aufhört, so wird sich das Getriebe entleeren und dei beabsichtigte Freilauf ohne weiteres erzielt sein. 



  Dies lässt sich z. B. praktisch dadurch ausführen, dass man die Steuerpumpe von der Stellung des Gashebels so abhängig macht, dass sie in der Leerlaufstellung des Gashebels keine Flüssigkeit mehr in das Getriebe zurückfördert, dagegen dieses wieder füllt, sobald man Gas gibt. Will man vom Fahrzeugmotor wieder Kraft zu den Treibrädern übertragen, so wird durch Niederdrücken des Gashebels der Steuerpumpenmotor wieder eingeschaltet, das hydraulische Getriebe gefüllt und die Kraftübertragung in kürzester Zeit wieder hergestellt. Ein ganz besonderer Vorteil einer derartigen Freilaufeinrichtung ist es, dass alle Vorgänge weich und ohne den geringsten mechanischen Stoss erfolgen, weil kein metallisches Element irgendwie an der Einleitung und Aufhebung der Kraftübertragung beteiligt ist. 



  Es ist häufig erwünscht, bei Talfahrten in starken Gefällen den Motor als Hilfsbremse zu benutzen. 



  Ein mechanischer Freilauf erfordert zu diesem Zweck eine besondere Rückbloekvorrichtung, die wieder ein schwieriges teueres und empfindliches Element darstellt. Beim Erfindungsgegenstand lässt sich dies ohne jede Schwierigkeit dadurch erreichen, dass man in solchen Fällen das hydraulische Getriebe wieder füllt. Für das angegebene Ausführungsbeispiel ist dazu lediglich erforderlich, dass man den Steuerpumpenmotor willkürlich einschaltet, wie man ja auch die Rückblockvorrichtung eines mechanischen Freilaufes willkürlich betätigen muss. Beim Erfindungsgegenstand hat man den Vorteil, dass zu diesem Zweck mit Rücksicht auf die geringe erforderliche Steuerkraft ganz einfache, billige und doch völlig betriebssichere Elemente verwendbar sind.

   Es ist auch ohne weiteres möglich, diesen Schalter zwangläufig mit dem Bremshebel so zu verbinden, dass bei beginnendem Niederdrücken des Bremshebels zunächst die Hilfsbremsung des Motors in der angegebenen Weise eingeleitet wird. Dies bedeutet gleichzeitig eine ausserordentlich sanfte Einleitung der Bremswirkung. 



  Ein Ausführungsbeispiel ist in der Fig. 6 schematisch dargestellt, u. zw. mit einer hydraulischen Strömungskupplung als Getriebe. 



  Der Antriebsmotor M treibt über die Welle 1 die Primärseite 7 der hydraulischen Kraftübertragungseinrichtung K. Die Sekundärseite 8 ist über die Welle 6 mechanisch mit den nicht gezeichneten Treibrädern verbunden. Das hydraulische Getriebe K hat am äusseren Umfang Abflussbohrungen 11, aus denen bei gefülltem Getriebe ständig Flüssigkeit in das Gehäuse G abfliesst und von diesem über die Leitung a zum Behälter B zurück. Am Behälter B sitzt die Steuerpumpe 0, die über die Leitung c die Betriebsflüssigkeit wieder in das Getriebe K fördert. Sie wird durch einen kleinen Elektromotor D angetrieben, der seinen Strom über die Batterie e von der Lichtmaschine o aus erhält. Der selbsttätige Schalter k ist mit dem Gashebel I so verbunden, dass die Stromzufuhr zum Motor D in der Leerlaufstellung des   
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 Schalter m. 



   Mit der beschriebenen Einrichtung wickelt sich der Betrieb in folgender Weise ab : Man setzt den Motor M in Gang, ohne den   Fussgashebel !   zu bewegen. Der Motor M nimmt seine Leerlaufdrehzahl an und ist von der Welle 6 entkuppelt, weil ja die Steuerpumpe 0 stillsteht und das hydraulische Getriebe   K   im vorausgehenden Stillstand leer gelaufen ist. Will man anfahren, so wird der Gashebel   l   niedergedrückt. Damit wird der Schalter k geschlossen, der Elektromotor D und die Pumpe C kommen zum Laufen. Das Getriebe   K   wird gefüllt und die Kraftübertragung vom Fahrzeugmotor M zu den Treibrädern hergestellt.

   Ist das Fahrzeug genügend beschleunigt und kommt man in eine   Gefällsstrecke   oder kann aus irgendeinem andern Grunde die Geschwindigkeit vermindert werden, so wird man das Gas wegnehmen, d. h. den Gashebel   l   hochkommen lassen. Kommt er in seine Leerlaufstellung, so wird der Schalter k unterbrochen, Elektromotor D und Pumpe 0 kommen zum Stillstand, die Rückförderung zum Getriebe   K hört auf.   Dieses läuft durch die Abflussbohrungen 11 in kurzer Zeit leer, womit der Freilauf hergestellt ist. Wird wieder Gas gegeben, so wird das hydraulische Getriebe K augenblicklich wieder eingerückt. Kommt man in eine längere   Gefällsstrecke   und will man den Motor M als Hilfsbremse benutzen, so schliesst man den Schalter d oder drückt das Bremspedal n leicht nieder.

   Damit kommt der Steuerpumpenmotor D wieder in Gang und füllt das hydraulische Getriebe K. Öffnet man den Schalter d wieder oder lässt man das Bremspedal n los, so hat man wieder Freilaufbetrieb, bis der Gashebel ! wieder   niedergedrückt   wird. Man erkennt, dass mit der beschriebenen Einrichtung nach dem angegebenen Verfahren auf einfachste und sicherste Weise ein weicher und angenehmer Freilaufbetrieb durchführbar ist, der grosse Brennstoffersparnis ermöglicht und nur geringfügige Massnahmen für Bau und Bedienung notwendig macht,
Die gleichen Vorteile erzielt man, wenn statt der hydraulischen Strömungskupplung ein hydraulischer Umformer als Getriebe verwendet und die eben beschriebene Steuerung angewendet wird. 



   Besondere Vorteile ergeben sich bei der Verwendung eines aus einer hydraulischen Strömungskupplung und einem oder mehreren hydraulischen Umformern bestehenden Wechselgetriebes, wenn die ebenbeschriebene Steuerung angewendet wird. 



   Für den Umfang der Erfindung ist es gleichgültig, welche Art hydraulischer Getriebe verwendet wird. 

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   Bei den bisher bekannten hydrodynamischen Wechselgetrieben, die ausser den genannten Kreisläufen einen   Flüssigkeitsbehälter,. der   den Flüssigkeitsvorrat enthält, eine kleine Steuerpumpe, die die Flüssigkeit vom Behälter zum Getriebe fördert, und ein Steuerventil, das den von der Pumpe kommenden Flüssigkeitsstrom dem zur Zeit gewünschten Kreislauf zuleitet, umfassten, war   es üblich,   die Anordnung so zu treffen, dass das hydraulische Getriebe eine Einheit bildete und in einiger Entfernung davon der Flüssigkeitsbehälter vorgesehen war. An irgendeinem Punkt des Vorratsbehälters wurde die Steuerpumpe angeordnet und irgendwo an einem geeigneten Platz zwischen Steuerpumpe und Getriebe das
Steuerventil. Die genannten Elemente waren unter sich durch verschiedene Rohrleitungen verbunden. 



   Abgesehen davon, dass bei dieser Anordnung für die auf verschiedenen Stellen verteilten Elemente sehr viel Raum beansprucht wurde, neigten die vielen erforderlichen Verbindungen zwischen den Rohrleitungen und den einzelnen Elementen zu Undichtheiten, die auch häufig zu Betriebsstörungen führten. 



  Es ist nun weiterhin Gegenstand der Erfindung, zur Vermeidung der genannten   Übelstände   sämtliche Elemente in einem einzigen Gehäuse zu vereinigen und alle Rohrleitungen innerhalb des geschlossenen Gehäuses zu führen. Diese Bauvorschrift führt zum geringsten Raumbedarf, zur Vermeidung aller Leckstellen und erhöht damit die Betriebssicherheit ausserordentlich. 



   Die billigste Bauart ist nun derart, dass das Getriebe, das Steuerventil und die Steuerpumpe zu einer maschinenbaulichen Einheit zusammengefasst werden. wobei der Flüssigkeitsbehälter in Form eines billigen Blechgefässes von unten so gegen das Getriebe geschraubt wird, dass die Steuerpumpe, das Steuerventil und alle   Verbindungs-und Anschlussstellen   vom Flüssigkeitsbehälter umschlossen sind. 



   Die Fig. 7 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel dieses Zusammenbaues, bei dem beispielsweise der Antrieb der Steuerpumpe von der Primärwelle des Getriebes aus erfolgt. 



   Die für den Betrieb erforderlichen, Flüssigkeit führenden Teile (Rohrleitungen cl und   c2,   Steuerorgane f, Pumpe C) sind in dem mit dem Getriebe   A   einheitlich zusammengebauten Flüssigkeitsbehälter B 
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 Schnecke p und Schneckenrad q. 



   Beim Betrieb hydrodynamischer Wechselgetriebe mit mehreren Strömungskreisläufen, bei denen jeweils einer der Kreisläufe mit Flüssigkeit gefüllt ist und die Kraftübertragung bewirkt, während zu gleicher Zeit die übrigen Kreisläufe von Flüssigkeit entleert sind, hat es sich gezeigt, dass sich die zu dem Vorratsbehälter abströmende Flüssigkeit stets mit Luft anreichert. Hiedurch kann eine so starke Verschiebung der vorhandenen Luftmenge aus dem Getriebe in den Behälter stattfinden, dass in ersterem ein   schädlicher   Unterdruck und im Behälter ein entsprechender Überdruck entsteht. Dies ist aus ver-   schiedenen   Gründen unerwünscht. Es ist z.

   B. bei derartigen Getrieben unvermeidlich, dass Verbindungsleitungen zwischen dem Behälter und den Flüssigkeitskreisläufen bestehen, die aus andern Gründen 
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 Kreisläufe zurückgedrückt, die leer sein sollen, was auf irgendwelche Weise Verluste verursacht. Weiter erschwert ein   derartiger Überdruck   im Behälter den Abfluss der vom gefüllten Kreislauf zum Behälter zurückfliessenden Flüssigkeit, was gleichfalls unerwünscht ist und zu Störungen Anlass geben kann. 



   Alle diese Nachteile lassen sich vermeiden, wenn man die Anordnung derart wählt, dass zwischen den Lufträumen von Getriebe und Behälter ein möglichst vollkommener Druckausgleich eintreten kann. Am einfachsten erreicht man dies dadurch, dass man die höchsten Stellen am Getriebe und am Behälter durch eine genügend weite Luftleitung miteinander verbindet. Der Erfolg dieser Massnahme ist versuchsmässig festgestellt worden und hat eine überraschende Verringerung der Verlustarbeit gebracht. Ausserdem wurden dadurch Flüssigkeitsverluste aus dem Behälter vermieden, weil dieser nicht mehr unter Überdruck stand. 



   Es hat sich als zweckmässig erwiesen, die Luftleitung zwischen Getriebe und Behälter an einer so hoch gelegenen Stelle, dass Ölverlust nicht zu befürchten ist, nach der Aussenluft hin mit Öffnungen zu versehen. 



   Endlich hat sich gezeigt, dass sich beim Wechsel der Füllung von einem Kreislauf zum andern die Entlüftung des zu füllenden Kreislaufes und die Belüftung des zu entleerenden erheblich rascher und sicherer vollzieht. Zur Unterstützung dieser Vorgänge sind bei jedem Kreislauf besondere Bohrungen und Luftleitungen vorgesehen, welche einen möglichst raschen Luftaustausch zwischen dem Kreislauf, dem Gehäuse und dem Behälter herbeiführen. 



   In Fig. 8 ist ein Ausführungsbeispiel dieser erfindungsgemässen Anordnung dargestellt. Vom Getriebe   A   führen die Leitungen a und c für die Betriebsflüssigkeit mit Steuerorgan f zum Behälter B. 



  Die Lufträume vom Getriebe A und Behälter B sind ausserdem durch die Rohrleitung r verbunden, die an der hochgelegenen Stelle s mit der Aussenluft in Verbindung steht. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Steuerung hydraulischer Getriebe (Umformer, Kupplung oder Wechselgetriebe), dadurch gekennzeichnet, dass die Kreisläufe durch Laufenlassen einer Rückförderpumpe für die Betriebsflüssigkeit in Betrieb und durch Stillsetzen der Rückförderpumpe ausser Betrieb gesetzt werden, wobei <Desc/Clms Page number 6> der Flüssigkeitsspiegel (b) des Vorratsgefässes (B) für die Betriebsflüssigkeit tiefer liegt als der tiefste Punkt der umlaufenden, Flüssigkeit führenden Teile des Getriebes (A) und dass die Rückförderpumpe (0) am tiefsten Punkt des Vorratsgefässes (B) angeordnet ist.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Inbetriebnahme des Getriebes (A) die Rückförderpumpe (0) vorübergehend mit einer höheren Drehzahl betrieben wird, als zur Aufrechterhaltung der Füllung im Betrieb erforderlich ist.
    3. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Antrieb der Rückförderpumpe (0) ein Antriebsmotor (D) für mindestens zwei verschiedene Drehzahlen vorgesehen ist.
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (d) für den Antriebsmotor (D) der Rückförderpumpe (0) mindestens zwei Schaltstellungen hat, derart, dass von der Ruhestellung aus nur über die Stellung für die hohe Motordrehzahl die Stellung für die niedere Motordrehzahl erreicht werden kann.
    5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung hydraulischer Wechselgetriebe auf der Druckseite der Rückförderpumpe (0) ein Mehrwegehahn (f) angeordnet ist, der die Rückförderleitung (e) mit der einen oder einer andern Geschwindigkeitsstufe des Wechselgetriebes (A) verbindet.
    6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Mehrwegehahn (f) elektrisch oder mechanisch mit dem Steuerschalter (d) für die Rückförderpumpe (0) derart gekuppelt ist, dass beim Gangwechsel die Rückförderpumpe (0) während der Anfüllzeit der neuen Übersetzungsstufe zwangläufig mit erhöhter Drehzahl läuft.
    7. Verfahren nach Anspruch 1 zur Steuerung hydraulischer Wechselgetriebe, die aus einer hydraulischen Sehlupfkupplung und einem oder mehreren hydraulischen Umformern bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerpumpe (0) beim Kupplungsbetrieb mit einer wesentlich geringeren Drehzahl läuft als beim Umformerbetrieb.
    8. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch'7, dadurch gekennzeichnet, dass der für den Umformerbetrieb von der Steuerpumpe (0) zu erzeugende höhere Druck zum Umlegen des Mehrwegehahnes (f) von der Kupplungsstellung in die Umformerstellung benutzt wird.
    9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass während des Umlegen des Mehrwegehahnes (f) von der Kupplungsstellung in die Umformerstellung Energie aufgespeichert wird, die für den umgekehrten Übergang vom Umformer-Zum Kupplungsbetrieb, welcher durch Verminderung EMI6.1 von der Umformerstellung in die Kupplungsstellung zurückführt.
    10. Einrichtung nach Anspruch 7 bzw. 8 oder 9 in Anwendung auf Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass für die Einstellung der beiden verschiedenen Drehzahlen der Steuerpumpe (C) ein Wechselschalter (d) vorgesehen ist, dem eine Unterbrechungsstelle vorgelagert ist, die durch Schalter (k und m) am Gashebel (I) und am Bremshebel (n) bei Niederdrücken eines dieser Hebel (I oder n) geschlossen wird.
    11. Verfahren nach Anspruch 1 zur Steuerung hydraulischer Getriebe (Umformer, Kupplungen oder Wechselgetriebe) auf Fahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreisläufe (U, K) entleert werden, wenn der Kraftfluss vom Motor (M) zu den Treibrädern aufhört.
    12. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch U, dadurch gekennzeichnet, dass der Gashebel (I) mit der Steuerung für die hydraulische Kraftübertragung verbunden und seiner Leerlaufstellung die Entleerungsstellung der Steuerung für die Kraftübertragungseinrichtung zugeordnet ist.
    13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass z. B. zur Einleitung der Bremswirkung des leerlaufenden Motors die Kraftübertragungseinrichtung willkürlich gefüllt wird.
    14. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 bzw. 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Gashebel (I) abhängige Steuervorrichtung vorübergehend durch eine anderweitig bediente Schaltvorrichtung (d) wirksam gemacht werden kann.
    15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die anderweitig bediente Schaltvorrichtung (d) mit dem Bremshebel (I) so in Verbindung steht, dass sich das hydraulische Getriebe (U, K) beim Niederdrücken des Bremshebels (I) füllt und beim Loslassen desselben entleert.
    16. Hydrodynamisches Wechselgetriebe mit einem oder mehreren Strömungskreisläufen, die gemäss Verfahren nach Anspruch 1 gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die für den Betrieb erforderlichen, Flüssigkeit führenden Teile (Rohre c, c2), Steuerorgane (f), Pumpe (0) in dem mit dem Getriebe (A) einheitlich zusammengebauten Flüssigkeitsbehälter (B) untergebracht sind.
    17. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Steuerpumpe (C) von der Primärwelle (I) des Getriebes (A) abgeleitet ist.
    18. Hydrodynamisches Wechselgetriebe mit mehreren Strömungskreisläufen, bei dem gemäss Verfahren nach Anspruch 1 jeweils einer der Kreisläufe mit Flüssigkeit gefüllt ist und die Kraftübertragung bewirkt, während zu gleicher Zeit die übrigen Kreisläufe von Flüssigkeit entleert sind, dadurch <Desc/Clms Page number 7> gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, die zwischen den Lufträumen von Getriebe (A) und Behälter (B) einen Druckausgleich ermöglichen.
    19. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleitung (r) zwischen Getriebe (A) und Behälter (B) an einer Stelle (8), die ein Austreten von Öl nicht zulässt, mit der Aussenluft in Verbindung steht. EMI7.1
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