AT142434B - Kavitationsfreie Ausbildung von Spalten von hydraulischen Einrichtungen, insbesondere von hydraulischen Kreiselmaschinen, zwischen Gebieten verschiedenen Druckes. - Google Patents

Kavitationsfreie Ausbildung von Spalten von hydraulischen Einrichtungen, insbesondere von hydraulischen Kreiselmaschinen, zwischen Gebieten verschiedenen Druckes.

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AT142434B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Kavitationsfreie Ausbildung von Spalten von hydraulischen Einrichtungen, insbesondere von   hydrau-   lischen   Kreiselmaschinen, zwischen   Gebieten verschiedenen Druckes. 



   Bei hydraulischen   Kreiselmaschinen.   also Wasserturbinen oder Kreiselpumpen, gibt es spalt- artige Durchgänge zwischen Gebieten verschiedenen Druckes, wie z. B. bei den   Zwischenräumen   zwischen den Laufradschaufeln und dem Laufradring, und beim   Durchfluss   des Wassers durch diese Spalte (es handelt sieh hier um Spalte, deren Wandabstand unveränderlich ist) besteht bekanntlich die Möglichkeit der Bildung von Hohlräumen, den sogenannten Kavitationen, die Korrosionen verursachen, Die Er- findung bezieht sich darauf, die Begrenzungswände solcher Spalte so auszubilden, dass Kavitationen vermieden werden. 



     Gewöhnlich   schliesst mindestens einer der die Spalte bildenden Teile,   z.   B. die Schaufel a (Fig. 1) - mit b ist der Laufradring bezeichnet-scharfkantig ab. und die Flüssigkeit erleidet am Einlauf, also an der Seite des höheren Druckes Pi eine Kontraktion. Wegen der teilweisen   Energierückgewinnung   in der nachfolgenden Mischungszone entsteht im kontrahierten Strahlquersehnitt ein statischer Druck, der kleiner ist als der Druck   P2   auf der Seite des niedrigeren Druckes.

   Dieser Umstand bewirkt, dass im engsten   Strahlquersehnitt     Hohlraumbildung   auftritt, u. zw. wenn der absolute statische Druck   P2   klein genug gegenüber der Differenz der statischen   Drücke     Pj   und   P2   ist weil der mittlere Druck im kontrahierten Strahl bis zur   Dampfspannung   herabsinkt und, wenn der absolute statische Druck P2 gegenüber der Druckdifferenz zwischen   Pj   und   P2   gross ist. weil in dem lokalen Wirbelkern der Mischungszone immer so hohe   Rotationsgeschwindigkeiten erzeugt werden,   dass der Druck in diesem Kern bis auf die Dampfspannung der Flüssigkeit herabsinkt.

   In gleicher Weise treten auch unmittelbar beim Austritt der   Flüssigkeit   an der Seite des niedrigeren Druckes des Spaltes infolge Wirbelbildung durch Aufrollen der Trennungsfläche zwischen Gebieten verschiedener Geschwindigkeiten Kavitationserscheinungen auf. 



  Wegen der bekannten   schädlichen   Wirkung der Hohlraumbildung werden die mit einer Kreuzschraffur in Fig. 1 angedeuteten Flächen besonders leicht korrodieren. 



   Gemäss der Erfindung wird der Spalt nun so gestaltet, dass eine bis zum Austritt oder auch noch darüber hinaus stetig beschleunigte Strömung hervorgerufen wird. Dies hat zur Folge, dass im ganzen Spaltraum die mittleren Drücke stets höher bleiben als der Druck   P2, dass   aber ferner auch wegen der Vermeidung von örtlichen Wirbelkernen keine lokalen   Unterdrücke   entstehen können.

   Da überdies durch Wegfallen der Strahlkontraktion und der durch sie bedingten nachfolgenden Energieverluste am Spaltende die volle, dem Druckunterschied zwischen PI und   P2   entsprechende Geschwindigkeitsenergie vorhanden ist, so werden die durch Aufrollen   der Trennungsfläche   entstandenen Wirbel vom Ende des Spaltes weg in das Innere der Flüssigkeit verlegt und dadurch   unschädlich   gemacht. 



   Zur Verwirklichung des Erfindungsgedankens genügt es nun keineswegs, die Spaltwände nur so zu gestalten, dass sich der Spalt in der Strömungsrichtung allmählich verändert, etwa dadurch, dass der Spalt konisch ausgeführt und die Eintrittskanten leicht abgerundet werden. Bei den meist sehr hohen Geschwindigkeiten in Spaltströmungen darf das Druckgefälle nach den Wänden hin, welches durch die Zentrifugalkräfte entsteht, nicht mehr vergrössert werden, weil es sonst bei ungeeignet gekrümmten Spaltwänden zu Ablösungen des Strahles und damit zu Kavitationen kommen kann :

   in diesem Falle   wird nämlich   die Flüssigkeit   zunächst bis zum engsten Ablösequerschnitt beschleunigt   und anschliessend 

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 im Spalt unter   Mischungsvorgängen   verzögert, was die geschilderten schädlichen Vorgänge zur Folge haben würde. 



   Gemäss der Erfindung müssen die Spaltwände in allen Fällen so gestaltet werden, dass alle Flüssigkeitsteilchen innerhalb des Spaltes stetig so beschleunigt werden, dass an keiner Stelle Kavitation durch
Ablösung entstehen kann, wobei der Abstand der Spaltwände selbst quer zur Strömungsriehtung stets unverändert bleibt. Diese Forderung muss auch dann erfüllt werden, wenn, wie dies praktisch oft der Fall sein kann, aus konstruktiven Gründen das Ende des Spaltes mit parallelen Wänden ausgeführt werden muss ; Bedingung ist dabei nur, dass der Übergang des gekrümmten Wandprofils in die Gerade mit genügend grossem Krümmungsradius erfolgt. 



   Die Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform des Spaltes zwischen Laufradschaufel a und Laufradring b gemäss der vorliegenden Erfindung. 



   Diese Form ist   natürlich   keineswegs die   einzig mögliche   ; es lässt sieh vielmehr eine ganze Reihe von Formen ermitteln, bei denen an keiner Stelle Kavitation durch Ablösung entstehen kann. Bedingung hiefür ist lediglich die Einhaltung der durch Rechnung und Versuch ermittelten Grenzbedingungen : der Radius r der Abrundung an der Einlaufseite darf, wenn d der senkrechte Abstand zwischen der Überdruekseite und der   Unterdruekseite   ist,   0'35 d   und die Schräge der Spaltbegrenzung gegen die senkrechte Durchströmrichtung   30   nicht unterschreiten. Grössere Abrundung   und Schräge   als die angegebenen lassen Ablösungen nicht mehr zu. 



   Das, was hier für die Spalte, die bei hydraulischen Kreiselmaschinen aller Art vorkommen, gesagt worden ist, gilt natürlich in gleicher Weise auch für Spalte, die bei andern Einrichtungen zwischen Gebieten verschiedenen   Flüssigkeitsdruckes   vorkommen, wo also gleichfalls dafür Sorge getragen werden muss, dass keine Hohlraumbildung und die hiedurch verursachten Korrosionen auftreten.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Kavitationsfreie Ausbildung von Spalten von hydraulischen Einrichtungen, insbesondere von hydraulischen Kreiselmaschinen, zwischen Gebieten verschiedenen Druckes, u. zw. von Spalten, deren Wandabstand unveränderlich ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Radius der Abrundung am Einlauf 0-35 d (wenn d der senkrechte Abstand zwischen der Überdruckseite und der Unterdruckseite ist) und die Schräge der Spaltbegrenzung gegen die senkrechte Durchströmrichtung 30 nicht unterschreitet, wodurch alle Flüssigkeitsteilchen innerhalb des Spaltes stetig so beschleunigt werden, dass an keiner Stelle Kavitation durch Ablösung entsteht. EMI2.1
AT142434D 1931-09-24 1932-09-21 Kavitationsfreie Ausbildung von Spalten von hydraulischen Einrichtungen, insbesondere von hydraulischen Kreiselmaschinen, zwischen Gebieten verschiedenen Druckes. AT142434B (de)

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